Piero Dulce Rodríguez: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Pietro Maria Dulce Rodríguez''' (*1962 in [[Scola]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und seit | + | '''Pietro Maria Dulce Rodríguez''' (*1962 in [[Scola]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und seit 2011 direkt gewählter [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der sagradischen Hauptstadt [[Semess]]. Zuvor war Dulce Rodríguez von 2000 bis 2006 in verschiedenen Funktionen Minister in der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]], zunächst bis Februar 2005 als Kabinettschef ("[[Minister der Präsidentschaft]]") und anschließend als [[Innenminister]]. |
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| − | Nach der verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] gehörte Dulce Rodríguez der nationalen Opposition unter Führung von Diaz de Velozo an und wurde als Sekretär in der Parteiexekutive der Sozialistischen Allianz bestätigt. Sein neuer Aufgabenbereich sollten Reformen und Innovationen sein. Seither wurde Dulce Rodríguez gemeinsam mit [[Nina Álamo Gomes]] als Führer der „[[Julistas]]“ in der Partei angesehen, die den progressiven, von Gegnern als linksliberal kritisierten Modernisierungskurs de la Costas fortführen wollen. Sein Verhältnis zu Diaz de Velozo blieb nicht frei von Spannungen, besonders als Dulce Rodríguez anders als Diaz de Velozo eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken in der Opposition nicht kategorisch ausschließen wollte und dadurch Sympathien am linken Parteiflügel der Sozialisten gewann. | + | Nach der verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] gehörte Dulce Rodríguez der nationalen Opposition unter Führung von Diaz de Velozo an und wurde als Sekretär in der Parteiexekutive der Sozialistischen Allianz bestätigt. Sein neuer Aufgabenbereich sollten Reformen und Innovationen sein. Seither wurde Dulce Rodríguez gemeinsam mit [[Nina Álamo Gomes]] als Führer der „[[Julistas]]“ in der Partei angesehen, die den progressiven, von Gegnern als linksliberal kritisierten Modernisierungskurs de la Costas fortführen wollen. Sein Verhältnis zu Diaz de Velozo blieb nicht frei von Spannungen, besonders als Dulce Rodríguez anders als Diaz de Velozo eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken in der Opposition nicht kategorisch ausschließen wollte und dadurch Sympathien am linken Parteiflügel der Sozialisten gewann. Bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] gehörte Dulce Rodríguez zum Wahlkampfteam der Sozialisten und war dort für die Innen- und Bürgerrechtspolitik zuständig, trat in vielen Talksendungen aber als Generalist zu ganz verschiedenen Themen auf. |
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| + | Nach der [[Parlamentswahl 2008]] wurde Dulce Rodríguez zum neuen Präsidenten des Parlamentsausschusses für Innenpolitik gewählt. Dieses Amt übte er bis 2011 aus. Er trat in diesem Amt vor allem als Kritiker und liberaler Gegenspieler des konservativen Innenministers [[Santiago Oller]] in Erscheinung. | ||
=== Bürgermeister von Semess === | === Bürgermeister von Semess === | ||
| − | Im Frühjahr | + | Nach dem Rücktritt Diaz de Velozos vom Amt des Parteichefs der ASUL infolge der verhehrenden Wahlniederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen im Sommer 2008]] sprach sich Dulce Rodríguez weder für [[Mercé Serrat Cabarell]] als Nachfolgerin im höchsten Parteiamt, noch für den Kandidaten der Parteirechten, den [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Miguel Javier León]], aus. Eine öffentliche Stellungnahme der Julistas gab es damit nicht. Jedoch wurde zunächst davon ausgegangen, dass die Faktion den Kandidaten León unterstützt. Erst die Stellungnahme einiger Julistas der zweiten Reihe zugunsten Serrats änderte dies. Nach der Wahl Serrats wurde Dulce Rodríguez als Parteisekretär erneut ins neue Führungsteam eingebunden. Anhänger Dulces hatten vergeblich versucht, den 46-Jährigen zu einer eigenen Kandidatur zu bewegen. |
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* 2000-2005: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]] | * 2000-2005: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]] | ||
* 2005-2006: [[Innenminister]] im [[Kabinett De la Costa III]] | * 2005-2006: [[Innenminister]] im [[Kabinett De la Costa III]] | ||
| − | * seit | + | * 2008-2011: Präsident des Innenausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] |
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=== Mandate === | === Mandate === | ||
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=== Parteiämter === | === Parteiämter === | ||
* 1987-1990: Regionalsekretär der [[Juventú Socialista]] in der [[Sur-Pinial]] | * 1987-1990: Regionalsekretär der [[Juventú Socialista]] in der [[Sur-Pinial]] | ||
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Version vom 11:50, 5. Dez 2013
Pietro Maria Dulce Rodríguez (*1962 in Scola) ist ein sagradischer Politiker der sozialistischen ASUL und seit 2011 direkt gewählter Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt Semess. Zuvor war Dulce Rodríguez von 2000 bis 2006 in verschiedenen Funktionen Minister in der Regierung De la Costa, zunächst bis Februar 2005 als Kabinettschef ("Minister der Präsidentschaft") und anschließend als Innenminister.
Inhaltsverzeichnis
Leben und Karriere
Jugend und Beginn der politischen Karriere
Der Sohn eines katholischen Religionslehrers Dulce Rodríguez wurde 1962 im südsagradischen Scola geboren und besuchte ein katholisches Franziskaner-Gymnasium in Santa May, wo er mit seiner Familie lange Zeit lebte. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Rechts-, Sozial- und Politikwissenschaften an der Universität von Lemez, das er später in Semess fortsetzte und mit dem Magistertitel abschloss. Bereits während des Studiums trat er aus Bewunderung für Ministepräsident Joán Caval in die sozialistische ASUL ein und engagierte sich bei den Jungsozialisten in der Region Sur-Pinial, die ihn 1985 in den Vorstand und 1987 schließlich zu ihrem Sekretär wählten. In dieser Zeit engagierte sich Dulce auch in der Hochschulpolitik und wurde 1988 in den Stadtbezirksrat Lemez-Carrel gewählt.
Nach dem Studienabschluss und dem Ende seiner Amtszeit als JuSo-Regionalsekretär im Jahr 1990 arbeitete er als Assistent an einem Semestiner Sozialforschungsinstitut und war zudem als Redakteur für die sozialistische Parteizeitung „Avante“ tätig, ehe er im Jahr 1992/1993 für wenige Monate an der Luis-Cavaller-Universität von Semess beschäftigt war.
Regionalpolitik in der Semestina
Nachdem Dulce bereits 1993 als Berater der sagradischen Sozialisten bei verschiedenen Wahlkampagnen fungiert hatte, trat er Anfang 1994 als Sekretär unter Flávio Osório Jimenez in die Semestiner Regionalverwaltung ein. Bereits nach wenigen Monaten wurde er Untersekretär und Leiter der Planungsabteilung im Generalsekretariat der Semestiner Regionaljunta, 1997 stieg er zum Wahlkampfmanager der Sozialisten in der Semestina auf, ehe er nach dem neuerlichen Sieg der Süd-ASUL mit der Leitung des Generalsekretariats unter Osório berufen wurde und damit in eine Schlüsselstellung in der Regionalpolitik gelang. In dieser Zeit wuchs Dulce zu einem der engsten politischen Vertrauten Osórios heran und galt bald als dessen Kronprinz, ohne jedoch bisher ein Abgeordnetenmandat erhalten zu haben.
Minister in der Regierung De la Costa
Dulces Arbeit in Semess brachte ihm bald die Aufmerksamkeit durch den neuen sagradischen Ministerpräsidenten Julio De la Costa ein. Dieser holte Dulce im Jahr 2000 in seine seine Regierung und übertrug ihm das Ministeramt an der Spitze der Regierungskanzlei. Als Minister der Präsidentschaft organisierte Dulce in den kommenden zwei Jahren die rot-grüne Regierung. Nachdem er bei den Parlamentswahlen im Herbst 2002 erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt worden war, berief ihn De la Costa in seinem neuen Kabinett erneut zum Präsidentschaftsminister. Im Februar 2005 wurde Dulce Rodríguez als Nachfolger von Emilio Ortega zum neuen Innenminister Sagradiens berufen.
Aufstieg in der Partei
Kurz nach seiner Ernennung zum Innenminister wurde Dulce auf die Empfehlung De la Costas hin erstmals in den nationalen Parteivorstand der Sozialisten gewählt. In der zweiten Regierung De la Costa gehörte Dulce als enger Vertrauter des Regierungschefs zu den Verteidigern der Regierungspolitik, der fest hinter dem zunehmend kritisierten Parteichef De la Costa stand. Nach dem Rücktritt Julio De la Costas vom Amt des Generalsekretärs der Asul im Herbst 2005 wurde Dulce Rodríguez als Sekretär für Fragen der öffentlichen Sicherheit erstmals in die Exekutivkommission und damit in die engere Parteiführung der Sozialisten gewählt, die nun vom neuen Generalsekretär Santiago Diaz de Velozo angeführt wurde.
Nach der verlorenen Kammerwahl 2006 gehörte Dulce Rodríguez der nationalen Opposition unter Führung von Diaz de Velozo an und wurde als Sekretär in der Parteiexekutive der Sozialistischen Allianz bestätigt. Sein neuer Aufgabenbereich sollten Reformen und Innovationen sein. Seither wurde Dulce Rodríguez gemeinsam mit Nina Álamo Gomes als Führer der „Julistas“ in der Partei angesehen, die den progressiven, von Gegnern als linksliberal kritisierten Modernisierungskurs de la Costas fortführen wollen. Sein Verhältnis zu Diaz de Velozo blieb nicht frei von Spannungen, besonders als Dulce Rodríguez anders als Diaz de Velozo eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken in der Opposition nicht kategorisch ausschließen wollte und dadurch Sympathien am linken Parteiflügel der Sozialisten gewann. Bei der vorgezogenen Parlamentswahl 2008 gehörte Dulce Rodríguez zum Wahlkampfteam der Sozialisten und war dort für die Innen- und Bürgerrechtspolitik zuständig, trat in vielen Talksendungen aber als Generalist zu ganz verschiedenen Themen auf.
Nach der Parlamentswahl 2008 wurde Dulce Rodríguez zum neuen Präsidenten des Parlamentsausschusses für Innenpolitik gewählt. Dieses Amt übte er bis 2011 aus. Er trat in diesem Amt vor allem als Kritiker und liberaler Gegenspieler des konservativen Innenministers Santiago Oller in Erscheinung.
Bürgermeister von Semess
Nach dem Rücktritt Diaz de Velozos vom Amt des Parteichefs der ASUL infolge der verhehrenden Wahlniederlage der Sozialisten bei den Kammerwahlen im Sommer 2008 sprach sich Dulce Rodríguez weder für Mercé Serrat Cabarell als Nachfolgerin im höchsten Parteiamt, noch für den Kandidaten der Parteirechten, den Semestiner Bürgermeister Miguel Javier León, aus. Eine öffentliche Stellungnahme der Julistas gab es damit nicht. Jedoch wurde zunächst davon ausgegangen, dass die Faktion den Kandidaten León unterstützt. Erst die Stellungnahme einiger Julistas der zweiten Reihe zugunsten Serrats änderte dies. Nach der Wahl Serrats wurde Dulce Rodríguez als Parteisekretär erneut ins neue Führungsteam eingebunden. Anhänger Dulces hatten vergeblich versucht, den 46-Jährigen zu einer eigenen Kandidatur zu bewegen.
Im Frühjahr 2011 stellte sich Dulce Rodríguez als Kandidat der Sozialisten für das Amt des Bürgermeisters der Hauptstadt Semess zur Wahl. Im Vorfeld hatte er in den parteiinternen Vorwahlen der Sozialisten mit der Unterstützung der Julistas und eines Teils der Parteilinken den Kandidaten der Parteirechten, Ex-Regionalpräsident David Acebes aus dem Rennen geschlagen. Dulce Rodríguez galt auch als Wunschkandidat der Grünen, zu denen er gute Kontakte pflegt.
In den Direktwahlen um das Bürgermeisteramt konnte sich Dulce Rodríguez im zweiten Wahlgang deutlich gegen den Konservativen Denísio Álvarez durchsetzen, der von den Parteien der rechten Mitte aufgestellt worden war und im zweiten Wahlgang auch von Joán De le Pênias Rechtspopulisten unterstützt wurde. Der Sieg in der Hauptstadt machte Dulce Rodríguez, zuvor eher ein Außenseiter in der Parteiführung zu einem politischen Schwergewicht, der besonders auf sein gutes Image in den Medien vertrauen konnte und von vielen als Protagonist einer jungen, modernen und vor allem erfolgreichen Asul angesehen wurde.
Politische Positionen
Pietro Dulce Rodríguez gilt in Parteikreisen als Vertreter des gemäßigten Reformflügels und als enger Vertrauter von Ex-Parteichef Julio De la Costa. Zur Zeit wird er als Führer der Julistas angesehen, zu denen auch Ana Voçares, Nina Álamo Gomes und Lorenzo Dimas Ferrera gezählt werden und die das Erbe der Präsidentschaft De la Costas weiterführen wollen.
In der Finanzkrise der Jahre 2008 ff. trat Dulce Rodríguez als Kritiker des wirtschaftsliberalen Systems auf und zeigte sich im Hinblick auf sein eigenes früheres Wirken selbstkritisch. Er unterstützte den von De la Costa initiierten Plan Social Ecologista (PSE), dessen Ziel die Etablierung einer neuen auf soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Rahmen einer demokratisch legitimierten europäischen Integration ist.
Öffentliche Wahrnehmung und Privates
Seit seiner Wahl zum Bürgermeister von Semess im Jahr 2011 gilt Dulce zudem als einer der beliebtesten Politiker des Landes. Im Jahr 2008 wurde er von einer sagradischen Illustrierten zum attraktivsten Politiker des Landes gewählt. Dulce Rodríguez ist seit 1993 mit der Journalistin Sellesi Robredo verheiratet, mit der er drei Kinder hat.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1994-1997: Untersekretär und Leiter der Planungsabteilung im Generalsekretariat der Regionaljunta von Semestina
- 1997-2000: Generalsekretär der Regionaljunta von Semestina
- 2000-2005: Minister der Präsidentschaft im Kabinett De la Costa I, II und III
- 2005-2006: Innenminister im Kabinett De la Costa III
- 2008-2011: Präsident des Innenausschusses der sagradischen Abgeordnetenkammer
- seit 2011: Bürgermeister von Semess
Mandate
- 2002-2011: Mitglied der Abgeordnetenkammer
Parteiämter
- 1987-1990: Regionalsekretär der Juventú Socialista in der Sur-Pinial