Gabriel VI.: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
 
 
(47 dazwischenliegende Versionen von 14 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Gabriel VI.''' (von Sagradien) (*1610, †1651) war [[König von Sagradien]] (1640-1651).  
+
[[Bild:JacobVanOostPortraitOfAMan.jpg|thumb|250px]]
 +
'''Gabriel VI.''' ''(Gabriel María)'' (*1610, †1651) war [[König von Sagradien]] aus dem [[Haus Sántori]] sowie (als ''Gabriel II.'') Herr der [[Saloanischen Lande]] (1640-1651). Seine Herrschaft war geprägt vom Dreißigjährigen Krieg und von Intrigen und Machtkämpfen am Hof. Am Ende seiner elfjährigen Regierungszeit hinterließ er eine innen- und außenpolitisch geschwächte Monarchie.
  
Gabriel wurde 1610 in [[Semess]] als ältester Sohn von König [[Gabriel V.]] und seiner Ehefrau Marie de Bourbon geboren. Bei seiner Taufe auf den Namen Gabriel Philipp Richard Ludwig bereits erhielt er den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde danach als Infant des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er mit Maria de’ Medici verheiratet, einer Tochter von Cosimo II., Großherzog der Toskana. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Dem entsprechend verlief die Ehe auch unglücklich und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1634 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Ein Jahr später heiratete Gabriel seine Cousine Katharina von Micolinien, eine jüngere Schwester [[Albert I. von Micolinien|Alberts I.]].
+
==== Kindheit und Ehen ====
 +
Prinz ''Gabriel Maria Danadier'' von Sántori wurde 1610 in [[Semest]] als ältester Sohn von König [[Gabriel V.]] und seiner ersten Ehefrau Marie de Vienne geboren. Bei seiner Taufe bereits erhielt er den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde danach als Thronfolger des Königreichs erzogen. Im Alter von 22 Jahren heiratete Gabriel seine Cousine [[Katharina von Mikolinien]], eine jüngere Schwester [[Karl IX. von Mikolinien|Karls IX.]]
  
1640 bestieg Gabriel nach dem Tod seines Vaters den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Zunächst übte seine Tante Ana María de Valier, die Witwe Alberts I. von Micolinien, großen Einfluss auf seine Politik aus, die in Micolinien als Regentin für den minderjährigen [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] die Macht innehatte. Unter ihr trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg ein, der Versuch, gemeinsam mit Micolinien das von Spanien unterstützte [[Königreich Cuentez]] einzunehmen und aufzuteilen, scheiterte jedoch und musste schließlich 1645 aufgegeben werden. Später dann konnten vor allem zwei seiner Mätressen die Zügel in die Hand nehmen, zunächst Antonia de Casterley und dann Francisca de Simónez, die die Einsetzung des jungen Tulinesen Joán Batista Chiavi (später als Kardinal Bernabéu bekannt) als leitenden Minister durchsetzte. Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien zeitweise in enge Abhängigkeit Micoliniens bzw. Frankreichs geriet. Erst die Politik Bernabéus, der die pro-micolinische Linie seiner Vorgänger beendete, führte zu einer allmählichen Befreiung Sagradiens von äußeren Zwängen. Die Hinrichtung Francisca de Simónez’ unter dem Vorwurf der Verschwörung gegen den König im März 1649 führte auch zur Entlassung Bernabéus. Danach versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen. Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden „Goldenen Zeitalters“ in der sagradischen Geschichte.
+
==== Regierungsjahre ====
 +
Nach dem Tod seines Vater bestieg Gabriel Maria 1640 als Gabriel VI. den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Währenddessen übte seine Frau [[Katharina von Mikolinien]] starken Einfluss auf die Politik des Königs aus, aber auch zwei seiner Mätressen hegten politische Ambitionen. Zwischen Katharina und den beiden königlichen Mätressen [[Antonia de Casterley]] und dann [[Francisca d'Estefanis]] kam es daher wiederholt zu Machtkämpfen und politischen Rivalitäten. Katharina konnte schließlich 1649 die Hinrichtung ihrer Rivalin Francisca d'Estefanis erreichen, die der Verschwörung gegen den König bezichtigt wurde. In der Folge versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen.  
 +
 
 +
Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien auch außenpolitisch an Einfluss und Schlagkraft verlor. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber weitestgehend scheiterte.
 +
 
 +
==== Tod und Hinterlassenschaft ====
 +
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden "[[Goldenes Jahrhundert|Goldenen Zeitalters]]" in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn [[Gabriel VII.]], für den Katharina von Mikolinien zunächst die Regentschaft übernahm.
 +
 
 +
==== Nachkommen ====
 +
Aus der 1632 geschlossenen Ehe mit [[Katharina von Mikolinien]] gingen zahlreiche Kinder hervor. Darunter:
 +
* Luisa (1635-1648)
 +
* [[Gabriel VII.|Gabriel Anton]] (1637-1698), als ''Gabriel VII.'' [[König von Sagradien]]
 +
* Katharina (1638-1671) ∞ Jakob II./VII. von England und Schottland
 +
* Johanna (1640-1668) ∞ Ludwig Ferdinand von Albero, Herzog von Kont
 +
* [[Ludwig Philipp I. von Macedi|Ludwig Philipp]] (1643-1678), als ''Ludwig Philipp I.'' [[Großherzog von Macedi]]
 +
* Gaetan (1645-1687), Erzbischof von Noyar
 +
* Beatrice (1647-1676) ∞ [[Johann Manuel von Cuentez|Johann Manuel, Erbprinz von Cuentez]]
 +
* Isabella
 +
 
 +
Daneben hatte Gabriel VI. zahlreiche uneheliche Kinder, darunter:
 +
* [[Luis Alfonso Conte de Salinas|Ludwig Alfons, Graf von Salinas]]
 +
* [[César María Visconte de Valbraga|Caesar Maria, Viscont von Valbraga]]
 +
* [[Pier-Alejandro Marqués de Rubial|Peter-Alexander, Marquis von Rubial]]
 +
 
 +
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 +
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]
 +
[[Kategorie: Santori]]

Aktuelle Version vom 14. Dezember 2025, 17:06 Uhr

JacobVanOostPortraitOfAMan.jpg

Gabriel VI. (Gabriel María) (*1610, †1651) war König von Sagradien aus dem Haus Sántori sowie (als Gabriel II.) Herr der Saloanischen Lande (1640-1651). Seine Herrschaft war geprägt vom Dreißigjährigen Krieg und von Intrigen und Machtkämpfen am Hof. Am Ende seiner elfjährigen Regierungszeit hinterließ er eine innen- und außenpolitisch geschwächte Monarchie.

Kindheit und Ehen[bearbeiten]

Prinz Gabriel Maria Danadier von Sántori wurde 1610 in Semest als ältester Sohn von König Gabriel V. und seiner ersten Ehefrau Marie de Vienne geboren. Bei seiner Taufe bereits erhielt er den Titel eines Prinzen von Sarmay und wurde danach als Thronfolger des Königreichs erzogen. Im Alter von 22 Jahren heiratete Gabriel seine Cousine Katharina von Mikolinien, eine jüngere Schwester Karls IX.

Regierungsjahre[bearbeiten]

Nach dem Tod seines Vater bestieg Gabriel Maria 1640 als Gabriel VI. den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Währenddessen übte seine Frau Katharina von Mikolinien starken Einfluss auf die Politik des Königs aus, aber auch zwei seiner Mätressen hegten politische Ambitionen. Zwischen Katharina und den beiden königlichen Mätressen Antonia de Casterley und dann Francisca d'Estefanis kam es daher wiederholt zu Machtkämpfen und politischen Rivalitäten. Katharina konnte schließlich 1649 die Hinrichtung ihrer Rivalin Francisca d'Estefanis erreichen, die der Verschwörung gegen den König bezichtigt wurde. In der Folge versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen.

Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien auch außenpolitisch an Einfluss und Schlagkraft verlor. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber weitestgehend scheiterte.

Tod und Hinterlassenschaft[bearbeiten]

Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden "Goldenen Zeitalters" in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn Gabriel VII., für den Katharina von Mikolinien zunächst die Regentschaft übernahm.

Nachkommen[bearbeiten]

Aus der 1632 geschlossenen Ehe mit Katharina von Mikolinien gingen zahlreiche Kinder hervor. Darunter:

Daneben hatte Gabriel VI. zahlreiche uneheliche Kinder, darunter: