Javier Carles Etxeberría: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Javier Carles Etxberría Alstrom''' (*1947 in [[Semess]]) ist ein Publizist und Politiker der [[Sagradien|sagradischen]] [[Verdes|Grünen Partei (Ils Verdes)]]. Er war von 1998 bis 2006 in der rot-grünen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] erster grüner [[Außenminister]] des Landes.
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Nach der Niederlage der rot-grünen Allianz bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] zog sich Etxeberría aus der aktiven Politik zurück und ist heute als Journalist und Publizist, u.a. als Mitherausgeber der Wochenzeitung [[Il Debate]] tätig.
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'''Javier Carles Etxeberría Alstrom''' (*1947 in [[Semest]]) ist ein [[sagradischer]] Diplomat, Publizist und Politiker der [[Verdes|Grünen Partei (Les Verdes)]]. Er war von 1987 bis 1989 einer von zwei Politischen Sprechern seiner Partei und von 1990 bis 1994 sowie erneut von 2002 bis 2007 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] für die Grünen. Nachdem er mehrere Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gearbeitet hatte, bekleidete Etxeberría von 1999 bis 2006 als erster Grüner das Amt des sagradischen [[Außenminister]]s in der rot-grünen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]]. Von 2002 bis 2006 war er zugleich [[Stellvertretender Ministerpräsident]].
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Nach der Niederlage der rot-grünen Allianz bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] zog sich Etxeberría aus der aktiven Politik zurück und arbeitete als Journalist, Publizist und als politischer Berater. Heute ist er unter anderem als Mitherausgeber der Wochenzeitung [[le Debate]] tätig. Bei der [[Präsidentschaftswahl 2015]] war er Kandidat der Grünen und zog als Zweitplatzierter in die Stichwahl ein, wo er gegen [[Daniela Rosenthal-Valdés]] unterlag.
  
 
== Leben und Karriere ==
 
== Leben und Karriere ==
=== Jugend und Beruf ===
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==== Jugend, Studium und politische Anfänge ====
Carles Etxeberría wurde 1947 in Semess geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Semess. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten.  
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Carles Etxeberría wurde 1947 in Semest geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Semest, das er später in Paris fortsetzte. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten.  
  
Nach dem Studium wurde Etxeberría Anwalt und spezialisierte sich auf die Verteidigung linker Demonstranten und Terroristen. Daneben arbeitete er an einer Promotion, die 1975 beendet wurde. Anschließend wurde Etxeberría wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von [[Semess]].
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Nach dem Studium arbeitete Etxeberría eine Zeit lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von [[Semest]] und engagierte sich als Anwalt für die Rechte von Umweltaktivisten und Atomkraft-Gegnern. Zudem arbeitete er selbst in verschiedenen Positionen in der Semestiner grünen Szene mit und gehörte 1984 zu den Gründungsmitgliedern der Grünen Partei [[les Verdes]] und zog für sie erstmals in den Semestiner Stadtrat ein.
  
=== Anfänge in der Grünen Bewegung und der Semestiner Stadtpolitik ===
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1987 wurde Etxeberría zum politischen Sprecher der Grünen gewählt, gab das Amt aber 1989 zugunsten von [[Carles Vergil]] auf. 1990 wurde er schließlich erstmals für die sagradischen Grünen in die [[Abgeordnetenkammer]] gewählt, wo er sich einen Namen als entwicklungspolitischer Experte seiner Partei machte. 1992 gründete er mit einigen Mitstreitern das [[Ökologisch-Politisches Forum|Ökologisch-Politische Forum]], das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte.  
In den 1980er Jahren arbeitete Etxeberría in verschiedenen Positionen in der Semestiner grünen Szene mit. 1986 gründete er mit einigen akademischen Mitstreitern an verschiedenen Universitäten des Landes das [[Forum Ecología 86]], das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte. Er wurde zudem erster Generalsekretär des Forums, dem 1987 ein Institut angeschlossen wurde.  
 
  
Bei den [[Kommunalwahlen 1984]] zog Etxeberría erstmals für die grün-alternative Liste in den Semestiner Stadtrat ein und war danach wesentlich an der Aushandlung der ersten rot-grünen Koalition in der Hauptstadt beteiligt. 1985 wurde er zum Fraktionssprecher der Grünen im Stadtparlament gewählt. Nach mehreren harten Auseinandersetzungen zwischen den Koalitionspartnern stimmte Etxeberría schließlich im Herbst 1987 mit seinen Fraktionskollegen für eine Beendigung der Zusammenarbeit, was zum Rücktritt des Semestiner Bürgermeisters [[Flávio Osório Jimenez]] führte. Bei den [[Kommunalwahlen 1988]] verzichtete Etxeberría auf eine Wiederwahl und arbeitete wieder als Hochschuldozent, ehe er 1990 erstmals für die Grünen in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] einzog.
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==== Internationale Arbeit und Außenminister ====
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Vor der [[Parlamentswahl 1994]] zog sich Etxeberría aus der nationalen Politik zurück und wechselte stattdessen zu den Vereinten Nationen, wo er in verschiedenen Funktionen für das Umweltprogramm UNEP zuständig war.
  
1989 gehörte Etxeberría zu den Gründungsmitgliedern der vereinigten Grünen Partei [[Ils Verdes]]. Hier galt er als einer der Exponenten des linken Flügels und als einer der Gegenspieler von Vorstandssprecher [[Carles Vergil]], der 1991 die Partei verließ.  
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Nach dem Sieg der Mitte-Links-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und der Bildung einer sozialistisch-grünen Minderheitskoalition wurde der international erfahrene Etxeberría zum neuen [[Außenminister]] in der [[Kabinett De la Costa I|ersten Regierung De la Costa]] berufen. Als solcher machte er sich schnell einen Namen als engagierter Außenpolitiker, musste 1999 aber der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation.
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In der Koalition gelang es den Grünen, neue Wählergruppen anzusprechen und sich als vernünftige linke Reformpartei zu präsentieren. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wählten die Grünen Etxeberría auf Platz 1 der Wahlliste noch vor dem Sprecherduo [[María Nabarro Laval]] und [[Arrigo Usantís]]. Mit dem populären Außenminister als Spitzenkandidaten holten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen, so viel wie noch nie zuvor, sodass die Grünen die Koalition fortsetzen konnten. Etxeberría blieb Außenminister und übernahm zusätzlich das Amt eines [[Vizepremierminister]]s. Nach einer [[Kabinett De la Costa III|Kabinettsumbildung im Juli 2004]] war Etxeberría auch für die gesamte Europapolitik der Regierung verantwortlich und engagierte sich für die Intensivierung der europäischen Integrationsbemühungen.  
  
=== Einstieg in die Nationale Politik ===
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==== Rückzug aus der Parteipolitik ====
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] zog Etxeberría erneut ins nationale Parlament ein. Fortan engagierte er sich vor allem für Außen-, Sicherheits- und Außenwirtschaftspolitik und verlegte damit seinen politischen Schwerpunkt weg von der Innen- und Kommunalpolitik.
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Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] verloren die Linksparteien ihre gemeinsame Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl auf 5,7 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik.  
 
 
Nach dem Rückzug des grünen Vormannes [[David Osqar Letard]] im Jahr 1995 rückte Etxberría neben [[Franca Ferrero Benítez]] an die Spitze der Partei und bildete bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] das Spitzenduo der Grünen. Unter dem Duo Ferrero-Etxeberría gingen die Grünen und die nun von De la Costa angeführten Sozialisten mit dem Ziel einer gemeinsamen Regierungsmehrheit in die Wahl. Etxeberrías Partei holte 7,2% der Stimmen und konnte zusammen mit der Asul (40 Prozent) eine Minderheitskoalition bilden. Erstmals waren die Grünen nun unmittelbar an einer sagradischen Regierung beteiligt.
 
 
 
=== Außenminister der Rot-Grünen Koalition ===
 
In der neuen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]], der ersten [[Coalición Eco-Socialista|öko-sozialistischen Koalition]] auf nationaler Eben des Landes, wurde Etxeberría Außenminister und hinter [[Franca Ferrero Benítez]] die nominelle Nummer Zwei der Grünen in der Regierung. Als Außenminister revidierte er frühere radikal-pazifistische Positionen und setzte sich für einen humanitären Kriegseinsatz Sagradiens auf dem Balkan ein. 1999 musste er in der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen und konnte einen Koalitionsbruch nur knapp verhindern. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation.
 
 
In der Koalition gelang es den Grünen, neue Wählergruppen anzusprechen und sich als vernünftige linke Reformpartei zu präsentieren. Nach dem Rückzug Franca Ferreros aus dem Kabinett und einem neuerlichen Sieg der rot-grünen Koalition bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlen 2002]] setzte er als Außenminister die Koalition mit den Sozialisten fort und rückte zum [[Vizepremierminister]] auf. Die Grünen hatten bei dieser Wahl mit 8,7% das beste Ergebnis der Parteigeschichte erzielt. Spätestens seit diesem Wahlerfolg galt Etxeberría als einer der beliebtesten Politiker des Landes, der sich auch außerhalb des Landes Meriten verdiente. Seit 2004 war Etxeberría auch für die gesamte Europapolitik der Regierung verantwortlich und engagierte sich für die Intensivierung der europäischen Integrationsbemühungen.  
 
  
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] traten Sozialisten und Grüne gemeinsam mit regionalen und linksliberalen Gruppen im Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] (Kirschbaum) an, verloren aber die Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl von 8,7 auf 7,2 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Grünen-Führung. Seine Nachfolge trat [[María Nabarro Laval]] an, die zuvor als Umweltministerin amtiert hatte.
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Im Frühjahr 2007 gab er auch sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung [[le Debate]], für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des [[Istituto Sagradês de la Política Internacional]] (ISPI).
  
=== Leben nach der politischen Karriere ===
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==== Präsidentschaftswahl 2015 ====
Im Frühjahr 2007 gab Etxeberría sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung [[Il Debate]], für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des [[Istituto Sagradês de la Política Internacional]] (ISPI).
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Bei der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015]] bewarb sich Etxeberría als Kandidat der Grünen um das höchste Staatsamt. Im ersten Wahlgang lag er mit 19,3 Prozent der Stimmen auf Platz zwei und ließ sowohl den [[PSP]]-Kandidaten [[Joán De la Pênia]] als auch den [[ASUL]]-Kandidaten [[Gil-Santián Rovira]] hinter sich. Als erstem grünen Bewerber gelang es ihm damit, in die Stichwahl einzuziehen, wo er jedoch mit 42,1 Prozent der Stimmen deutlich seiner konservativen Kontrahentin [[Daniela Rosenthal-Valdés]] unterlag.
  
 
== Politische Funktionen ==
 
== Politische Funktionen ==
=== Mandate ===
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==== Mandate ====
* 1984-1988: Stadtrat in [[Semess]]
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* 1984-1990: Stadtrat in [[Semest]]
* 1990-2007: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]
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* 1990-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]
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* 2002-2007: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]
  
=== Öffentliche Ämter ===
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==== Öffentliche Ämter ====
* 1998-2006: [[Außenminister|Minister für Auswärtige Beziehungen]], seit 2004 [[Außenminister|Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]
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* 1999-2006: [[Außenminister|Minister für Auswärtige Beziehungen]], seit 2004 [[Außenminister|Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]
* 2002-2006: [[Vizepremierminister]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]
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* 2002-2006: [[Vizepremierminister]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]
  
=== Parteiämter ===
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==== Parteiämter ====
* 1985-1986: Fraktionssprecher der [[Verdes Celarcoes]] im Semestiner Stadtrat
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* 1987-1989: Co-Sprecher der sagradischen [[Verdes|Grünen]]  
* 1995-1998: Sprecher der sagradischen [[Verdes|Grünen]] (zusammen mit [[Franca Ferrero Benítez]])
 
* 1998: Zweiter Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] (hinter [[Franca Ferrero Benítez]])
 
* 2002: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]]
 
* 2006: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]]
 
  
 
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Etxeberría]]
 
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Etxeberría]]

Aktuelle Version vom 18. Mai 2025, 19:16 Uhr

Benami3.jpg

Javier Carles Etxeberría Alstrom (*1947 in Semest) ist ein sagradischer Diplomat, Publizist und Politiker der Grünen Partei (Les Verdes). Er war von 1987 bis 1989 einer von zwei Politischen Sprechern seiner Partei und von 1990 bis 1994 sowie erneut von 2002 bis 2007 Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer für die Grünen. Nachdem er mehrere Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gearbeitet hatte, bekleidete Etxeberría von 1999 bis 2006 als erster Grüner das Amt des sagradischen Außenministers in der rot-grünen Regierung De la Costa. Von 2002 bis 2006 war er zugleich Stellvertretender Ministerpräsident.

Nach der Niederlage der rot-grünen Allianz bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006 zog sich Etxeberría aus der aktiven Politik zurück und arbeitete als Journalist, Publizist und als politischer Berater. Heute ist er unter anderem als Mitherausgeber der Wochenzeitung le Debate tätig. Bei der Präsidentschaftswahl 2015 war er Kandidat der Grünen und zog als Zweitplatzierter in die Stichwahl ein, wo er gegen Daniela Rosenthal-Valdés unterlag.

Leben und Karriere[bearbeiten]

Jugend, Studium und politische Anfänge[bearbeiten]

Carles Etxeberría wurde 1947 in Semest geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Semest, das er später in Paris fortsetzte. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten.

Nach dem Studium arbeitete Etxeberría eine Zeit lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von Semest und engagierte sich als Anwalt für die Rechte von Umweltaktivisten und Atomkraft-Gegnern. Zudem arbeitete er selbst in verschiedenen Positionen in der Semestiner grünen Szene mit und gehörte 1984 zu den Gründungsmitgliedern der Grünen Partei les Verdes und zog für sie erstmals in den Semestiner Stadtrat ein.

1987 wurde Etxeberría zum politischen Sprecher der Grünen gewählt, gab das Amt aber 1989 zugunsten von Carles Vergil auf. 1990 wurde er schließlich erstmals für die sagradischen Grünen in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich einen Namen als entwicklungspolitischer Experte seiner Partei machte. 1992 gründete er mit einigen Mitstreitern das Ökologisch-Politische Forum, das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte.

Internationale Arbeit und Außenminister[bearbeiten]

Vor der Parlamentswahl 1994 zog sich Etxeberría aus der nationalen Politik zurück und wechselte stattdessen zu den Vereinten Nationen, wo er in verschiedenen Funktionen für das Umweltprogramm UNEP zuständig war.

Nach dem Sieg der Mitte-Links-Parteien bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 und der Bildung einer sozialistisch-grünen Minderheitskoalition wurde der international erfahrene Etxeberría zum neuen Außenminister in der ersten Regierung De la Costa berufen. Als solcher machte er sich schnell einen Namen als engagierter Außenpolitiker, musste 1999 aber der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation.

In der Koalition gelang es den Grünen, neue Wählergruppen anzusprechen und sich als vernünftige linke Reformpartei zu präsentieren. Im Vorfeld der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 wählten die Grünen Etxeberría auf Platz 1 der Wahlliste noch vor dem Sprecherduo María Nabarro Laval und Arrigo Usantís. Mit dem populären Außenminister als Spitzenkandidaten holten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen, so viel wie noch nie zuvor, sodass die Grünen die Koalition fortsetzen konnten. Etxeberría blieb Außenminister und übernahm zusätzlich das Amt eines Vizepremierministers. Nach einer Kabinettsumbildung im Juli 2004 war Etxeberría auch für die gesamte Europapolitik der Regierung verantwortlich und engagierte sich für die Intensivierung der europäischen Integrationsbemühungen.

Rückzug aus der Parteipolitik[bearbeiten]

Bei den Kammerwahlen 2006 verloren die Linksparteien ihre gemeinsame Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl auf 5,7 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik.

Im Frühjahr 2007 gab er auch sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung le Debate, für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des Istituto Sagradês de la Política Internacional (ISPI).

Präsidentschaftswahl 2015[bearbeiten]

Bei der Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015 bewarb sich Etxeberría als Kandidat der Grünen um das höchste Staatsamt. Im ersten Wahlgang lag er mit 19,3 Prozent der Stimmen auf Platz zwei und ließ sowohl den PSP-Kandidaten Joán De la Pênia als auch den ASUL-Kandidaten Gil-Santián Rovira hinter sich. Als erstem grünen Bewerber gelang es ihm damit, in die Stichwahl einzuziehen, wo er jedoch mit 42,1 Prozent der Stimmen deutlich seiner konservativen Kontrahentin Daniela Rosenthal-Valdés unterlag.

Politische Funktionen[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Parteiämter[bearbeiten]

  • 1987-1989: Co-Sprecher der sagradischen Grünen