Peter von Sagradien: Unterschied zwischen den Versionen
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* [[Danadier de Valier|Danadier]] (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna | * [[Danadier de Valier|Danadier]] (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna | ||
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* [[Johann III. von Portugal|Joán]] (*1502, †1557), Herzog von Corar und als '''Johann III.''' König von Portugal (1543-1557) ∞ Katharina von Kastilien | * [[Johann III. von Portugal|Joán]] (*1502, †1557), Herzog von Corar und als '''Johann III.''' König von Portugal (1543-1557) ∞ Katharina von Kastilien | ||
* Isabel (*1503, †1539) ∞ Karl V./I. von Spanien | * Isabel (*1503, †1539) ∞ Karl V./I. von Spanien | ||
Version vom 17:18, 26. Okt 2019
Peter von Sagradien (*1452; †1509) aus dem Haus Sántori war Herzog von Corar (seit 1459), Herr der Saloanischen Lande (seit 1498) sowie als Nachfolger seines Neffen Philipp VII. König von Sagradien und Conte von Tulis (seit 1502).
Durch seine Hochzeitspolitik und durch seine Feldzüge in Sagradien, Mikolinien und Portugal trug Peter von Sagradien wesentlich zum Aufstieg des Hauses Sántori zur europäischen Großdynastie auf. Nach seiner Heirat mit Antonia von Salua wurde Peter von Sagradien 1497 in Namen seiner Tochter Margarete von Salua Regent und seit 1498 im eigenen Namen Herzog von Salua und damit Begründer Santori-Dynastie im Süden Mikoliniens. Durch seine dritte Ehe mit Beatrix von Porgual legte er zudem den Grundstein für den späteren Aufstieg seiner Söhne David, Johann und Heinrich zu Königen von Portugal.
Nach dem kinderlosen Tod seines Neffen Philipp VII. riss er 1502 anstelle seiner Nichte Katharina den sagradischen Thron an sich und war bis zu seinem Tod im Jahr 1509 König von Sagradien. Nachfolger wurde sein Sohn David I.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft
Don Piero Andrés Alexandro de Sántori wurde 1452 als zweiter gemeinsamer Sohn des tulinesischen Regenten David de Sántori und der sagradischen Prinzessin Isabel de Vesaey in La Cordí geboren. Er war damit ein Enkel sowohl António de Sántoris, als auch des sagradischen Königs Philipps V. aus dem Haus Vesaey. Peters älterer Bruder war Filipe, der nach dem Tod Philipps V. 1457 als Philipp VI. zum sagradischen König proklamiert wurde und nach dem Tod des Vaters 1568 die Regentschaft antrat. Nach dem Tod seiner Mutter übernahm die Erziehung des Knaben seine Tante Joana. Piero wurde nach seiner Geburt zum Herzog von Corar bestimmt und wuchs am Hof seines Bruders auf. Im Jahr 1477 heiratete Prinz Peter Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen Ludwig von Golen. Die Ehe blieb aber kinderlos und Johann starb schon ein Jahr nach der Hochzeit.
Konflikte mit seinem Bruder
In den Saloanischen Kriegen Philipps VII. übernahm Peter mehrere Kommandos und wurde dafür 1480 belohnt, indem er Margarete von Saséia, die älteste Tochter von Philipp II. von Salua, zur Frau bekam. Aber auch diese Ehe blieb nur von kurzer Dauer. Zwar kam 1482 die Tochter Antonia von Salua zur Welt, Margarete starb aber im Kindbett. Peter heiratete schließlich im Jahr 1489 in dritter Ehe die portugiesische Prinzessin Beatrix, Tochter Ferdinands von Viseu und Schwester des späteren Königs Manuel I. von Portugal.
In Friedenszeiten stellte sich Peter immer wieder gegen seinen Bruder. Als sich Peter im Jahr 1485 einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder, der Schwurbruderschaft der Barone anschloss, die sich gegen die Machtpolitik des Königs richtete, kam es zum offenen Bruch, Piero wurde zeitweise als Gefangener seines Bruders festgesetzt und erst 1489 kam es zur Versöhnung.
Zweiter Saloanischer Krieg
Das Verhältnis zwischen Peter und seinem Bruder blieb bis zu dessen Tod 1491 angespannt. Als Philipp VI. starb, wurde dessen neunzehnjähriger Sohn Philipp VII. König von Sagradien. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Philipp ein gutes Verhältnis zu seinem Onkel Piero, der bald zu einem wichtigen Berater des noch jungen Königs wurde. Piero war es auch, der Philipp schon rasch nach dessen Thronbesteigung dazu riet, die Kriege seines Vaters gegen Mikolinien wieder aufzunehmen. Nach dem Tod Herzog Philipps II. von Salua 1490 hatte Mikolinien einen neuerlichen Krieg gegen Macedi begonnen und die Herrschaft Isabel de Sántoris, der Schwester Peters I. und Witwe Philipps in Frage gestellt, die für ihren minderjährigen Sohn Baltasar von Salua regierte.
Nachdem Isabel zwischenzeitig durch mikolinische Truppen aus Macedi vertrieben worden war, konnten sagradische Truppen die Herrschaft Isabels wiederherstellen, verloren bis 1496 aber die Oberhand. Die Einnahme Macedis 1496 beendete das Regime Isabels und brachte die Stadt unter unmittelbare mikolinische Verwaltung. Erst 1497 konnte ein sagradisches Heer unter Führung Don Pieros die Stadt zurückerobern. Piero erklärte seine minderjährige Tochter Antonia von Salua aus der Ehe mit Margarete zur rechtmäßigen Herzogin und übernahm selbst die Regentschaft. Als es im Folgejahr zu einem neuen Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien um das mikolinisch besetzte Golen kam, nahm Piero keine Rücksicht mehr auf Mikolinien und übernahm auch offiziell von seiner Tochter die Herrschaft und den Herzogstitel. Die Saloanischen Lande gehörten seither zum Imperium der Sántori.
Thronbesteigung in Sagradien
Im Jahr 1502 starb Peters Neffe König Philipp VII. im Alter von 30 Jahren nach einem Reitunfall und hinterließ keine Kinder, die ihm hätten nachfolgen können. Philipps Schwester Catarina de Sántori beanspruchte die Nachfolge. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und schloss ein Bündnis mit Piero, der schließlich ein Heer rüstete und noch im Jahr 1502 nach Sagradien zog und gewaltsam den Thron an sich riss. In der Schlacht bei Munir konnte er sich 1503 schließlich gegen die Anhänger Katharinas durchsetzen und wurde danach in Noyar als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. gegen den Grafen von Biniar zu kämpfen, der sich als Anführer der Rebellion etablierte.
Dritter Saloanischer Krieg
Nach Peters Krönung zum sagradischen König übernahm Peters Cousine Fürstin Johanna von Santori die Regentschaft in Macedi, während Piero in Kriege in Sagradien verwickelt war. Die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Pieros, auch Saloanœs genannt, und den Getreuen Katharinas in Sagradien, die später als Lilienkriege bekannt wurden, versuchte Mikolinien zu nutzen, das 1503 erneut Krieg um die Saloanischen Lande führte.
Dies führte die Wende herbei. Nach erneuten Kämpfen schloss Peter mit Aquim II. von Mikolinien schließlich den Friedensvertrag von Salua, der die seit 1477 andauernden Saloanischen Kriege um die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Saloanischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in Lukien und Südpiranien aber an die mikolinische Krone zurückgeben. Auch Féiroa wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.
Tod und Erbe
Peter von Sagradien starb im Jahr 1509 und überließ seine Herrschaft in Sagradien und den Saloanischen Landen seinem ältesten Sohn David I. Dieser erbte nach dem Tod Manuels I. im Jahr 1521 auch die portugiesische Krone und verwirklichte ein sagradisches Weltreich.
Die 1477 geschlossene erste Ehe Peters mit Johanna von Golen (†1478) blieb kinderlos.
Aus der 1480 geschlossenen zweiten Ehe mit Margarete von Saséia (†1585) ging eine Tochter hervor:
- Antonia von Salua (*1485; †1499), als Antonia I. Herzogin von Salua und Herrin der Saloanischen Lande (1497-1499)
Aus der 1489 geschlossenen Ehe mit Beatrix von Portugal gingen zahlreiche Kinder hervor:
- David (*1491, †1543), als David I. König von Sagradien (1509-1543) und König von Portugal (1521-1543)
- Danadier (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna
- Joán (*1502, †1557), Herzog von Corar und als Johann III. König von Portugal (1543-1557) ∞ Katharina von Kastilien
- Isabel (*1503, †1539) ∞ Karl V./I. von Spanien
- Beatrice (*1504, †1538) ∞ Karl III. von Savoyen
- Leonor (*1506, †1530) ∞ Joán de Biniar
- Alfonso (*1509, †1540), Kardinal
- Enrico (*1510, †1580), Kardinal, Regent und als Heinrich I. König von Portugal (1578-1580)