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=== Öffentliche Ämter === | === Öffentliche Ämter === | ||
Version vom 18:52, 18. Jan 2013
Joán Emilio Moya (*1928 in Ruavilla/Lojandía, †2007) war ein sagradischer Geschäftsmann und Politiker. Er war von 1982 bis 1986 Ministerpräsident von Sagradien und bis 1987 Parteivorsitzender der christdemokratischen Volkspartei (PPC).
Inhaltsverzeichnis
Berufliche Karriere in der Wirtschaft
Der gebürtige Lojandiner Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen Correr Libre und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern Ferrocel. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter Lucavo und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands.
Beginn der politischen Karriere
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen Partido Republicano bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen Transportministerium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen UDS aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten Martín Ánibal Costa. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des Partido Republicano, wurde Moya 1967 unter Wohnungsbauminister im Kabinett Favale II. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der Favale-Regierung im Januar 1970.
Abgeordneter und Fraktionssprecher
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen Volkspartei wurde Moya bei der Parlamentswahl 1970 erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten Sandro de la Nada als Fraktionssprecher der PPC in der Abgeordnetenkammer nach.
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der Großen Koalition unter Ministerpräsident Sandro de la Nada, geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte.
Regierungschef
Nach der Wahl von Alfonso María Guivares zum Präsidenten der Republik wurde Moya im Frühjahr 1982 zum neuen Minister für Wirtschaft und Industrie in der Regierung Nada berufen. Mit seiner dezidiert marktfreundlichen Wirtschaftspolitik trug er danach wesentlich zum nahenden Bruch der Koalition mit den Sozialisten bei. Nach deren Ausscheiden aus dem Kabinett wurde Moya mit der Geschäftsführung des Finanzministeriums und mit dem Amt eines Stellvertretenden Ministerpräsidenten betraut. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der Parlamentswahl 1982 einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine Mehrheitsregierung mit der liberalen UDS und wurde als Nachfolger De la Nadas Ministerpräsident. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Reformen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem "Cânviu Conservador" 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien.
Öffentliche Ämter
- 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen Transportministerium
- 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident Martín Ánibal Costa
- 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium
- 1967-1970: Wohnungsbauminister im Kabinett Favale II und III
- Mär-Nov 1982: Minister für Wirtschaft und Industrie im Kabinett Nada I und II
- Jul-Nov 1982: amtierender Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Nada II
- 1982-1986: Sagradischer Ministerpräsident (Kabinett Moya I und II)
Mandate
- 1970-1990: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
Parteifunktionen
- 1966-1967: Generalsekretär des Partido Republicano
- 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der Volkspartei in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1979-1982: Fraktionssprecher der Volkspartei in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1982-1987: Parteivorsitzender der Volkspartei