Dianniden: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Haus Cliêce''' war ein [[Sagradien|sagradisches]] Adelsgeschlecht fränkisch-[[Skanten|skantischer]] Herkunft, das von 1078 bis 1269 die [[König von Sagradien|sagradischen Könige]] stellte. Da sich das Haus selbst auf das Geschlecht der [[ältere Dianniden|älteren Dianniden]] zurückführte, welche im 9. und frühen 10. Jahrhundert die [[König von Sarmay|Könige von Sarmay]] stellten, wird es auch als Geschlecht der '''jüngeren Dianniden''' bzw. der '''Dianniden-Juvantiden''' bezeichnet.
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Als '''Dianniden''' wird in der [[sagradischen]] Geschichtssschreibung eine Reihe genealogischer verschiedener Adelsgeschlechter des Mittelalters bezeichnet, die allesamt auf den skantischen Adligen [[Thiowan von Sarmay]] zurückgehen. Die ''älteren Dianniden'', auch als [[Haus Sarmay]] bekannt, stellten seit 817 die unabhängigen [[Fürstentum Sarmay|Herzöge von Sarmay]], mussten 915 aber die Oberherrschaft der [[Skanten|skantischen]] Könige aus dem Haus der [[Helgariden]] anerkennen. Mit dem Tod Herzog [[Osuald von Sarmay|Osualds]] starb das Haus Sarmay im Mannesstamm aus. Seine beiden Schwiegersöhne [[Arengar von Vierna]] und [[Lupo Berel]] führten jedoch die Linie der Dianniden fort. Lupos Sohn [[Dián I. Berel]] wurde 950 zum [[Herzog von Alconía]] erhoben und begründete das Geschlecht der ''Lopiden-Dianniden'', die aufgrund ihres durchgehenden Beinamens "Berel" auch [[Haus Berel]] genannt werden.  
  
=== Die älteren Dianniden ===
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Nach dem Tod [[Roduich III.|Roduichs III.]] beanspruchte der Diannide [[Dián III. Berel]] 1069 den sagradischen Thron, konnte sich aber nicht durchsetzen. Mit seinem Tod im Jahr 1070 starb die Familie der Dianniden im Mannesstamm aus. Seine Schwester [[Thiana Berel]], die mit dem französischen Adligen [[Hugobald von Clièce]] aus dem Geschlecht der [[Hugoniden]] verheiratet war, führte die Linie jedoch in weiblicher Linie ([[Haus Cliêce]]) fort. Ihr gemeinsamer Sohn [[Hugo Dianus von Clièce]] bestieg 1078/80 schließlich zusammen mit seiner Frau [[Bereca von Sagradien]] den sagradischen Thron und wurde als erster Diannide zum [[König von Sagradien]] gekrönt. In der Folge stellten die ''Hugoniden-Dianniden'' aus das Haus Cliêce bis 1290 die [[König von Sagradien|sagradischen Könige]]. Mit der Nebenlinie aus dem [[Haus Vesaey]] kehrte die Dynastie 1396 auf den Thron zurück und regierte bis zum erneuten Aussterben im Mannesstamm im Jahr 1457.  
Seinen Ursprung hat das ursprüngliche Haus der Dianniden in [[Dián I. von Sarmay|Dianus von Sarmay]], einem skantischen Adligen, der sich im Dienst für [[Roderich der Große|Roderich den Großen]] Ruhm und Einfluss erwarb und nach der Teilung des [[Skantenreich]]s im [[Vertrag von Torell]] 812 n.Chr. zu einem der mächtigsten Fürsten im südskantischen Teilreich [[Ferrigo I.|Ferrigos I.]] aufstieg. Nach dessen Tod 817 nahm Dianus als Dián I. 818 selbst den Königstitel an und beanspruchte die Nachfolge der Rodrigiden im Südteil des Reichs. Faktisch konnte er sich in der Folge als unabhängiger König in [[Altsarmay]] und [[Sagonte]] etablieren und so die Königsdynastie der Dianniden begründen.
 
 
 
Seine Nachfolger [[Dián II. von Sarmay|Dián II.]] und [[Dián III. von Sarmay]] konnten sich als unabhängige Herrscher im Krieg gegen die muslimischen [[Numerer]] und gegen [[Skanten]] und [[Alkonen]] behaupten, ehe die Söhne Diáns III. das Reich 878 unter sich aufteilten. Mit [[Armont II. von Sarmay|Armont II.]], der als Kind den Thron bestieg und sich in der Folge 815 und 823 dem skantischen König [[Martin I. der Eroberer|Martin dem Eroberer]] beugen musste, starb das Königshaus im Mannesstamm aus. Zwar hatte Armont mit [[Arengar von Vierna]] ein unehelichen Sohn, der sich im Krieg gegen den sagradischen König [[Philipp der Große|Philipp den Großen]] nicht durchsetzen konnte und schließlich getötet wurde, ohne eigene Erben zu hinterlassen.
 
 
 
=== Die jüngeren Dianniden bis Johann I. ===
 
Armonts einzige Tochter Bereca heiratete schließlich den westfränkischen Adligen [[Hugo Bérel]], deren gemeinsamer Sohn [[Dianus von Cliêce]] schließlich zum Stammvater der jüngeren Dianniden wurde. Dieser wurde um 950 von König [[Philipp der Große|Philipp dem Großen]] für seine Heeresdienste mit der [[Grafschaft Cliêce]] belehnt, da er sich unter anderem im Krieg seines Onkels Arengar gegen den König auf die Seite Philipps geschlagen hatte. Dianus war es auch, der durch die Ehe mit der sagradischen Prinzessin Parruela enge Kontakte zum sagradischen Königshaus der [[Rodrigiden]] knüpfte, ehe sein Sohn [[Hugobald von Cliêce]] 980 [[Herzog von Alconía]] wurde. Hugobalds Sohn [[Hugo der Große]] baute schließlich den Einfluss des Hauses Cliêce im Süden des sagradischen Königreichs aus und wurde zu einem der mächtigsten Fürsten des Reichs. 999 an der erfolgreichen Belagerung von Malesc beteiligt, schlug er gemeinsam mit König [[Philipp II.]] 1002 ein numerisches Heer bei [[Copón]] zurück.
 
 
 
[[Anton Berengar]] verheiratete seinen ältesten Sohn [[Johann I.|Johann von Cliêce]] schließlich mit Ana, Tochter König [[Philipp III.|Philipps III.]] und intensivierte damit die Beziehungen zum Königshaus. In der Auseinandersetzung der Könige [[Roderich III. der Kurze]] und [[Martin III. der Fromme]] gegen ihren Onkel [[Don Joán de Tesqué]] unterstützten Anton Berengar und sein Sohn Johann von Cliêce jeweils den König.
 
 
 
Als Martin der Fromme schließlich im Jahr 1078 starb, kam es zur kriegerischen Auseinandersetzung um seine Nachfolge. Johann von Cliêce erhob als Schwager Martins schließlich Anspruch auf die Krone und wusste dabei eine Vielzahl der Großen des Reichs auf seiner Seite. Im Krieg gegen seinen Gegenkönig [[Roderich der Lange|Roderich den Langen]], [[Herzog von Scantia]] aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]], setzte sich Johann I. schließlich in der [[Schlacht von Resales]] 1079 durch und wurde 1080 in [[Noyar]] als erster aus dem Geschlecht der Dianniden zum König von Sagradien gekrönt. Mit den Diannidenkönigen setzte sich endgültig der Einfluss fränkischer Traditionen in Sagradien auf das sagradische Hofleben durch.
 
 
 
=== Die Dianniden-Juvantiden im Kampf gegen die Lusoniden ===
 
Der Konflikt mit den Lusoniden blieb jedoch auch unter Johanns Nachfolger [[Johann II.|Johann II. dem Löwen]] virulent, der sich in mehreren Kriegen gegen Roderichs Sohn [[Martin der Kühne|Martin den Kühnen]] behaupten musste. Der Gegensatz zwischen den sagradischen Königen aus dem Haus Cliêce und den de facto unabhängigen, aber formell lehnspflichtigen Lusoniden blieb eine Konstante des gesamten 12. Jahrhunderts. Nach dem Tod König [[Anton I.|Antons des Starken]] im Jahr 1132 gelangte sein Neffe [[Jakob I. der Kühne|Jakob der Kühne von Sacâu]] auf den Thron, der schließlich 1162 für seine Schwiegertochter Marka von Golen in den Krieg um die Erbschaft des [[Königreich der Golen|Königreichs Golen]] zog.  
 
 
 
Jakob fiel zwar, doch konnte sein Sohn [[Gabriel Juvans]] die Herrschaft der Dianniden in Golen etablieren. Er wurde zum wichtigsten sagradischen Herrscher des gesamten Hochmittelalters und konnte im [[Lusonidenkrieg]] von 1172-1184 die Lusoniden entscheidend schwächen, die schließlich auf nahezu alle ihre Besitzungen in Sagradien verzichten mussten. Gabriels Urenkel [[Philipp IV. Hermes]] setzte schließlich im [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg von 1249-1255]] die Herrschaft seines Vasallen [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redaniors]] im Königreich Perucía durch und erreichte, dass dieser ihm als neuer peruzinischer König die Lehnstreue schwor.
 
 
 
=== Ende der Dianniden-Juvantiden ===
 
Mit dem Tod Philipp Hermes' im Jahr 1261 geriet das Königshaus Cliêce in eine ernsthafte Nachfolgekrise, da sein Sohn und Nachfolger [[Philipp V.]] bei seiner Thronbesteigung ohne Sohn und aufgrund seiner Krankheit auch ohne Aussicht auf weitere Nachkommen war. Philipp, genannt ''der Kluge'', setzte daher in seiner Thronfolgeregelung seine Tochter [[Isabella I.|Isabella]] und seinen Neffen und Schwiegersohn [[Martin IV. Felix|Martin Felix von Redanior]] zum Nachfolger ein. Die Zugeständnisse, die er 1263 den [[Cortes von Belaçón]] machen musste, damit diese seine Nachfolgeregelung anerkannten, stärkten die sagradischen Stände nachhaltig. 1264 bestiegen Isabella und Martin Felix von Redanior gemeinsam den Thron. Mit dem Tod Isabellas 1269 endete die Herrschaft der Dianniden über Sagradien. Martin IV. Felix begründete als König die bis 1395 andauernde Herrschaft des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] auf dem sagradischen Thron.
 
 
 
=== Haus Vesaey ===
 
Nach dem Tod Philipps V. bestand jedoch mit dem [[Haus Vesaey]] eine Seitenlinie des Hauses Cliêce-Sacâu weiter, die auf [[Philipp I. von Vesaey|Philipp von Vesaey]], einen Sohn [[Gabriel II.|Gabriels II.]] mit [[Josefa von Liez]] zurückging. Da diese jedoch von den Cliêce-Königen als illegitim betrachtet wurde und die Redanior-Nachfolge den Besitz Perucías versprach, wurde Philipps Sohn [[Jakob I. von Vesaey|Jakob]] in der Thronfolgeregelung von 1263 übergangen. Als Entschädigung erhielt er die [[Grafschaft Sagonte]] zum Lehen. Seine Nachfolger konnten die Macht des Hauses deutlich ausbauen. Unter [[Michael I.|Michael IV. von Vesaey]] besaß das Haus Ende des 14. Jahrhundert u.a. das [[Herzogtum Sesin]] sowie die mächtigen Grafschaften [[Grafschaft Sagonte|Sagonte]] und [[Grafschaft Oller|Oller]]. Dieser gelangte schließlich nach dem Aussterben der Redanior 1396 auf den sagradischen Thron, wodurch die Dianniden wieder die sagradischen Könige stellte, ehe die Dianniden mit dem Ende des Hauses Vesaey 1457 endgültig ausstarben.
 
 
 
=== Erbe der Cliêce-Könige ===
 
Die Zeit der Könige aus dem Haus Cliêce gilt als Hochzeit des sagradischen Königtums im Mittelalter. Der Übergang des sagradischen Königstitels von den Skantenkönigen aus dem Haus der Rodrigiden auf die mit ihrer Hausmacht im Süden Sagradiens ansässigen Dianniden verlagerte das Gewicht im Reich deutlich weg vom bis dahin dominanten Norden und konsolidierte das bis dahin hauptsächlich skantische Königtum als gesamtsagradische Herrschaft, womit ein wesentlicher Grundstein für die Herausbildung eines gesamtsagradischen Staatswesens gelegt wurde. In diesem Sinne wirkte auch die zentralstaatlich ausgerichtete Politik der Diannidenkönige, die im erfolgreichen, wenn auch schwierigen Kampf gegen die Territorialfürsten, v.a. der mächtigen Lusonidenfürsten, die Dominanz des Königtums über die Partikulargewalten stärkte.
 
 
In kultureller Hinsicht brachte das Königtum der fränkisch stämmigen Dynastie Cliêce den endgültigen Durchbruch französischer Hofkultur im sagradischen Königreich.
 
  
 
[[Kategorie: Sagradisches Adelsgeschlecht]]
 
[[Kategorie: Sagradisches Adelsgeschlecht]]
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[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]

Aktuelle Version vom 14. November 2025, 13:32 Uhr

Als Dianniden wird in der sagradischen Geschichtssschreibung eine Reihe genealogischer verschiedener Adelsgeschlechter des Mittelalters bezeichnet, die allesamt auf den skantischen Adligen Thiowan von Sarmay zurückgehen. Die älteren Dianniden, auch als Haus Sarmay bekannt, stellten seit 817 die unabhängigen Herzöge von Sarmay, mussten 915 aber die Oberherrschaft der skantischen Könige aus dem Haus der Helgariden anerkennen. Mit dem Tod Herzog Osualds starb das Haus Sarmay im Mannesstamm aus. Seine beiden Schwiegersöhne Arengar von Vierna und Lupo Berel führten jedoch die Linie der Dianniden fort. Lupos Sohn Dián I. Berel wurde 950 zum Herzog von Alconía erhoben und begründete das Geschlecht der Lopiden-Dianniden, die aufgrund ihres durchgehenden Beinamens "Berel" auch Haus Berel genannt werden.

Nach dem Tod Roduichs III. beanspruchte der Diannide Dián III. Berel 1069 den sagradischen Thron, konnte sich aber nicht durchsetzen. Mit seinem Tod im Jahr 1070 starb die Familie der Dianniden im Mannesstamm aus. Seine Schwester Thiana Berel, die mit dem französischen Adligen Hugobald von Clièce aus dem Geschlecht der Hugoniden verheiratet war, führte die Linie jedoch in weiblicher Linie (Haus Cliêce) fort. Ihr gemeinsamer Sohn Hugo Dianus von Clièce bestieg 1078/80 schließlich zusammen mit seiner Frau Bereca von Sagradien den sagradischen Thron und wurde als erster Diannide zum König von Sagradien gekrönt. In der Folge stellten die Hugoniden-Dianniden aus das Haus Cliêce bis 1290 die sagradischen Könige. Mit der Nebenlinie aus dem Haus Vesaey kehrte die Dynastie 1396 auf den Thron zurück und regierte bis zum erneuten Aussterben im Mannesstamm im Jahr 1457.