Oscar Huerón: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). Er bekleidete in seiner Karriere mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umwelt-]] (1986-1990), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1992-1999) und [[Wirtschaftsministerium|Wirtschaftsminister]]s (2006-2009). | '''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). Er bekleidete in seiner Karriere mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umwelt-]] (1986-1990), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1992-1999) und [[Wirtschaftsministerium|Wirtschaftsminister]]s (2006-2009). | ||
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Version vom 10:56, 18. Jan 2017
Oscar Rolando Huerón (*1946 in Semest) ist ein sagradischer Politiker der konservativen Volkspartei (PPC). Er bekleidete in seiner Karriere mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des Umwelt- (1986-1990), Verteidigungs- (1992-1999) und Wirtschaftsministers (2006-2009).
Nach der vorgezogenen Parlamentswahl 2009 kehrte Huerón ein zweites Mal in das Amt des sagradischen Verteidigungsministers zurück, demissionierte aber im Juli 2011. Damit übernahm er die politische Verantwortung für einen fehlgeleiteten Einsatz in Afghanistan, bei dem zahlreiche afghanische Zivilisten ums Leben gekommen waren. Seit 2012 bekleidet Huerón das Amt des Ausschussvorsitzenden für Europafragen in der sagradischen Abgeordnetenkammer.
Bei der Präsidentschaftswahl 2015 bewarb er sich als Kandidat der PPC um das höchste Staatsamt, verlor aber in der Stichwahl gegen die parteilose Gegenbewerberin Eva Monet-Sabadera.
Inhaltsverzeichnis
Karriere
Beginn der Karriere und erste Ministerämter
Der in Semest geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative PPC in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den Parlamentswahlen 1982 wurde Huerón als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium berufen. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes Umweltministerium, an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. Dieses Amt übte er nur wenige Monate bis zur Niederlage seiner Partei bei den Kammerwahlen 1986 aus.
In der Opposition wurde Huerón Experte seiner Fraktion für Innenpolitik und entwickelte ein enges Verhältnis zu Fraktionschef Josep Otero. Nach dessen Wahl zum neuen Parteichef der Konservativen im Jahr 1989 wurde Huerón Generalsekretär seiner Partei. Als solcher war er federführend für den Kammerwahlkampf 1990 verantwortlich, der mit einem deutlichen Sieg der PPC endete. Im Kabinett Otero wurde Huerón Regionalminister und 1992 Verteidigungsminister. Besonders in letzterem Amt profilierte sich Huerón als geschickter Außenpolitiker. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik verantwortlich.
Oppositionszeit 1998-2006
In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der Wahlniederlage 1998 verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte Roberto Vidéas, der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den Kammerwahlen 2002 gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.
Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister Umberto Salas sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete Bordezische Regionalpräsident Miquel Ánibal Luisanto, der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.
Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von Asul, Grünen und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.
Bei den Semestiner Bürgermeisterwahlen 2004 kandidierte Huerón gegen den sozialistischen Amtsinhaber Miquel Javier León, verlor aber deutlich. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten Joán de la Pênias anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der rot-grünen Regierung De la Costa lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.
Minister im Kabinett Luisanto und Rücktritt
Bei den Kammerwahlen 2006 wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen und Außenpolitik zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im Kabinett Luisanto I Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie. Nach den Kammerwahlen 2009 fiel das Wirtschaftsministerium an die liberale UDS. Huerón übernahm daraufhin ein zweites Mal das Amt des Verteidigungsministers im Kabinett Luisanto III.
In seine zweite Amtszeit als Verteidigungsminister fiel im Sommer 2011 ein Unglück in Afghanistan bei dem durch Verschulden des sagradischen Militärs zahlreiche afghanische Zivilisten ums Leben gekommen waren. Huerón übernahm daraufhin im Juli 2011 die politische Verantwortung und reichte seinen Rücktritt als Minister ein. Für seine Demission wurde ihm aus den eigenen Reihen, aber auch von der Opposition Respekt gezollt. Wenig später übernahm Huerón den Vorsitz im Europaausschuss der sagradischen Abgeordnetenkammer.
Vor der Parlamentswahl 2013 erklärte Huerón, auf eine neuerliche Kandidatur um einen Parlamentssitz zu verzichten. Nach 34 Jahren schied er damit aus der Abgeordnetenkammer aus.
Politische Funktionen
Mandate
- seit 1979: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
Öffentliche Ämter
- 1982-1986: Staatssekretär im Wirtschaftsministerium
- 1986-1987: Umweltminister im Kabinett Moya I
- 1990-1992: Minister für Regionen, Kommunen und Tourismus im Kabinett Otero I
- 1992-1998: Minister der Verteidigung in den Kabinetten Otero I, Otero II und Otero III
- 2006-2009: Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie in den Kabinetten Luisanto I und Luisanto II
- 2009-2011: Minister der Verteidigung im Kabinett Luisanto III
- seit 2012: Vorsitzender im Ausschuss für Europapolitik der sagradischen Abgeordnetenkammer
Parteifunktionen
- 1989-1990: Generalsekretär der PPC
- 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der PPC
- 1998-2006: Stellvertretender Sprecher der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer
- 2004: Kandidat der PPC für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Semest bei der Kommunalwahl 2004
- 2015: Kandidat der PPC für das Amt des Staatspräsidenten bei der Präsidentschaftswahl 2015
