Michael von Vesaey: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Ernennung Miquels zum General-Gouverneur des Reichs führte 1392 zum Krieg zwischen Miquel und [[Martin von Ostino]], da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Johann ansahen. Miquel konnte in der so genannten "[[Guerra de Ducas]]" (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) zunächst einen Sieg davon tragen, doch verbündete sich Martin von Óstino mit [[Karl VI. von Mikolinien]] und zog mit einem Heer gegen [[Johann IV.]] und [[Michael von Vesaey]].
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Die Ernennung Miquels zum General-Gouverneur des Reichs führte 1392 zum Krieg zwischen Miquel und [[Martin von Ostino]], da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Johann ansahen. Miquel konnte in der so genannten "[[Guerra de Ducas]]" (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) zunächst einen Sieg davon tragen, doch verbündete sich Martin von Óstino mit [[Karl VI. von Mikolinien]] und zog mit einem Heer gegen [[Johann IV.]] und Michael von Vesaey.
  
 
1394 geriet König Johann in ostinensische Gefangenschaft und musste Martin von Ostino als Regenten und Nachfolger anerkennen. Im Folgejahr starb Johann und Martin von Ostino erhob sich als Martin VIII. zum König. Michael erkannte die Nachfolge nicht an und zog mit seinen Heeren gegen Martin, der von mikolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miquel nach [[Cuentez]] flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Martin zu führen. Dieses Mal konnte er bei [[Xenópolis]] im Mai 1396 siegen und Martin gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.
 
1394 geriet König Johann in ostinensische Gefangenschaft und musste Martin von Ostino als Regenten und Nachfolger anerkennen. Im Folgejahr starb Johann und Martin von Ostino erhob sich als Martin VIII. zum König. Michael erkannte die Nachfolge nicht an und zog mit seinen Heeren gegen Martin, der von mikolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miquel nach [[Cuentez]] flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Martin zu führen. Dieses Mal konnte er bei [[Xenópolis]] im Mai 1396 siegen und Martin gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.

Version vom 14:49, 9. Jan 2026

Michael von Vesaey (von Sagradien) (*1358; †1421) war König von Sagradien (1396-1421) und erster Herrscher aus dem Haus Vesaey. Er setzte sich nach dem Tod Johanns IV. gegen Martin von Ostino durch, musste seine Herrschaft aber im Sechzigjährigen Krieg gegen den mikolinischen König Karl VI. verteidigen.

Herkunft

Miquel de Vesaey wurde 1358 in Vesaey als zweiter Sohn des Herzogs Jakob von Sessin und der königlichen Prinzessin Isabella von Redanior, der Schwester König Martins VII. geboren. Als Neffe König Martins VII. und Enkel König Martins VI. des Guten gehörte Miquel de Vesaey, aus einer Seitenlinie der Diannidendynastie stammend, zu den vornehmsten Prinzen des Landes. Sein Großvater Philipp II. von Vesaey, hatte sich im Thronkampf von 1320/1321 auf die Seite Martins des Guten gestellt und als Belohnung vom siegreichen Martin VI. das Herzogtum Sessin erhalten, das er später Michaels Vater Jakob von Vesaey vererbt hatte. Nach dessen Hochzeit mit Isabella von Redanior war zudem die Grafschaft Oller hinzugekommen, sodass die Vesaey bald einen Großteil Südwestsagradiens als Hausmacht vorzuweisen hatten.

1384 heiratete Miquel die Saloanerprinzessin Lara von Salua, älteste Tochter Herzog Heinrichs IV. von Salua. Seine ältere Schwester Luísa hatte bereits 1370 König Johann IV. geheiratet. Als Schwager des Königs gehörte Miquel lange zu den einflussreichsten Fürsten des Landes. Er war auch am verlorenen Krieg Johanns gegen Karl von Interea beteiligt, der Johann zwang, 1390 auf die mikolinische Krone zu verzichten. Sein älterer Bruder Philipp III. von Vesaey fiel in der entscheidenen Schlacht von Salazia im Jahr 1387. Von ihm erbte Miquel die Grafschaft Sagonte, 1389 folgte er seinem Vater als Herzog von Sessin nach.

Guerra de Ducas und Thronbesteigung

Die Ernennung Miquels zum General-Gouverneur des Reichs führte 1392 zum Krieg zwischen Miquel und Martin von Ostino, da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Johann ansahen. Miquel konnte in der so genannten "Guerra de Ducas" (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) zunächst einen Sieg davon tragen, doch verbündete sich Martin von Óstino mit Karl VI. von Mikolinien und zog mit einem Heer gegen Johann IV. und Michael von Vesaey.

1394 geriet König Johann in ostinensische Gefangenschaft und musste Martin von Ostino als Regenten und Nachfolger anerkennen. Im Folgejahr starb Johann und Martin von Ostino erhob sich als Martin VIII. zum König. Michael erkannte die Nachfolge nicht an und zog mit seinen Heeren gegen Martin, der von mikolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miquel nach Cuentez flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Martin zu führen. Dieses Mal konnte er bei Xenópolis im Mai 1396 siegen und Martin gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.

Erbfolgkrieg

Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Martins mit dem Einfall in Perucía den Sechzigjährigen Krieg. 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den Vertrag von Álbero seines Vaters Karl V. und Johann IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Mikolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in Noyar zum König krönen. Zunächst konnte Miquel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen Tulinesischen Republik, in deren Rahmen er seine Schwester Isabel mit António de Santori, dem gewählten Conte von Tulis, vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den Santori und dem Haus Vesaey begründet.

Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die Straße von Scola lahmlegte, den mikolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Mikoliniens sichern. 1409 aber kam mit dem Abfall der Stände Niederperucías und Montanas in der Alberenser Union die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 Kardinal Julio, der Bruder Antónios und Erzbischof von Tulis durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn Piero Símplice zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Mikolinien und fiel damit als Bündnispartner Miquels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet.

Ein offener Aufstand in Westligre 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die mikolinischen Heere auf dem Vormarsch in Scantia und belagerten 1420 Gerón. Zwar konnte Miquels Sohn Don António die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen.

Nachkommen

Aus der 1384 geschlossenen Ehe Michaels mit Lara von Salua gingen mehrere Kinder hervor:

Tod in der Schlacht

Im Juli 1421 starb Michael I. in der Schlacht von Porto Valés. Auf dem Thron folgte ihm sein Sohn Philipp V., unter dem nach dem Wiedereintritt Tulis' in den Krieg die Geschicke Sagradiens in den Kriegshandlungen wieder eine positive Wende nehmen sollten.