Jungzirkel-Bewegung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Organisación Nacional de Círculœs de la Juventú''' (ONCJ, deutsch ''Nationale Organisation der Jugendzirkel'') war der Name der Jugendorganisation der katholisch-konservativen [[Unión Popular]]. Die Jungzirkel entstanden in den Zwanziger Jahren als studentische und akademische Vereinigungen und als rechte Gegenbewegung zur progressiven [[Liga del Pôblu Jovén]], der zuvor der [[Acción Popular]] nahegestanden hatten.  
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Die '''Organisación Nacional de Círculœs de la Juventú''' (ONCJ, deutsch ''Nationale Organisation der Jugendzirkel'') war der Name der Jugendorganisation der katholisch-konservativen [[Unión Popular]]. Die Jungzirkel entstanden in den Zwanziger Jahren als studentische und akademische Vereinigungen und als rechte Gegenbewegung zur progressiven [[Liga del Pôblu Jovén]].  
  
 
Die Mitglieder der Jugendzirkel waren nicht älter als 35 Jahre und sahen sich als nationale Jugendbewegung und Speerspitze des sagradischen Konservatismus. Während die Mutterpartei Volksunion noch katholisch-konservative Konzepte verfolgte, näherten sich die Jugendzirkel seit Ende der Zwanziger Jahre schon rechtsautoritären bis faschistischen Konzepten an und traten deutlich radikaler auf als die Volksunion. Anders als die paramilitärische [[Truppismus|Truppistenbewegung]] verstanden sich die meisten Jugendzirkel selbst als Führungseliten und erarbeiteten neue theoretische Konzepte, doch engagierten sich zahlreiche Mitglieder der Zirkel auch in einer der paramilitärischen Vereinigungen der politischen Rechten. Die Zirkel lehnten den Parlamentarismus als Form der "bürokratischen Ochlokratie" ab und entwickelten Konzepte einer "autoritären Staatsführung". Liberalismus und Modernismus standen die Zirkel ebenso feindlich gegenüber wie Kommunismus, Sozialismus und Klassenkampf. Stattdessen suchten sie die Lösung in einem "sozial-katholischen" Korporatismus mit deutlicher Nähe zu faschistischen Vorstellungen.
 
Die Mitglieder der Jugendzirkel waren nicht älter als 35 Jahre und sahen sich als nationale Jugendbewegung und Speerspitze des sagradischen Konservatismus. Während die Mutterpartei Volksunion noch katholisch-konservative Konzepte verfolgte, näherten sich die Jugendzirkel seit Ende der Zwanziger Jahre schon rechtsautoritären bis faschistischen Konzepten an und traten deutlich radikaler auf als die Volksunion. Anders als die paramilitärische [[Truppismus|Truppistenbewegung]] verstanden sich die meisten Jugendzirkel selbst als Führungseliten und erarbeiteten neue theoretische Konzepte, doch engagierten sich zahlreiche Mitglieder der Zirkel auch in einer der paramilitärischen Vereinigungen der politischen Rechten. Die Zirkel lehnten den Parlamentarismus als Form der "bürokratischen Ochlokratie" ab und entwickelten Konzepte einer "autoritären Staatsführung". Liberalismus und Modernismus standen die Zirkel ebenso feindlich gegenüber wie Kommunismus, Sozialismus und Klassenkampf. Stattdessen suchten sie die Lösung in einem "sozial-katholischen" Korporatismus mit deutlicher Nähe zu faschistischen Vorstellungen.

Version vom 17:02, 11. Sep 2024

Jungzirkel
Círculœs de la Juventú
Logo-CJ.png
Nationaler Führer Manuel Sants-Igualde
Gründung
Auflösung
Ausrichtung Nationalismus
Polit. Katholizismus
Korporatismus
Mutterpartei Volksunion
Position Rechts

Die Organisación Nacional de Círculœs de la Juventú (ONCJ, deutsch Nationale Organisation der Jugendzirkel) war der Name der Jugendorganisation der katholisch-konservativen Unión Popular. Die Jungzirkel entstanden in den Zwanziger Jahren als studentische und akademische Vereinigungen und als rechte Gegenbewegung zur progressiven Liga del Pôblu Jovén.

Die Mitglieder der Jugendzirkel waren nicht älter als 35 Jahre und sahen sich als nationale Jugendbewegung und Speerspitze des sagradischen Konservatismus. Während die Mutterpartei Volksunion noch katholisch-konservative Konzepte verfolgte, näherten sich die Jugendzirkel seit Ende der Zwanziger Jahre schon rechtsautoritären bis faschistischen Konzepten an und traten deutlich radikaler auf als die Volksunion. Anders als die paramilitärische Truppistenbewegung verstanden sich die meisten Jugendzirkel selbst als Führungseliten und erarbeiteten neue theoretische Konzepte, doch engagierten sich zahlreiche Mitglieder der Zirkel auch in einer der paramilitärischen Vereinigungen der politischen Rechten. Die Zirkel lehnten den Parlamentarismus als Form der "bürokratischen Ochlokratie" ab und entwickelten Konzepte einer "autoritären Staatsführung". Liberalismus und Modernismus standen die Zirkel ebenso feindlich gegenüber wie Kommunismus, Sozialismus und Klassenkampf. Stattdessen suchten sie die Lösung in einem "sozial-katholischen" Korporatismus mit deutlicher Nähe zu faschistischen Vorstellungen.

1927 wurde der Manuel Sants zum nationalen Führer der Jugendzirkelbewegung gewählt und schnitt die Organisation danach ganz auf seine Person zu. Nach faschistischem Vorbild ließ er sich als Chefe titulieren und pflegte einen autoritären Führungsstil. Seit 1934 dienten die aus den blauen Truppistenbewegung hervorgegangenen Juntas Accionistas als paramilitärischer Flügel der Jugendzirkel. In der Krise der sagradischen Republik seit Anfang der Dreißiger Jahre gewannen die Jugendzirkel rasch an Bedeutung. Nach dem Erfolg der linken Volksfront bei der Parlamentswahl 1936 setzten sich die Jugendzirkel massiv für die Ernennung Manuel Sants zum Parteichef der Volksunion ein, was schließlich erfolgreich war. Dennoch kam es unter dessen Führung zum Teil zu einer Entfremdung zwischen der zunehmend radikalisierten Jugendzirkeln und der Volksunion, die unter Sants Führung das Konzept einer Nationalen Kommunion verfolgte. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs kam es über die Frage der Haltung zu Nazi-Deutschland zu einer Spaltung der Bewegung und schließlich zur de-facto-Auflösung, nachdem 1941 die Juventú de Comunión Nacional als parteiübergreifender Jugendverband begründet worden war.