Katharina von Sagradien

Aus Sagradien
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Catarina de Sántori (*1473, †1515) war eine Prinzessin des sagradischen Königshauses der Sántori und seit 1502 bis zu ihrem Tod als Katharina I. Titularkönigin von Sagradien und als Ehefrau Philipp von den Markens Titulargräfin von Tulis. Nach dem Tod ihres Bruders Jakob IV. wurde sie als seine nächste lebende Verwandte zur Königin ausgerufen, konnte sich aber nicht gegen ihren Onkel Peter von Sagradien durchsetzen. Nach dessen Abdankung 1509 wurde ihr Sohn David I. König von Sagradien.

Herkunft und Ehe

Katharina von Santori war die älteste Tochter des sagradischen Königs Jakob III. und seiner Frau Beatrice von Portugal. Ihr jüngerer Bruder war Jakob IV., der nach dem Tod des Vaters im Jahr 1491 König von Sagradien wurde, mit seiner Frau Katharina von Habsburg aber selbst keine ehelichen hatte. Nach einer zwischenzeitigen Versöhnung Jakobs mit Philipp von Marken im Jahr 1490 wurde Katharina mit ihrem Vetter Filipe de las Marcas verheiratet, der die tulinesische Linie der Santori repräsentierte. Die Ehe war bereits in Kindertagen vereinbart worden, um die beiden Linien des Hauses zu vereinigen. Aus der Ehe der beiden Santori gingen zahlreiche Kinder hervor, darunter der spätere sagradische und portugiesische König David I. und die beiden portugiesischen Könige Johann und Heinrich, allerdings ist die Legitimität des Letzteren unsicher.

Kampf um das Erbe

Trotz dem Ehebündnis zwischen den beiden Santori-Zweigen kam es immer wieder zu Streit zwischen dem Königshaus und den Verwandten der älteren tulinesischen Linie. In den 1490er Jahren erfolgte daher der endgültige Bruch zwischen Jakob IV. und seinem Vetter Filipe de las Marcas um die Herrschaft in Tulis. In den Auseinandersetzungen zwischen ihrem Mann und ihrem Bruder, den sogenannten Lilienkriegen, musste Katharina das Land verlassen und galt in Sagradien als Feindin der Krone.

Nach dem dramatischen Unfalltod ihres Bruders Jakob IV. im Jahr 1502 wurde Katharina als älteste Tochter Jakobs IV. und nächste erbberechtigte Verwandte des toten Monarchen von Filipe de las Marcas und seinen Anhängern zur Königin von Sagradien erhoben. Gegen diese Ansprüche rebellierte aber ein Teil des Hochadels, der stattdessen den Prinzen Peter von Sagradien, den letzten lebenden Bruder Jakobs III. um Hilfe bat und ihm dafür die Krone anbot. Noch im Jahr 1502 zog Peter von Servette aus nach Sagradien und riss gewaltsam den Thron an sich. Die in Sagradien weilenden Söhne Katharinas, David und Philipp, ließ Piero gefangen nehmen. In der Schlacht bei Munir konnte er sich 1503 schließlich gegen Filipe und Catarina durchsetzen und wurde danach in Noyar als Peter I. offziell zum König gekrönt.

In der Folge gelang es der Titularkönigin und ihrem Mann in mehreren Versuchen nicht, den Thron zurückzuerobern. Währenddessen entfremdeten sich Philipp und Katharina zunehmend voneinander. Im Vertrag von Selva mit Philipp verpflichtete sich Peter von Sagradien im Jahr 1506, Philipps Söhne als eigene Nachfolger anzuerkennen, sollte er selbst ohne männlichen Erben bleiben. Diese Vereinbarung erkannte jedoch Katharina unter dem Einfluss ihres Vertrauten, des Grafen Carles de Biniar, nicht an und stellte sich gegen ihren eigenen Mann. Seit dieser Zeit pflegte Katharina eine enge Beziehung zum Grafen Carles de Biniar, die von ihren Gegnern als Ehebruch bewertet wurde. Als Katharinas Sohn Don Enrico im Jahr 1507 geboren wurde, ließ Peter von Sagradien Gerüchte streuen, der Neugeborene sei der Sohn Carles de Biniars, was jedoch von beiden geleugnet wurde. Kurz zuvor bereits war Katharinas Ehemann Philipp von las Marcas gestorben, was seine Legitimität zusätzlich in Zweifel zog.

Allerdings konnte Peter von Sagradien von der Schwäche Katharinas nicht dauerhaft profitieren, da er keinen Erben hatte und zudem in Kriege in Mikolinien verwickelt war. Als er im Jahr 1508 nach Mikolinien eilen musste, um seine Herrschaft in den Servettinischen Landen zu verteidigen, zwangen ihn die sagradischen Stände zum Thronverzicht. Im Vertrag von Vérisa musste Peter schließlich auf die Krone verzichten, benannte aber nicht Katharina, sondern deren Sohn David I. zum Nachfolger in Sagradien.

Lebensabend

Als David 1509 den Thron bestieg, erkannte er seine Mutter als Königin und Mitregentin an, verweigerte ihr de facto aber jede Teilhabe an der Regentschaft. Auch ihre 1510 geschlossene Ehe mit Carles de Biniar verlief unglücklich, nachdem dieser

Katharina verbrachte den Rest ihres Lebens allein und abgeschieden im zentralsagradischen Kloster Marbel de Soler weit weg vom höfischen Machtzentrum. Dort starb sie im Jahr 1515.

Nachkommen

Kinder Katharinas von Santori und Filipe de las Marcas (*1465; †1508):

  • David (*1491, †1543), als David I. König von Sagradien (1509-1543) ∞ (1) Luisa von Portugal; (2) Margarete von Frankreich
  • Leonor (*1493, †1530) ∞ (1) Emmanuel von Trient; (2) Joán de Biniar
  • Jâcque (*1494, †1512), Herzog von Viseu
  • Filipe (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna
  • Catarina (*1499, †1502)
  • Joán (*1502, †1557), Herzog von Corar und als Johann III. König von Portugal (1543-1557) ∞ Katharina von Kastilien
  • Isabel (*1503, †1539) ∞ Karl V./I. von Spanien
  • Tochter (*/†1506)
  • Enrico (*1507, †1580), Regent und als Heinrich I. König von Portugal (1578-1580)