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| + | * [[Eleonore von Sagradien, Königin von Portugal|Eleonore]] (*1480) ∞ Manuel I. König von Portugal | ||
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Version vom 17:32, 8. Dez 2017
Philipp VI. (*1449, †1491) war König von Sagradien (1457-1491). Als erster König aus dem Haus Santori und damit Begründer der Santori-Dynastie auf dem sagradischen Thron leitete seine Herrschaft eine knapp 100jährige relative Friedensphase in der sagradischen Geschichte ein, in der auf sagradischem Boden nur wenige Kämpfe stattfanden.
Inhaltsverzeichnis
Jugend und Thronbesteigung
Philipp Anton Danadier de Santori i Vesaey wurde 1449 als Sohn von David de Santori, Conte von Tulis und späterer Herzog von Golen, und Isabel de Vesaey, der Tochter König Philipps VI. und Erbin der sagradischen Krone, geboren. Im Alter von fünf Jahren wurde er von seinem Großvater dem sagradischen König, der selbst ohne männlichen Erben geblieben war, zum legitimen Thronerben des sagradischen Königreichs bestimmt und erhielt als Infant den Titel eines Prinzen von Sarmay. Nach dem Tod seiner Mutter Isabel im Jahr 1456 und dem König Philipps VI. im Jahr darauf wurde der kleine Philipp im Alter von erst elf Jahren als Philipp VI. zum König erhoben. Damit bestieg zum ersten Mal ein Mitglied des Hauses Santori den sagradischen Thron. Die Herrschaft der Santori wurde legitimiert, indem der Stammvater des Hauses als (freilich illegitimer) Sohn König Gabriel Juvans' bezeichnet wurde. Damit führte man Philipps Herrschaft wie bereits die der Vesaey-Könige vor ihm direkt auf das Königshaus der Dianniden zurück und stellte damit eine Kontinuität der mittelalterlichen Könige her, die freilich nicht mehr als Fiktion war.
Unter der Regentschaft seines Vaters
Für den elfjährigen Philipp übernahm sein Vater David de Sántori die Regentschaft, der sich daran machte, nach den Wirren des Sechzigjährigen Krieges die Stärke der sagradischen Monarchie wiederherzustellen. "Sêinior il Duca" förderte und regulierte zugleich nach dem Vorbild der Wirtschaftspolitik in den italienischen Stadtstaaten sowie Frankreichs und im Sinne einer Frühform des Merkantilismus Handel und Gewerbe, band zudem die Handelsmacht von Tulis eng in die sagradische Wirtschaft ein. Die Förderung von Handel und Gewerbe waren die Voraussetzung für die Durchführung der umfangreichen Steuererhebungen, die David zur Finanzierung von Verwaltung und Heer vornahm, und sie brachte Städte und Bürgertum gegen den Adel auf die Seite des Königs. Mit seiner teilweise rigorosen persönlichen Herrschaft restaurierte David die in den Kriegen des Jahrhunderts geschröpfte Königsmacht und schuf die Grundlagen für die starke Machtstellung der sagradischen Monarchen des 16. und 17. Jahrhunderts.
Eigenes Regiment
1468 heiratete Philipp die portugiesische Prinzessin Beatrice von Avis, eine Tochter Alfons V. von Portugal. Erst Davids Tod im selben Jahr erlaubte es dem nun neunzehnjährigen Philipp, seine eigene Herrschaft als König anzutreten. Im Jahr 1470 gebar Beatrice ihm die älteste Tochter Maria, zwei Jahre später folgte mit dem Prinzen Philipp ein männlicher Erbe. Unter dem Einfluss seines Onkels Luis Filipe de Santori, des Fürsten von Valier und Conte von Tulis, und nach dessen Tod 1470 seines leitenden Ministers, des Grafen von Bosa, setzte Philipp die Wirtschafts- und Machtpolitik seines Vaters fort. Seit 1480 verfolgte er ein persönliches Regiment ohne fremde Einflussnahme.
Vergeblich versuchte Philipp entgegen des Heiratsbündnisses mit Frankreich in einem letzten Bretagnekrieg, das zu Frankreich gehörende Herzogtum unter die sagradische Krone zu zwingen.
Hofkultur
Nachdem Philipp VI. die ersten Jahre seiner Herrschaft in Vesaey Hof gehalten hatte, verlegte er den Sitz seiner Regentschaft im Jahr 1479 dauerhaft nach Tulis, u.a. auch um seine Herrschaft in der Stadt zu festigen. Am Hof Philipps VI. wurde auch ein Grundstein für die sagradische Tradition des Humanismus und damit des ein halbes Jahrhundert später blühenden "Goldenen Jahrhunderts" gelegt. Bedeutende Denker des Humanismus wie Ercule Schiatti und Franciscus Aurelianus kamen nach Tulis und lehrten an der florierenden Celusanto-Universität.
Saloanische Kriege
Als tulinesische Adelsfamilie erbten die Sántori auch unter Philipp VI. die Auseinandersetzungen mit dem westlichen Nachbarn Mikolinien um die Vorherrschaft im Blaumeerraum. Da sich in den Saloanischen Landen nach dem Tod Herzog Philipps I. 1572 und dem Herrschaftsantritt seines kinderlosen Bruders Anton III. eine dynastische Krise anbahnte, bemühte sich Philipp um ein Bündnis mit dem Herzog, auf dessen Erbe er hoffte. Nachdem Philipps Bruder José d'Óstino im Jahr 1476 die saloanische Prinzessin Johanna von Salua geheiratet hatte, griff Philipp nach dem Tod Antons III. 1477 in den Saloanisch-Mikolinischen Krieg ein und unterstützte den saloanischen Thronprätendenten Filip von Saséia, ein illegitimer Sohn Philipps I., gegen den mikolinischen König Heinrich I. Nach dem Sieg der saloanisch-sagradischen Allianz 1479 bei Tinágua wurde Filip als Herzog anerkannt. Er heiratete im Folgejahr Philipps jüngere Schwester Isabel de Sántori. Nach seinem Tod 1490 kam es erneut zum Krieg, indem Philipp seine Schwester Isabel als Regentin unterstützte. Doch ehe sagradische Truppen in Mikolinien landen konnten, verstarb Philipp 1491 im Alter von 52 Jahren.
Ehe und Nachkommen
Aus der Ehe Philipps mit Beatrice von Portugal gingen mehrere Kinder hervor:
- Philipp (*1472, †1502), als Philipp VII. König von Sagradien
- Katharina (*1473, †1515), Titularkönigin von Sagradien
- Maria Antonia von Sagradien, Königin von Mikolinien (*1476) ∞ Michael II. König von Mikolinien
- Eleonore (*1480) ∞ Manuel I. König von Portugal
Erbe
Nachfolger als König von Sagradien und Conte von Tulis wurde Philipps Sohn Philipp VII. (*1472), der jedoch 1502 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen. In der Folge kam es zum Nachfolgestreit zwischen Philipps VI. ältester Tochter Catarina de Sántori, Ehefrau Filipe de las Marcas' und Philipps Bruder Don Piero, der schließlich den Thron an sich riss, 1509 jedoch zugunsten seines Neffen David I., Sohn Katharinas und Filipes und Enkel Philipps VI., abdanken musste. David war es schließlich, der tulinesische und die sagradische Linie in seiner Person wiedervereinigte.