Denísio Álvarez: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Denísio Jocéntilo Álvarez''' (*1954 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der christdemokratischen Volkspartei ([[PPC]]). Er war von 1988 bis 1993 Bürgermeister der Stadt [[Videça]] und danach von 1995 bis 2006 Präsident der [[Lojandía|lojandinischen]] [[Regionalregierung]]. Von 2006 bis Februar 2011 war er als [[Ministerium für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung]] im [[Kabinett Luisanto I|Kabinett Luisanto]] vertreten. Seit 2002 war er zudem Stellvertretender Parteivorsitzender der christlich-konservativen [[PPC|Volkspartei (PPC)]].
 
'''Denísio Jocéntilo Álvarez''' (*1954 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der christdemokratischen Volkspartei ([[PPC]]). Er war von 1988 bis 1993 Bürgermeister der Stadt [[Videça]] und danach von 1995 bis 2006 Präsident der [[Lojandía|lojandinischen]] [[Regionalregierung]]. Von 2006 bis Februar 2011 war er als [[Ministerium für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung]] im [[Kabinett Luisanto I|Kabinett Luisanto]] vertreten. Seit 2002 war er zudem Stellvertretender Parteivorsitzender der christlich-konservativen [[PPC|Volkspartei (PPC)]].
  
Im Februar 2011 gab Álvarez sein Ministeramt auf, um als Kandidat der Christdemokraten bei der [[Semestiner Bürgermeisterwahl 2011|Bürgermeisterwahl]] in der Hauptstadt [[Semess]] anzutreten. Bei der Wahl erreichte er die Stichwahl, unterlag dort aber knapp seinem sozialistischen Kontrahenten [[Pietro Dulce Rodríguez]]. Kurz darauf gab Álvarez aus privaten Gründen seinen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt.
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Bei den [[Kommunalwahlen 2012]] trat Álvarez als Kandidat der Christdemokraten bei der [[Semestiner Bürgermeisterwahl 2011|Bürgermeisterwahl]] in der Hauptstadt [[Semess]] an. Bei der Wahl erreichte er die Stichwahl, unterlag dort aber knapp seinem sozialistischen Kontrahenten [[Pietro Dulce Rodríguez]].  
  
 
== Berufliche und politische Karriere ==
 
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Innerhalb der Regierungsallianz kam es immer wieder zu direkten Auseinandersetzungen zwischen Álvarez und Vertretern der traditionellen Rechten innerhalb der Regierungsmehrheit.
 
Innerhalb der Regierungsallianz kam es immer wieder zu direkten Auseinandersetzungen zwischen Álvarez und Vertretern der traditionellen Rechten innerhalb der Regierungsmehrheit.
  
==== Bürgermeisterwahl 2011 und Rückzug aus der Politik ====
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==== Rückzug aus der Politik ====
Ende des Jahres 2010 gab Álvarez bekannt, bei der kommenden [[Semestiner Bürgermeisterwahl 2011]] als Kandidat der Konservativen gegen den früheren sozialistischen Minister [[Pietro Dulce Rodríguez]] anzutreten. Der Zeitpunkt der Ankündigung kurz nach einer parteiinternen Auseinandersetzung um eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik gab Anlass zu Spekulationen über ein mögliches Zerwürfnis zwischen Alvarez und Luisanto. Anfang Februar, etwa vier Wochen vor der Wahl, gab Álvarez schließlich sein Ministeramt auf. Nachfolgerin Álvarez' im [[Kabinett Luisanto III|Kabinett Luisanto]] wurde [[Sellesi Cambres Madriaga]].  
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Im Herbst 2010 kam Álvarez ältester Sohn bei einem Autounfall ums Leben. Im Frühjahr 2011 wurde schließlich bekannt, dass Álvarez' Frau an einer Depression erkrankt war. Zuvor hatte es wiederholt Indiskretionen gegeben, die von persönlichen Problemen des Ministers sprachen. Völlig überraschend erklärte Álvarez nach Bekanntwerden der Krankheit im Februar 2011 seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern. Er gab an, sich ausschließlich seiner Frau widmen zu wollen.  
  
Bei der Wahl erreichte er in der ersten Runde die zweitmeisten Stimmen hinter Dulce Rodríguez und qualifizierte sich damit für die Stichwahl, in der er jedoch gegen den Sozialisten verlor. Überraschend erklärte Álvarez wenige Tage nach seiner Niederlage, nicht in die nationale Politik zurückzukehren, sondern neben dem Minister- auch seine Parteiämter und sein Mandat in der Abgeordnetenkammer zurückzugeben. Stattdessen wolle er sich fortan vor allem um seine Frau und seine Familie kümmern, die Jahre lang zu kurz gekommen seien.
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In Medienkreisen wurde zudem über ein persönliches Zerwürfnis zwischen Álvarez und Ministerpräsident [[Miquel Ánibal Luisanto]] berichtet, wobei vermutet wurde, dass die Indiskretionen direkt aus dem Umkreis des Ministerpräsidenten stammten. Anlass zu solchen Spekulationen gab der Zeitpunkt der Ankündigung kurz nach einer parteiinternen Auseinandersetzung um eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik.
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==== Comeback bei der Bürgermeisterwahl 2012 ====
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Ende des Jahres 2011 gab Álvarez bekannt, bei den kommenden [[Kommunalwahlen 2012]] in der Hauptstadt [[Semest]] als Kandidat der Konservativen gegen den früheren sozialistischen Minister [[Pietro Dulce Rodríguez]] anzutreten. Bei der Wahl erreichte er in der ersten Runde die zweitmeisten Stimmen hinter Dulce Rodríguez und qualifizierte sich damit für die Stichwahl, in der er jedoch gegen den Sozialisten verlor.  
  
 
== Politische Funktionen ==
 
== Politische Funktionen ==

Version vom 21:09, 3. Okt 2015

Denísio Jocéntilo Álvarez (*1954 in Noyar) ist ein sagradischer Politiker der christdemokratischen Volkspartei (PPC). Er war von 1988 bis 1993 Bürgermeister der Stadt Videça und danach von 1995 bis 2006 Präsident der lojandinischen Regionalregierung. Von 2006 bis Februar 2011 war er als Minister für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung im Kabinett Luisanto vertreten. Seit 2002 war er zudem Stellvertretender Parteivorsitzender der christlich-konservativen Volkspartei (PPC).

Bei den Kommunalwahlen 2012 trat Álvarez als Kandidat der Christdemokraten bei der Bürgermeisterwahl in der Hauptstadt Semess an. Bei der Wahl erreichte er die Stichwahl, unterlag dort aber knapp seinem sozialistischen Kontrahenten Pietro Dulce Rodríguez.

Berufliche und politische Karriere

Jugend, Beruf und politische Anfänge als Bürgermeister von Videça

Der im sarmayischen Noyar geborene und in Lojandía aufgewachsene Álvarez begann nach dem Abitur ein Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Semess. Nach seinem Abschluss besuchte er die SIS in Videça, arbeitete anschließend nach seiner Promotion an der Hochschule für Wirtschaftswissenschaften in Laquines und erhielt 1985 eine Assistenz-Professur für internationalen Handel an der SIS. 1987 wurde Álvarez zum nationalen Vizesekretär des linksliberalen Partíu Radical-Democrático gewählt und unterstützte zeitweise die EU-Abgeordnete María Laponte als Mitarbeiter, ehe er 1988 als Unabhängiger zum Bürgermeister von Videça gewählt wurde. Álvarez regierte die Stadt mithilfe einer bürgerlichen Mehrheit und wurde zeitweise von den sagradischen Grünen unterstützt. Álvarez schaffte es in fünf Jahren, Videça zu einem angesehen Standort für Zukunftstechnologien umzugestalten und die Arbeitslosenquote der Stadt spürbar zu senken.

Karriere in der Region Lojandía

Durch diesen Erfolg wurde die lojandinische PPC unter Angel Colorán auf Álvarez aufmerksam, der Álvarez vor den Regionalwahlen 1993 für einen Wechsel in die lojandinische Regionalpolitik motivieren konnte. Bei den Regionalwahlen 1993 kandidierte Álvarez als Unabhängiger auf der Liste der PPC und wurde in den Regionalrat gewählt. Sein Engagement für den PRD hatte er bereits 1991 beendet. Nachdem er im Wahlkampf bereits als Experte für Sozial- und Stadtentwicklung des PPC aufgetreten war, berief der neue lojandinische Regionalpräsident Angel Colorán Álvarez zum Beigeordneten für Soziales, regionale Entwicklung und Städtebau in die neue konservativ-liberale Regionalregierung.

Kurz nach der Wahl und der Berufung zum Assessor trat Álvarez von seinem Amt als Bürgermeister von Videça zurück und wenig später in den lojandinischen PPC ein, wo er schnell Karriere machen konnte. Bereits 1994 gehörte er zum Vorstand der Partei in der Region. Nach dem Eintritt Angel Coloráns ins Kabinett Otero im Herbst 1995 kandidierte Álvarez auf Vorschlag Coloráns erfolgreich für dessen Nachfolge und wurde zum neuen Präsidenten der Regionaljunta sowie wenig später zum Vorsitzenden der PPC in Lojandía gewählt. Die Koalition mit den Liberalen führte er bis zu den Regionalwahlen 1997 weiter.

Nach dem schlechten Abschneiden der UDS und dem guten Ergebnis des rechten PSP bei den Wahlen bildete Álvarez als Wahlsieger eine Große Koalition mit den zweitplatzierten Sozialisten. Eine Zusammenarbeit mit dem PSP unter Joán de la Pênia lehnte er entschieden ab. Die Koalition mit der ASUL wurde auch bei den Wahlen 2001 und 2005 bestätigt, die Álvarez stets gewinnen konnte. Nach der Wahl Joán De la Pênias zum Bürgermeister der lojandinischen Hauptstadt Laquines kam es vermehrt zu Streitigkeiten zwischen den gegensätzlichen Regional- und Stadtregierungen, die von Medien als „Kampf um Laquines“ bezeichnet wurden und Álvarez große Sympathien auch im linken Lager einbrachte. Gegen umstrittene Maßnahmen gegen Obdachlose in Laquines rief Álvarez im Jahr 2001 zusammen mit linken und liberalen Politikern das Verfassungsgericht an und siegte.

Aufstieg in der Volkspartei

Innerhalb des PPC begann Álvarez nach dem Regionalwahlsieg 1997, sich auch die nationale Politik einzuschalten. Schnell stieg er zum führenden Politiker der „Republicanoes“ auf, die parteiinternen den kleinen sozialliberalen Reformflügel darstellen. Nachdem er im Jahr 1998 erstmals in den nationalen Vorstand und zwei Jahre später in die Nationaldirektion des PPC gewählt worden war, gehörte Álvarez 2002 als Experte für Bildungs- und Forschungspolitik zum Wahlkampfteam von PPC-Kandidat Roberto Vidéas Braga. Nach der Niederlage der Konservativen wurde Álvarez zum stellvertretenden Vorsitzenden des PPC gewählt. In der Folge wuchs der Lohade zum größten Konkurrenten und parteiinternen Gegenspieler von Parteichef Miquel Ánibal Luisanto heran. Während Luisanto als konservativer und wirtschaftsliberaler Politiker die Partei für eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten De la Pênias öffnen wollte, betonte Álvarez das pro-europäische und zentristisch-liberale Profil der Partei und setzte sich für einen liberalen Reformkurs und für eine Ausgrenzung der Rechtspopulisten ein. In der Öffentlichkeit wurde Álvarez daher als Exponent des linken Parteiflügels wahrgenommen.

Vor den Regionalwahlen 2005 deckte Álvarez zwar die Parteistrategie der möglichen Zusammenarbeit mit dem PSP, schloss diese aber in seiner eigenen Region aus. Stattdessen sprach er sich für eine Fortsetzung der Großen Koalition aus, sollte es nicht für eine konservativ-liberale Mehrheit reichen. Nach seinem neuerlichen Wahlsieg war er der einzige Volkspartei-Politiker, der in der Folge eine Große Koalition bildete, was in der Parteiführung um Luisanto zu Verstimmungen führte. Ausgerechnet in seiner Stammregion Lojandía blieb PSP-Chef De la Pênia damit weiterhin von der Regierungsteilhabe ausgeschlossen.

Umweltminister im Kabinett Luisanto

Vor den Kammerwahlen 2006 präsentierte PPC-Kandidat Ánibal Luisanto den 52-jährigen Álvarez als Mitglied seines Wahlkampfteams und Experten für Umwelt, Energie und Zukunftstechnologien. Als solcher sollte Álvarez der rot-grünen Regierung die ökologische Kompetenz streitig machen und liberale Wähler anziehen. Álvarez setzte sich für einen Mix aus erneuerbaren Energien und Atomkraft ein, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstroffen zu überwinden. Bereits in den Neunziger Jahren hatte er zu den Gründern des „PPC per la Terra“ gehört, aus dem 2006 die Ecología Popular hervorging.

Nach dem Wahlsieg der sagradischen Rechten bei den Kammerwahlen wurde Álvarez als Minister für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung in die neue Mitte-Rechts-Regierung von Premierminister Luisanto berufen. Zusammen mit Justizministerin Benita Hubner vom linken UDS-Flügel und anderen repräsentierte er den progressiven Pol der konservativ-liberalen Minderheitsregierung, die jedoch im Parlament vom Vertrauen der rechtspopulistischen PSP abhängig war. Álvarez’ Nachfolgerin als Präsidentin in Lojandía wurde Francisca Mendes del Ponte. Zum Staatssekretär im Umweltministerium machte Álvarez den Umweltexperten Carles Arrantzabal, nachdem sein Wunschkandidat Mário Pelegrín, Gründer der grün-konservativen Ecología Popular und bereits in den Neunziger Jahren als Umweltstaatssekretär tätig, abgesagt hatte. Unter Álvarez’ Ministerschaft wurden der von der rot-grünen Regierung De la Costa beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie aufgeschoben und die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert, was heftigen Widerstand in der Bevölkerung nach sich zog.

Innerhalb der Regierungsallianz kam es immer wieder zu direkten Auseinandersetzungen zwischen Álvarez und Vertretern der traditionellen Rechten innerhalb der Regierungsmehrheit.

Rückzug aus der Politik

Im Herbst 2010 kam Álvarez ältester Sohn bei einem Autounfall ums Leben. Im Frühjahr 2011 wurde schließlich bekannt, dass Álvarez' Frau an einer Depression erkrankt war. Zuvor hatte es wiederholt Indiskretionen gegeben, die von persönlichen Problemen des Ministers sprachen. Völlig überraschend erklärte Álvarez nach Bekanntwerden der Krankheit im Februar 2011 seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern. Er gab an, sich ausschließlich seiner Frau widmen zu wollen.

In Medienkreisen wurde zudem über ein persönliches Zerwürfnis zwischen Álvarez und Ministerpräsident Miquel Ánibal Luisanto berichtet, wobei vermutet wurde, dass die Indiskretionen direkt aus dem Umkreis des Ministerpräsidenten stammten. Anlass zu solchen Spekulationen gab der Zeitpunkt der Ankündigung kurz nach einer parteiinternen Auseinandersetzung um eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik.

Comeback bei der Bürgermeisterwahl 2012

Ende des Jahres 2011 gab Álvarez bekannt, bei den kommenden Kommunalwahlen 2012 in der Hauptstadt Semest als Kandidat der Konservativen gegen den früheren sozialistischen Minister Pietro Dulce Rodríguez anzutreten. Bei der Wahl erreichte er in der ersten Runde die zweitmeisten Stimmen hinter Dulce Rodríguez und qualifizierte sich damit für die Stichwahl, in der er jedoch gegen den Sozialisten verlor.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

  • 1993-2006: Regionalrat in Lojandía (PPC)
  • 2006-2011: Mitglied der Abgeordnetenkammer (PPC)

Parteiämter