Cientro Tescano-Valonês
| Cientro Tescano-Valonês | ||
| Ehrenvorsitzender | Joaquín Barreno-Soléi | |
| Parteivorsitzender | Francès d'Oliver | |
| Gründung | 2003 | |
| Nationale Zugehörigkeit | CCD (2004-2010) CU (2010-2018) | |
| Jugendorganisation | Juventú Tescano-Valonês | |
| Ausrichtung | Zentrismus Regionalismus Christdemokratie | |
| Position | Mitte/Mitte-Rechts | |
| Farbe | orange-blau | |
Das Cientro Tescano-Valonês (kurz CTV) ist eine Ende 2003 gegründete sagradische Regionalpartei im Tescano-Valoní. Sie gehörte von 2008 bis 2016 der Regionalregierung von Tescano-Valoní an und stellte mit Joaquín Barreno-Soléi zugleich den Regierungspräsidenten der Region. Seitdem führt sie die Opposition im Regionalrat an.
Von 2004 bis 2010 bildete das CTV den regionalen Ableger der nationalen zentristischen Partei Cientro Cívico Democrático, die ebenfalls von Barreno-Soléi angeführt wurde und schließlich in der Partei Cientro Uníu aufging. Das CTV bestand seither als eigenständige Regionalpartei weiter, trat bei überregionalen Wahlen aber als Teil der CU-Listen an. Nach der Auflösung der nationalen Zentrumspartei im Jahr 2018 besteht das CTV als unabhängige Regionalpartei weiter.
Inhaltsverzeichnis
Gründung 2003[bearbeiten]
Das Cientro Tescano-Valonês wurde Ende 2003 durch Joaquín Barreno-Soléi, den damaligen Regionalpräsidenten von Tescano-Valoní und einigen Mitstreitern aus der Regionalpartei der christdemokratischen Volkspartei gegründet, die den neoliberal geprägten Kurs der nationalen Partei unter dem Vorsitzenden Miquel Ánibal Luisanto und die Öffnung hin zur Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP ablehnten.
Mit Barreno-Soléi verließ eine Mehrheit der PPC-Fraktion im Regionalrat von Tescano-Valoní die Partei und erklärte sich für unabhängig von der Semestiner Zentrale. Auf dem Sonderparteitag der PPC-Regionalpartei sprach sich eine knappe Mehrheit gegen Barreno-Soléi aus und leitete gegen diesen und seine Anhänger ein Parteiausschlussverfahren ein, woraufhin dieser mit dem CTV eine eigene Regionalpartei gründete.
Rückkehr in die Regierung[bearbeiten]
Bei der folgenden Regionalwahl 2004 belegte das CTV den zweiten Platz hinter dem PPC und konnte sich als regionale Kraft behaupten. Bei der Regionalwahl 2008 wurde das CTV schließlich stärkste Kraft und bildete eine Minderheitsregierung mit der Partei Iniciativa per Tescano-Valoní, die auf wechselnde Mehrheiten angewiesen war. Barreno Soléi wurde wieder zum Regierungschef der Region gewählt. In diesem Amt wurde er auch nach der Regionalwahl 2012 bestätigt. Zu dieser Wahl trat das CTV im Bündnis mit der neuen Zentrumspartei Cientro Uníu an und bildete anschließend eine Koalitionsregierung mit IxTV und den Grünen.
Nach Barreno-Soléi[bearbeiten]
Nachdem Joaquín Barreno-Soléi 2015 seinen baldigen Rückzug aus der Spitzenpolitik bekannt gegeben hatte, wurde im Januar 2016 Francès d'Oliver zum Parteivorsitzenden und zum Spitzenkandidaten des CTV zur Regionalwahl in Tescano-Valoní 2016 gewählt. Bei der Regionalwahl verlor das Cientro stark an Stimmen und landete nur auf dem zweiten Platz hinter dem Wahlbündnis aus PPC und regionalen Bürgerlisten. Der bisherige Bündnispartner Iniciativa per Tescano-Valoní stürzte noch stärker ab und verpasste den Wiedereinzug in den Regionalrat. Das CTV führte daraufhin Verhandlungen über eine neue Koalitionsregierung mit dem PPC unter Führung von PPC-Kandidat Dián Albirretxe. Einige Regionalräte des CTV verließen daraufhin die Partei und gründeten die oppositionelle Fraktion Tescano-Valoní nel Côr (TVC). Nachdem die Koalition mit der Volkspartei nicht zustande gekommen war, näherten sich die beiden Gruppen wieder an, sodass sich das TVC im März 2017 wieder mit dem CTV zusammenschloss.
Jüngste Vergangenheit[bearbeiten]
Im Vorfeld der Regionalwahl in Tescano-Valoní 2020 gründete sich, auch aus Teilen der CTV-Abspaltung TVC, mit der Partei Pel Tescano eine neue Konkurrenzformation im regionalistischen Lager, die mit einem populistischen Profil antrat. Das CTV verlor gegenüber 2016 mehr als zehn Prozentpunkte und fiel mit 13,8 Prozent der Stimmen auf den dritten Rang zurück. Francès d'Oliver gab daraufhin die Führung der Partei an María Demarcone ab, kehrte zur Regionalwahl 2024 aber wieder an die Parteispitze zurück. Mit 6,5 Prozent der Stimmen fiel die Partei weiter ab und blieb auch danach in der Opposition.