Gabriel VIII.: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Joseph Ludwig I.''' (von Sagradien) (*1737, †1797) war [[König von Sagradien]] (1777-1797) und der dritte bourbonische Monarch auf dem Thron Sagradiens.
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=== Jugend und Thronfolgekriege ===
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'''Gabriel VIII.''' (''Luis Gabriel de Viena'') (*1740; †1797) war [[König von Sagradien|König von Sagradien]] und [[Fürst von Cuentez]] (1792-1797) sowie als ''Louis-Gabriel I.'' [[Herzog von Vienne]].
Joseph Louis Philippe François de Bourbon et Servette wurde 1737 als zweiter Sohn von [[Gabriel IX.|Gabriel de Bourbon-Santori]], einem Urenkel Ludwigs XIV., und dessen zweiter Frau, Prinzessin [[Maria I. von Servette|Maria von Servette]], Schwester des Großherzogs [[Charl XIII. Fernand|Karl Ferdinand von Servette]] in Versailles geboren. Als er drei Jahre alt war, folgte seine Mutter ihrem kinderlos verstorbenen Bruder in Südmicolinien auf den Thron und wurde selbst als Maria I. Großherzogin von Servette. Gemeinsam zogen Maria und Gabriel nach Servette, um die Herrschaft anzutreten, was aber zu kriegerischen Konflikten mit [[Karl X. von Micolinien]] führte, der das Erbe der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]] ebenfalls beanspruchte. Der Tod [[Lukas I.|Lukas' I.]] von Sagradien führte vier Jahre später zudem zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Krieg um den Sagradischen Thron]], in dem Joseph Ludwigs Großvater [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Bourbon]] die Thronfolge von [[Maria II. Franziska]] und ihren Ehemann [[Anton II.]] anzweifelte. Es kam zum großen Krieg zwischen Micolinien und Frankreich um die Herrschaft in Sagradien und Servette, in dem sich schließlich die Bourbonische Allianz gegen ihre Kontrahenten durchsetzen konnte. Maria und Anton wurden in Sagradien gestürzt und Louis-Gabriel bestieg als Gabriel VIII. den sagradischen Thron, wo er die Herrschaft der Sagradischen Bourbonen begründete. Sein Sohn Gabriel, Vater Joseph Ludwigs, seit dem Tod Marias 1745 alleine regierend, wurde dadurch zum sagradischen Thronfolger. Da der Friede von Tinagua zwischen Micolinien und Frankreich aber vorsah, die Herrschaft in Sagradien und Servette zu trennen, musste Gabriel auf seine Herrschaft in Servette verzichten, das später von Micolinien annektiert wurde. Gabriel wurde nun Prinz von Sarmay und Thronfolger in Sagradien, sein ältester Sohn Gabriel erhielt den Titel eines [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], Joseph Ludwig den eines [[Herzog von Alconía|Herzogs von Alconía]], sein jüngerer Bruder [[Karl Johann Herzog von Viena|Karl Johann]] den eines [[Herzog von Viena|Herzogs von Viena]].
 
  
=== Aufstieg zum Thronfolger ===
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=== Jugend, Ehen und Thronbesteigung ===
Nach dem Tod Gabriels VIII. im Jahr 1751 und der Thronbesteigung Gabriels IX. wurde Joseph Ludwig zweiter in der Thronfolge hinter seinem älteren Bruder [[Don Gabriel de Borbón|Gabriel]]. Mit 17 Jahren heiratete Joseph Ludwig 1754 die 16-jährige Prinzessin Charlotte von Sachsen, Tochter Friedrich August II., die jedoch 1756 starb, ohne ihm einen männlichen Erben geschenkt zu haben. Wenig später heiratete Prinz Joseph Ludwig in zweiter Ehe Marie Elisabeth von Frankreich, die jüngste Tochter Ludwigs XV. von Frankreich. Mit ihr hatte er u.a. die Söhne [[Joseph Ludwig II.|Joseph Ludwig]] (*1762), Philipp (*1763, †1771) und Karl Ferdinand (*1767, †1805). Nach dem Tod Marie Elisabeths bei der Geburt Karl Ferdinands nahm Joseph Ludwig 1770 mit der Infantin Isabella von Spanien seine dritte Ehefrau, die ihm 1772 mit dem Prinzen [[Michael IV.|Michael]] einen weiteren Sohn schenkte, der später als Herzog von Vuelta bekannt war.
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Louis-Gabriel Joseph François de Vienne wurde 1740 als ältester Sohn von [[Philipp IX. Ludwig|Philippe-Louis de Vienne]] und dessen zweiter Ehefrau [[Maria Julia von Sessin]] ("Königin Marijol") geboren. Als sein Vater 1757 nach der Abdankung der letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] den sagradischen Thron bestieg, erhielt Louis-Gabriel den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]].
Ebenfalls 1770 starb Joseph Ludwigs älterer Bruder Gabriel, sodass Joseph Ludwig selbst zum Kronprinzen und Präsumptiverben der Krone aufstieg.  
 
  
=== Königtum ===
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Louis-Gabriel war seit 1761 in erster Ehe mit der Bourbonenprinzessin Teresa Anna von Spanien, einer Tochter Karls III., verheiratet, die jedoch schon 1763 verstarb. 1765 heiratete er in zweiter Ehe Marie Elisabeth von Frankreich, eine Schwester von Ludwig XVI. und Ludwig XVIII. Aus dieser Ehe gingen u.a. drei Söhne hervor: [[Philipp Maria, Prinz von Sarmay|Philipp Maria]] (*1767), [[Gabriel X. Emil|Emil Johann Gabriel]] (*1772) und [[Luis Ferdinand]] (*1774). Nach dem Tod seines Vaters Philipp Ludwig im Jahr 1792 bestieg Louis-Gabriel im Alter von 47 Jahren als Gabriel VIII. den sagradischen Thron.
Nach dem Tod seines Vaters 1777 folgte Joseph Ludwig diesem schließlich als König von Sagradien und Cuentez nach. Sein ältester Sohn José Luis erhielt nun den Kronprinzen-Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]]. 1779 machte Joseph Ludwig I. er den Piemontesen [[Gian Antonio de Nivelli]] (Jean Antoine de Nivelli) zu seinem leitenden Minister (bis 1784). Unter Nivelli beteiligte sich Sagradien aktiv am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und unterstützte zusammen mit Frankreich, Spanien und den Niederlanden die 13 Kolonien gegen das englische Mutterland. Im Frieden von Paris von 1783 sicherte sich Sagradien Fischereirechte in Nordamerika sowie den Besitz mehrerer strategisch bedeutender Karibikinseln.  
 
  
Im Inneren setzte Joseph Ludwig die auf ein absolutes Königtum zielende Politik seiner Vorgänger fortzusetzen und regierte damit deutlich gegen die Ziele des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs sowie der 1789 ausgebrochenen Französischen Revolution an. Im Jahr 1792, drei Jahre nach der Französischen Revolution, wurde [[Frederic de Calzac]] Erster Minister des Königs und Sagradien beteiligte sich an der Koalition des monarchischen Europas gegen das revolutionäre Frankreich. Der Erste Koalitionskrieg lief jedoch unglücklich für Sagradien, das 1795 zum [[Frieden von Brest]] gezwungen wurde und den Nordosten Sagradiens mit der [[Bretagne]] und Teilen [[Amoria]]s abtreten musste. Die dort ausgerufene [[Amorische Republik]] wurde bald von Frankreich annektiert und der Französischen Republik einverleibt.  
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=== Kriege gegen Frankreich ===
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Im Inneren setzte Gabriel die auf ein absolutes Königtum zielende Politik seines Vorgängers fort und regierte damit deutlich gegen die Ziele des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs sowie der 1789 ausgebrochenen Französischen Revolution an. Kurz nach seiner Thronbesteigung wurde [[Frederic de Calzac]] Erster Minister des Königs und Sagradien beteiligte sich an der Koalition des monarchischen Europas gegen das revolutionäre Frankreich. Der Erste Koalitionskrieg lief jedoch unglücklich für Sagradien. Im Norden wurden die kurzlebige [[Ligrische Republik]] sowie die etwas länger bestehende [[Armorikanische Republik]] ausgerufen. Im [[Frieden von Brest]] 1795 wurde Gabriel gezwungen, auf eine Rückeroberung Armoriens zu verzichten.
  
Noch ehe er die Gebiete zurückerobern konnte, starb Ludwig Philipp I. im Jahr 1797 im Alter von 60 Jahren. Nachfolger wurde sein Sohn José Luis als [[Joseph Ludwig II.]], der die Kriege gegen Frankreich fortsetzte, 1806 aber auf die Krone verzichten und das Land verlassen musste. Nach seiner Restitution 1813 wurde er 1817 in der liberalen [[Novemberrevolution]] erneut gestürzt und Joseph Ludwigs I. Sohn [[Michael IV.|Miguel de Vuelta]] aus der Ehe mit Maria von Portugal folgte ihm auf den Thron.
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=== Tod und Nachfolge ===
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Gabriel war ein insgesamt schwacher König, der an zahlreichen Krankheiten litt. Er starb schließlich bereits 1797 nach nur fünf Regierungsjahren im Alter von 57 Jahren. Da sein ältester Sohn [[Philipp Maria]] bereits 1795 gestorben war, folgte ihm sein erst siebenjähriger Enkel [[Gabriel IX.|Luis Gabriel]] auf dem Thron nach. Die Regentschaft übernahm Gabriels jüngerer Sohn [[Gabriel X.|Emil Johann]], der später als [[Gabriel X.]] selbst den Thron erbte.  
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
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[[Kategorie: Haus Vienne]]

Aktuelle Version vom 3. Januar 2026, 20:36 Uhr

PeterIIIPortugal.jpg

Gabriel VIII. (Luis Gabriel de Viena) (*1740; †1797) war König von Sagradien und Fürst von Cuentez (1792-1797) sowie als Louis-Gabriel I. Herzog von Vienne.

Jugend, Ehen und Thronbesteigung[bearbeiten]

Louis-Gabriel Joseph François de Vienne wurde 1740 als ältester Sohn von Philippe-Louis de Vienne und dessen zweiter Ehefrau Maria Julia von Sessin ("Königin Marijol") geboren. Als sein Vater 1757 nach der Abdankung der letzten Santori-Königin Maria II. den sagradischen Thron bestieg, erhielt Louis-Gabriel den traditionellen Thronfolgertitel eines Prinzen von Sarmay.

Louis-Gabriel war seit 1761 in erster Ehe mit der Bourbonenprinzessin Teresa Anna von Spanien, einer Tochter Karls III., verheiratet, die jedoch schon 1763 verstarb. 1765 heiratete er in zweiter Ehe Marie Elisabeth von Frankreich, eine Schwester von Ludwig XVI. und Ludwig XVIII. Aus dieser Ehe gingen u.a. drei Söhne hervor: Philipp Maria (*1767), Emil Johann Gabriel (*1772) und Luis Ferdinand (*1774). Nach dem Tod seines Vaters Philipp Ludwig im Jahr 1792 bestieg Louis-Gabriel im Alter von 47 Jahren als Gabriel VIII. den sagradischen Thron.

Kriege gegen Frankreich[bearbeiten]

Im Inneren setzte Gabriel die auf ein absolutes Königtum zielende Politik seines Vorgängers fort und regierte damit deutlich gegen die Ziele des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs sowie der 1789 ausgebrochenen Französischen Revolution an. Kurz nach seiner Thronbesteigung wurde Frederic de Calzac Erster Minister des Königs und Sagradien beteiligte sich an der Koalition des monarchischen Europas gegen das revolutionäre Frankreich. Der Erste Koalitionskrieg lief jedoch unglücklich für Sagradien. Im Norden wurden die kurzlebige Ligrische Republik sowie die etwas länger bestehende Armorikanische Republik ausgerufen. Im Frieden von Brest 1795 wurde Gabriel gezwungen, auf eine Rückeroberung Armoriens zu verzichten.

Tod und Nachfolge[bearbeiten]

Gabriel war ein insgesamt schwacher König, der an zahlreichen Krankheiten litt. Er starb schließlich bereits 1797 nach nur fünf Regierungsjahren im Alter von 57 Jahren. Da sein ältester Sohn Philipp Maria bereits 1795 gestorben war, folgte ihm sein erst siebenjähriger Enkel Luis Gabriel auf dem Thron nach. Die Regentschaft übernahm Gabriels jüngerer Sohn Emil Johann, der später als Gabriel X. selbst den Thron erbte.