Johann IV. von Peruzien
Johann IV. von Peruzien (*1263, †1318), auch Johann von Gerón oder Johann der Barmherzige genannt, war Herzog von Skanten (1289-1301) sowie König von Peruzien (1301-1318) aus dem Haus Redanior. Er war der Vater von Martin VI./I. von Mikolinien, Peruzien und Sagradien.
Leben[bearbeiten]
Johann war der jüngste Sohn des peruzinischen Königs Philipp der Schweigsame und der sagradischen Königin Eleonore von Sagradien. Seine älteren Brüder Martin Felix (*1253), Robert (*1255) und Julen (*1261) bestiegen nacheinander den sagradischen Thron. Johann war zunächst als Graf von Gerón bekannt und erbte 1289 von seinem Bruder Robert das Herzogtum Skanten. Bereits 1287 hatte er Margarete von Mikolinien geheiratet, eine Schwester der mikolinischen Könige Karl IV. und Rodique I.
Nach dem Tod Roberts von Skanten im Jahr 1292 unterstützte Johann seinen minderjährigen Neffen Johann III. im Kampf gegen die rebellierenden Stände in Peruzien. Nachdem sich dieser 1295 durchgesetzt hatte, ernannte er seinen Onkel Johann von Gerón zu seinem Statthalter in Peruzien. Als Sachwalter des Königs konnte sich Johann der Gerón schnell eine relativ unabhängige Stellung aufbauen, doch kam es mehrmals zu Differenzen. Im Streit mit seinem Neffen führte Johann schließlich eine Rebellion an, die bis zum Tod des Königs 1301 anhielt.
Nach dem Tod König Johanns III. im Jahr 1301 gerieten die beiden Königreiche in eine neuerliche Nachfolgekrise. In Sagradien folgte Johanns jüngerer Bruder und Johanns Neffe Martin V., genannt "der Wahnsinnige", der aber schon nach wenigen Monaten von Johanns Bruder Julen, dem Bischof von Tesqué, entmachtet wurde. In Peruzien blieb die Nachfolge Martins V. zunächst strittig, da Johann von Gerón weiter selbst nach der Macht strebte. Dem Herzog von Skanten gelang es schließlich, eine Mehrheit der Stände zur Unterstützung zu bewegen. Als Johann IV. wurde er schließlich selbst zum peruzinischen König erhoben.
In der Folge kam es zu Kämpfen zwischen den beiden Brüdern Julen von Sagradien und Johann von Peruzien, die aber keine Änderung der Machtverhältnisse bewirkte. Nachdem Johanns Schwager Rodique I. von Mikolinien 1308 gestorben war, kehrte Königin Margarete zurück nach Mikolinien, um die Regentschaft für ihren achtjährigen Neffen Philipp von Mikolinien anzutreten. Dessen früher Tod zwei Jahre später löste eine Nachfolgekrise aus, die Margarete und Johann nutzten, um den Thron im Süden für ihren ältesten Sohn Philipp von Gerón zu nutzen, der mit Rodiques Tochter Karoline verlobt war. Mit Überzeugungskraft und militärischer Gewalt setzten Johann und Margarete ihre Schwiegertochter in spe als neue Königin durch. Kurz darauf starb Johanns Sohn Philipp, sodass Karoline 1315 den zweiten Sohn Martin heiratete, der damit jure uxoris König von Mikolinien wurde. Als Johann 1318 starb, folgte ihm Martin auch im Norden nach und vereinte damit die beiden Kronen der mikolinischen Halbinsel, ehe er 1321 auch König von Sagradien wurde.