Unión Cívica Radical: Unterschied zwischen den Versionen

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Während sich Vertreter des sozialdemokratischen Flügels an der Gründung der [[ASUL]] beteiligten, führten Vertreter des liberalen Flügels das radikale Erbe im [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) fort.
 
Während sich Vertreter des sozialdemokratischen Flügels an der Gründung der [[ASUL]] beteiligten, führten Vertreter des liberalen Flügels das radikale Erbe im [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) fort.
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== Geschichte der UCR ==
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Die Radikale Bürgerunion wurde 1949/1950 gegründet und ging aus der Mehrheit der alten [[Partido Radical|Radikalen Partei]] (PRD) hervor, von dem sich 1949 der Regierungsflügel als [[Unión Democrática Republicana]] (UDR) abgespaltet hatte. Hinzu kamen kleinere regionale Splittergruppen des linken bürgerlichen Spektrums und Einzelvertreter der sozialdemokratischen Linken. Die Partei war eine linksbürgerliche laizistische Partei mit einem sozialliberalen Programm. Gegründet wurde die UCR zunächst als Wahlbündnis der Rest-PRD mit kleineren Bürgerlisten und Wahlparteien anlässlich der [[Senatswahlen 1949]]. Dazu gehörte u.a. die Ein-Mann-Partei [[Concertación Social-Democrática]] des langjährigen Bürgermeisters von [[Artir]] [[Angel Martín Celardo]] sowie die [[Unión Cívica Pacifista]]. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] wurde das Bündnis wiederholt, ehe im Dezember 1950 die PRD ganz in der UCR aufging.
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Bei den Kammerwahlen 1950 holte die UCR 2,9 Prozent der Stimmen und schnitt damit nur wenig stärker ab als die konkurrierende UDR mit 2,2 Prozent. Das schlechte Abschneiden beider Gruppen und der gemeinsame Eintritt ins [[Kabinett Luciaro II]] im Herbst 1950 führten zu einem Wiederannäherungsprozess, der die Bildung einer gemeinsamen Parlamentsfraktion im Januar 1951 umfasste (Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes, URRD). Nach dem Ausscheiden der UCR aus dem Kabinett Luciaro im Jahr 1953 kam es zu einem Scheitern des Wiedervereinigungsprozesses und zu einem Auseinanderbrechen der URRD-Fraktion. Die UDR schloss sich zu den Kammerwahlen 1954 dem Mitte-Rechts-Bündnis Unión Democrática mit mehreren konservativ-liberalen Parteien an. Die UCR betonte ihre Eigenständigkeit, konnte alleine aber nur 1,2 Prozent der Stimmen gewinnen.
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Anders als die Parteien der UD, die 1955 der Regierung Luciaro beitraten, setzte die UCR-Parteiführung um Daniel Galindo Ferres auf eine Annäherung an die politische Linke, was zu großen parteiinternen Verwerfungen führte. Eine größere Minderheit, die nach wie vor auf einen eigenständigen Weg als liberale Partei der Mitte und eine mittelfristige Wiedervereinigung mit der UDR hinarbeitete, geriet in Widerspruch zur Anlehnung der Parteiführung an die neu entstehende Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten und Sozialdemokraten. Eine Wiedervereinigung mit mehreren UDR-Dissidenten, die das Movimiento Radical-Democrático (MRD) bildeten, scheiterte wesentlich an dieser neuen Mitte-Links-Strategie. 1957 beschloss die UCR nach wesentlichen parteiinternen Streitigkeiten ihre Auflösung, nachdem der Parteitag zuvor bereits die faktische Parteispaltung bedeutet hatte und auch die UCR-Parlamentarier getrennte Wege gegangen waren. Die bisherige Parteiführung des UCR beteiligte sich mehrheitlich an der Gründung der sozialdemokratischen Mitte-Links-Partei ASUL, der ein Großteil der Mitglieder beitraten.
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Ein Teil der UCR-Mitglieder, die das Aufgehen in einer sozialdemokratischen Einheitspartei ablehnten, schlossen sich danach dem MRD an und gründeten zusammen mit PSD-Dissidenten den Partido Radical-Democrático (PRD) neu.

Version vom 16:57, 13. Jan 2011

Die Radikale Bürgerunion oder sagr. Unión Cívica Radical' (kurz UCR) war eine kleine sagradische Partei in den Fünfziger Jahren. Die aus der Radikalen Partei hervorgegangene linksliberale bis sozialdemokratische Partei entstand aus einem Wahlbündnis anlässlich der Senatswahlen 1949 und Kammerwahlen 1950 und war Anfang der Fünfziger Jahren an der Regierung der Zentrumskoalition unter Paulo Luciaro beteiligt. Nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung erlitt sie Mitte der Fünfziger Jahre einen Erosionsprozess und löste sich 1957 schließlich auf.

Während sich Vertreter des sozialdemokratischen Flügels an der Gründung der ASUL beteiligten, führten Vertreter des liberalen Flügels das radikale Erbe im Partido Radical-Democrático (PRD) fort.

Geschichte der UCR

Die Radikale Bürgerunion wurde 1949/1950 gegründet und ging aus der Mehrheit der alten Radikalen Partei (PRD) hervor, von dem sich 1949 der Regierungsflügel als Unión Democrática Republicana (UDR) abgespaltet hatte. Hinzu kamen kleinere regionale Splittergruppen des linken bürgerlichen Spektrums und Einzelvertreter der sozialdemokratischen Linken. Die Partei war eine linksbürgerliche laizistische Partei mit einem sozialliberalen Programm. Gegründet wurde die UCR zunächst als Wahlbündnis der Rest-PRD mit kleineren Bürgerlisten und Wahlparteien anlässlich der Senatswahlen 1949. Dazu gehörte u.a. die Ein-Mann-Partei Concertación Social-Democrática des langjährigen Bürgermeisters von Artir Angel Martín Celardo sowie die Unión Cívica Pacifista. Bei den Kammerwahlen 1950 wurde das Bündnis wiederholt, ehe im Dezember 1950 die PRD ganz in der UCR aufging.

Bei den Kammerwahlen 1950 holte die UCR 2,9 Prozent der Stimmen und schnitt damit nur wenig stärker ab als die konkurrierende UDR mit 2,2 Prozent. Das schlechte Abschneiden beider Gruppen und der gemeinsame Eintritt ins Kabinett Luciaro II im Herbst 1950 führten zu einem Wiederannäherungsprozess, der die Bildung einer gemeinsamen Parlamentsfraktion im Januar 1951 umfasste (Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes, URRD). Nach dem Ausscheiden der UCR aus dem Kabinett Luciaro im Jahr 1953 kam es zu einem Scheitern des Wiedervereinigungsprozesses und zu einem Auseinanderbrechen der URRD-Fraktion. Die UDR schloss sich zu den Kammerwahlen 1954 dem Mitte-Rechts-Bündnis Unión Democrática mit mehreren konservativ-liberalen Parteien an. Die UCR betonte ihre Eigenständigkeit, konnte alleine aber nur 1,2 Prozent der Stimmen gewinnen.

Anders als die Parteien der UD, die 1955 der Regierung Luciaro beitraten, setzte die UCR-Parteiführung um Daniel Galindo Ferres auf eine Annäherung an die politische Linke, was zu großen parteiinternen Verwerfungen führte. Eine größere Minderheit, die nach wie vor auf einen eigenständigen Weg als liberale Partei der Mitte und eine mittelfristige Wiedervereinigung mit der UDR hinarbeitete, geriet in Widerspruch zur Anlehnung der Parteiführung an die neu entstehende Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten und Sozialdemokraten. Eine Wiedervereinigung mit mehreren UDR-Dissidenten, die das Movimiento Radical-Democrático (MRD) bildeten, scheiterte wesentlich an dieser neuen Mitte-Links-Strategie. 1957 beschloss die UCR nach wesentlichen parteiinternen Streitigkeiten ihre Auflösung, nachdem der Parteitag zuvor bereits die faktische Parteispaltung bedeutet hatte und auch die UCR-Parlamentarier getrennte Wege gegangen waren. Die bisherige Parteiführung des UCR beteiligte sich mehrheitlich an der Gründung der sozialdemokratischen Mitte-Links-Partei ASUL, der ein Großteil der Mitglieder beitraten.

Ein Teil der UCR-Mitglieder, die das Aufgehen in einer sozialdemokratischen Einheitspartei ablehnten, schlossen sich danach dem MRD an und gründeten zusammen mit PSD-Dissidenten den Partido Radical-Democrático (PRD) neu.