Dianniden: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Haus Cliêce wurde nach Dianniden verschoben)
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Version vom 23:45, 20. Dez 2015

Die Dianniden waren ein ursprünglich sagradisches Adelsgeschlecht aus dem Raum des heutigen Sarmay, das auf Dianus von Sarmay zurückgeht. Die älteren Dianniden stellten seit 817 die unabhängigen Fürsten von Sarmay, mussten 921 aber die Oberherrschaft der skantischen Könige aus dem Haus der Helgiden anerkennen. Nach dem Tod Armonts II. führten seine unehelichen Söhne Arengar von Vierna und Hugo Berel die Linie der Dianniden fort, mussten aber auf das Fürstentum verzichten.

Nach dem Tod Roduichs III. beanspruchte der Diannide Anton II. Berel 1069 den sagradischen Thron, konnte sich aber nicht durchsetzen. Mit seinem Tod im Jahr 1070 starb die Familie der Dianniden im Mannesstamm aus. Seine Schwester Thiana Berel, die mit dem französischen Adligen Hugobert von Clièce aus dem Geschlecht der Hugoniden verheiratet hatte, führte die Linie jedoch in weiblicher Linie (Haus Cliêce) fort. Ihr gemeinsamer Sohn Hugo Dianus von Clièce bestieg 1078/80 schließlich zusammen mit seiner Frau Bereca von Sagradien den sagradischen Thron und wurde als erster Diannide zum König von Sagradien gekrönt. In der Folge stellten die jüngeren Dianniden aus das Haus Cliêce bis 1269 die sagradischen Könige. Mit der Nebenlinie aus dem Haus Vesaey kehrte die Dynastie 1396 auf den Thron zurück und regierte bis 1457.

Die älteren Dianniden bis Arengar von Vierna

Seinen Ursprung hat das ursprüngliche Haus der Dianniden in Dianus von Sarmay, einem skantischen Adligen, der sich im Dienst für Roduich den Großen Ruhm und Einfluss erwarb und nach der Teilung des Skantenreichs im Vertrag von Torell 812 n.Chr. zu einem der mächtigsten Fürsten im südskantischen Teilreich Gaudfreds aufstieg. Nach dessen Tod 817 beanspruchte Dianus die Nachfolge der Helgiden im Südteil des Reichs. Faktisch konnte er sich in der Folge als unabhängiger Herrscher in Altsarmay und Sagonte etablieren und so die Herrscherdynastie der Dianniden begründen.

Seine Nachfolger Dián II. und Dián III. von Sarmay konnten sich als unabhängige Herrscher im Krieg gegen die muslimischen Numerer und gegen Skanten und Alkonen behaupten, ehe die Söhne Diáns III. das Reich 878 unter sich aufteilten. Mit Armont II., der als Kind den Thron bestieg und sich in der Folge 815 und 823 dem skantischen König Martin dem Eroberer beugen musste, geriet das Haus in eine dynastische Krise. Zwar hatte Armont mit Arengar von Vierna und Hugo Berel zwei uneheliche Söhne, diese konnten sich aber im Krieg gegen den sagradischen König Philipp den Großen nicht durchsetzen und verloren das Fürstentum Sarmay an die sagradische Krone.

Die jüngeren Dianniden aus dem Haus Berel

Armonts unehelicher Sohn Hugo Berel führte daraufhin die Diannidendynastie fort. Sein Sohn Dianus I. Berel wurde um 950 von König Philipp dem Großen für seine Heeresdienste mit dem Herzogtum Alconía belehnt, da er sich unter anderem im Krieg seines Onkels Arengar von Vierna gegen den König auf die Seite Philipps geschlagen hatte. Dián Berel war es auch, der durch die Ehe mit der sagradischen Prinzessin Parruela enge Kontakte zum sagradischen Königshaus der Helgiden knüpfte. Diáns Nachfolger Dianus II. Berel war 999 an der erfolgreichen Belagerung von Malesc beteiligt und schlug 1002 gemeinsam mit König Philipp II. ein numerisches Heer bei Copón zurück.

Dián II. verheiratete seinen ältesten Sohn Dianus III. Berengar schließlich mit Aureca, einer Tochter König Albreths V. und intensivierte damit die Beziehungen zum Königshaus. Ihr Sohn Anton II. Berel stieg zu einem der mächtigsten Fürsten des Reichs auf. In der Auseinandersetzung König Roduichs III. mit seinem Onkel Don Joán de Tesqué unterstützte Anton den König. Nach dessen Tod erhob ihn schließlich die anti-teskanische Partei zum Gegenkönig gegen Martin von Tesqué, den Sohn Don Joáns. Anton gelang es aber nicht, sich durchzusetzen. Nach seiner Erkrankung musste er Martin als König anerkennen, ehe er 1070 starb.

Die Dianniden aus dem Haus Cliece

Mit dem Tod Anton Berels starben die Dianniden in männlicher Linie aus. Sein umfangreicher Lehnsbesitz in Sagradien fiel daraufhin an seine Schwester Thiana Berel, die mit dem französischen Grafen Hugobald von Clièce aus dem Geschlecht der Hugoniden verheiratet war. Deren gemeinsamer Sohn Hugo Dianus von Cliêce trat schließlich als Herzog von Alconía das Erbe der sagradischen Dianniden an und wurde zum Stammvater des sagradischen Diannidengeschlechts aus dem Haus Cliece. Seine Ehe mit Bereca von Sagradien, einer Schwester Roduichs III., untermauerte schließlich die Ansprüche des Hauses auf die sagradische Krone.

Als Martin III. schließlich im Jahr 1078 starb, kam es zur kriegerischen Auseinandersetzung um seine Nachfolge. Hugo Dianus von Cliêce machte nun die Ansprüche seiner Frau Bereca geltend und wusste dabei eine Vielzahl der Großen des Reichs auf seiner Seite. Im Krieg gegen seinen Gegenkönig Roduich den Langen, Herzog von Scantia aus dem Geschlecht der Lusoniden, setzte sich Hugo schließlich in der Schlacht von Resales 1079 durch und wurde 1080 in Noyar als erster aus dem Geschlecht der Dianniden zum König von Sagradien gekrönt. Mit den Diannidenkönigen setzte sich endgültig der Einfluss fränkischer Traditionen in Sagradien auf das sagradische Hofleben durch.

Die jüngeren Dianniden im Kampf gegen die Lusoniden

Der Konflikt mit den Lusoniden blieb jedoch auch unter Hugos Nachfolger Johann dem Löwen virulent, der sich in mehreren Kriegen gegen Roduichs Sohn Martin den Kühnen behaupten musste. Der Gegensatz zwischen den sagradischen Königen aus dem Haus Cliêce und den de facto unabhängigen, aber formell lehnspflichtigen Lusoniden blieb eine Konstante des gesamten 12. Jahrhunderts. Nach dem Tod König Johanns II. im Jahr 1132 gelangte sein Neffe Jakob der Kühne von Sacâu auf den Thron, der schließlich 1162 für seine Schwiegertochter Marka von Golen in den Krieg um die Erbschaft des Königreichs Golen zog.

Jakob fiel zwar, doch konnte sein Sohn Gabriel Juvans die Herrschaft der Dianniden in Golen etablieren. Er wurde zum wichtigsten sagradischen Herrscher des gesamten Hochmittelalters und konnte im Lusonidenkrieg von 1172-1184 die Lusoniden entscheidend schwächen, die schließlich auf nahezu alle ihre Besitzungen in Sagradien verzichten mussten. Gabriels Urenkel Philipp IV. Hermes setzte schließlich im Peruzinischen Erbfolgekrieg von 1249-1255 die Herrschaft seines Vasallen Philipp von Redaniors im Königreich Perucía durch und erreichte, dass dieser ihm als neuer peruzinischer König die Lehnstreue schwor.

Ende der Dianniden

Mit dem Tod Philipp Hermes' im Jahr 1261 geriet das Königshaus Cliêce in eine ernsthafte Nachfolgekrise, da sein Sohn und Nachfolger Philipp V. bei seiner Thronbesteigung ohne Sohn und aufgrund seiner Krankheit auch ohne Aussicht auf weitere Nachkommen war. Philipp, genannt der Kluge, setzte daher in seiner Thronfolgeregelung seine Tochter Isabella und seinen Neffen und Schwiegersohn Martin Felix von Redanior zum Nachfolger ein. Die Zugeständnisse, die er 1263 den Cortes von Belaçón machen musste, damit diese seine Nachfolgeregelung anerkannten, stärkten die sagradischen Stände nachhaltig. 1264 bestiegen Isabella und Martin Felix von Redanior gemeinsam den Thron. Mit dem Tod Isabellas 1269 endete die Herrschaft der Dianniden über Sagradien. Martin IV. Felix begründete als König die bis 1395 andauernde Herrschaft des Hauses Redanior auf dem sagradischen Thron.

Haus Vesaey

Nach dem Tod Philipps V. bestand jedoch mit dem Haus Vesaey eine Seitenlinie des Hauses Cliêce-Sacâu weiter, die auf Philipp von Vesaey, einen Sohn Gabriels II. mit Josefa von Liez zurückging. Da diese jedoch von den Cliêce-Königen als illegitim betrachtet wurde und die Redanior-Nachfolge den Besitz Perucías versprach, wurde Philipps Sohn Jakob in der Thronfolgeregelung von 1263 übergangen. Als Entschädigung erhielt er die Grafschaft Sagonte zum Lehen. Seine Nachfolger konnten die Macht des Hauses deutlich ausbauen. Unter Michael IV. von Vesaey besaß das Haus Ende des 14. Jahrhundert u.a. das Herzogtum Sesin sowie die mächtigen Grafschaften Sagonte und Oller. Dieser gelangte schließlich nach dem Aussterben der Redanior 1396 auf den sagradischen Thron, wodurch die Dianniden wieder die sagradischen Könige stellte, ehe die Dianniden mit dem Ende des Hauses Vesaey 1457 endgültig ausstarben.

Erbe der Cliêce-Könige

Die Zeit der Könige aus dem Haus Cliêce gilt als Hochzeit des sagradischen Königtums im Mittelalter. Der Übergang des sagradischen Königstitels von den Skantenkönigen aus dem Haus der Helgiden auf die mit ihrer Hausmacht im Süden Sagradiens ansässigen Dianniden verlagerte das Gewicht im Reich deutlich weg vom bis dahin dominanten Norden und konsolidierte das bis dahin hauptsächlich skantische Königtum als gesamtsagradische Herrschaft, womit ein wesentlicher Grundstein für die Herausbildung eines gesamtsagradischen Staatswesens gelegt wurde. In diesem Sinne wirkte auch die zentralstaatlich ausgerichtete Politik der Diannidenkönige, die im erfolgreichen, wenn auch schwierigen Kampf gegen die Territorialfürsten, v.a. der mächtigen Lusonidenfürsten, die Dominanz des Königtums über die Partikulargewalten stärkte.

In kultureller Hinsicht brachte das Königtum der fränkisch stämmigen Dynastie Cliêce den endgültigen Durchbruch französischer Hofkultur im sagradischen Königreich.