Javier Carles Etxeberría: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Carles Agüero Etxeberría''' (*1947 in [[Semess]]) ist ein Politiker der [[Sagradien|sagradischen]] [[Verdes|Grünen Partei]]. Etxeberría wurde 1993 in [[Duerez]] zum ersten grünen Bürgermeister einer sagradischen Großstadt gewählt. 1998 bis 2006 war er [[Außenminister]] und stellvertretender Ministerpräsident in der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] Regierung [[Ramón Julio De la Costa|De la Costa]]. Zudem war er 1991-1994 Vorstandssprecher der [[Verdes|Grünen]].
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[[Bild:Benami3.jpg|thumb|175px]]
  
== Jugend und Beruf ==
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'''Javier Carles Etxeberría Alstrom''' (*1947 in [[Semest]]) ist ein [[sagradischer]] Diplomat, Publizist und Politiker der [[Verdes|Grünen Partei (Les Verdes)]]. Er war von 1987 bis 1989 einer von zwei Politischen Sprechern seiner Partei und von 1990 bis 1994 sowie erneut von 2002 bis 2007 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] für die Grünen. Nachdem er mehrere Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gearbeitet hatte, bekleidete Etxeberría von 1999 bis 2006 als erster Grüner das Amt des sagradischen [[Außenminister]]s in der rot-grünen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]]. Von 2002 bis 2006 war er zugleich [[Stellvertretender Ministerpräsident]].
Carles Etxeberría wurde 1947 in Semess geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Staatsrechtslehre und der Philosophie in Semess. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten. 1968 hielt er sich anlässlich eines Auslandssemesters in Paris auf und unterhielt enge Kontakte zu Daniel Cohn-Bendit, der als Anführer der Pariser Studentenbewegung galt. Etxeberrías Rolle während der Mai-Unruhen 1968 ist bis heute nicht vollständig geklärt, doch kehrte Etxeberría kurze Zeit später nach Sagradien zurück, wohl um einer Ausweisung zuvor zu kommen.  
 
  
In Semess organisierte Etxeberría in der Folge einige Veranstaltungen gegen die amtierende [[Kabinett Favale II|Rechtsregierung Favale]], die er als faschistisch ablehnte. Obwohl Etxeberría auch in den Siebziger Jahren noch zu den prominenten Vertretern der studentischen Linken zählte und Mitglied der kommunistischen, später linksalternativen [[Força Proletária]] wurde, mäßigte er seine politischen Ansichten und widmete sich hauptsächlich seiner wissenschaftlichen Karriere. Später gab er zu, der [[ASUL|sozialistischen]] Regierung unter [[Joán Caval]] in den Anfangsjahren mit Wohlwollen gegenüber gestanden zu haben. Nach seiner Promotion im Jahr 1975 arbeitete Etxeberría als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Semess und für kurze Zeit in Paris, ehe er 1982 als Professor für Staatsphilosophie nach Duerez berufen wurde.
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Nach der Niederlage der rot-grünen Allianz bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] zog sich Etxeberría aus der aktiven Politik zurück und arbeitete als Journalist, Publizist und als politischer Berater. Heute ist er unter anderem als Mitherausgeber der Wochenzeitung [[le Debate]] tätig. Bei der [[Präsidentschaftswahl 2015]] war er Kandidat der Grünen und zog als Zweitplatzierter in die Stichwahl ein, wo er gegen [[Daniela Rosenthal-Valdés]] unterlag.
  
== Anfänge in der Grünen Bewegung ==
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== Leben und Karriere ==
Nachdem er die Koalition der [[ASUL|Sozialisten]] mit den [[UDS|Liberalen]] im Jahr 1975 abgelehnt hatte, gehörte Etxeberría in den Folgejahren gemeinsam mit einigen Parteigenossen aus der Força Proletária zu den Gründern der sagradischen Grün-Alternativen Bewegung. 1980 bereits hatte er bei den Kommunalwahlen in Semess für die Grün-Linke Liste kandidiert, ohne aber ein Mandat zu erhalten. In der Folge arbeitete er in verschiedenen Positionen in der Semesker grünen Szene mit und gehörte von Anfang an zum gemäßigten realpolitischen Flügel, der auf mittlere Sicht auf eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten setzte. 1986 gründete Etxeberría mit einigen akademischen Mitstreitern an verschiedenen Universitäten des Landes das [[Forum Ecología 86]], das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte. Er wurde zudem erster Generalsekretär des Forums, dem 1987 ein Institut angeschlossen wurde.  
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==== Jugend, Studium und politische Anfänge ====
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Carles Etxeberría wurde 1947 in Semest geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Semest, das er später in Paris fortsetzte. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten.  
  
Nachdem er im Jahr 1986 bereits mit einer Kandidatur bei den Kammerwahlen für die [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] geliebäugelt hatte, zunächst aber seine wissenschaftliche Karriere fortsetzen wollte, kandidierte Etxeberría 1988 für die vereinigten Grünen als Bürgermeisterkandidat von Duerez. Mit einem Ergebnis von 25 Prozent im ersten Wahlgang verpasste er nur knapp die Stichwahl und sorgte für ein Überraschungsergebnis. Dies machte Etxeberría zu einem der bekanntesten Politiker der Grünen Bewegung in Sagradien. Im selben Jahr wurde er erstmals in den Stadtrat gewählt. 1989 gehörte Etxeberría zu den Gründungsmitgliedern der vereinigten Grünen Partei [[Ils Verdes]]. Hier galt er als Befürworter des Linksbündnisses mit der reformkommunistischen [[PSAP]] und damit als einer der Gegenspieler von Vorstandssprecher [[Carles Vergil]], der 1991 die Partei verließ.
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Nach dem Studium arbeitete Etxeberría eine Zeit lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von [[Semest]] und engagierte sich als Anwalt für die Rechte von Umweltaktivisten und Atomkraft-Gegnern. Zudem arbeitete er selbst in verschiedenen Positionen in der Semestiner grünen Szene mit und gehörte 1984 zu den Gründungsmitgliedern der Grünen Partei [[les Verdes]] und zog für sie erstmals in den Semestiner Stadtrat ein.
  
== Vorstandssprecher und Duerezer Bürgermeister (1991-1998) ==
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1987 wurde Etxeberría zum politischen Sprecher der Grünen gewählt, gab das Amt aber 1989 zugunsten von [[Carles Vergil]] auf. 1990 wurde er schließlich erstmals für die sagradischen Grünen in die [[Abgeordnetenkammer]] gewählt, wo er sich einen Namen als entwicklungspolitischer Experte seiner Partei machte. 1992 gründete er mit einigen Mitstreitern das [[Ökologisch-Politisches Forum|Ökologisch-Politische Forum]], das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte.  
Nach dem Einzug der vereinigten Grünen in die Abgeordnetenkammer im Herbst 1990 in einem Bündnis mit der reformkommunistischen PSAP von António Fiali wurde Etxeberría nationaler Abgeordneter. 1991 gab er das Mandat zruück. In der Folge kandidierte Etxeberría an der Seite von [[Laura Mirante]] für das Amt des Vorstandssprechers der Grünen. Mit seiner Wahl folgte das neue Gespann Etxeberría-Mirante auf das Gründerduo Vergil-[[Isabel Maier Serrán|Maier Serrán]] nach.  
 
  
Nach dem Tod von [[Isabel Maier Serrán]] im Jahr 1992 sprach sich Etxeberría für [[David Osqar Letard]] als Spitzenkandidaten der Partei für die anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] aus. Nach einem parteiinternen Skandal der Sozialisten und einer Neuausrichtung der Asul in der Folge setzte sich Etxeberría vor den Kammerwahlen 1994 für einen Kurs der engen Zusammenarbeit mit den Sozialisten ein. Verantwortlich für die strategische Allianz waren u.a. die Kontakte zwischen Etxeberría und dem sozialistischen Vorstandsmitglied [[Julio De la Costa]], der seit 1991 in [[Perín-Tulinêsa]] eine rot-grüne Regionalregierung anführte.
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==== Internationale Arbeit und Außenminister ====
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Vor der [[Parlamentswahl 1994]] zog sich Etxeberría aus der nationalen Politik zurück und wechselte stattdessen zu den Vereinten Nationen, wo er in verschiedenen Funktionen für das Umweltprogramm UNEP zuständig war.
  
1993 kandidierte Etxeberría erneut als Bürgermeister von Duerez. Nachdem er in der ersten Runde der Direktwahlen auf dem zweiten Platz hinter dem [[PP-CSD|konservativen]] Kandidaten [[Arcélio Mira]] gelegen hatte, siegte er in der Stichwahl knapp gegen den Konservativen und wurde damit zum ersten grünen Bürgermeister einer sagradischen Großstadt gewählt.  
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Nach dem Sieg der Mitte-Links-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und der Bildung einer sozialistisch-grünen Minderheitskoalition wurde der international erfahrene Etxeberría zum neuen [[Außenminister]] in der [[Kabinett De la Costa I|ersten Regierung De la Costa]] berufen. Als solcher machte er sich schnell einen Namen als engagierter Außenpolitiker, musste 1999 aber der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation.
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In der Koalition gelang es den Grünen, neue Wählergruppen anzusprechen und sich als vernünftige linke Reformpartei zu präsentieren. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wählten die Grünen Etxeberría auf Platz 1 der Wahlliste noch vor dem Sprecherduo [[María Nabarro Laval]] und [[Arrigo Usantís]]. Mit dem populären Außenminister als Spitzenkandidaten holten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen, so viel wie noch nie zuvor, sodass die Grünen die Koalition fortsetzen konnten. Etxeberría blieb Außenminister und übernahm zusätzlich das Amt eines [[Vizepremierminister]]s. Nach einer [[Kabinett De la Costa III|Kabinettsumbildung im Juli 2004]] war Etxeberría auch für die gesamte Europapolitik der Regierung verantwortlich und engagierte sich für die Intensivierung der europäischen Integrationsbemühungen.  
  
Bei den Kammerwahlen 1994 verpasste die rot-grüne Allianz unter der Führung von Letard einen Regierungswechsel. Nach dem Rückzug Letards aus der Parteiführung im Jahr 1996 wurde Etxeberría zum Spitzenkandidaten der Grünen für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] und damit zum de-facto-Parteiführer nominiert. Erneut gingen die Grünen und die nun von De la Costa angeführten Sozialisten mit dem Ziel einer gemeinsamen Regierungsmehrheit in die Wahl. Etxeberrías Partei holte 7,2% der Stimmen und konnte zusammen mit der Asul (40 Prozent) eine Minderheitskoalition bilden.
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==== Rückzug aus der Parteipolitik ====
 
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Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] verloren die Linksparteien ihre gemeinsame Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl auf 5,7 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik.  
== Außenminister der Rot-Grünen Koalition (1998-2006) ==
 
In der neuen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]], der ersten [[Coalición Eco-Socialista|öko-sozialistischen Koalition]] auf nationaler Eben des Landes, wurde Etxeberría stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister. Als solcher musste er 1999 in der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen und konnte einen Koalitionsbruch nur knapp verhindern. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation.
 
 
In der Folge gelang es den Grünen, sich als Reformmotor der Koalition zu präsentieren und ganz auf die Popularität ihres Spitzenkandidaten zu bauen. Nach der erneuten Spitzenkandidatur Etxeberrías und einem neuerlichen Sieg der rot-grünen Koalition bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlen 2002]] setzte er als Außenminister die Koalition mit den Sozialisten fort. Die Grünen hatten bei dieser Wahl mit 8,7% das beste Ergebnis der Parteigeschichte erzielt. Spätestens seit diesem Wahlerfolg galt Etxeberría noch vor Ministerpräsident De la Costa und Oppositionsführer [[Miguel Ánibal Luisanto|Luisanto]] als mit Abstand beliebtester Politiker des Landes.
 
  
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] traten Sozialisten und Grüne gemeinsam mit regionalen und linksliberalen Gruppen im Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] (Kirschbaum) an, verloren aber die Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl von 8,7 auf 7,2 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Grünen-Führung. Seine Nachfolge trat [[María Nabarro Laval]] an, die zuvor als Umweltministerin amtiert hatte.
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Im Frühjahr 2007 gab er auch sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung [[le Debate]], für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des [[Istituto Sagradês de la Política Internacional]] (ISPI).
  
== Leben nach der politischen Karriere (seit 2006) ==
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==== Präsidentschaftswahl 2015 ====
Im Frühjahr 2007 gab Etxeberría sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung [[Il Tiempo]], für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des [[Istituto Sagradês de la Política Internacional]] (ISPI).
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Bei der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015]] bewarb sich Etxeberría als Kandidat der Grünen um das höchste Staatsamt. Im ersten Wahlgang lag er mit 19,3 Prozent der Stimmen auf Platz zwei und ließ sowohl den [[PSP]]-Kandidaten [[Joán De la Pênia]] als auch den [[ASUL]]-Kandidaten [[Gil-Santián Rovira]] hinter sich. Als erstem grünen Bewerber gelang es ihm damit, in die Stichwahl einzuziehen, wo er jedoch mit 42,1 Prozent der Stimmen deutlich seiner konservativen Kontrahentin [[Daniela Rosenthal-Valdés]] unterlag.
  
 
== Politische Funktionen ==
 
== Politische Funktionen ==
=== Mandate ===
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==== Mandate ====
* 1988-1990: Stadtrat in Duerez
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* 1984-1990: Stadtrat in [[Semest]]
* 1990-1991: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
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* 1990-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]
* 1998-2007: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
+
* 2002-2007: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]
  
=== Öffentliche Ämter ===
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==== Öffentliche Ämter ====
* 1993-1998: Bürgermeister der Stadt Duerez
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* 1999-2006: [[Außenminister|Minister für Auswärtige Beziehungen]], seit 2004 [[Außenminister|Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]
* 1998-2006: Außenminister und stellvertretender Ministerpräsident in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]
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* 2002-2006: [[Vizepremierminister]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]
  
=== Parteiämter ===
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==== Parteiämter ====
* 1991-1994: Sprecher der sagradischen [[Verdes|Grünen]] (zusammen mit [[Laura Mirante]])
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* 1987-1989: Co-Sprecher der sagradischen [[Verdes|Grünen]]  
* 1998: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]]
 
* 2002: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]]
 
* 2006: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]]
 
  
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]
+
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Etxeberría]]
 +
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Etxeberría]]
 +
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Etxeberría]]
 +
[[Kategorie: Politiker der Grünen|Etxeberría]]

Aktuelle Version vom 18. Mai 2025, 19:16 Uhr

Benami3.jpg

Javier Carles Etxeberría Alstrom (*1947 in Semest) ist ein sagradischer Diplomat, Publizist und Politiker der Grünen Partei (Les Verdes). Er war von 1987 bis 1989 einer von zwei Politischen Sprechern seiner Partei und von 1990 bis 1994 sowie erneut von 2002 bis 2007 Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer für die Grünen. Nachdem er mehrere Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gearbeitet hatte, bekleidete Etxeberría von 1999 bis 2006 als erster Grüner das Amt des sagradischen Außenministers in der rot-grünen Regierung De la Costa. Von 2002 bis 2006 war er zugleich Stellvertretender Ministerpräsident.

Nach der Niederlage der rot-grünen Allianz bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006 zog sich Etxeberría aus der aktiven Politik zurück und arbeitete als Journalist, Publizist und als politischer Berater. Heute ist er unter anderem als Mitherausgeber der Wochenzeitung le Debate tätig. Bei der Präsidentschaftswahl 2015 war er Kandidat der Grünen und zog als Zweitplatzierter in die Stichwahl ein, wo er gegen Daniela Rosenthal-Valdés unterlag.

Leben und Karriere[bearbeiten]

Jugend, Studium und politische Anfänge[bearbeiten]

Carles Etxeberría wurde 1947 in Semest geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Semest, das er später in Paris fortsetzte. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten.

Nach dem Studium arbeitete Etxeberría eine Zeit lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von Semest und engagierte sich als Anwalt für die Rechte von Umweltaktivisten und Atomkraft-Gegnern. Zudem arbeitete er selbst in verschiedenen Positionen in der Semestiner grünen Szene mit und gehörte 1984 zu den Gründungsmitgliedern der Grünen Partei les Verdes und zog für sie erstmals in den Semestiner Stadtrat ein.

1987 wurde Etxeberría zum politischen Sprecher der Grünen gewählt, gab das Amt aber 1989 zugunsten von Carles Vergil auf. 1990 wurde er schließlich erstmals für die sagradischen Grünen in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich einen Namen als entwicklungspolitischer Experte seiner Partei machte. 1992 gründete er mit einigen Mitstreitern das Ökologisch-Politische Forum, das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte.

Internationale Arbeit und Außenminister[bearbeiten]

Vor der Parlamentswahl 1994 zog sich Etxeberría aus der nationalen Politik zurück und wechselte stattdessen zu den Vereinten Nationen, wo er in verschiedenen Funktionen für das Umweltprogramm UNEP zuständig war.

Nach dem Sieg der Mitte-Links-Parteien bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 und der Bildung einer sozialistisch-grünen Minderheitskoalition wurde der international erfahrene Etxeberría zum neuen Außenminister in der ersten Regierung De la Costa berufen. Als solcher machte er sich schnell einen Namen als engagierter Außenpolitiker, musste 1999 aber der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation.

In der Koalition gelang es den Grünen, neue Wählergruppen anzusprechen und sich als vernünftige linke Reformpartei zu präsentieren. Im Vorfeld der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 wählten die Grünen Etxeberría auf Platz 1 der Wahlliste noch vor dem Sprecherduo María Nabarro Laval und Arrigo Usantís. Mit dem populären Außenminister als Spitzenkandidaten holten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen, so viel wie noch nie zuvor, sodass die Grünen die Koalition fortsetzen konnten. Etxeberría blieb Außenminister und übernahm zusätzlich das Amt eines Vizepremierministers. Nach einer Kabinettsumbildung im Juli 2004 war Etxeberría auch für die gesamte Europapolitik der Regierung verantwortlich und engagierte sich für die Intensivierung der europäischen Integrationsbemühungen.

Rückzug aus der Parteipolitik[bearbeiten]

Bei den Kammerwahlen 2006 verloren die Linksparteien ihre gemeinsame Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl auf 5,7 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik.

Im Frühjahr 2007 gab er auch sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung le Debate, für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des Istituto Sagradês de la Política Internacional (ISPI).

Präsidentschaftswahl 2015[bearbeiten]

Bei der Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015 bewarb sich Etxeberría als Kandidat der Grünen um das höchste Staatsamt. Im ersten Wahlgang lag er mit 19,3 Prozent der Stimmen auf Platz zwei und ließ sowohl den PSP-Kandidaten Joán De la Pênia als auch den ASUL-Kandidaten Gil-Santián Rovira hinter sich. Als erstem grünen Bewerber gelang es ihm damit, in die Stichwahl einzuziehen, wo er jedoch mit 42,1 Prozent der Stimmen deutlich seiner konservativen Kontrahentin Daniela Rosenthal-Valdés unterlag.

Politische Funktionen[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Parteiämter[bearbeiten]

  • 1987-1989: Co-Sprecher der sagradischen Grünen