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Der gebürtige [[Alconía|Alkone]] Dimas Ferrera wuchs in [[Sarmay]] auf und studierte nach seinem Abitur an der Universität von [[Vierna]] Jura und Wirtschaftswissenschaften. Als junger Student beteiligte sich Dimas Ferrera im Sommer 1968 an mehreren Studentenprotesten an seiner Universität. In diesem Zusammenhang kam er auch in Kontakt mit verschiedenen linksgerichteten politischen Gruppen und wurde Mitglied der linksextremen [[Força Proletária]], verließ die Partei aber Mitte der Siebziger Jahre wieder, da er ihren damaligen maoistischen Kurs kritisierte. | Der gebürtige [[Alconía|Alkone]] Dimas Ferrera wuchs in [[Sarmay]] auf und studierte nach seinem Abitur an der Universität von [[Vierna]] Jura und Wirtschaftswissenschaften. Als junger Student beteiligte sich Dimas Ferrera im Sommer 1968 an mehreren Studentenprotesten an seiner Universität. In diesem Zusammenhang kam er auch in Kontakt mit verschiedenen linksgerichteten politischen Gruppen und wurde Mitglied der linksextremen [[Força Proletária]], verließ die Partei aber Mitte der Siebziger Jahre wieder, da er ihren damaligen maoistischen Kurs kritisierte. | ||
Version vom 21:56, 24. Okt 2011
Lorenzo Dimas Ferrera (*1947 in Malesc) ist ein sagradischer Politiker der sozialdemokratischen ASUL.
Inhaltsverzeichnis
Leben und Karriere
Der gebürtige Alkone Dimas Ferrera wuchs in Sarmay auf und studierte nach seinem Abitur an der Universität von Vierna Jura und Wirtschaftswissenschaften. Als junger Student beteiligte sich Dimas Ferrera im Sommer 1968 an mehreren Studentenprotesten an seiner Universität. In diesem Zusammenhang kam er auch in Kontakt mit verschiedenen linksgerichteten politischen Gruppen und wurde Mitglied der linksextremen Força Proletária, verließ die Partei aber Mitte der Siebziger Jahre wieder, da er ihren damaligen maoistischen Kurs kritisierte.
Nach seinem Juraexamen trat Dimas Ferrera als Anwalt in eine Semesker Anwaltskanzlei ein und engagierte sich bei der Sozialistischen Jugend. Er gehörte zudem zu einem sozialistischen Juristennetzwerk, das sich für eine rechtmäßige Verteidigung der linksterroristischen Attentäter der Guarda Rôixa einsetzte.
Im Jahr 1980 zog der damals 33-jährige Dimas Ferrera erstmals für die ASUL in den Semesker Stadtrat ein und wurde Mitglied im Vorstand der Semesker Sozialisten, ehe ihm 1984 von Flávio Osório Jimenez die Leitung des Generalsekretariat des Semesker Bürgermeisters übertragen wurde. 1986 zog Dimas Ferrera erstmals in die sagradischen Abgeordnetenkammer ein. Nach dem Rücktritt Osório Jimenez' im November 1987 schied auch Dimas Ferrera aus der Stadtverwaltung aus. Im Frühjahr 1989 wurde er von Minister António Grande Illega zum Staatssekretär im Finanzministerium ernannt, schied nach der Niederlage der Sozialisten bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990 wieder aus dem Ministerium aus. 1990 bis 1994 gehörte Dimas als Abgeordneter dem Haushaltsausschuss der Parlamentskammer an und gehörte dem Vorstand der Fraktion an.
Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 wurde Lorenzo Dimas Ferrera zum Parlamentarischen Sekretär der sozialistischen Parlamentsgruppe gewählt. In dieser Funktion arbeitete er sehr eng mit dem damaligen Fraktionssprecher Julio De la Costa zusammen, zu dem er ein Vertrauensverhältnis entwickelte. Gemeinsam mit De la Costa und anderen entwickelte Dimas Ferrera in der Folge das programmatische Konzept für die Kammerwahl 1998 und gehörte zum engsten Kreis von De la Costas Wahlkampfteam.
Nach dem Sieg der Linken bei der Wahl und der Ernennung De la Costas zum Ministerpräsidenten einer rot-grünen Minderheitsregierung ernannte der neue Premierminister seinen engen Vertrauten Dimas Ferrera zu seinem Kabinettschef im Ministerrang. Dimas wurde so zum Cheforganisator der Regierungsarbeit, ehe er von De la Costa im Jahr 1999 als EU-Kommissar vorgeschlagen wurde.
In der Kommission von Romano Prodi war Dimas Ferrera in den folgenden fünf Jahren als Kommissar für den Binnenmarkt, Steuern und Zollunion zuständig. Nach einer Kabinettsumbildung De la Costas im Juli 2004 kehrte Dimas schließlich wieder in die Regierung zurück, wo er von Luis José López die Leitung des Finanz- und Wirtschaftsministeriums übernahm. Nach diesem Wechsel galt Dimas als politisches Schwergewicht im Kabinett De la Costa und hielt die Position eines Stellvertretenden Ministerpräsidenten.
Als Finanzexperte gehörte Dimas Ferrera auch zum Wahlkampfteam von ASUL-Spitzenkandidat Santiago Diaz de Velozo bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006. Nach der Niederlage der Sozialisten gehört Dimas Ferrera wieder als Vertreter der oppositionellen Linken der Abgeordnetenkammer an.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1984-1987: Generalsekretär im Amt des Bürgermeisters von Semess
- 1989-1990: Staatssekretär im Finanzministerium
- 1998-1999: Minister der Präsidentschaft im Kabinett De la Costa I
- 1999-2004: EU-Kommissar für Binnenmarkt, Steuern und Zollunion in der Kommission Prodi
- 2004-2006: Minister für Wirtschaft und Finanzen sowie Stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett De la Costa III und IV
Mandate
- 1980-1984: Stadtrat in Semess
- 1986-1998: Mitglied der Abgeordnetenkammer
- seit 2006: Mitglied der Abgeordnetenkammer
Parteifunktionen
- 1982-1984: Geschäftsführer der ASUL in Semess
- 1994-1998: Parlamentarischer Sekretär der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer