Gabriel I. Juvans: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Gabriel I. Juvans''' (von Sagradien), (*1125, †1198), genannt ''der Heilige'' oder ''der Hilfreiche'' (''Don Gabriel Juvante il Santo'') war [[König von Sagradien]] (1165-1198) und [[König von Golen|von Golen]] (1162/1165-1198). Gabriel Juvans gilt als bedeutendster sagradischer Herrscher des Hochmittelalters. Er beendete den [[Golischer Erbfolgekrieg|Krieg seines Vaters gegen Micolinien]] und sicherte sich die Krone Golens, das er zur sagradischen Monarchie hinzufügte. In Kriegen gegen die [[Lusoniden]]herrscher in [[Scantia]] und [[Perucía]] stärkte er zudem die königliche Macht und legte den Grundstein für den Zerfall des mächtigen [[Lusonidenreich]]s.  
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'''Gabriel I. Juvans''' (*1125, †1198), genannt ''der Heilige'' oder ''der Hilfreiche'' (''San Gabriel Juvante'') war [[König von Sagradien]] (1159-1198) und der erste sagradische Monarch, der seit 1161 als König von Golen anerkannt wurde. Er gilt als bedeutendster sagradischer Herrscher des Hochmittelalters. Gabriel beendete den [[Golische Kriege|Krieg seines Vaters um Golen]] und sicherte Golen für die Krone Sagradiens. In Kriegen gegen die [[Lusoniden]]herrscher in [[Skanten]] und [[Peruzien]] stärkte er zudem die königliche Macht und legte den Grundstein für den Zerfall des mächtigen [[Lusonidenreich]]s. 1189-1192 führte er gemeinsam mit Richard von England, Philipp August von Frankreich und Friedrich Barbarossa den Dritten Kreuzzug an.
  
 
=== Jugend, Golenkrieg und Thronbesteigung ===
 
=== Jugend, Golenkrieg und Thronbesteigung ===
Gabriel Juvans (sagr. ''Juvante'') wurde 1125 als zweiter Sohn des Herzogs von Sesín und späteren Königs [[Jakob I. der Kühne|Jakob dem Kühnen]] und dessen erster Ehefrau Luisa von Nalcaz geboren. Bereits als Kind wurde Gabriel mit dem Beinamen "Juvans" (lateinisch für „der Hilfreiche“, „der Helfende“) bzw. sagradisch "Juvante" versehen. Die Herkunft des Beinamens ist ungeklärt. Als Gabriel sieben Jahre alt war, wurde sein Vater König von Sagradien und Gabriel einer der königlichen Prinzen. Nach dem Tod seines älteren Bruders Don Joán im Jahr 1150 stieg Gabriel zudem zum Thronfolger auf.
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Gabriel von Sacâu wurde 1125 als zweiter Sohn des Herzogs von Sessin und späteren Königs, [[Heinrich von Sacâu]] und dessen erster Ehefrau Luisa von Nalcaz geboren. Bereits als Kind wurde Gabriel mit dem Beinamen "Juvans" (lateinisch für „der Hilfreiche“, „der Helfende“) bzw. sagradisch "Juvante" versehen. Die Herkunft des Beinamens ist ungeklärt. Als Gabriel sieben Jahre alt war, wurde sein Vater König von Sagradien und Gabriel einer der königlichen Prinzen. Seit 1145 führte Gabriels Vater König Heinrich Krieg gegen seinen aufständischen Sohn [[Joán de Sacâu|Johann von Sacau]], der eine Beteiligung an der Macht forderte. Gabriels Versuche, zwischen Vater und Bruder zu vermitteln, scheiterten. 1148/49 war Gabriel an mehreren Schlachten seines Vaters gegen Johann beteiligt. Nach dem Tod seines älteren Bruders im Jahr 1150 stieg Gabriel - ohnehin der Favorit seines Vaters - zum Thronfolger auf und erbte von diesem das [[Herzogtum Sessin]]. In erster Ehe war Gabriel seit 1146 mit der golischen Prinzessin [[Marka von Guillard]] verheiratet, die ihm zwei Söhne und zwei Töchter schenkte.  
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1157 heiratete Gabriel Juvans die golische Erbprinzessin Marka von Golen. Die Ehe wurde zum Grundstein der danach bis ins 20. Jahrhundert andauernden Herrschaft Sagradiens über Golen, da Markas Vater König [[Armont III. von Golen|Armont III.]] 1162 starb, ohne einen männlichen Nachfolger zu hinterlassen. Sofort erhob Jakob I. für seinen Sohn Gabriel Anspruch auf den Thron und zog zusammen mit diesem in den Golischen Krieg (Erster Juvantischer Krieg) gegen Micolinien, das ebenfalls Anspruch erhob. Der Krieg zog sich über mehrere Jahre hin. Jakob I. starb 1165 in der [[Schlacht von Santa Rocca]], sodass Gabriel ihm auf den Thron folgte. Er beendete den Krieg noch im gleichen Jahr und konnte seine Ansprüche erfolgreich behaupten. Außerdem blieben Teile Nordmicoliniens und der [[Montana]] von sagradischen Truppen besetzt. Nachdem er sich in [[Alágua]] zum König der Golen hatte erheben lassen, folgte auch die Krönung zum sagradischen König in [[Noyar]].
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Die Ehe mit Marka wurde zum Grundstein der danach bis ins 20. Jahrhundert andauernden Herrschaft Sagradiens über Golen. Nachdem Markas Vater [[Bernat II. von Guillard]] 1158 gestorben war, erhob Heinrich im Namen seines Schwagers [[Wilhelm von Bosa]] aus dem Geschlecht der Fridonen, einen Neffen Bernats, Anspruch auf die Reiche Bernats. Heinrich und Gabriel zogen zusammen in den Golischen Krieg (Erster Juvantischer Krieg). Der Krieg zog sich über mehrere Jahre hin. Heinrich von Sacâu starb 1159 in der [[Schlacht von Santa Rocca]], sodass Gabriel, den er kurz zuvor bereits zum Mitkönig erhoben hatte, ihm auf den Thron folgte. Er führte den Krieg fort und konnte seine Ansprüche erfolgreich behaupten. Außerdem blieben Teile Nordmikoliniens und Montaniens von sagradischen Truppen besetzt. Nachdem er sich 1161 von den golischen Fürsten in [[Alágua]] zum König der Golen hatte erheben lassen, folgte 1162 verspätet auch die Krönung zum sagradischen König in [[Noyar]].  
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Nach seinem erfolgreichen Golenfeldzug wurde Gabriel 1169 vom Erzbischof [[Dianus von Tulis]] zur Hilfe gegen die so genannten [[Maleduca]]s gerufen, eine Machtclique, welche das unabhängige [[Tulis]] seit kurzem regierte und den Bischof aus der Stadt vertrieben hatte. Gabriel konnte die Stadt im Frühjahr 1170 mit einem Heer einnehmen und der de facto unabhängigen Stadt den Lehnseid abnehmen. Er residierte mehrere Wochen in Tulis und sprach recht. Dennoch gelang es ihm und seinen Nachfolgern nicht, die Stadt dauerhaft dem eigenen Machtbereich einzuverleiben, die bald nach dem Abzug der sagradischen Truppen wieder zur republikanischen Regierungsweise zurückkehrte.  
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Nach dem Tod seiner ersten Frau Marka von Guillard heiratete Gabriel Juvans 1163 in zweiter Ehe die fast 25 Jahre jüngere byzantinische Prinzessin Anna Komnene, Tochter Kaiser Manuels I. von Byzanz. Die Ehe war durch [[Stefan von Vallador]] auf dessen Fahrt nach Konstantinopel arrangiert worden. Aus der Ehe ging mit [[Arzelius von Sagradien|Arzelius]] ein weiterer Sohn hervor. Aus der Ehe mit Marke von Golen stammten die älteren Söhne Gabriel, der 1175 starb, und [[Philipp Florens|Philipp, genannt "Florens"]], der 1187 von seinem Vater zum Mitkönig ernannt wurde.
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=== Einnahme von Tulis ===
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Nach seinem erfolgreichen Golenfeldzug wurde Gabriel 1169 vom Erzbischof [[Dianus von Tulis]] zur Hilfe gegen die so genannten [[Maleduca]]s gerufen, eine Machtclique, die das unabhängige [[Tulis]] seit kurzem regierte und den Bischof aus der Stadt vertrieben hatte. Gabriel konnte die Stadt im Frühjahr 1170 mit einem Heer einnehmen und der de facto unabhängigen Stadt den Lehnseid abnehmen. Er residierte mehrere Wochen in Tulis und sprach recht. Dennoch gelang es ihm und seinen Nachfolgern nicht, die Stadt dauerhaft dem eigenen Machtbereich einzuverleiben, die bald nach dem Abzug der sagradischen Truppen wieder zur republikanischen Regierungsweise zurückkehrte.
  
 
=== Lusonidenkrieg ===
 
=== Lusonidenkrieg ===
In den Folgejahren war Gabriel Juvans mit dem Kampf gegen die rebellischen [[Herzog von Scantia|Herzöge von Scantia]] beschäftigt, die über das formal unabhängige [[Königreich Perucía]] herrschten und das große lusonidische Herrschaftskonglomerat in ihrer Hand vereinten. Der diannidisch-lusonidische Konflikt zwischen den sagradischen Königen und ihren mächtigsten Vasallen erfuhr in der Folge auf einen Höhepunkt im so genannten [[Lusonidenkrieg]] von 1172-1184 (Zweiter Juvantischer Krieg). Ziel Gabriels war es, die Macht der Lusoniden zu schwächen und sie unter seine Herrschaft zu zwingen, während die Lusonidenherrscher [[Luso II. von Scantia|Luso II.]] und [[Johann der Starke von Scantia|Johann der Starke]] (seit 1180) die völlige Unabhängigkeit von Sagradien anstrebten. Gabriel nutzte dabei einen Familienstreit der Lusoniden und unterstützte den illegitimen Sohn Herzog [[Albreth III. von Scantia|Albreths III. von Scantia]], [[Jakob von Redanior]], gegen Luso II. von Perucía, der in der Nachfolge Albreths auch das [[Herzogtum Scantia]] beanspruchte.
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In den Folgejahren war Gabriel Juvans mit dem Kampf gegen die rebellischen [[Herzog von Scantia|Herzöge von Scantia]] beschäftigt, die über das formal unabhängige [[Königreich Peruzien]] herrschten und das große lusonidische Herrschaftskonglomerat in ihrer Hand vereinten. Der diannidisch-lusonidische Konflikt zwischen den sagradischen Königen und ihren mächtigsten Vasallen erfuhr in der Folge auf einen Höhepunkt im so genannten [[Lusonidenkrieg]] von 1172-1184 (Zweiter Juvantischer Krieg). Ziel Gabriels war es, die Macht der Lusoniden zu schwächen und sie unter seine Herrschaft zu zwingen, während die Lusonidenherrscher [[Luso II. von Scantia|Luso II.]] und [[Johann Ohnefurcht|Johann Ohnefurcht]] (seit 1180) die völlige Unabhängigkeit von Sagradien anstrebten. Gabriel nutzte dabei einen Familienstreit der Lusoniden und unterstützte den illegitimen Sohn Herzog [[Albreth III. von Scantia|Albreths III. von Scantia]], [[Johann von Redanior]], gegen Luso II. von Perucía, der in der Nachfolge Albreths auch das [[Herzogtum Skanten]] beanspruchte.
  
Gabriel verbündete sich mit Jakob von Redanior und zog mit diesem in den Kampf gegen die Lusoniden. Nach dem Tod Lusos II. im Jahr 1177 verweigerte Gabriel dessen Sohn Johann dem Starken das Herzogtum Scantia und belehnte stattdessen Jakob von Redanior, der seine Herrschaft aber bis zu seinem Tod 1182 de facto nicht durchsetzen konnte. Erst im [[Vertrag von Erin]] im Jahr 1184 musste Johann der Starke seinen Verzicht auf Scantia erklären und darüber hinaus Jakob von Redanior als rechtmäßigen Erben seines Großonkels Aliuretos III. von Scantia anerkennen. Damit setzte Gabriel Juvans die Aufspaltung des Lusonidenerbes durch. Während Johann der Starke König von Perucía blieb, wurde Jakobs Sohn [[Martin der Gute von Redanior]] Herzog von Scantia und reichte wiederum einige Gebiete an die sagradische Krone weiter. Der Einfluss der Lusoniden in Sagradien war damit stark geschwächt, die Macht des sagradischen Königtums der Dianniden stark wie noch nie.
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Gabriel verbündete sich mit Johann von Redanior und zog mit ihm in den Kampf gegen die Lusoniden. Nach dem Tod Lusos II. im Jahr 1177 verweigerte Gabriel dessen Sohn Johann Ohnefurcht das skantische Herzogtum und belehnte stattdessen Johann von Redanior, der seine Herrschaft aber bis zu seinem Tod 1182 de facto nicht durchsetzen konnte. Erst im [[Vertrag von Erin]] im Jahr 1184 musste Johann Ohnefurcht seinen Verzicht auf Skanten erklären und darüber hinaus Johann von Redanior als rechtmäßigen Erben seines Großonkels Albreth III. anerkennen. Damit setzte Gabriel Juvans die Aufspaltung des Lusonidenerbes durch. Während Johann Ohnedfurcht König von Perucía blieb, wurde Johanns Sohn [[Martin von Redanior]] Herzog von Skanten und reichte wiederum einige Gebiete an die sagradische Krone weiter. Der Einfluss der Lusoniden in Sagradien war damit stark geschwächt, die Macht des sagradischen Königtums der Dianniden stark wie noch nie.
  
 
=== Dritter Kreuzzug, Heiligsprechung und Tod ===
 
=== Dritter Kreuzzug, Heiligsprechung und Tod ===
Die Eroberung Palästinas durch Saladin im Jahr 1187 löste den Dritten Kreuzzug aus, zu dem Papst Gregor VIII. aufrief. Gabriel zog 1189 gemeinsam mit dem Skantenherzog Johann dem Starken ins Heilige Land, wo er an der Belagerung Akkons teilnahm. Nach seiner Rückkehr wurde er in Sagradien als Held gefeiert und Legenden um seine vermeintlichen Helden- und Wundertaten im Heiligen Land wurden gestreut, die Juvans’ hohes Prestige und seinen Mythos bei der Nachwelt begründeten. Gabriel wurde in der Folge als Heiliger verehrt und schließlich auch infolge des [[Konkordat von Lemez|Konkordats von Lemez]] unter [[David I.]] 1537 heilig gesprochen.
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Die Eroberung Palästinas durch Saladin im Jahr 1187 löste den Dritten Kreuzzug aus, zu dem Papst Gregor VIII. aufrief. Gabriel zog 1189 gemeinsam mit dem Skantenherzog [[Martin von Redanior]] ins Heilige Land, wo er an der Belagerung Akkons teilnahm. Nach seiner Rückkehr wurde er in Sagradien als Held gefeiert und Legenden um seine vermeintlichen Helden- und Wundertaten im Heiligen Land wurden gestreut, die Juvans’ hohes Prestige und seinen Mythos bei der Nachwelt begründeten. Gabriel wurde in der Folge als Heiliger verehrt und schließlich auch infolge des [[Konkordat von Lemez|Konkordats von Lemez]] unter [[David I.]] 1537 heilig gesprochen.
  
Innenpolitisch war Gabriel ein großer Förderer von Kunst und Kultur und baute das sagradische Kirchensystem aus. Seine Herrschaft war von einer universellen Vorstellung des Königtums geprägt. Als er 1198 starb, folgte ihm sein Sohn [[Arzelius I.]] nach, der die Kronen von Sagradien und Golen in seiner Hand vereinte.
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Innenpolitisch war Gabriel ein großer Förderer von Kunst und Kultur und baute das sagradische Kirchensystem aus. Seine Herrschaft war von einer universellen Vorstellung des Königtums geprägt. Als er 1198 starb, folgte ihm sein Sohn [[Arzelius von Sagradien]] nach. Gabriels älterer Sohn [[Philipp Florens]], der seit 1187 als Mitkönig seines Vaters u.a. in dessen Abwesenheit während des Dritten Kreuzzuges regiert hatte, war bereits 1193 kinderlos gestorben.
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Golen]]
 
[[Kategorie: König von Golen]]

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 12:48 Uhr

Gabriel I. Juvans (*1125, †1198), genannt der Heilige oder der Hilfreiche (San Gabriel Juvante) war König von Sagradien (1159-1198) und der erste sagradische Monarch, der seit 1161 als König von Golen anerkannt wurde. Er gilt als bedeutendster sagradischer Herrscher des Hochmittelalters. Gabriel beendete den Krieg seines Vaters um Golen und sicherte Golen für die Krone Sagradiens. In Kriegen gegen die Lusonidenherrscher in Skanten und Peruzien stärkte er zudem die königliche Macht und legte den Grundstein für den Zerfall des mächtigen Lusonidenreichs. 1189-1192 führte er gemeinsam mit Richard von England, Philipp August von Frankreich und Friedrich Barbarossa den Dritten Kreuzzug an.

Jugend, Golenkrieg und Thronbesteigung[bearbeiten]

Gabriel von Sacâu wurde 1125 als zweiter Sohn des Herzogs von Sessin und späteren Königs, Heinrich von Sacâu und dessen erster Ehefrau Luisa von Nalcaz geboren. Bereits als Kind wurde Gabriel mit dem Beinamen "Juvans" (lateinisch für „der Hilfreiche“, „der Helfende“) bzw. sagradisch "Juvante" versehen. Die Herkunft des Beinamens ist ungeklärt. Als Gabriel sieben Jahre alt war, wurde sein Vater König von Sagradien und Gabriel einer der königlichen Prinzen. Seit 1145 führte Gabriels Vater König Heinrich Krieg gegen seinen aufständischen Sohn Johann von Sacau, der eine Beteiligung an der Macht forderte. Gabriels Versuche, zwischen Vater und Bruder zu vermitteln, scheiterten. 1148/49 war Gabriel an mehreren Schlachten seines Vaters gegen Johann beteiligt. Nach dem Tod seines älteren Bruders im Jahr 1150 stieg Gabriel - ohnehin der Favorit seines Vaters - zum Thronfolger auf und erbte von diesem das Herzogtum Sessin. In erster Ehe war Gabriel seit 1146 mit der golischen Prinzessin Marka von Guillard verheiratet, die ihm zwei Söhne und zwei Töchter schenkte.

Die Ehe mit Marka wurde zum Grundstein der danach bis ins 20. Jahrhundert andauernden Herrschaft Sagradiens über Golen. Nachdem Markas Vater Bernat II. von Guillard 1158 gestorben war, erhob Heinrich im Namen seines Schwagers Wilhelm von Bosa aus dem Geschlecht der Fridonen, einen Neffen Bernats, Anspruch auf die Reiche Bernats. Heinrich und Gabriel zogen zusammen in den Golischen Krieg (Erster Juvantischer Krieg). Der Krieg zog sich über mehrere Jahre hin. Heinrich von Sacâu starb 1159 in der Schlacht von Santa Rocca, sodass Gabriel, den er kurz zuvor bereits zum Mitkönig erhoben hatte, ihm auf den Thron folgte. Er führte den Krieg fort und konnte seine Ansprüche erfolgreich behaupten. Außerdem blieben Teile Nordmikoliniens und Montaniens von sagradischen Truppen besetzt. Nachdem er sich 1161 von den golischen Fürsten in Alágua zum König der Golen hatte erheben lassen, folgte 1162 verspätet auch die Krönung zum sagradischen König in Noyar.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Marka von Guillard heiratete Gabriel Juvans 1163 in zweiter Ehe die fast 25 Jahre jüngere byzantinische Prinzessin Anna Komnene, Tochter Kaiser Manuels I. von Byzanz. Die Ehe war durch Stefan von Vallador auf dessen Fahrt nach Konstantinopel arrangiert worden. Aus der Ehe ging mit Arzelius ein weiterer Sohn hervor. Aus der Ehe mit Marke von Golen stammten die älteren Söhne Gabriel, der 1175 starb, und Philipp, genannt "Florens", der 1187 von seinem Vater zum Mitkönig ernannt wurde.

Einnahme von Tulis[bearbeiten]

Nach seinem erfolgreichen Golenfeldzug wurde Gabriel 1169 vom Erzbischof Dianus von Tulis zur Hilfe gegen die so genannten Maleducas gerufen, eine Machtclique, die das unabhängige Tulis seit kurzem regierte und den Bischof aus der Stadt vertrieben hatte. Gabriel konnte die Stadt im Frühjahr 1170 mit einem Heer einnehmen und der de facto unabhängigen Stadt den Lehnseid abnehmen. Er residierte mehrere Wochen in Tulis und sprach recht. Dennoch gelang es ihm und seinen Nachfolgern nicht, die Stadt dauerhaft dem eigenen Machtbereich einzuverleiben, die bald nach dem Abzug der sagradischen Truppen wieder zur republikanischen Regierungsweise zurückkehrte.

Lusonidenkrieg[bearbeiten]

In den Folgejahren war Gabriel Juvans mit dem Kampf gegen die rebellischen Herzöge von Scantia beschäftigt, die über das formal unabhängige Königreich Peruzien herrschten und das große lusonidische Herrschaftskonglomerat in ihrer Hand vereinten. Der diannidisch-lusonidische Konflikt zwischen den sagradischen Königen und ihren mächtigsten Vasallen erfuhr in der Folge auf einen Höhepunkt im so genannten Lusonidenkrieg von 1172-1184 (Zweiter Juvantischer Krieg). Ziel Gabriels war es, die Macht der Lusoniden zu schwächen und sie unter seine Herrschaft zu zwingen, während die Lusonidenherrscher Luso II. und Johann Ohnefurcht (seit 1180) die völlige Unabhängigkeit von Sagradien anstrebten. Gabriel nutzte dabei einen Familienstreit der Lusoniden und unterstützte den illegitimen Sohn Herzog Albreths III. von Scantia, Johann von Redanior, gegen Luso II. von Perucía, der in der Nachfolge Albreths auch das Herzogtum Skanten beanspruchte.

Gabriel verbündete sich mit Johann von Redanior und zog mit ihm in den Kampf gegen die Lusoniden. Nach dem Tod Lusos II. im Jahr 1177 verweigerte Gabriel dessen Sohn Johann Ohnefurcht das skantische Herzogtum und belehnte stattdessen Johann von Redanior, der seine Herrschaft aber bis zu seinem Tod 1182 de facto nicht durchsetzen konnte. Erst im Vertrag von Erin im Jahr 1184 musste Johann Ohnefurcht seinen Verzicht auf Skanten erklären und darüber hinaus Johann von Redanior als rechtmäßigen Erben seines Großonkels Albreth III. anerkennen. Damit setzte Gabriel Juvans die Aufspaltung des Lusonidenerbes durch. Während Johann Ohnedfurcht König von Perucía blieb, wurde Johanns Sohn Martin von Redanior Herzog von Skanten und reichte wiederum einige Gebiete an die sagradische Krone weiter. Der Einfluss der Lusoniden in Sagradien war damit stark geschwächt, die Macht des sagradischen Königtums der Dianniden stark wie noch nie.

Dritter Kreuzzug, Heiligsprechung und Tod[bearbeiten]

Die Eroberung Palästinas durch Saladin im Jahr 1187 löste den Dritten Kreuzzug aus, zu dem Papst Gregor VIII. aufrief. Gabriel zog 1189 gemeinsam mit dem Skantenherzog Martin von Redanior ins Heilige Land, wo er an der Belagerung Akkons teilnahm. Nach seiner Rückkehr wurde er in Sagradien als Held gefeiert und Legenden um seine vermeintlichen Helden- und Wundertaten im Heiligen Land wurden gestreut, die Juvans’ hohes Prestige und seinen Mythos bei der Nachwelt begründeten. Gabriel wurde in der Folge als Heiliger verehrt und schließlich auch infolge des Konkordats von Lemez unter David I. 1537 heilig gesprochen.

Innenpolitisch war Gabriel ein großer Förderer von Kunst und Kultur und baute das sagradische Kirchensystem aus. Seine Herrschaft war von einer universellen Vorstellung des Königtums geprägt. Als er 1198 starb, folgte ihm sein Sohn Arzelius von Sagradien nach. Gabriels älterer Sohn Philipp Florens, der seit 1187 als Mitkönig seines Vaters u.a. in dessen Abwesenheit während des Dritten Kreuzzuges regiert hatte, war bereits 1193 kinderlos gestorben.