Franca Ferrero-Berástiz: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 15:33, 12. Nov 2012
Franca Martina Ferrero Benítez (*1953 in Ostino) ist eine sagradische Politikerin der grünen Partei Ils Verdes. Sie stand zweimal, von 1994 bis 1998 sowie erneut von 2002 bis 2004 als Sprecherin an der Spitze der sagradischen Grünen und führte die Partei als Spitzenkandidaten in die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998. In der ersten rot-grünen Regierung De la Costa bekleidete sie das Amt der Ministerin für Umwelt und Energie sowie die Position der stellvertretenden Ministerpräsidentin. Seit 2004 gehört sie dem Europäischen Parlament an.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Karriere und Aufstieg bei den Grünen
Die in Ostino geborene Franca Ferrero Benítez engagierte sich bereits als Studentin für mehrere Gruppen der linksalternativen Szene und wurde Mitglied der alternativ-sozialistischen Democrâcia Crítica. Ende der Siebziger Jahre nahm sie an den Protesten der Anti-Atomkraft-Bewegung teil und engagierte sich für die internationale Abrüstung. In den achtziger Jahren gehörte sie zu den Gründern der grün-alternativen Regenbogen-Grünen in ihrer Heimatstadt Ostino, seit 1989 ist sie Mitglied der Nachfolgepartei Ils Verdes.
1988-1990 gehörte Ferrero Benítez dem Stadtrat von Ostino an, 1993-1994 dem Regionalrat von Ostinense. Dazwischen amtierte sie von 1991 bis 1993 als Sprecherin des grünen Regionalverbands Ostinense. Nachdem sie 1994 erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt worden war, wurde sie im Herbst 1994 zur Parteisprecherin des landesweiten Verbands der sagradischen Grünen gewählt. Ihre Vorgängerin im Amt, die Parteiikone Isabel Maier Serrán, war im Herbst 1993 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, der Posten war seitdem unbesetzt geblieben. Als Parteisprecherin amtierte sie bis 1996 an der Seite von David Osqar Letard und nach dessen Rückzug aus der Politik neben Javier Carles Etxeberría, mit dem sie ein überaus erfolgreiches Duo an der Parteispitze bildete.
Rot-grüne Regierungsjahre
Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 trat Ferrero Benítez als Spitzenkandidatin der Grünen in einem Führungsduo mit Carles Etxeberría an und sicherte den Grünen mit 7,2 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis bei einer nationalen Wahl. Zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden verhandelte sie anschließend die erste rot-grüne Regierung in der Geschichte des Landes. Als Umweltministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin gehörte sie als Führungsfigur zum Kabinett De la Costa I. Unter der Amtsführung Ferreros als Umweltministerin wurde der Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020 festgesetzt, was ein Prestige-Projekt und Kernanliegen der Grünen in der Regierung war. Daneben setzte sie sich für Steuervergünstigungen für umweltschonende Industrien ein und brachte eine ökologische Steuerreform auf den Weg.
Nachdem es in der Zeit der ersten Regierung De la Costa (1998-2002) vermehrt zu Reibungen zwischen der Grünen Partei und dem grünen Personal in der Regierung gekommen war, erklärte Ferrero vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 überraschend ihren Verzicht auf eine erneute Spitzenkandidatur und strebte auch kein Ministeramt mehr an. Im Kabinett De la Costa II übernahm María Nabarro Laval ihr Amt als Umweltministerin, Etxeberría folgte ihr als stellvertretender Ministerpräsident nach. Ferrero Benítez kehrte stattdessen auf ihr Amt als Parteisprecherin zurück und bemühte sich um eine reibungslosere Koordination der Partei- und der Regierungsarbeit.
Europaparlament
Bei den Europawahlen 2004 kandidierte Franca Ferrero als Spitzenkandidatin der sagradischen Grünen und gab ihr Parteiamt an Francisca Abelardo Jimenez ab. In Straßburg und Brüssel wurde sie schließlich zur stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion der Grünen/EFA gewählt. Bei den Europawahlen 2009 führte sie als Topkandidatin die offene grüne Liste Europa Progresista i Verde (EPV) an. Danach wurde sie in ihrem Amt als Fraktionsvize bestätigt.
Im Europäischen Parlament gehört Ferrero als Mitglied dem Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) und als stellvertretendes Mitglied dem Ausschuss für internationalen Handel an.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1998-2002: Ministerin für Umwelt und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin im Kabinett De la Costa I
Mandate
- 1988-1990: Stadträtin in Ostino
- 1993-1994: Regionalrätin der Region Ostinense
- 1998-2004: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- seit 2004: Mitglied des Europäischen Parlaments