Lionel Vega
Lionel Vega Guiterres (*1914 in San Filipe/Corar; †1994) war ein liberaler sagradischer Politiker. Als Parteimitglied der radikal-liberalen Parteien PRD und UDR und langjähriges Vorstandsmitglied der liberalen UDS war Vega ein renommierter Vertreter des radikaldemokratischen Linksliberalismus in der sagradischen Republik. 1964 war er für wenige Monate Justizminister und 1974 bis 1982 Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer.
Lionel Vega wurde im südsagradischen San Filipe geboren und studierte nach dem Abitur Jura. In der Zeit des rechtsgerichteten Álamo-Regimes fand der bekennende Radikaldemokrat, bis zu deren Verbot Mitglied der liberalen Partido Radical, keinen Referendariatsplatz. Erst nach dem Sturz des Regimes 1943 konnte Vega seine Ausbildung beenden und begann eine Karriere als Anwalt bei der Staatsanwaltschaft. Sein bekennendes Ziel war die Mitarbeit bei der Errichtung einer liberal-republikanischen und rechtsstaatlichen Justizverwaltung. Nach der Spaltung des Partido Radical im Jahr 1949/50 gehörte Vega, obwohl deutlich von linksliberalen Ideen geprägt, der eher der rechten Mitte zuneigenden Nachfolgepartei Unión Democrática Radical (UDR) an, übte aber kein politisches Mandat aus. Stattdessen wurde er im Jahr 1953 als ordentlicher Professor an die Celusanto-Universität Tulis berufen, ehe er 1958 unter dem liberalen Innenminister Aliureto Muller zum Staatssekretär berufen wurde. Nach dem Ausscheiden Mullers aus dem Ministerium trat auch Vega im Januar 1961 aus der Ministerialverwaltung aus. 1961 beteiligte sich Vega an der Gründung der neuen liberalen Partei UDS, die er zu einer unabhängigen Partei der liberalen Mitte in der Tradition des Partido Radical zu formen suchte. Er gehörte der Programmkommission der Partei an und wurde 1962 für die UDS erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt, wo er die Funktion eines rechtspolitischen Koordinators übernahm.
Im Herbst 1963/64 war Vega wesentlich an der Entscheidung der UDS zugunsten eines Koalition mit der sozialistischen ASUL beteiligt und trat anschließend als Justizminister ins Kabinett Santiago ein. Nach dessen Tod im Juni 1964 schied Vega jedoch wieder aus dem Ministerium aus, da der neue Ministerpräsident Iacovo Del Pérez den Posten mit dem Sozialisten Francisco Montone besetzte. Vega wurde anschließend stellvertretender Sprecher seiner Fraktion und blieb dies zunächst auch, nachdem seine Partei die Koalition mit den Sozialisten aufgekündigt und in eine Mitte-Rechts-Regierung unter Carles Angel Favale eingetreten war. Nach einer
Öffentliche Ämter
- 1958-1961: Staatssekretär im Justizministerium im Kabinett Luciaro VII und im Kabinett Favale I
- 1964: Justizminister im Kabinett Santiago
- 1974-1982: Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer