Katharina von Sagradien: Unterschied zwischen den Versionen
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* [[Danadier de Valier|Danadier]] (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna | * [[Danadier de Valier|Danadier]] (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna | ||
* Catarina (*1499, †1502) | * Catarina (*1499, †1502) | ||
Version vom 00:12, 4. Jan 2016
Catarina de Sántori (*1473, †1515) war eine Prinzessin des sagradischen Königshauses der Sántori. Sie war seit 1502 bis zu ihrem Tod als Katharina I. Titularkönigin von Sagradien und als Witwe Philipp von den Markens seit 1506 Regentin des Tulinesischen Comitats. Nach dem Tod ihres Bruders Philipp VII. wurde sie als seine nächste lebende Verwandte zur Königin ausgerufen, konnte sich aber nicht gegen ihren Onkel Peter von Sagradien durchsetzen. Nach dessen Abdankung 1509 wurde ihr Sohn David I. König von Sagradien.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Ehe
Katharina von Santori war die älteste Tochter des sagradischen Königs Philipp VI. und seiner Frau Beatrice von Portugal. Ihr jüngerer Bruder war Philipp VII., der nach dem Tod des Vaters im Jahr 1491 König von Sagradien wurde, mit seiner Frau Katharina von Habsburg aber selbst keine ehelichen hatte. Nach einer zwischenzeitigen Versöhnung Philipps mit Philipp von Marken im Jahr 1490 wurde Katharina mit ihrem Vetter Filipe de las Marcas verheiratet, der die tulinesische Linie der Santori repräsentierte. Die Ehe war bereits in Kindertagen vereinbart worden, um die beiden Linien des Hauses zu vereinigen. Aus der Ehe der beiden Santori gingen zahlreiche Kinder hervor, darunter der spätere sagradische und portugiesische König David I. und die beiden portugiesischen Könige Johann und Heinrich, allerdings ist die Legitimität des Letzteren unsicher.
Kampf um die Krone
Trotz dem Ehebündnis zwischen den beiden Santori-Zweigen kam es immer wieder zu Streit zwischen dem Königshaus und den Verwandten der älteren tulinesischen Linie. In den 1490er Jahren erfolgte daher der endgültige Bruch zwischen Philipp VII. und seinem Vetter Filipe de las Marcas um die Herrschaft in Tulis.
Nach dem dramatischen Unfalltod ihres Bruders Philipp VII. im Jahr 1502 wurde Katharina als älteste Tochter Philipps VII. und nächste erbberechtigte Verwandte des toten Monarchen von Filipe de las Marcas und seinen Anhängern zur Königin von Sagradien erhoben. Gegen diese Ansprüche rebellierte aber ein Teil des Hochadels, der stattdessen den Prinzen Peter von Sagradien, den letzten lebenden Bruder Philipps VI. um Hilfe bat und ihm dafür die Krone anbot. Noch im Jahr 1502 zog Peter von Servette aus nach Sagradien und riss gewaltsam den Thron an sich. Die in Sagradien weilenden Söhne Katharinas, David und Philipp, ließ Piero gefangen nehmen. In der Schlacht bei Munir konnte er sich 1503 schließlich gegen Filipe und Catarina durchsetzen und wurde danach in Noyar als Peter I. offziell zum König gekrönt. In der Folge gelang es der Titularkönigin und ihrem Mann in mehreren Versuchen nicht, den Thron zurückzuerobern. Zeitweise musste das Paar auch ihre Bastion in Tulis aufgeben und sich in die Besitzungen in Mikolinien zurückziehen.
Währenddessen entfremdeten sich Philipp und Katharina zunehmend voneinander. Im Vertrag von Selva mit Philipp verpflichtete sich Peter von Sagradien im Jahr 1506, Katharinas Söhne als eigene Nachfolger anzuerkennen, sollte er selbst ohne männlichen Erben bleiben. Im Gegenzug konnte Philipp nach Tulis zurückkehren. Wenig später aber widerrief Philipp das Übereinkommen. Zur gleichen Zeit begann Katharina eine enge Beziehung zum Grafen Carles de Biniar, die von ihren Gegnern als Ehebruch bewertet wurde. Als Katharinas Sohn Don Enrico im Jahr 1507 geboren wurde, streute die anti-katharinarische Partei Gerüchte, der Neugeborene sei der Sohn Carles de Biniars, was jedoch von beiden geleugnet wurde. Kurz zuvor bereits war Katharinas Ehemann Philipp von las Marcas gestorben und Katharina hatte die Regentschaft in Tulis für ihren noch minderjährigen Sohn David übernommen.
Allerdings konnte Peter von Sagradien von der Schwäche Katharinas nicht dauerhaft profitieren, da er keinen Erben hatte und zudem wiederholt in Auseinandersetzungen in Mikolinien verwickelt war. Nachdem 1506 der Dritte Servettinische Krieg ausgebrochen war, musste Peter geschwächt auf sein Königreich verzichten. Im Vertrag von Vérisa im Jahr 1508 einigte er sich mit der Partei des Grafen von Biniar auf ein Bündnis gegen Mikolinien und gestand Katharina die Mitregentschaft und deren Söhnen den Status als Erben des Königreichs zu.
Lebensabend
Im Jahr 1509 dankte Peter von Sagradien als König ab und übergab seine Herrschaft an Katharinas Sohn David, der als 18-Jähriger den Thron bestieg. Dieser erkannte seine Mutter zwar als Königin und Mitregentin an, verweigerte ihr de facto aber jede Teilhabe an der Regentschaft. Nachhaltig beschädigt wurde das Verhältnis zwischen beiden nach der heimlichen Hochzeit Katharinas mit dem Grafen von Biniar im Jahr 1510, die für den jungen König den Anlass boten, sich von seiner Mutter und ihrem neuen Mann zu lösen.
Ein angeblicher Versuch Carles de Biniars, sich jure uxoris den Königstitel anzueignen, führte schließlich 1512 zum Bruch zwischen David, Biniar und Katharina und zur Hinrichtung des Grafen. Katharina wiederum wurde festgenommen und verbrachte den Rest ihres Lebens allein und abgeschieden im zentralsagradischen Kloster Marbel de Soler weit weg vom höfischen Machtzentrum. Dort starb sie im Jahr 1515.
Nachkommen
Kinder Katharinas von Santori und Filipe de las Marcas (*1465; †1508):
- David (*1491, †1543), als David I. König von Sagradien (1509-1543) ∞ (1) Luisa von Portugal; (2) Margarete von Frankreich
- Leonor (*1493, †1530) ∞ (1) Emmanuel von Trient; (2) Joán de Biniar
- Filipe (*1494, †1512), Herzog von Viseu
- Danadier (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna
- Catarina (*1499, †1502)
- Joán (*1502, †1557), Herzog von Corar und als Johann III. König von Portugal (1543-1557) ∞ Katharina von Kastilien
- Isabel (*1503, †1539) ∞ Karl V./I. von Spanien
- Tochter (*/†1506)
- Enrico (*1507, †1580), Regent und als Heinrich I. König von Portugal (1578-1580)