Gabriel VI.
Gabriel VI. (von Sagradien) (*1610, †1651) war König von Sagradien und Golen aus dem Haus Sántori sowie (als Gabriel II.) Herr der Servettinischen Lande (1640-1651). Seine Herrschaft war geprägt von Intrigen und Machtkämpfen am Hof. Am Ende seiner elfjährigen Regierungszeit hinterließ er eine innen- und außenpolitisch geschwächte Monarchie.
Inhaltsverzeichnis
Kindheit und Ehen
Prinz Gabriel Jakob Maria von Sántori wurde 1610 in Semest als ältester Sohn von König Gabriel V. und seiner ersten Ehefrau Marie de Vienne geboren. Bei seiner Taufe bereits erhielt er den Titel eines Prinzen von Sarmay und wurde danach als Thronfolger des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 18 Jahren wurde er mit der gleichaltrigen Marie de Bourbon, der jüngsten Tochter Heinrichs IV. von Frankreich, verheiratet. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Entsprechend unglücklich verlief die Ehe auch und und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1633 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Um diplomatische Spannungen mit Frankreich zu verhindern, wurde ein Schuldiger gesucht und einer der Diener der Königin wurde wegen Mordes hingerichtet. Ein Jahr bereits nach dem Tod Maries heiratete Gabriel seine Cousine Katharina von Mikolinien, eine jüngere Schwester Karls IX..
Regierungsjahre
Nach dem Tod seines Vater bestieg Gabriel Jakob 1640 als Gabriel VI. den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Währenddessen übte seine Frau Katharina von Mikolinien starken Einfluss auf die Politik des Königs aus, aber auch zwei seiner Mätressen hegten politische Ambitionen. Zwischen Katharina und den beiden königlichen Mätressen Antonia de Casterley und dann Francisca d'Estefanis kam es daher wiederholt zu Machtkämpfen und politischen Rivalitäten. Katharina konnte schließlich 1649 die Hinrichtung ihrer Rivalin Francisca d'Estefanis erreichen, die der Verschwörung gegen den König bezichtigt wurde. In der Folge versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen.
Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien auch außenpolitisch an Einfluss und Schlagkraft verlor. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber weitestgehend scheiterte.
Tod und Hinterlassenschaft
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden "Goldenen Zeitalters" in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn Gabriel VII., für den Katharina von Mikolinien zunächst die Regentschaft übernahm.
Nachkommen
Die 1628 geschlossene Ehe mit Marie de Bourbon (1610-1633), Tochter Heinrichs IV., blieb kinderlos.
Aus der 1635 geschlossenen Ehe mit Katharina von Mikolinien gingen zahlreiche Kinder hervor. Darunter:
- Gabriel Anton (1637-1698), als Gabriel VII. König von Sagradien
- Katharina (1638-1671) ∞ Jakob II./VII. von England und Schottland
- Ludwig Philipp (1640-1678), als Ludwig Philipp I. Großherzog von Servette
- Gaetan (1644-), Erzbischof von Noyar
- Isabella