Fernando De la Roya: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ariel Fernando De la Roya''' (*1884, †1967) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Der liberale Katholik und Christdemokrat De la Roya war im Jahr 1938 letzter Parteisekretär des kleinen christdemokratischen [[PDP]] und von 1947 bis 1955 Parteipräsident des [[PPC]], dessen Ehrenvorsitzender er danach war. Als [[Bürgermeister von Semest|Bürgermeister]] der Stadt [[Semest]] während des Zweiten Weltkriegs ist er bis heute in Erinnerung und gilt als Legende der Stadt. Nach seiner Zeit als Bürgermeister bekleidete De la Roya von 1949 bis 1955 das Amt des sagradischen [[Senat]]spräsidenten, ehe er 1955 bis 1965 zum [[Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt wurde.  
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'''Ariel Fernando De la Roya''' (*1884, †1967) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Der liberale Katholik und Christdemokrat De la Roya war im Jahr 1938 letzter Parteisekretär des kleinen christdemokratischen [[PDP]] und von 1947 bis 1955 Parteipräsident des [[PPC]], dessen Ehrenvorsitzender er danach war. Als [[Bürgermeister von Semest|Bürgermeister]] der Stadt [[Semest]] während des Zweiten Weltkriegs ist er bis heute in Erinnerung und gilt als Legende der Stadt. Nach seiner Zeit als Bürgermeister bekleidete De la Roya von 1949 bis 1955 das Amt des sagradischen [[Senat]]spräsidenten, ehe er 1955 zum [[Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt wurde. Nach zwei Amtszeiten schied er 1965 aus dem Amt.
  
 
== Leben ==
 
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Version vom 21:54, 6. Jan 2020

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Ariel Fernando De la Roya (*1884, †1967) war ein sagradischer Politiker. Der liberale Katholik und Christdemokrat De la Roya war im Jahr 1938 letzter Parteisekretär des kleinen christdemokratischen PDP und von 1947 bis 1955 Parteipräsident des PPC, dessen Ehrenvorsitzender er danach war. Als Bürgermeister der Stadt Semest während des Zweiten Weltkriegs ist er bis heute in Erinnerung und gilt als Legende der Stadt. Nach seiner Zeit als Bürgermeister bekleidete De la Roya von 1949 bis 1955 das Amt des sagradischen Senatspräsidenten, ehe er 1955 zum Präsidenten der Sagradischen Republik gewählt wurde. Nach zwei Amtszeiten schied er 1965 aus dem Amt.

Leben

Der gebürtige Semestiner begann ein Studium der Rechtswissenschaften, wechselte aber ins theologische Fach und beendete sein Studium mit einer Doktorarbeit in katholischen Religionswissenschaften. Danach arbeitete De la Roya als Journalist und Lehrbeauftragter an mehreren katholischen Hochschulen im Land. 1920 wurde er Chefredakteur der liberal-katholischen Zeitschrift la Vertá, die sich gegen den rechtskonservativen Mainstream innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien wandte. Bis 1931 war er Mitglied des Semestiner Stadtrats und übernahm verschiedene Posten in der Stadtverwaltung. 1924 gründete De la Roya mit anderen Persönlichkeiten aus dem „la Vertá“-Umfeld das linkskatholische Cientro Social Humanista (CSH), aus dem sich 1925 mit dem Partíu Democrático Popular unter der Führung von Don Martín de León die erste christdemokratische Partei Sagradiens herausbildete.

De la Roya wurde 1926 erstmals für die PDP in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. 1929 wurde er im Kabinett Laponte zum stellvertretenden Erziehungsminister ernannt. 1930 schied er aus der Regierung wieder aus, ehe er 1932 als Staatssekretär für das Kirchenwesen in die erste Regierung Dini eintrat. Danach wurde De la Roya Regierungskommissar für die Provinz Baixo-Liêno.

Nach dem Zerfall der linken Volksfront wurde Ariel De la Roya vom Stadtrat der Hauptstadt Semest als Ausgleichskandidat einer breiten Koalition der Mitte zum Bürgermeister gewählt. Er löste in diesem Amt den Sozialisten Joán Carles Ferrer ab. In diesem Amt konnte er große Popularität gewinnen, indem er hart gegen die faschistische Bedrohung auf den Straßen vorging.

Als Nacholger Don Martín de Leóns wurde De la Roya 1938 für wenige Monate der letzte Parteisekretär der PDP, ehe diese 1940 ihre Tätigkeit einstellte. In seiner Zeit als Bürgermeister etablierte sich De la Royal als bekanntester und profiliertester Gegenspieler der nationalkonservativen Regierung Sants außerhalb des linken Lagers. Als solcher sprach sich De la Royal 1940 gegen das Ermächtigungsgesetz vom Juni 1940 und gegen die Augustgesetze, die der Regierung Sants außerordentliche Sondervollmachten übertrugen. Als Konsequenz wurde er zeitweise von seinem Amt suspendiert, vom zuständigen Verwaltungsgericht aber wieder eingesetzt.

Zwischen 1939 und 1944 veröffentliche De la Royal zwei größere Monographien und arbeitete als Herausgeber der „Vertá“, die jedoch aufgrund kritischer Artikel Ende 1940 verboten wurde. In der Folge rief er seine Landsleute in Flugblättern zum Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten auf. Nach der Besatzung Nordostsagradiens durch deutsche Truppen gründete Roya mit Mitstreitern die so genannte "Resistença Cristiana" und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des CNRS. Als Bürgermeister fiel ihm auch die Stadtverteidigung während des Zweiten Weltkriegs zu.

1946 wurde Roya zum Senator gewählt. Er war Mitgründer der christdemokratischen Volkspartei (PPC) und seit 1947 deren Parteipräsident. Von 1947 bis 1949 war er sagradischer Erziehungsminister, eher er 1949 zum Präsidenten des sagradischen Senats und 1955 als Kandidat der Konservativen zum Präsidenten der Republik gewählt wurde.

Im höchsten Staatsamt machte sich De la Roya sehr um das Ansehen Sagradiens in der Welt verdient und prägte das Amt durch eine würdevolle, aber stets volksnahe und integrative Amtsführung. Im Volksmund wurde er liebevoll als „Papa Ariel“ oder „Papalito“ bezeichnet. 1960 wurde er für eine zweite Amtszeit gewählt. Er trat als Präsident stets unabhängig und überparteilich, aber nicht unpolitisch auf. 1960 ernannte er Carles Angel Favale nur unter großen, freilich nur intern geäußerten Bedenken zum Nachfolger Luciaros als Ministerpräsident, setzte nach Zusammenbruch der Koalition aber 1962 gegen den anfänglichen Willen der Konservativen die Große Koalition mit den Sozialisten durch. 1964 weigerte er sich das Demissionsgesuch der Regierung Costa anzunehmen, ehe nicht eine neue Mehrheit gefunden war. Schließlich ernannte er mit António Santiago den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik, ehe er im selben Jahr achtigjährig aus dem Amt schied. Danach verzichtete er auf das ihm zustehende Senatsmandat auf Lebenszeit und zog sich auf seinen Landsitz zurück, wo er 1967 verstarb. Kurz nach seinem Tod wurde er von seiner Partei zum Ehrenpräsidenten des PPC ernannt.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

Parteiämter

  • 1933-1938: stellvertretender Parteisekretär des PDP
  • seit 1938: Parteisekretär des PDP
  • 1947-1955: Parteivorsitzender des PPC
  • seit 1967: Ehrenpräsident der PPC (posthum)