Lionel Vega: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Zeile 3: Zeile 3:
 
Lionel Vega wurde im südsagradischen [[San Filipe]] geboren und studierte nach dem Abitur Jura. In der Zeit des rechtsgerichteten [[Álamo-Regime]]s fand der bekennende Radikaldemokrat, bis zu deren Verbot Mitglied der liberalen [[Partido Radical]], keinen Referendariatsplatz. Erst nach dem Sturz des Regimes 1943 konnte Vega seine Ausbildung beenden und begann eine Karriere als Anwalt bei der Staatsanwaltschaft. Sein bekennendes Ziel war die Mitarbeit bei der Errichtung einer liberal-republikanischen und rechtsstaatlichen Justizverwaltung. Nach der Spaltung des [[Partido Radical]] im Jahr 1949/50 gehörte Vega, obwohl deutlich von linksliberalen Ideen geprägt, der eher der rechten Mitte zuneigenden Nachfolgepartei [[Unión Democrática Radical]] (UDR) an, übte aber kein politisches Mandat aus. Stattdessen wurde er im Jahr 1953 als ordentlicher Professor an die [[Celusanto-Universität Tulis]] berufen, ehe er 1958 unter dem liberalen Innenminister [[Aliureto Muller]] zum Staatssekretär berufen wurde. Nach dem Ausscheiden Mullers aus dem Ministerium trat auch Vega im Januar 1961 aus der Ministerialverwaltung aus. 1961 beteiligte sich Vega an der Gründung der neuen liberalen Partei [[UDS]], die er zu einer unabhängigen Partei der liberalen Mitte in der Tradition des [[Partido Radical]] zu formen suchte. Er gehörte der Programmkommission der Partei an und wurde 1962 für die UDS erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt, wo er die Funktion eines rechtspolitischen Koordinators übernahm.  
 
Lionel Vega wurde im südsagradischen [[San Filipe]] geboren und studierte nach dem Abitur Jura. In der Zeit des rechtsgerichteten [[Álamo-Regime]]s fand der bekennende Radikaldemokrat, bis zu deren Verbot Mitglied der liberalen [[Partido Radical]], keinen Referendariatsplatz. Erst nach dem Sturz des Regimes 1943 konnte Vega seine Ausbildung beenden und begann eine Karriere als Anwalt bei der Staatsanwaltschaft. Sein bekennendes Ziel war die Mitarbeit bei der Errichtung einer liberal-republikanischen und rechtsstaatlichen Justizverwaltung. Nach der Spaltung des [[Partido Radical]] im Jahr 1949/50 gehörte Vega, obwohl deutlich von linksliberalen Ideen geprägt, der eher der rechten Mitte zuneigenden Nachfolgepartei [[Unión Democrática Radical]] (UDR) an, übte aber kein politisches Mandat aus. Stattdessen wurde er im Jahr 1953 als ordentlicher Professor an die [[Celusanto-Universität Tulis]] berufen, ehe er 1958 unter dem liberalen Innenminister [[Aliureto Muller]] zum Staatssekretär berufen wurde. Nach dem Ausscheiden Mullers aus dem Ministerium trat auch Vega im Januar 1961 aus der Ministerialverwaltung aus. 1961 beteiligte sich Vega an der Gründung der neuen liberalen Partei [[UDS]], die er zu einer unabhängigen Partei der liberalen Mitte in der Tradition des [[Partido Radical]] zu formen suchte. Er gehörte der Programmkommission der Partei an und wurde 1962 für die UDS erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt, wo er die Funktion eines rechtspolitischen Koordinators übernahm.  
  
Im Herbst 1963/64 war Vega wesentlich an der Entscheidung der UDS zugunsten eines Koalition mit der sozialistischen [[ASUL]] beteiligt und trat anschließend als [[Justizminister]] ins [[Kabinett Santiago]] ein. Nach dessen Tod im Juni 1964 behielt Vega den Posten auch unter dessen Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]], schied aber nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1966]] aus dem Ministerium aus. Vega wurde anschließend stellvertretender Sprecher seiner Fraktion und blieb dies zunächst auch, nachdem seine Partei die Koalition mit den Sozialisten aufgekündigt und in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] eingetreten war. Nach einer
+
Im Herbst 1963/64 war Vega wesentlich an der Entscheidung der UDS zugunsten eines Koalition mit der sozialistischen [[ASUL]] beteiligt und trat anschließend als [[Justizminister]] ins [[Kabinett Santiago]] ein. Nach dessen Tod im Juni 1964 behielt Vega den Posten auch unter dessen Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]], schied aber nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1966]] aus dem Ministerium aus. Vega wurde anschließend stellvertretender Sprecher seiner Fraktion und blieb dies zunächst auch, nachdem seine Partei die Koalition mit den Sozialisten aufgekündigt und in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] eingetreten war. Im Zuge der partiellen Kooperation der Regierung mit der rechtsnationalistischen [[PFP]] trat Vega in der Märzkrise von seinem Posten zurück und verließ schließlich im August vorübergehend seine Fraktion, nachdem diese in die [[Kabinett Favale III|Regierung Favale]] zurückgekehrt war. Erst im Frühjahr 1970 kehrte Vega wieder in seine Fraktion zurück.
  
  

Version vom 22:33, 31. Dez 2011

Lionel Vega Guiterres (*1914 in San Filipe/Corar; †1994) war ein liberaler sagradischer Politiker. Als Parteimitglied der radikal-liberalen Parteien PRD und UDR und langjähriges Vorstandsmitglied der liberalen UDS war Vega ein renommierter Vertreter des radikaldemokratischen Linksliberalismus in der sagradischen Republik. 1964-1966 war er Justizminister und 1974 bis 1982 Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer.

Lionel Vega wurde im südsagradischen San Filipe geboren und studierte nach dem Abitur Jura. In der Zeit des rechtsgerichteten Álamo-Regimes fand der bekennende Radikaldemokrat, bis zu deren Verbot Mitglied der liberalen Partido Radical, keinen Referendariatsplatz. Erst nach dem Sturz des Regimes 1943 konnte Vega seine Ausbildung beenden und begann eine Karriere als Anwalt bei der Staatsanwaltschaft. Sein bekennendes Ziel war die Mitarbeit bei der Errichtung einer liberal-republikanischen und rechtsstaatlichen Justizverwaltung. Nach der Spaltung des Partido Radical im Jahr 1949/50 gehörte Vega, obwohl deutlich von linksliberalen Ideen geprägt, der eher der rechten Mitte zuneigenden Nachfolgepartei Unión Democrática Radical (UDR) an, übte aber kein politisches Mandat aus. Stattdessen wurde er im Jahr 1953 als ordentlicher Professor an die Celusanto-Universität Tulis berufen, ehe er 1958 unter dem liberalen Innenminister Aliureto Muller zum Staatssekretär berufen wurde. Nach dem Ausscheiden Mullers aus dem Ministerium trat auch Vega im Januar 1961 aus der Ministerialverwaltung aus. 1961 beteiligte sich Vega an der Gründung der neuen liberalen Partei UDS, die er zu einer unabhängigen Partei der liberalen Mitte in der Tradition des Partido Radical zu formen suchte. Er gehörte der Programmkommission der Partei an und wurde 1962 für die UDS erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt, wo er die Funktion eines rechtspolitischen Koordinators übernahm.

Im Herbst 1963/64 war Vega wesentlich an der Entscheidung der UDS zugunsten eines Koalition mit der sozialistischen ASUL beteiligt und trat anschließend als Justizminister ins Kabinett Santiago ein. Nach dessen Tod im Juni 1964 behielt Vega den Posten auch unter dessen Nachfolger Iacovo Del Pérez, schied aber nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1966 aus dem Ministerium aus. Vega wurde anschließend stellvertretender Sprecher seiner Fraktion und blieb dies zunächst auch, nachdem seine Partei die Koalition mit den Sozialisten aufgekündigt und in eine Mitte-Rechts-Regierung unter Carles Angel Favale eingetreten war. Im Zuge der partiellen Kooperation der Regierung mit der rechtsnationalistischen PFP trat Vega in der Märzkrise von seinem Posten zurück und verließ schließlich im August vorübergehend seine Fraktion, nachdem diese in die Regierung Favale zurückgekehrt war. Erst im Frühjahr 1970 kehrte Vega wieder in seine Fraktion zurück.




Öffentliche Ämter