Verwaltungsgliederung Sagradiens: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Zeile 242: Zeile 242:
 
* DC: Diegue-Cuentezal
 
* DC: Diegue-Cuentezal
 
* DI: Disiés
 
* DI: Disiés
* DL: Del Piey
 
 
* DN: San Docién
 
* DN: San Docién
 
* DO: Dorell
 
* DO: Dorell
* DP: Dupontes
+
* DP: Del Piey
 
* DR: Dourán
 
* DR: Dourán
 +
* DU: Dupontes
  
 
* EC: Elchestré
 
* EC: Elchestré

Version vom 08:58, 10. Aug 2016

SG Verwaltung.jpg

Die Sagradische Republik ist in 21 Regionen und 55 Provinzen unterteilt. Die Regionen sind Gebietskörperschaften mit genau definierten Selbstverwaltungsrechten und regionalen Institutionen. Sagradien übt zudem die Souveränität über fünf Überseegebiete aus, die sich weitgehend selbst verwalten.

Übersicht

NUTS-Ebenen

Staat NUTS 1 NUTS 2 NUTS 3 LAU 1 LAU 2
Sagradien SG Großregionen (Grandes Regiones) 7 Regionen (Regiones) 21  Provinzen (Provinças)  55  Merías (Merías) 172 Kommunen (Comunas)

Verwaltungsebenen und Institutionen

Ebene Bezeichnung Versammlung Verwaltung Gerichtsbarkeit
1 Sagradische Republik (República Sagradêsa) Nationalversammlung (Asamblea Nacional): Senat (Senàu), Abgeordnetenkammer (Câmara de Deputadœs) Präsident der Republik (Presidente de la República), Ministerrat (Cosellu de Ministrœs): Ministerpräsident (Presidente del Cosellu), Minister (Ministroes) Nationale Gerichte
2 Verwaltungsregionen ("Großregionen") keine politischen Organe
3 Region (Región) Regionalrat (Cosellu Regional) Regionalregierung (Cosellu de Governo): Präsident der Regionalregierung (Presidente-Coseller), Beigeordnete Räte (Coselleres Ajuntœs)
4 Provinz (Provinça) Provinzialrat (Cosellu Provincial) Gouverneur (Governador) und Deputation (Deputación) Provinzialgerichte
5 Meria (Merías) keine politischen Organe Vice-Governador Distriktgerichte
6 Kommunale Gemeinschaft (Comunitá Comunal) Rat der Gemeinschaft (Cosellu de la Comunitá) Präsidentschaft der Gemeinschaft (Presidença de la Comunitá): Präsident der Gemeinschaft (Presidente de la Comunitá), Delegierte (Delegadœs)
7 Gemeinde (Comuna) Gemeinderat (Cosellu Municipal) Gemeindeverwaltung (Prefeitura): Bürgermeister (Prefeito), Beigeordnete Räte (Coselleres Ajuntœs)
8 Gemeindebezirk (Distrito Comunal) Delegación del Distrito Comunal Sûprefeito
9 Historischer Stadtteil (Barrí) keine politischen Organe

Historische Landschaften

Dem historischen Entstehungsprozess der sagradischen Monarchie entsprechend gliederte sich das Sagradische Königreich in verschiedene historische Landschaften, die teilweise noch bis in die Neuzeit hinein über eigene Ständeversammlungen und Verwaltungen verfügten. Als historische Landschaften zählten lange Zeit wichtige frühere Grafschaften wie die Grafschaft Oller, die Grafschaft Bosa oder die Grafschaft Rantiata, aber auch alte historische Königreiche wie das Königreich Liez und Corar, das Königreich Golen oder das Maleskanische Königreich. Dazu kamen ehemals unabhängige Staatsgebilde, die erst im Laufe der frühen Neuzeit zum sagradischen Staatsverband stießen wie das Comitat Tulis und das Fürstentum Cuentez.

Alkonien

Der Süden Sagradiens bildete eine der ältesten historischen Landschaften Sagradiens, die jahrhundertelang besondere Vorrechte genoss. Im Frühmittelalter vom Stamm der Halkonen besiedelt, entstanden im 8. Jahrhundert in Auseinandersetzung mit den muslimischen Numerern im Süden Sagradiens mehrere alkonische Königreiche. Während Niederalkonien noch bis ins späte 10. Jahrhundert numerisch beherrscht blieb, dominierte in Oberalkonien das christliche Königreich von Liez und Corar.

Durch die Eroberungen Martins I. und Philipps des Großen wurde ganz Alkonien im Laufe des 10. Jahrhunderts ins skantisch-sagradische Königreich eingegliedert, die alkonischen Herzogtümer und Grafschaften behielten aber noch längere Zeit eine gewisse Eigenständigkeit. Vor allem die Grafen von Oller und die Herzöge von (Nieder-)Alkonien konnten zeitweise einflussreiche Positionen erobern. Erst durch die jahrhundertelange Dominanz des skantischen Nordens und später vor allem des sarmayischen Zentralsagradien gerieten die alkonischen Reichsteile zunehmend ins Hintertreffen. Die südliche Kultur wurde an den Rand gedrängt und auch politisch verloren die Gebiete an Einfluss und an Eigenständigkeit, ehe im 18. Jahrhundert die letzten rechtlichen Privilegien der südlichen Landesteile abgebaut wurden.

Golen

Über diese Privilegien wie eine eigene Ständeversammlung, die Corts Gools, verfügte der Landesteil Golen als Erbe des historischen Golischen Königreichs, noch bis 1669, als die Golen infolge der Rebellion im Asumarischen Krieg ihre Selbstverwaltung verloren. Die golischsprachigen Gebiete des Königsreichs, zu denen traditionell auch die eskadischen Sprachgebiete gezählt wurden, behielten lange Zeit eine eigenständige kulturelle Prägung.

Comitat Tulis

Im Mittelalter verfügte das Tulinesische Comitat über eine eigene Ständeversammlung, die Cortes del Comtàid, sowie eine eigene aristokratische Regierung, bestehend aus dem Senat und dem Kollegium der Generalitaid de Bonhomes. In der Zeit der tulinesisch-sagradischen Union bestanden diese Strukturen zunächst fort. Infolge des Staatsstreichs von Jakob III. gegen den gewählten Conte Carles Zavarri im Jahr 1475 wurde der Senat gesäubert und fortan nur noch selten einberufen. Die Generalitàid wurde mit sagradischen Gefolgsleuten besetzt, die Ständeversammlung blieb aber als eigenständiges Gremium bestehen. Erst im Zuge der Zentralisierungspolitik des 18. Jahrhunderts und als Folge der Haltung Tulis' im Erbfolgekriegs 1756-1760 verloren die Stände endgültig ihre Eigenständigkeit und wurden mit den Ständen Sagradiens verschmolzen, womit der alte Comitatsstaat endgültig aufhörte zu bestehen.

Provinzen und Merías

Heute ist Sagradien auf mittlerer Ebene in 55 Provinzen eingeteilt, die wiederum aus mehreren Merías bestehen. Einzige Provinz, die zugleich Funktionen einer Mería übernimmt, ist die Provinz Ambristal und Celiso. Diese hat wie auch die Provinzen Semestina, Tescano-Valoní, Aziz und Cuentez zugleich den Status einer Region.

Entstehung der Provinzen und Merías

Mit der Montevilitischen Verwaltungsreform im Jahr 1859 wurde das Königreich Sagradien in Provinzen und Merías eingeteilt, die sich bewusst von den alten historischen Landschaften unterschieden.

Die Provinzen wurden ursprünglich als oberste Verwaltungseinheiten unterhalb der nationalen Ebene nach Vorbild der französischen Départements eingeführt und sollten lediglich Verwaltungsfunktionen innerhalb des stark zentralisierten Staates übernehmen. An ihrer Spitze stand daher auch ein von der Zentralregierung in Semest ernannter Gouverneur (Governador) als Vertreter der Republik. Diesem wurde jeweils ein Provinzialrat zur Seite gestellt, der nach dem Zensuswahlrecht gewählt wurde und vor allem aus lokalen Honoratioren bestand. Erst mit Einführung der Republik 1891-93 wurde für die Provinzialräte das allgemeine Männerwahlrecht eingeführt, 1919 folgte das Wahlrecht für Frauen.

Mit der Verwaltungsreform Montevils wurde zugleich das alte, in Zentralsagradien vorherrschende Verwaltungssystem der Merías vereinheitlicht und landesweit durchgesetzt. Die neu zugeschnittenen Merías wurden als Verwaltungsbezirke unterhalb der Provinzen und oberhalb der Gemeinden eingeführt. An ihrer Spitze stand ein vom provinzialen Gouverneur ernannter Vize-Gouverneur (Vice-Governador). Diesem wurde eine "Generaldelegation" zur Seite gestellt, die aus den Kommunen der Mería delegiert wurde.

Anzahl der Provinzen

Anzahl und Zuschnitt der Provinzen wurden seit Einführung des Provinzsystems mehrmals verändert. Im Zuge von Unruhen in Golen wurde die Provinz Escada Gólica 1937 aufgeteilt. Die golisch-sprachige Meria Pexace wurde mit Teilen der Provinz Altœs Consetes zur Provinz Ambristal und Celiso vereinigt. Aus dem Rest der Provinz Escada Gólica entstand die Provinz Escada-Maritím, bei der die teilweise golischsprachige Meria Guillard verblieb.

Politische Verfassung der Provinzen

Heute stehen dem ernannten Gouverneur (Governador) ein direkt gewählter Provinzrat (Cosellu Provincial) sowie eine von diesem gewählte Deputation (Deputación Provincial) zur Seite. Da der Gouverneur mit Rat und Deputation kooperieren soll, erfolgt seine Ernennung in der Praxis zwar durch den Präsidenten der Republik auf Vorschlag des Innenministers, aber unter Berücksichtigung der Mehrheitsverhältnisse im Provinzrat. Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer informellen Demokratisierung, die sich im Laufe des 20. Jahrhunderts durchsetzte.

In den Regionen Semestina-Capital, Cuentez, Ambristal und Celiso, Tescano-Valoní und Islas d'Aziz werden die Befugnisse des Provinzialrats und der Deputation durch den Regionalrat bzw. die Regionalregierung ausgeübt. Die beiden bretonischen Provinzen Keréc-Cap Coruén sowie Pais de Nouberez haben ihre Befugnisse an die Regionalregierung und den Regionalrat in Cavalla abgetreten.

Abschaffung der Merías als politische Organe

Die Merías wurden dagegen nach dem 2. Weltkrieg sukzessive in ihren Kompetenzen beschnitten, einerseits zugunsten der Provinzial- und der Regionalebene, andererseits zugunsten der Kommunen und der kommunalen Gemeinschaften. Heute fungieren die Merías nur noch als Verwaltungsbezirke ohne politische Funktion und ohne politische Vertretung, die Vizegouverneure sind reine Verwaltungsbeamte.

Liste der sagradischen Provinzen

Liste der sagradischen Merías

Unterhalb der Ebene der Provinzen ist Sagradien in 172 Verwaltungsbezirke, sogenannte Merías, unterteilt. Davon bilden die 18 Großstädte Semest, Artir, Ostino, Tulis, Duerez, Gerón, Ligre North, Bosa, Portofín, Biniar, Nocolônies, Lesta, Viça, Laquines, Noyar, Lemez, Vesaey, Sollar und Nalcaz eigene Merías Urbanas.

  • A: Artir (Stadt)
  • AC: Arocí
  • AL: Sant'Alejandro
  • AM: Amoreta
  • AN: Antoneras
  • AP: Aziz-Piâce
  • AR: Artir (Land)
  • AS: Aziz-Santiago
  • AT: Sant'António
  • B: Bosa (Stadt)
  • BA: Barrestre
  • BC: Crespa-Belavís
  • BE: Benarra
  • BI: Biniar (Stadt)
  • BL: Belaçón
  • BN: Biniar (Land)
  • BO: Bosa (Land)
  • BR: Bragas
  • CA: Santián-Canareta
  • CB: Corbón
  • CC: Carace
  • CD: La Cordí
  • CE: Croer-Erculéa
  • CG: Calígoli
  • CH: Challón
  • CI: Cripón
  • CL: Colón
  • CM: Comer
  • CN: Citanova
  • CO: Comotá
  • CP: Copón
  • CR: Citareal
  • CS: Corbieta-Sadoa
  • CT: Cantara
  • CU: Cuentra
  • CV: Cavalla
  • CZ: Caveza
  • DC: Diegue-Cuentezal
  • DI: Disiés
  • DN: San Docién
  • DO: Dorell
  • DP: Del Piey
  • DR: Dourán
  • DU: Dupontes
  • EC: Elchestré
  • EL: Elano
  • ER: Errexeta
  • FA: Fabena
  • FB: Fabreste
  • FC: Ferracil
  • FE: Feniestre
  • FI: Fidelfe
  • FO: Fosa
  • FR: Francovil
  • G: Gerón (Stadt)
  • GA: Garret
  • GD: Guillard
  • GE: Gerón (Land)
  • GL: Glôria
  • IL: Illantxa
  • IR: Iruera
  • JB: San Joán de Bordez
  • JO: Joanaz
  • JS: Joanesca
  • L: Ligre North (Stadt)
  • LA: Laquines (Land)
  • LC: Laçón
  • LE: Lesta (Stadt)
  • LE: Lesta (Land)
  • LI: Linesc
  • LL: Lavallano
  • LM: Limeras
  • LN: Ligre North (Land)
  • LO: Lodea
  • LQ: Laquines (Stadt)
  • LS: Liscez
  • LV: Lavaza
  • LZ: Lemez (Stadt)
  • LZ: Lemez (Land)
  • MB: Miyón-Belarça
  • MC: Monastec
  • ME: Meném
  • MI: Mistrech
  • ML: Malesc
  • MN: Menar
  • MO: Morrœs Blancœs
  • MQ: San Miquel
  • MR: Monreal
  • MS: Mesarque
  • MY: Santa May
  • MZ: Martinez
  • N: Noyar (Stadt)
  • NA: Napar
  • NB: Nouberez
  • NC: Nocolônies (Stadt)
  • NC: Nocolônies (Land)
  • NO: Nonthí
  • NV: Novil-Vapaís
  • NY: Noyar (Land)
  • NZ: Nalcaz (Stadt)
  • NZ: Nalcaz (Land)
  • O: Óstino (Stadt)
  • OS: Óstino (Land)
  • P: Portofín (Stadt)
  • PA: Prícipe d'Alconía
  • PC: San Piero de Ceundâlia
  • PE: Pearet de Farfalla
  • PF: Portofín (Land)
  • PG: Pergía
  • PI: Pinaret
  • PL: Plareta
  • PN: Pericón
  • PO: Porto d'Óstino
  • PP: San Piero de Perín
  • PR: Praita
  • PS: Porto Silvestre
  • PT: Ponteréi
  • PV: Porto Valés
  • PX: Pexace
  • PZ: Peronez
  • RA: Rantiata
  • RE: Resales
  • RG: Rigora
  • RI: Ridea
  • RO: Rosera
  • RV: Islas Revanyas i Verdanyas
  • S: Semesta (Stadt)
  • SA: Santana
  • SB: Sebaste
  • SC: Scola
  • SD: Siedéa
  • SE: Semesta (früher)
  • SF: San Filipe
  • SG: Sidegia
  • SI: Síniza
  • SJ: San José
  • SL: Santa Luís
  • SM: Samartiega
  • SN: Sena
  • SO: Sollar (Stadt)
  • SO: Sollar (Land)
  • SP: Sorá del Pesce
  • SR: Sagrera
  • SS: San Silvestre
  • ST: Santestefán
  • SV: Selva
  • SZ: Sácrez
  • T: Tulis (Stadt)
  • TA: Tantallas
  • TE: Tesqué
  • TO: Torell
  • TL: Trulla
  • TR: Triara
  • TS: Tulis (Land)
  • UR: Uresta
  • V: Viça (Stadt)
  • VA: Valier
  • VB: Velleçano de Braga
  • VC: Viça (Land)
  • VD: Videça
  • VE: Vesaey (Stadt)
  • VE: Vesaey (Land)
  • VF: San Vicente del Fornat
  • VG: Verde-Guarrí
  • VI: Vierna
  • VL: Vallador
  • VM: Valmonça
  • VN: Valiana
  • VQ: Vequia
  • VR: Varistante
  • VS: Valesc
  • VT: Vitoria
  • VZ: Viadez
  • XE: Xenópolis

Regionen

Geschichte

Nach der Montevilitischen Verwaltungsreform des Jahres 1859 und der Einführung von 52 Provinzen ähnlicher Größe gab es in Sagradien zunächst keine politischen Regionen oberhalb der Provinzen mehr. Lediglich für statistische und andere informelle Zwecke wurden verschiedene regionale Einteilungen benutzt, die sich vor allem an den historischen Landschaften (Provinças Históricas) des Königreichs orientierten.

Auch nach dem Übergang zur Republik Ende des 19. Jahrhunderts blieben die Provinzen die höchsten Gebietskörperschaften innerhalb Sagradiens. Es traten im Zuge der Demokratisierung lediglich ein direkt gewählter Provinzrat und eine von diesem delegierte Provinzdeputation hinzu.

Erste Autonomieregelungen

Jedoch kam es zu Diskussionen um die Einführung bestimmter Selbstverwaltungsrechte für Provinzen an der Peripherie und für sprachliche und kulturelle Minderheiten. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt auch in der Bretagne eine nationalistische Bewegung Auftrieb, die sich für mehr Freiheiten für die keltische Kultur in der Region einsetzte.

Ähnliche Entwicklungen gab es auch in den golischsprachigen Gebieten der Republik. Akut wurde dies im Zuge der Golenkrise 1936/1937, in deren Folge die bisherige Provinz Escada Gólica aufgeteilt wurde. Um ein Überschwappen des in Mikolinien gewaltsam auftretenden golischen Separatismus auf Sagradien zu verhindern, wurden der golischsprachigen Bevölkerung der neu begründeten Provinz Ambristal und Celiso begrenzte kulturelle Sonderrechte zugestanden. Das umfangreiche Gesetzespaket der Volksfrontregierung wurde als Golenpaket bekannt und bedeutete den Beginn eines langsamen Dezentralisierungsprozesses in Sagradien, der den zentralistischen Einheitsstaat allmählich verwandelte.

Nach lang anhaltenden Diskussionen und Verhandlungen erhielt Ambristal und Celiso 1947 ein eigenes Autonomiestatut, in dem der Provinz weitreichende Selbstverwaltungsrechte zuerkannt wurden. Das Autonomiestatut für die Provinz Cuentez trat kurze Zeit später, im Januar 1948, in Kraft. Beide Provinzen durften sich fortan als Autonome Regionen bezeichnen, über einen Großteil der eigenen Steuern befinden, eigene Akte mit Gesetzeskraft erlassen und eigene regionale Institutionen wie eine Versammlung und eine Regierung bestellen.

Verfassungsrevision 1949

Mit der Verfassungsrevision des Jahres 1949 wurden in Sagradien schließlich wieder flächendeckend Regionen als politische Gebietskörperschaften eingeführt. An der Spitze einer Region sollte ein Regionalrat stehen. Dessen Zusammensetzung und die genauen Kompetenzen wurden jedoch nicht in der Verfassung festgelegt, ebensowenig wie der Zuschnitt der einzelnen Regionen, der dem Gesetzgeber vorbehalten blieb. In jeder Region sollte aber ein Regierungskommissar als Vertreter des Zentralstaats eingesetzt werden.

Daneben wurde im Verfassungstext von 1949 neben den beiden autonomen Gebieten Ambristal und Celiso und Cuentez auch der Grenzregion Westbretagne weitreichende Autonomierechte zugestanden. Wie das Ambristal und Cuentez zuvor erhielten die beiden bretonischen Provinzen Keréc-Cap Coruén und Pais de Nouberez das Recht, eine gemeinsame Versammlung zu wählen und eine eigene "Regierung" zu bestellen, die von den staatlichen Gouverneuren unabhängig sein sollte.

Einrichtung der Regionen

In einem Ausführungsgesetz aus dem Jahr 1950 wurden auf dem sagradischen Festland neben den drei autonomen Gebieten weitere 16 Regionen errichtet, die sich an den historischen Regionen orientierten, aber zugleich die Grenzen der bestehenden Provinzen beachteten: Tescano und Valonie, Oberskanten, Niederskanten, Amôria, Ceundâlia, Lojandía, Ostinense, Altsarmay und Sagonte, Bordez, Niederalkonien, Oller, Liez und Corar, Sur-Pinial, Sesin, Comtàid und Perín und Eskada. Die Inseln von Aziz verblieben zunächst im Status einer Provinz, während die Provinz Bâixo Liêno um die Hauptstadt Semest einen Teil der Region Sarmay bildete. Die per Verfassungstext autonomen Regionen Ambristal und Celiso, Cuentez und West-Bretagne wurden als Gebiete mit Autonomiestatut geführt und den Regionen gleichgestellt.

Mit dem bretonischen Autonomiestatut, das 1952 in Kraft trat, wurde auf dem Boden der beiden Grenzprovinzen schließlich die Autonome Region West-Bretagne begründet. Im Zuge der Golenverträge 1955 wurden zudem die Autonomierechte der Provinz Ambristal und Celiso auf den Gebieten der Kultur-, Erziehungs-, Sprach- und auch der Finanzpolitik zusätzlich gestärkt.

Im Jahr 1953 fanden erstmals Regionalwahlen in den 16 nicht-autonomen Regionen statt, die jedoch noch nicht direkt erfolgten. Stattdessen wurden die Regionalräte aus den zuvor gewählten Provinzräten sowie aus den Gemeindevertretungen gewählt. Es handelte sich bei den Regionalräten also noch um abgeleitete Organe. Nichtsdestotrotz erhielten sie gewisse Selbstverwaltungsrechte und konnten einen eigenen Beigeordneten Rat (Cosellu Ajunto) als regionale Exekutive wählen, an dessen Spitze ein Präsident (Presidente-Coseller) stand.

Verwaltungsreform 1967

Eine erste größere Verwaltungsreform wurde 1967 durchgeführt. Wichtigster Bestandteil war eine Demokratisierung der regionalen Institutionen: Angefangen mit den Regionalwahlen 1969 wurden die Regionalräte nicht mehr delegiert, sondern direkt von allen männlichen und weiblichen Einwohnern über 18 Jahren gewählt. Die Wahl erfolgte nach Vorbild der Kammerwahlen nach dem Verhältniswahlrecht mit einer Sperrklausel von drei Prozent. Außerdem wurden die regionalen Beigeordneten Räte fortan als Regierungsräte bezeichnet.

Um auf zunehmende separatistische Bestrebungen auf den Inseln von Aziz zu reagieren, die als integraler Bestandteil der sagradischen Republik betrachtet wurden, erhielten die Inseln nach einem erfolgreichen Referendum den Status einer Autonomen Region mit einem eigenen Autonomiestatut, einer Regionalversammlung und einem regionalen Exekutivrat.

Ebenfalls 1967 wurde mit dem Semestín-Gesetz zum 1. Januar 1968 die bisherige Provinz Baixo-Liêno aus dem Regionalverband Sarmay ausgegliedert. Als Semestina-Capital erhielten die Hauptstadt und ihre Umgebung den Status einer Region mit eigenen regionalen Institutionen.

Verwaltungsreform 1999

Mit der Verwaltungsreform des Jahres 1999 wurden die Selbstverwaltungsrechte der Regionen vor allem in finanzieller Hinsicht gestärkt und an den Status der Autonomiegebiete angenähert. Die Kompetenzen der Provinzen wurden demgegenüber beschnitten. Das Amt des regionalen Regierungskommissars wurde abgeschafft und seine Aufgaben stattdessen den Regionalpräsidenten übertragen.

Politik

Jede Region Sagradiens verfügt über ein Regionalstatut, das die Kompetenzen der regionalen Institutionen und die Beziehungen dieser untereinander und zur Zentralregierung in Semest definieren.

Jede der 21 Regionen Sagradiens besitzt eine eigene Volksvertretung auf regionaler Ebene, im Normalfall als Regionalrat (Cosellu Regional) bezeichnet, die alle vier Jahre durch die wahlberechtigten Einwohner der jeweiligen Region direkt nach dem Verhältniswahlrecht (bei einer Sperrhürde von 3%) gewählt wird. Der Regionalrat ist vor allem für die Ausarbeitung und Verabschiedung regionaler Erlasse verantwortlich und bildet demnach das Legislativorgan der Region. Den Vorsitz hat der Presidente del Pleno inne.

Als Exekutive wählt der Regionalrat aus seinen Reihen einen Regierungsrat (Cosellu de Governo), dem mehrere Beigeordnete Räte (Coselleres Ajuntœs) mit verschiedenen Zuständigkeiten angehören. Höchster Repräsentant der Region und der Regierung ist der Ratspräsident (Presidente-Coseller).

Autonome Regionen

Als Parlament der Autonomen Region Westbretagne fungiert die Versammlung (bret. Vodadenn ar Emrenerezh). Als Exekutive fungiert der Rat (C'huzul ar Emrenerezh), dem der Prezidant ar Emrenerezh (sagr. Presidente de la Región Autónoma) vorsteht.

Der Regionalrat der Inseln von Aziz wird alsRegionalversammlung (Asamblea Regional) bezeichnet, die Regierung Exekutivrat (Cosellu Executivo), der Regierungschef Erster Rat (Premer-Coseller).

Als regionale Versammlung der Autonomen Region Ambristal und Celiso fungiert die Generalversammlung (Esemblëe Xeneral de lus Valjs). Der regionalen Regierung (Gobern de lus Valjs) steht ein Regierungspräsident (President de Gobern) vor.

Als Parlament der autonomen Insel Cuentez fungiert der Rat von Cuentez (Cosèllu de Cüentiz). Der Rat wählt eine Xunta Gobernante, der ein Presidente-Gobernador vorsteht.

Regionen nach Einwohnerzahl

Platz Region Hauptstadt Provinzen Einwohnerzahl Senatoren Abgeordnete
1 Sarmay Noyar Alto Pin, Alto Sagonte, Alto Sarmay, Noyarense, Sagonte-Mêdio Pin 7,6 Millionen
2 Semestina-Capital Semest frühere Provinz Bâixo Liêno 5,2 Millionen
3 Ostinense (Region Ostino) Ostino Bocas de la Veza, Croel 4,9 Millionen
4 Bordez Biniar Confluentes, Farfalla-Argente, Plaretense 4,9 Millionen
5 Comtàid-Perín Tulis Perin, Cordêsa-Tulinês 4,8 Millionen
6 Ligre-Scantia (Niederskanten) Ligre North Baixo Ligre, Laval, Mêdio Ligre, Sascaya 4,2 Millionen
7 Alconía (Niederalkonien) Duerez Cupazas, Guarrí, Nalcazal, Viaza 4,0 Millionen
8 Oller Artir Artiral, Serra d'Oller 3,5 Millionen
9 Lojandía (Lohanden) Laquines Cabeza, Mêdio Liêno, Roser-Caraçal, Soler i Veza 3,2 Millionen
10 Alto Scantia (Oberskanten) Gerón Altœs Consetes, Mêdio Scantia, Mesa-Pescano, Valescano 2,5 Millionen
11 Escada (Eskada) Bosa Escada Maritím, Morrœs Verdes, País Bosanês 2,3 Millionen
12 Ceundâlia Portofín Aguerre, Alto Veza, Baixo Veza, Gichot 2,1 Millionen
13 Sur-Pinial Lemez Baixo Pin, Bolivas 2,0 Millionen
14 Sesín Vesaey País Lourán, Pin-Saydel, Vesaeyal 1,9 Millionen
15 Amôria (Amorien) Santa Luís Alto Ligre, Joar, Viçano, Cripón 1,6 Millionen
16 Liez i Corar (Liez und Corar) Sollar Corar, Liez 1,5 Millionen
17 Cuentez Diegue Cuentezal frühere Autonome Provinz Cuentez 1,2 Millionen
18 Bretânia-Oêste (Autonome Region West-Bretagne) Cavalla frühere Provinzen Keréc-Cap Coruén und Pais de Nouberez 900.000
Tescano-Valoní (Teskano-Valonie) Tesqué frühere Provinz Tescano-Valoní 900.000
20 Islas d'Aziz (Autonome Region Aziz) Santiago d'Aziz in zwei Inselgruppen geteilt 800.000
21 Valles d'Ambrís i de Celiso (Autonome Region Ambristal und Celiso) Pexace frühere Autonome Provinz Ambristal und Celiso 200.000

Regionalregierungen (Stand: Mai 2016)

Region Presidente-Coseller im Amt seit Regionalregierung letzte Wahl
Alconía (AL) Cristina Areja (ASUL) seit 2015 ASUL, V Regionalwahl in Alconía 2013
Alto Scantia (AS) Daniel Ambrôsio (PPC) seit 2000 PPC, UPAS Regionalwahl in Alto Scantia 2013
Amôria (AM) Jeán Armanác (ASUL) seit 2013 ASUL, V, RAD Regionalwahl in Amôria 2013
Bordez (BO) Santiago Valarosa (ASUL) seit 2009 ASUL, V, SDU Regionalwahl in Bordez 2013
Bretânia-Oêste (BZ) Ywán Guerenéc (UDB) seit 2015 V/UDB, ASUL, SDU, RAD Bretonische Regionalwahl 2015
Ceundâlia (CE) Paulo Coëllo (PPC) seit 2006 PPC, PSP Regionalwahl in Ceundâlia 2012
Comtàid-Perín (CP) Joana Estiarte (ASUL) seit 2014 ASUL, V, CS-SDU Regionalwahl in Comtàid-Perín 2013
Cuentez (CU) Luis Couarís (ASUL) seit 1999 ASUL, NÒU, V Regionalwahl in Cuentez 2015
Escada (ES) Joana Lebizabal (PPC) seit 2015 PPC, UDS, RAD, V Eskadische Regionalwahl 2015
Islas d'Aziz (AZ) Joanina Montserrat (FXA) seit 2012 FXA, PSA Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 2012
Liez i Corar (LC) Alfonso Mato (PPC) seit 2012 PPC, UDS Regionalwahl in Liez und Corar 2013
Ligre-Scantia (LS) Enrico Ánibal Cardoso (ASUL) seit 2005 ASUL, V, RAD Regionalwahl in Ligre-Scantia 2013
Lojandía (LO) Francisco Helguerra (ASUL) seit 2009 ASUL, V, SDU, RAD Regionalwahl in Lojandía 2013
Oller (OL) Laura Irruain (SDU) seit 2013 SDU, ASUL, V Regionalwahl in Oller 2013
Ostinense (OS) Jorge Gaspacho (ASUL) seit 2005 ASUL, V, SDU, RAD Regionalwahl in Ostinense 2013
Sarmay (SY) Jorge Ferrero Nadal (ASUL) seit 2010 ASUL, V, SDU, RAD Regionalwahl in Sarmay 2014
Semestina-Capital (SE) Laura d'Alejandro-Fabil (PPC) seit 2014 PPC, UDS, RAD Semestiner Regionalwahl 2014
Sesín (SN) Francisca Durro Martínez (PPC) seit 2004 PPC, UDS, RAD Regionalwahl in Sesin 2012
Sur-Pinial (SP) Sellesi Minieta (PPC) seit 2013 PPC, UDS, RAD Regionalwahl in Sur-Pinial 2013
Tescano-Valoní (TV) Joaquín Barreno Soléi (CTV) seit 2008 CTV, ITV, V Regionalwahl in Tescano-Valoní 2012
Valles d'Ambrís i de Celiso (VA) Francêsq Santxaber (CE) seit 2014 CE, UdC Ambresanische Regionalwahl 2016

Überseegebiete

siehe Sagradische Überseegebiete

Übersicht: Verwaltungseinheiten Sagradiens

Stat. Großregion Region ISO 3166-2 Hauptstadt Provinzen Einwohnerzahl (Fläche) Einwohnerzahl
1 Nort-Oêste Ligre-Scantia (Niederskanten) SG-LS Ligre North Baixo Ligre, Laval, Mêdio Ligre, Sascaya 4,2 Millionen
(27.626 km²)
7,6 Millionen
Alto Scantia (Oberskanten) SG-AS Gerón Altœs Consetes, Mêdio Scantia, Mesa-Pescano, Valescano 2,5 Millionen
(36.823 km²)
Tescano-Valoní (Teskano-Valonie) SG-TV Tesqué frühere Provinz Tescano-Valoní 900.000
(6.734 km²)
2 Nort-Este Lojandía (Lohanden) SG-LO Laquines Cabeza, Mêdio Liêno, Roser-Caraçal, Soler i Veza 3,2 Millionen
(21.408 km²)
7,8 Millionen
Ceundâlia SG-CE Portofín Aguerre, Alto Veza, Baixo Veza, Gichot 2,1 Millionen
(25.733 km²)
Amôria (Amorien) SG-AM Santa Luís Alto Ligre, Joar, Viçano, Cripón 1,6 Millionen
(26.583 km²)
Bretânia-Oêste (Autonome Region West-Bretagne) SG-BZ Cavalla frühere Provinzen Keréc-Cap Coruén, Pais de Nouberez 900.000
(8.776 km²)
3 Oêste Comtàid-Perín SG-CP Tulis Perin, Cordêsa-Tulinês 4,8 Millionen
(9.245 km²)
8,5 Millionen
Escada (Eskada) SG-ES Bosa Escada Maritím, Morrœs Verdes, País Bosanês 2,3 Millionen
(12.952 km²)
Cuentez (Autonome Region Cuentez) SG-CU Diegue frühere Autonome Provinz Cuentez 1,2 Millionen
(4.393 km²)
Valles d'Ambrís i de Celiso (Autonome Region Ambristal und Celiso) SG-VA Pexace frühere Autonome Provinz Pexace und Ambristal 200.000
(2.906 km²)
4 Cientro Sarmay SG-SY Noyar Alto Pin, Alto Sagonte, Alto Sarmay, Noyarense, Sagonte-Mêdio Pin 7,6 Millionen
(24.954 km²)
12,9 Millionen
Semestina-Capital SG-SE Semest frühere Provinz Bâixo Liêno 5,2 Millionen
(2.509 km²)
5 Sur-Este Ostinense (Region Ostino) SG-OS Ostino Bocas de la Veza, Croel 4,9 Millionen
(7.712 km²)
13,8 Millionen
Bordez SG-BO Biniar Confluentes, Farfalla-Argente, Plaretense 4,9 Millionen
(11.812 km²)
Alconía (Niederalkonien) SG-AL Duerez Cupazas, Guarrí, Nalcazal, Viaza 4,0 Millionen
(25.012 km²)
6 Sur-Oêste Oller SG-OL Artir Artiral, Serra d'Oller 3,5 Millionen
(8.184 km²)
9,1 Millionen
Sur-Pinial (Südpin) SG-SP Lemez Baixo Pin, Bolivas 2,2 Millionen
(14.589 km²)
Sesín (Sissinien) SG-SN Vesaey País Lourán, Pin-Saydel, Vesaeyal 1,9 Millionen
(17.367 km²)
Liez i Corar (Liez und Corar) SG-LC Sollar Corar, Liez 1,5 Millionen
(15.858 km²)
7 Aziz Islas d'Aziz (Autonome Region Aziz) SG-AZ Santiago d'Aziz in zwei Inselgruppen geteilt 800.000
(3.756 km²)
800.000