Verwaltungsgliederung Sagradiens: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17:35, 10. Okt 2015
Die Sagradische Republik ist seit der Verwaltungsreform 1967 in 21 Regionen und 55 Provinzen unterteilt. Die Regionen sind Gebietskörperschaften mit genau definierten Selbstverwaltungsrechten und regionalen Institutionen.
Inhaltsverzeichnis
Historische Landschaften
Dem historischen Entstehungsprozess der sagradischen Monarchie entsprechend gliederte sich das Sagradische Königreich in verschiedene historische Landesteile, die teilweise noch bis in die Neuzeit hinein über eigene Ständeversammlungen und Verwaltungen verfügten.
Alkonien
Der Süden Sagradiens bildete eine der ältesten historischen Landschaften Sagradiens, die jahrhundertelang besondere Vorrechte genoss. Im Frühmittelalter vom Stamm der Halkonen besiedelt, entstanden im 8. Jahrhundert in Auseinandersetzung mit den muslimischen Numerern im Süden Sagradiens mehrere alkonische Königreiche. Während Niederalkonien noch bis ins späte 10. Jahrhundert numerisch beherrscht blieb, dominierte in Oberalkonien das christliche Königreich von Liez und Corar.
Durch die Eroberungen Martins I. und Philipps des Großen wurde ganz Alkonien im Laufe des 10. Jahrhunderts ins skantisch-sagradische Königreich eingegliedert, die alkonischen Herzogtümer und Grafschaften behielten aber noch längere Zeit eine gewisse Eigenständigkeit. Vor allem die Grafen von Oller und die Herzöge von (Nieder-)Alkonien konnten zeitweise einflussreiche Positionen erobern. Erst durch die jahrhundertelange Dominanz des skantischen Nordens und später vor allem des sarmayischen Zentralsagradien gerieten die alkonischen Reichsteile zunehmend ins Hintertreffen. Die südliche Kultur wurde an den Rand gedrängt und auch politisch verloren die Gebiete an Einfluss und an Eigenständigkeit, ehe im 18. Jahrhundert die letzten rechtlichen Privilegien der südlichen Landesteile abgebaut wurden.
Golen
Über diese Privilegien wie eine eigene Ständeversammlung, die Corts Gools, verfügte der Landesteil Golen als Erbe des historischen Golischen Königreichs, noch bis 1669, als die Golen infolge der Rebellion im Asumarischen Krieg ihre Selbstverwaltung verloren. Die golischsprachigen Gebiete des Königsreichs, zu denen traditionell auch die eskadischen Sprachgebiete gezählt wurden, behielten lange Zeit eine eigenständige kulturelle Prägung.
Comitat Tulis
Im Mittelalter verfügte das Tulinesische Comitat über eine eigene Ständeversammlung, die Cortes del Comtàid, sowie eine eigene aristokratische Regierung, bestehend aus dem Senat und dem Kollegium der Generalitaid de Bonhomes. In der Zeit der tulinesisch-sagradischen Union bestanden diese Strukturen zunächst fort. Infolge des Staatsstreichs von Jakob III. gegen den gewählten Conte Carles Zavarri im Jahr 1475 wurde der Senat gesäubert und fortan nur noch selten einberufen. Die Generalitàid wurde mit sagradischen Gefolgsleuten besetzt, die Ständeversammlung blieb aber als eigenständiges Gremium bestehen. Erst im Zuge der Zentralisierungspolitik des 18. Jahrhunderts und als Folge der Haltung Tulis' im Erbfolgekriegs 1756-1760 verloren die Stände endgültig ihre Eigenständigkeit und wurden mit den Ständen Sagradiens verschmolzen, womit der alte Comitatsstaat endgültig aufhörte zu bestehen.
Provinzen
Heute ist Sagradien auf mittlerer Ebene in 55 Provinzen eingeteilt, die wiederum aus mehreren Merías bestehen. Einzige Provinz, die zugleich Funktionen einer Mería übernimmt, ist die Provinz Ambristal und Celiso. Diese hat wie auch die Provinzen Semestina, Tescano-Valoní, Aziz und Cuentez zugleich den Status einer Region.
Entstehung der Provinzen
Seit der Montevilitischen Verwaltungsreform im Jahr 1859 ist die Sagradische Republik in Provinzen und Merias eingeteilt, die sich bewusst von den alten historischen Landesteilen unterschieden. Die Provinzen wurden ursprünglich als oberste Verwaltungseinheiten unterhalb der nationalen Ebene nach Vorbild der französischen Départements eingeführt und sollten lediglich Verwaltungsfunktionen innerhalb des stark zentralisierten Staates übernehmen. An ihrer Spitze stand daher auch ein von der Zentralregierung in Semest ernannter Gouverneur als Vertreter der Republik.
Anzahl der Provinzen
Anzahl und Zuschnitt der Provinzen wurden seit Einführung des Provinzsystems mehrmals verändert. Im Zuge von Unruhen in Golen wurde die Provinz Escado-Gólica 1937 aufgeteilt. Die golisch-sprachige Meria Pexace wurde mit Teilen der Provinz Altœs Consetes zur Provinz Ambristal und Celiso vereinigt. Aus dem Rest der Provinz Escado-Gólica entstand die Provinz Escada-Maritím, bei der die teilweise golischsprachige Meria Guillard verblieb.
Politische Verfassung der Provinzen
Heute stehen dem ernannten Gouverneur (Governador) ein direkt gewählter Provinzrat (Cosellu Provincial) sowie eine von diesem gewählte Deputation (Deputación Provincial) zur Seite. Da der Gouverneur mit Rat und Deputation kooperieren soll, erfolgt seine Ernennung in der Praxis zwar durch den Präsidenten der Republik auf Vorschlag des Innenministers, aber unter Berücksichtigung der Mehrheitsverhältnisse im Provinzrat.
Liste der sagradischen Provinzen
- 01 Aguerre (Caveza)
- 02 Alto Ligre (Sena)
- 03 Alto Pin (Joanaz)
- 04 Alto Sagonte (Vierna)
- 05 Alto Sarmay (Lesta)
- 06 Alto Veza (Rantiata)
- 07 Altoes Consetes (Valmonça)
- 08 Artiral (Artir)
- 09 Semestina-Capital (früher Baixo Liêno) (Semesta)
- 10 Baixo Ligre (Lavallano)
- 11 Baixo Pin (Lemez)
- 12 Baixo Veza (San Miquel)
- 13 Bocas de la Veza (Óstino)
- 14 Bolivas (Scola)
- 15 Cabeza (Vallador)
- 16 Confluentes (Nocolônies)
- 17 Corar (Sollar)
- 18 Cordêsa-Tulinês (Tulis)
- 19 Cripón (Cripón-la-Villa)
- 20 Croel (Croer-Erculéia)
- 21 Cuentez (Diegue Cuentezal)
- 22 Cupazas (Illantxa)
- 23 Escada-Maritím (früher Escado-Gólica) (Valier)
- 24 Farfalla-Argente (Biniar)
- 25 Guarrí (Malesc)
- 26 Gichot (Fidelfe)
- 27 Islas d’Aziz (Santiago d’Aziz)
- 28 Joar (Napar)
- 29 Keréc-Cap Coruén (Monastéc)
- 30 Laval (Ligre North)
- 31 Liez (Belaçón)
- 32 Mêdio Liêno (Laquines)
- 33 Mêdio Ligre (Disiés)
- 34 Mêdio Scantia (Gerón)
- 35 Mesa-Pescano (Sorà del Pesce)
- 36 Morrœs Verdes (Limeras)
- 37 Nalcazal (Nalcaz)
- 38 Noyarense (Noyar)
- 39 Pais Bosanês (Bosa)
- 40 Pais de Nouberez (Nouberez)
- 41 Pais Lourán (Calígoli)
- 42 Perín (San Pietro de Perín)
- 43 Pin-Saydel (Nonthí)
- 44 Plaretense (Plareta)
- 45 Roser-Caraçal (Rosera)
- 46 Sagonte-Mêdio Pin (Valiana)
- 47 Sascaya (San Docién del Airar)
- 48 Serra d'Oller (Corbieta)
- 49 Soler i Veza (Samartiega)
- 50 Tescano-Valoní (Tesqué)
- 51 Valescano (Valesc)
- 52 Vesaeyal (Vesaey)
- 53 Viaza (Duerez)
- 54 Viçano (Viça)
- 55 Valles d’Ambrís i de Celiso (Pexace), 1937 neu errichtet
Regionen
Geschichte
Die historischen Provinzen Sagradiens wurden durch die Montevilitische Verwaltungsreform des Jahres 1859 durch 52 neu zugeschnittene Provinzen ähnlicher Größe abgelöst, an deren Spitze jeweils ein ernannter Gouverneur stand. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts blieben die Provinzen die höchsten Gebietskörperschaften innerhalb Sagradiens. Es traten im Zuge der Demokratisierung lediglich ein direkt gewählter Provinzrat und eine von diesem delegierte Provinzdeputation hinzu.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Sagradien ein langsamer Prozess der Devolution. Mit der Verfassungsrevision des Jahres 1949 erhielten die Grenzregionen Ambristal und Celiso und Westbretagne sowie die Insel Cuentez weitgehende Autonomierechte zuerkannt. Sie erhielten das Recht, eigene Versammlungen zu wählen und "Regierungen" zu bestellen, die von den staatlichen Gouverneuren unabhängig sein sollten. Auch verfügte jede der autonomen Regionen fortan über ein eigenes Statut, das von den jeweiligen Versammlungen verabschiedet und vom Zentralparlament in Semest bestätigt werden musste.
Außerdem sprach die Verfassung von Regionen, die in Sagradien oberhalb der Provinzebene eingerichtet werden sollten. An der Spitze einer Region sollte ein Regionalrat stehen. Dessen Zusammensetzung und die genauen Kompetenzen wurden jedoch nicht in der Verfassung festgelegt, ebensowenig wie der Zuschnitt der einzelnen Regionen. Es dauerte daher auch noch Jahrzehnte bis die Einrichtung der Regionen per Gesetz durchgeführt wurde.
Einstweilen entstand 1953 mit der Autonomen Region West-Bretagne eine erste sagradische Region aus den beiden bretonischsprachigen Provinzen Keréc-Cap Coruén und Pais de Nouberez. Die Provinzen Ambristal und Celiso sowie Cuentez erhielten zudem eigene Autonomiestatuten. Im Zuge der Golenverträge 1955 wurden die Autonomierechte der Provinz Ambristal und Celiso auf den Gebieten der Kultur-, Erziehungs-, Sprach- und auch der Finanzpolitik zusätzlich gestärkt.
Eine gemeinsame Verwaltungskommission von Abgeordnetenkammer und Senat schlug 1956 eine Einteilung Sagradiens in 18 Regionen vor, die an die historischen Provinzen des frühen 19. Jahrhunderts anknüpfen sollten: Tescano und Valonie, Oberskanten, Niederskanten, Amôria, Westbretagne, Ceundâlia, Lojandía, Ostinense, Altsarmay und Sagonte, Bordez, Niederalkonien, Oller, Liez und Corar, Sur, Sesin, Comtàid und Perín, Eskada und Ambristal und Celiso.
Politik
Jede Region Sagradiens verfügt über ein Regionalstatut, das die Kompetenzen der regionalen Institutionen und die Beziehungen dieser untereinander und zur Zentralregierung in Semest definieren.
Jede der 21 Regionen Sagradiens besitzt eine eigene Volksvertretung auf regionaler Ebene, im Normalfall als Regionalrat (Cosellu Regional) bezeichnet, die alle vier Jahre durch die wahlberechtigten Einwohner der jeweiligen Region direkt nach dem Verhältniswahlrecht (bei einer Sperrhürde von 3%) gewählt wird. Der Regionalrat ist vor allem für die Ausarbeitung und Verabschiedung regionaler Erlasse verantwortlich und bildet demnach das Legislativorgan der Region. Den Vorsitz hat der Presidente del Pleno inne.
Als Exekutive wählt der Regionalrat aus seinen Reihen einen Regierungsrat (Cosellu de Governo), dem mehrere Beigeordnete Räte (Coselleres Ajuntœs) mit verschiedenen Zuständigkeiten angehören. Höchster Repräsentant der Region und der Regierung ist der Ratspräsident (Presidente-Coseller).
Autonome Regionen
Als Parlament der Autonomen Region Westbretagne fungiert die Versammlung (bret. Vodadenn ar Emrenerezh). Als Exekutive fungiert der Rat (C'huzul ar Emrenerezh), dem der Prezidant ar Emrenerezh (sagr. Presidente de la Región Autónoma) vorsteht.
Der Regionalrat der Inseln von Aziz wird alsRegionalversammlung (Asamblea Regional) bezeichnet, die Regierung Exekutivrat (Cosellu Executivo), der Regierungschef Erster Rat (Premer-Coseller).
Als regionale Versammlung der Autonomen Region Ambristal und Celiso fungiert die Generalversammlung (Esemblëe Xeneral de lus Valjs). Der regionalen Regierung (Gobern de lus Valjs) steht ein Regierungspräsident (President de Gobern) vor.
Regionen nach Einwohnerzahl
Regionalregierungen
Überseegebiete
| Gebiet | ISO 3166-2 | Hauptstadt | Ort | Einwohnerzahl | Senatoren | Abgeordnete | |
| Madrêsa | MB | Madrêsa | Südamerika | 68.000 | |||
| Sabina i Sélena (Sabina und Selena) | SQ | Karibik | 29.000 | ||||
| Sant-Elisêu | EU | Karibik | 9.000 | ||||
| Cenâu | CE | Indischer Ozean | 92.000 | ||||
| Islas Nestorianas (Nestorinseln) | NT | Pazifik | 15.000 |
Übersicht: Verwaltungseinheiten Sagradiens
| Stat. Großregion | Region | ISO 3166-2 | Hauptstadt | Provinzen | Einwohnerzahl (Fläche) | Einwohnerzahl |
| 1 Nort-Oêste | Ligre-Scantia (Niederskanten) | SG-LS | Ligre North | Baixo Ligre, Laval, Mêdio Ligre, Sascaya | 4,2 Millionen (27.626 km²) |
7,6 Millionen |
| Alto Scantia (Oberskanten) | SG-AS | Gerón | Altœs Consetes, Mêdio Scantia, Mesa-Pescano, Valescano | 2,5 Millionen (36.823 km²) | ||
| Tescano-Valoní (Teskano-Valonie) | SG-TV | Tesqué | frühere Provinz Tescano-Valoní | 900.000 (6.734 km²) | ||
| 2 Nort-Este | Lojandía (Lohanden) | SG-LO | Laquines | Cabeza, Mêdio Liêno, Roser-Caraçal, Soler i Veza | 3,2 Millionen (21.408 km²) |
7,8 Millionen |
| Ceundâlia | SG-CE | Portofín | Aguerre, Alto Veza, Baixo Veza, Gichot | 2,1 Millionen (25.733 km²) | ||
| Amôria (Amorien) | SG-AM | Santa Luís | Alto Ligre, Joar, Viçano, Cripón | 1,6 Millionen (26.583 km²) | ||
| Bretânia-Oêste (Autonome Region West-Bretagne) | SG-BZ | Cavalla | frühere Provinzen Keréc-Cap Coruén, Pais de Nouberez | 900.000 (8.776 km²) | ||
| 3 Oêste | Comtàid-Perín | SG-CP | Tulis | Perin, Cordêsa-Tulinês | 4,8 Millionen (9.245 km²) |
8,5 Millionen |
| Escada (Eskada) | SG-ES | Bosa | Escada Maritím, Morrœs Verdes, País Bosanês | 2,3 Millionen (12.952 km²) | ||
| Cuentez (Autonome Region Cuentez) | SG-CU | Diegue | frühere Autonome Provinz Cuentez | 1,2 Millionen (4.393 km²) | ||
| Valles d'Ambrís i de Celiso (Autonome Region Ambristal und Celiso) | SG-VA | Pexace | frühere Autonome Provinz Pexace und Ambristal | 200.000 (2.906 km²) | ||
| 4 Cientro | Sarmay | SG-SY | Noyar | Alto Pin, Alto Sagonte, Alto Sarmay, Noyarense, Sagonte-Mêdio Pin | 7,6 Millionen (24.954 km²) |
12,9 Millionen |
| Semestina-Capital | SG-SE | Semest | frühere Provinz Bâixo Liêno | 5,2 Millionen (2.509 km²) | ||
| 5 Sur-Este | Ostinense (Region Ostino) | SG-OS | Ostino | Bocas de la Veza, Croel | 4,9 Millionen (7.712 km²) |
13,8 Millionen |
| Bordez | SG-BO | Biniar | Confluentes, Farfalla-Argente, Plaretense | 4,9 Millionen (11.812 km²) | ||
| Alconía (Niederalkonien) | SG-AL | Duerez | Cupazas, Guarrí, Nalcazal, Viaza | 4,0 Millionen (25.012 km²) | ||
| 6 Sur-Oêste | Oller | SG-OL | Artir | Artiral, Serra d'Oller | 3,5 Millionen (8.184 km²) |
9,1 Millionen |
| Sur-Pinial (Südpin) | SG-SP | Lemez | Baixo Pin, Bolivas | 2,2 Millionen (14.589 km²) | ||
| Sesín (Sissinien) | SG-SN | Vesaey | País Lourán, Pin-Saydel, Vesaeyal | 1,9 Millionen (17.367 km²) | ||
| Liez i Corar (Liez und Corar) | SG-LC | Sollar | Corar, Liez | 1,5 Millionen (15.858 km²) | ||
| 7 Aziz | Islas d'Aziz (Autonome Region Aziz) | SG-AZ | Santiago d'Aziz | in zwei Inselgruppen geteilt | 800.000 (3.756 km²) |
800.000 |