Juntas Accionistas

Aus Sagradien
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Die Juntas Accionistas (JA) waren paramilitärische Verbände in der Zeit der sagradischen Volksfrontregierung, die dem rechten Flügel der konservativ-katholischen Volksunion (UP) um deren Führer Manuel Álamo nahestanden. Die Juntas wurden aufgrund ihrer blauen Hemden auch als "camisas azûres" bezeichnet.

Ihren Ursprung hatten die Juntas in der rechtsgerichteten Truppistenbewegung der frühen Dreißiger Jahre, innerhalb derer ein konservativer Flügel, die sogenannten "camisas azûres" (Blauhemden), der katholischen Volksunion von Präsident Gaitán Alemà Sobrantes nahestanden. 1934 gründete sich schließlich unter Führung von Francês Caille-Gran die Federación Nacional de Juntas Accionistas, die sich als paramilitärischer Arm der radikalen UP-nahen Jungzirkeln verstand, die im Gegensatz zur gemäßigt-konservativen Mehrheit der Mutterpartei stärker autoritäre bis ständestaatliche Positionen vertraten.

Die Niederlage der Rechten gegen die linke Volksfront führte zu einer schlagartigen Radikalisierung der Rechten und zu einem Machtgewinn der Blauhemden, auch innerhalb der Volksunion, wo Juntisten und Jungzirkeln gemeinsam die Ablösung des glücklosen Domênco Santês als Parteichef propagierten. Zum Nachfolger wurde auf dem "Noyarenser Parteitag" der Volksunion Manuel Álamo Igualde gewählt, der das Programm einer autoritären Verfassungsreform unterstützte.

Während sich die Juntistas und die aus dem schwarzen Truppisten hervorgegangenen faschistischen Divisionisten unter der Führung von León Francês zunächst auch gegenseitig bekämpft hatten, kam es seit 1937 vermehrt zu lokalen Kooperationen der beiden Gruppen gegen Sozialisten und Kommunisten. Nach dem faschistischen Februarputsch 1938 gegen Präsident Santiago Laval zeigte sich Francês Caille-Gran erfreut über den Tod, wurde dafür aber von Manuel Álamo zurückgepfiffen, was das Verhältnis der beiden nachhaltig drückte. Dennoch stritten die Juntisten bei der Parlamentswahl 1938 für die Volksunion Álamos, doch zeigte sich nach dessen Ernennung zum Premierminister zunehmend die Konkurrenz zwischen Partei- und Regierungschef Álamo und dem paramilitärischen Arm um Francês Caille-Gran.