Roberto Vidéas Braga: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11:27, 25. Nov 2019
Roberto Vidéas Braga (*1940 in Sena/Armôria) ist ein sagradischer Politiker (PPC). Er war Minister (1994-1999), Parteivorsitzender der christlich-konservativen Volkspartei (2000-2002) sowie Präsident des Sagradischen Senats (2006-2010). Von März 2010 bis März 2015 bekleidete er das Amt des Präsidenten der Sagradischen Republik, verzichtete aber aus Altersgründen auf eine Wiederwahl.
Inhaltsverzeichnis
Karriere
Beginn der Karriere in Semest und Armôria
Der gebürtige Armorer Roberto Vidéas Braga, arbeitete nach seinem Jura-Examen längere Zeit als Rechtsanwalt. Seine politische Karriere begann er als Mitglied der konservativen PPC in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt. 1974 wurde er erstmals für die Volkspartei in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Seit 1979 gehörte er hier zum Vorstand seiner Fraktion, sah aber größere Karrierechancen in der Regionalpolitik. Bei den Regionalwahlen 1981 kandidierte er erstmals für den Regionalrat seiner Heimatregion und wurde nach der Wahl zum Beigeordneten Rat für Innere Politik und Sicherheit in der Exekuktive der Region gewählt. Bereits vier Jahre später wurde Vidéas Braga als Nachfolger von Francisco Perón Präsident der Regionalregierung. Im Folgejahr wurde er auch Präsident der Regionalpartei.
Minister und Kronprinz
Als Vertreter der Regionalebene wurde Vidéas Braga 1987 erstmals in die nationale Exekutive der Volkspartei gewählt. Hier gehörte er zu den Unterstützern Josep Carles Oteros, der 1989 stellvertretender Parteichef und Finanzminister wurde. Otero wurde bald wichtigster Förderer Vidéas Bragas, der 1990 in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt wurde. Von Otero vorgeschlagen, wurde Vidéas Braga 1992 Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. Er erarbeitete sich in diesen Jahren den Ruf eines effektiven Organisators der parlamentarischen Mehrheit und gehörte zum engsten Kreis um Otero, der Vidéas bald zu einem Kronprinzen aufbaute. Nach zwei Jahren berief ihn Ministerpräsident Otero als Minister der Präsidentschaft in sein umgebildetes Kabinett und schuf für ihn den Posten eines zweiten Stellvertreters des Ministerpräsidenten. Zuvor hatte Vidéas auch zu den Organisatoren der erfolgreichen Wahlkampagne 1994 gehört. Nach der Niederlage der PPC bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 kehrte Vidéas Braga zunächst an die Spitze der PPC-Fraktion zurück, ehe er auf dem Parteitag im Februar 2000 zum Nachfolger Oteros als Vorsitzender der Volkspartei gewählt wurde.
Oppositionsführer
Als Vorsitzender der Volkspartei übernahm Vidéas Braga in den folgenden Jahren die Führung der Mitte-Rechts-Opposition gegen die rot-grüne Minderheitsregierung unter Julio De la Costa. Als Oppositionsführer schaffte Vidéas Braga es aber nicht, die zerstrittene Opposition zu einen und eine effektive Gegenkraft zur Regierungsmehrheit zu bilden. Während er eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP ablehnte, bot er bei mehreren Kernthemen der Regierung wie einer umfassenden Verfassungsreform seine Hilfe an. Die konstruktive Oppositionspolitik wurde jedoch durch Kritiker aus den eigenen Reihen unterlaufen und blieb schließlich ohne Erfolg. In mehreren wichtigen Wahlen verloren die Christdemokraten Stimmen und stellten auch in nationalen Umfragen keine ernstzunehmende Alternative zur Regierung dar. Parteiintern stand Vidéas zudem noch länger im Schatten seines Förderers und Vorgängers Josep Carles Otero, der weiterhin als starker Mann in der Partei erblickt und noch längere Zeit als möglicher Spitzenkandidat für die Wahl 2002 gehandelt wurde, ein deutliches Zeichen für die parteiinterne Schwäche Vidéas Bragas.
Rückzug und Comeback als Senatspräsident
Nach einem von öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten und taktisch-strategischen Kämpfen geprägten Wahlkampf verlor die PPC mit Vidéas Braga als Spitzenkandidat bei der Parlamentswahl 2002 gegenüber 1998 nochmals an Zustimmung und fiel auf unter 33 Prozent der Stimmen zurück. Unmittelbar nach der Wahl kündigte Vidéas Braga seinen Rückzug von seinem Parteiamt an. In der Folge blieb er einfacher Abgeordneter und verzichtete auf eine politische Führungsfunktion. Die Wahl seines parteiinternen Gegenspielers Miquel Ánibal Luisanto kommentierte Vidéas Braga nicht und bemühte sich um ein positives Verhältnis zur neuen Parteiführung.
Nach vier Jahren im Schatten der Politik konnte Vidéas Braga 2006 ein Comeback feiern. Als Kandidat in der Provinz Airar zog Vidéas Braga in den sagradischen Senat ein, wo er als Kandidat der neuen Mitte-Rechts-Mehrheit unmittelbar zum Präsidenten des Oberhauses und damit ins nominell zweithöchste Staatsamt gewählt wurde.
Präsident der Republik
Ende 1999 nominierte der PPC den früheren Parteivorsitzenden und amtierenden Senatspräsidenten als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2010. Im ersten Wahlgang erreichte er mit 37 Prozent der Stimmen den ersten Platz knapp vor der Sozialistin Ana Betancourt. In der Stichwahl konnte er sich mit 53,5 Prozent der Stimmen durchsetzen. Als Nachfolger von António Grande Illega trat Vidéas Braga im März 2010 als zehnter Amtsinhaber der Nachkriegszeit das Amt des sagradischen Staatspräsidenten an.
Nach fünf Jahren im Amt erklärte Vidéas im Herbst 2014 seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur und gab dafür Altersgründe an. Zur Nachfolgerin wurde als erste Frau die parteilose Kandidatin Eva Monet-Sabadera gewählt.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1981-1985: Beigeordneter Regionalrat für Innere Politik und Sicherheit der Region Armôria
- 1985-1990: Präsident der Regionalregierung von Armôria
- 1994-1999: Minister der Präsidentschaft und Stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Otero III
- 2006-2010: Präsident des sagradischen Senats
- 2010-2015: Präsident der Republik
Mandate
- 1974-1981: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1981-1990: Mitglied des Regionalrats von Armôria
- 1990-2006: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2006-2010: Mitglied des sagradischen Senats
Parteifunktionen
- 1986-1992: Präsident der PPC Armôria
- 1992-1994: Fraktionssprecher der PPC in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1998-2002: Fraktionssprecher der PPC in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2000-2002: Parteivorsitzender der PPC
