Martin VI./I. der Gute: Unterschied zwischen den Versionen

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Martin wurde 1296 als zweiter Sohn von [[Joán de Gerón]], [[Herzog von Scantia]], und Prinzessin [[Margarete von Mikolinien]] geboren. Martin war ein Enkel [[Philipp der Schweigsame|Philipps des Schweigsamen]] und Neffe der Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien]] sowie des seit 1301 regierenden Königs [[Julian I.]] von Sagradien. Martins Mutter [[Margarete von Mikolinien]] war Tochter des mikolinischen Königs [[Karl III. von Mikolinien|Karl III.]] und Schwester König [[Karl IV. von Mikolinien|Karls IV.]] und [[Roduich I. von Mikolinien|Rodiques I.]].  
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Martin wurde 1296 als zweiter Sohn von [[Joán de Gerón]], [[Herzog von Scantia]], und Prinzessin [[Margarete von Mikolinien]] geboren. Martin war ein Enkel [[Philipp der Schweigsame|Philipps des Schweigsamen]] und [[Eleonore von Sagradien|Eleonore von Sagradiens]] sowie Neffe der Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien]] sowie des seit 1301 regierenden Königs [[Julian I.]] von Sagradien. Martins Mutter [[Margarete von Mikolinien]] war Tochter des mikolinischen Königs [[Karl III. von Mikolinien|Karl III.]] und Schwester König [[Karl IV. von Mikolinien|Karls IV.]] und [[Roduich I. von Mikolinien|Rodiques I.]].  
  
 
Die Hochzeit zwischen Johann von Gerón, dem [[Herzog von Scantia]], und Margarete von Mikolinien war Teil einer geplanten Allianz zwischen Mikolinien und Scantia gegen die sagradische Krone. Als gebildete Frau hatte Margarete bereits früh den Ehrgeiz, ihren Söhnen eine einflussreiche Stellung zu sichern. Durch seine Mutter und seine Erzieher lernte Martin bereits früh neben [[Sagradische Sprache|Sagradisch]] auch [[Mikolinische Sprache|Mikolinisch]], [[Peruzinische Sprache|Peruzinisch]], Französisch und Latein und wurde in verschiedenen Wissenschaften unterrichtet. Er genoss damit die für die damalige Zeit denkbar umfassendste Ausbildung.
 
Die Hochzeit zwischen Johann von Gerón, dem [[Herzog von Scantia]], und Margarete von Mikolinien war Teil einer geplanten Allianz zwischen Mikolinien und Scantia gegen die sagradische Krone. Als gebildete Frau hatte Margarete bereits früh den Ehrgeiz, ihren Söhnen eine einflussreiche Stellung zu sichern. Durch seine Mutter und seine Erzieher lernte Martin bereits früh neben [[Sagradische Sprache|Sagradisch]] auch [[Mikolinische Sprache|Mikolinisch]], [[Peruzinische Sprache|Peruzinisch]], Französisch und Latein und wurde in verschiedenen Wissenschaften unterrichtet. Er genoss damit die für die damalige Zeit denkbar umfassendste Ausbildung.

Version vom 19:39, 21. Mär 2026

Martin von Redanior, genannt der Gute (*1296; †1354, sagr. Martín le Bô, mikol. Martin le Bone, peruz. Martí le Bon), war als Martin I. König von Mikolinien (1315-1354) und als Martin VI. König von Peruzien (1318-1354) und von Sagradien (1321-1354). Er war der erste mikolinische Regent aus dem Haus Redanior und der erste Herrscher, der alle drei Königskronen der Konsettenhalbinsel in einer Hand vereinte (Union von Alágua). Er gilt sowohl in der mikolinischen als auch in der sagradischen Nationalgeschichte als bedeutender Herrscher, der den Traum vom sagromikolinischen Großreich verwirklichte.

Herkunft und Stellung in der Thronfolge

Martin wurde 1296 als zweiter Sohn von Joán de Gerón, Herzog von Scantia, und Prinzessin Margarete von Mikolinien geboren. Martin war ein Enkel Philipps des Schweigsamen und Eleonore von Sagradiens sowie Neffe der Könige Martin IV. Felix, Robert von Sagradien sowie des seit 1301 regierenden Königs Julian I. von Sagradien. Martins Mutter Margarete von Mikolinien war Tochter des mikolinischen Königs Karl III. und Schwester König Karls IV. und Rodiques I..

Die Hochzeit zwischen Johann von Gerón, dem Herzog von Scantia, und Margarete von Mikolinien war Teil einer geplanten Allianz zwischen Mikolinien und Scantia gegen die sagradische Krone. Als gebildete Frau hatte Margarete bereits früh den Ehrgeiz, ihren Söhnen eine einflussreiche Stellung zu sichern. Durch seine Mutter und seine Erzieher lernte Martin bereits früh neben Sagradisch auch Mikolinisch, Peruzinisch, Französisch und Latein und wurde in verschiedenen Wissenschaften unterrichtet. Er genoss damit die für die damalige Zeit denkbar umfassendste Ausbildung.

Aufstieg zum König

Nachdem Martins beide Onkel Martin IV. Felix 1289 und Robert von Skanten 1292 gestorben waren, wurden nacheinander Martins Cousins Johann III. und Martin V. Könige in Sagradien und Peruzien. Als Martin V. 1301 den Thron bestieg, war er bereits in sehr schlechtem gesundheitlichen Zustand und wurde daher nach nur kurzer Zeit auf dem Thron von seinem Onkel Erzbischof Julen von Tesqué entmachtet, der selbst den Thron bestieg.

Bereits vor der Entmachtung des Königs hatte sich Martins Vater Johann von Gerón mit der mikolinischen Krone gegen seinen Neffen Johann III. und seinen Bruder Julen von Tesqué verschworen. Als Anführer der Rebellion in Peruzien besiegte er das sagradische Heer 1301 in der Schlacht bei Cresq und übernahm anschließend zunächst als Sachwalter seines Neffen Martin V., nach dessen erzwungener Thronentsagung als König selbst die Macht in Peruzien. Martin und sein älterer Bruder Philipp von Gerón wurden auf diese Weise Prinzen von Peruzien.

1308 starb Martins Onkel Rodique I. von Mikolinien und wurde von seinem achtjährigen Sohn Philipp beerbt. Wie von Rodique testamentarisch vorgesehen, übernahm seine Schwester Margarete die Regentschaft und kehrte hierfür in das Reich ihres Vaters zurück. Der junge Philipp starb aber bereits zwei Jahre später und hinterließ eine Thronfolgekrise, die zu einem dreijährigen Interregnum führte, in dem Margarete weiter als Regentin fungierte.

Gemeinsam mit ihrem Mann Johann von Peruzien gelang es Martins Mutter schließlich 1313, ihre fünfzehnjährige Nichte Karoline als neue Königin durchzusetzen, die mit Martins Sohn Philipp verlobt war. Philipp starb aber, noch ehe es zur Hochzeit kam. Martin stieg damit zum Thronfolger im Norden auf.

Margarete, die weiterhin als Regentin fungierte, setzte daraufhin die Hochzeit ihres zweiten Sohnes Martin mit der jungen Königin Karoline zu erreichen. 1315 kam es schließlich zur Heirat, durch die der 19-jährige Martin jure uxoris zum König und Mitregenten seiner Frau wurde. 1318 folgte seine Krönung zum König von Peruzien, nachdem sein Vater Johann von Gerón gestorben war. Martin vereinte damit die beiden Kronen im Norden und im Süden der mikolinischen Halbinsel in seiner Hand.

Herrschaftsantritt in Sagradien

Auch nachdem Königin Karoline von Mikolinien 1320 gestorben war, blieb Martin anstelle seines erst zweijährigen Sohnes Philipp von Soria König von Mikolinien. Kurz darauf erhielt er die Nachricht vom Tod seines Onkels Julen von Tesqué. Als Neffe und nächster männlicher Verwandter des verstorbenen erhob Martin auch auf die sagradische Krone Anspruch. Derweil versuchte eine gegnerische Adelspartei unter der Führung von Americ von Viça die junge Prinzessin Margaid von Bretagne, eine Nichte der Könige Robert von Skanten und Martin V. als Herrscherin durchzusetzen.

Auf der Ständeversammlung von Alagua 1321 gelang es Martin, die Stände Sagradiens und Golens hinter sich zu bringen. Diese erkannten ihn als König an und huldigten ihm als König von Mikolinien, Peruzien, Sagradien und Golen. Es war die Geburtsstunde der Union von Alagua. Nach Einigung mit den Ständen zog Martin nach Noyar, wo er sich auch zum sagradischen König krönen ließ und damit als erster König, die mikolinische mit der sagradischen Krone vereinigte. Er konnte damit die jahrhundertelang offenen Kriege zwischen beiden Ländern vorübergehend beenden (Pax Martinana).

Wirken als König in beiden Reichsteilen

Martin baute die Macht der Krone in beiden Reichsteilen weiter aus, vor allem durch seine teils kluge, teils rigorose Finanzpolitik: Er schuf in jedem Reichsteil einen zentralen Rechnungshof als selbständige Behörde, erhöhte die Steuern, ermöglichte die Ablösung von Lehenspflichten durch finanzielle Leistungen und verbot den mächtigen Fallenserorden in Südmikolinien, dessen Vermögen er der Krone einverleibte. Als König der Kronen von Scantia, Sarmay, Alconía, Malesc, Golen, Perucía und Mikolinien bemühte sich Martin um eine ausgewogene Herrschaft und zog von einem Ort seines Riesenreichs in den anderen.

Mit dem Statut von Alessa, das den peruzinischen Ständen Privilegien einräumte, beendete Martin auch endgültig die seit 1290 immer wieder aufgeflackerten Aufstände der peruzinischen Stände gegen die Herrschaft der Redanior-Könige (Peruzinische Kriege).

Martin war ein großer Förderer der Künste und der Wissenschaften und verfasste zu Lebzeiten selbst philosophische, anthropologische und naturwissenschaftliche Werke. Martin führte die Doppelmonarchie zu einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte.

Bretonischer Erbfolgekrieg

Nachdem er seine Herrschaft im Inneren gesichert hatte, unterstützte Martin die englische Seite im Hundertjährigen Krieg. Nach dem Tod Herzog Johanns III. von Bretagne unterstützte Martin der Gute zusammen mit England den Onkel Johanns Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois. Der Krieg ragte in die Herrschaftszeit seines Sohnes Martin VII./II. hinein.

Heiratspolitik und Nachfolge

Nach dem Tod Königin Karolines heiratete Martin im Jahr 1322 die Witwe seines Konkurrenten Heinrich von Kont, Maria von Interea, Tochter Martins von Interea. Damit band er einen potenziellen Machtrivalen, einen illegitimen Vetter des letzten Saloanerkönigs, eng an das Königshaus. Er machte Martin von Interea zudem zum Vikar des südlichen Reichsteils und gab ihm seine jüngste Schwester Anna zur Frau.

Nach dem Tod seines ältesten Sohnes Philipp von Soria im Jahr 1348 ernannte Martin seinen Sohn aus zweiter Ehe Martin d.J. zum Mitkönig in beiden Reichsteilen. Dieser folgte ihm nach seinem Tod 1354 schließlich auf den Thron.