Haus Vienne

Aus Sagradien
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Das Haus Vienne (jüngeres Haus Vienne) oder sagradisch Casa de Viena ist ein ursprünglich französisches Adelsgeschlecht, das über das souveräne Herzogtum Vienne und von 1757 bis 1891 über das Königreich Sagradien herrschte.

Das ältere Haus Vienne, dessen Wurzeln im mittelalterlichen Königreich Burgund lagen, regierte das Herzogtum Vienne bis 1459, ehe das Herzogtum über Umwege an eine Nebenlinie fiel. Das heutige jüngere Haus Vienne geht auf Philippe I. duc de Vienne zurück. Im 16. und 17. Jahrhundert unterhielt das Haus enge Verbindungen sowohl zum Haus Savoyen und zum Haus Oranien als auch zu den französischen Bourbonen.

Um seine Stellung als souveräner Herzog zu sichern, heiratete Antoine in zweiter Ehe die Santori-Prinzessin Maria Anna von Sagradien, Schwester des sagradischhen Königs Danadier II.. Aus der Ehe ging 1715 mit Louis-Gabriel Herzog von Vienne ein Sohn hervor. Louis-Gabriel de Vienne heiratete 1736 in zweiter Ehe die Santori-Prinzessin Anna Eleonore von Sesin und wurde 1748 Marschall von Sagradien.

Nach dem Tod des sagradischen Königs David II. erhoben die sagradischen Stände seine Schwester Maria II. Franziska zur Königin. Die Opposition jedoch unterstützt Louis-Gabriel de Vienne als Urenkel Gabriels VII. als Kandidat für die sagradische Krone. Nach der Absetzung Antons 1756 und der Abdankung Marias 1757 erhoben die Stände schließlich den Herzog von Vienne als Gabriel VIII. zum König von Sagradien und Fürsten von Cuentez.

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Wappen des Königreichs Sagradien unter dem Haus Vienne

Das Haus Vienne trat damit das Erbe der Santori-Dynastie in Sagradien, Golen, dem Comitat Tulis und dem Fürstentum Cuentez an. Gabriel VIII. folgte nach seinem Tod 1792 sein ältester noch lebender Sohn Philipp IX. Ludwig nach, der 1797 von seinem Enkel Gabriel IX. abgelöst wurde. Für den minderjährigen Gabriel regierte bis 1805 sein Onkel Emil Johann Gabriel, Herzog von Alconía, der 1805 auf Druck Napoléons hin abgesetzt wurde. Bis zur Ermordung Gabriels IX. 1812 stand dieser unter starkem französischen Einfluss. Im Winterkrieg 1812/13 gelang es dem Haus Vienne, seine Herrschaft gegen französische Ansprüche zu verteidigen. Mit Gabriel X. Emil Johann bestieg der ehemalige Regent selbst den Thron.

Da Gabriel Emil Johanns ältester Sohn Philipp Albert von Sagradien bereits 1829 gestorben war, wurde nach seinem Tod 1849 sein zweiter Sohn Carles Lucién als Lucien I. König von Sagradien. Für den erkrankten Lucien führte seit 1865 sein Bruder Philipp Emilian als Prinzregent die Amtsgeschäfte. Nach dessen Tod 1871 wurde der Thronfolger Luis Filipe Prinzregent, der nach dem Tod Luciens 1873 als Philipp X. selbst den Thron bestieg. Die reaktionäre Herrschaft Philipps und sein despotisches Naturell warfen das Haus in eine schwierige Krise. Philipps ältester Sohn und Thronfolger Gabriel Manuel heiratete 1885 gegen den Willen des Vaters die Bürgerliche Elena Leczynska und verzichtete auf den Thron, eine durch Philipp ausgelöste Verfassungskrise 1887/88 brachte das Königtum an den Rand des Sturzes. Dieser folgte jedoch bereits kurz danach, als die Januarrevolution des Jahres 1891 Philipp X. zur Abdankung zwang. Die Ausrufung der Republik bedeutete schließlich das endgültige Ende der Vienne-Dynastie auf dem sagradischen Thron. Die Mitglieder des Hauses Vienne wurden in der neuen republikanischen Verfassung von den höchsten Staatsämtern ausgeschlossen. Diese Bestimmung wurde jedoch 1946 endgültig aufgehoben.

Das Haus Vienne sah sich seit seiner erzwungenen Abdankung als legitimes sagradisches Herrscherhaus an. Der letzte Thronfolger Luis Filipe führte daher bis zu seinem Tod 1939 im Exil den Königstitel und den Herrschernamen Philipp XI.. Sein Sohn Johann Maria von Sagradien nahm den Namen Johann IV. an und kehrte 1940 nach Sagradien zurück. Sein einziger Sohn Philipp Alexander von Sagradien starb 1952 bei einem Autounfall. Joseph Maria benannte daher vor seinem Tod seinen Neffen Karl Lucien von Sagradien, Sohn des Prinzen Luis David Herzog von Alconía, als Gabriel XII. zum Nachfolger als Familienoberhaupt und Thronprätendent. Dessen älterer Bruder Johann Gabriel Prinz von Sagradien wurde dabei bewusst übergangen, da er zuvor eine Bürgerliche geheiratet hatte.

Karl Lucien von Sagradien verzichtete 1964 im Namen der gesamten Familie offiziell auf den sagradischen Thron und erkannte damit 73 Jahre nach der Januarrevolution offiziell die Sagradische Republik an. In der Folge arbeitete er aktiv daran, das Image des Hauses in der Öffentlichkeit zu verbessern, engagierte sich für wohltätige Zwecke und sprach sich wiederholt gegen Faschismus und Rechtsradikalismus aus. Mehrmals klagte er im Namen des Hauses gegen rechtsgerichtete Organisationen, die sich im Namen des Hauses für eine Wiederherstellung der Monarchie aussprachen. 1977 schließlich kam es zu einem historischen Treffen zwischen Karl Lucien und dem sozialistischen Ministerpräsidenten Joán Caval, die als Versöhnung im schwierigen Verhältnis zwischen Monarchisten und Linken angesehen wurde.

Anlässlich seines 75. Geburtstages im Jahr 2007 gab Karl Lucien die Führung des Hauses Vienne offiziell an seinen Sohn Philipp Prinz von Sagradien weiter, der das Haus nun hauptsächlich in der Öffentlichkeit vertritt. Eine Schwester Karl Luciens und Tante Philipps ist Königin Christina von Mikolinien, Ehefrau des mikolinischen Königs Mikael Albert I. und Mutter des Thronfolgers Karl Johann von Mikolinien.

Die Herzöge von Vienne aus dem Haus Vienne

Stammliste des sagradischen Königshauses Vienne