Peter von Sagradien: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Peter von Sagradien''' (*1452; †1515) war der jüngere Bruder von König [[Philipp VI.]], [[Herzog von Corar]] (1471-1502) und als Ehemann von [[Antonia von Salua]] seit 1498 Herr der [[Saloanischen Lande]] (bis 1515, bis 1499 Mitregent) und damit Begründer der [[Haus Santori|Santori-Dynastie]] im Süden Mikoliniens. Nach dem Tod seines Bruders und danach seines kinderlosen Neffen [[Philipp VII.]] riss er 1502 anstelle seiner Nichte [[Catarina de Sántori|Katharina]] den sagradischen Thron an sich und war bis zu seiner Abdankung im Jahr 1509 [[König von Sagradien]]. Als Nachfolger setzte er seinen Großneffen [[David I.]], den Sohn Katharinas, ein. 
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'''Peter von Sagradien''' (*1452; †1509) aus dem [[Haus Sántori]] war [[Herzog von Corar]] seit 1459, Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] seit 1498 sowie als Nachfolger seines Neffen [[Philipp VII.]] [[König von Sagradien]] seit 1502.
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Durch seine Hochzeitspolitik und durch seine Feldzüge in Sagradien, Mikolinien und Portugal trug Peter von Sagradien wesentlich zum Aufstieg des [[Haus Sántori|Hauses Sántori]] zur europäischen Großdynastie auf. Nach seiner Heirat mit [[Antonia von Salua]] wurde Peter von Sagradien 1497 in Namen seiner Tochter [[Margarete von Salua]] Regent und seit 1498 im eigenen Namen [[Herzog von Salua]] und damit Begründer [[Haus Santori|Santori-Dynastie]] im Süden Mikoliniens. Durch seine dritte Ehe mit Beatrix von Porgual legte er zudem den Grundstein für den späteren Aufstieg seiner Söhne [[David I.|David]], [[Johann III. von Portugal|Johann]] und [[Heinrich I. von Portugal|Heinrich]] zu [[König von Portugal|Königen von Portugal]]. 
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Nach dem kinderlosen Tod seines Neffen [[Philipp VII.]] riss er 1502 anstelle seiner Nichte [[Catarina de Sántori|Katharina]] den sagradischen Thron an sich und war bis zu seinem Tod im Jahr 1509 [[König von Sagradien]]. Nachfolger wurde sein Sohn [[David I.]]  
  
 
=== Herkunft ===
 
=== Herkunft ===
Don Piero Andrés Alexandro de Sántori wurde 1452 als zweiter gemeinsamer Sohn des tulinesischen Regenten [[David de Sántori]] und der sagradischen Prinzessin [[Isabel de Vesaey]] in [[La Cordí]] geboren. Er war damit ein Enkel sowohl [[António de Sántori]]s, als auch des sagradischen Königs [[Philipp V.|Philipps V.]] aus dem [[Haus Vesaey]]. Peters älterer Bruder war Filipe, der nach dem Tod [[Philipp V.|Philipps V.]] 1457 als [[Philipp VI.]] zum sagradischen König proklamiert wurde und nach dem Tod des Vaters 1568 die Regentschaft antrat. Nach dem To seiner Mutter übernahm die Erziehung des Knaben seine Tante Joana. Piero wurde nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Bruders auf. Im Jahr 1480 heiratete Prinz Peter Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen]].  
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Don Piero Andrés Alexandro de Sántori wurde 1452 als zweiter gemeinsamer Sohn des tulinesischen Regenten [[David de Sántori]] und der sagradischen Prinzessin [[Isabel de Vesaey]] in [[La Cordí]] geboren. Er war damit ein Enkel sowohl [[António de Sántori]]s, als auch des sagradischen Königs [[Philipp V.|Philipps V.]] aus dem [[Haus Vesaey]]. Peters älterer Bruder war Filipe, der nach dem Tod [[Philipp V.|Philipps V.]] 1457 als [[Philipp VI.]] zum sagradischen König proklamiert wurde und nach dem Tod des Vaters 1568 die Regentschaft antrat. Nach dem Tod seiner Mutter übernahm die Erziehung des Knaben seine Tante Joana. Piero wurde nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Bruders auf. Im Jahr 1477 heiratete Prinz Peter Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen]]. Die Ehe blieb aber kinderlos und Johann starb schon ein Jahr nach der Hochzeit.  
  
 
=== Konflikte mit seinem Bruder ===
 
=== Konflikte mit seinem Bruder ===
In den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] Philipps VII. übernahm Peter mehrere Kommandos, stellte sich in Friedenszeiten aber immer wieder gegen seinen Bruder. Als sich Peter im Jahr 1485 einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder, der [[Schwurbruderschaft der Barone]] anschloss, die sich gegen die Machtpolitik des Königs richtete, kam es zum offenen Bruch, Piero wurde zeitweise als Gefangener seines Bruders festgesetzt und erst 1489 kam es zur Versöhnung. Zwischenzeitig kollaborierte Peter auch mit seinem Vetter [[Joán Prudente]], dem Oberhaupt der verfeindeten tulinesischen Linie des Hauses, die 1495 mit Joáns Sohn [[Manuel I. von Portugal|Manuel]] den portugiesischen Königsthron bestieg.  
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In den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] Philipps VII. übernahm Peter mehrere Kommandos und wurde dafür 1480 belohnt, indem er [[Margarete von Saséia]], die älteste Tochter von [[Philipp II. von Salua]], zur Frau bekam. Aber auch diese Ehe blieb nur von kurzer Dauer. Zwar kam 1482 die Tochter [[Antonia von Salua]] zur Welt, Margarete starb aber im Kindbett. Peter heiratete schließlich im Jahr 1489 in dritter Ehe die portugiesische Prinzessin [[Beatrix]], Tochter Ferdinands von Viseu und Schwester des späteren Königs Manuel I. von Portugal.
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In Friedenszeiten stellte sich Peter immer wieder gegen seinen Bruder. Als sich Peter im Jahr 1485 einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder, der [[Schwurbruderschaft der Barone]] anschloss, die sich gegen die Machtpolitik des Königs richtete, kam es zum offenen Bruch, Piero wurde zeitweise als Gefangener seines Bruders festgesetzt und erst 1489 kam es zur Versöhnung.  
  
 
=== Zweiter Saloanischer Krieg ===
 
=== Zweiter Saloanischer Krieg ===
Das Verhältnis zwischen Peter und seinem Bruder blieb bis zu dessen Tod 1491 angespannt. Als Philipp VI. starb, wurde dessen neunzehnjähriger Sohn [[Philipp VII.]] König von Sagradien. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Philipp ein gutes Verhältnis zu seinem Onkel Piero, der bald zu einem wichtigen Berater des noch jungen Königs wurde. Piero war es auch, der Philipp schon rasch nach dessen Thronbesteigung dazu riet, die Kriege seines Vaters gegen Mikolinien wieder aufzunehmen. Nach dem Tod [[Philipp von Saséia|Herzog Philipps II. von Salua]] 1490 hatte Mikolinien einen neuerlichen Krieg gegen Macedi begonnen und die Herrschaft [[Isabel de Sántori]]s, der Schwester Peters I. und Witwe Philipps in Frage gestellt, die für ihren minderjährigen Sohn regierte. Nachdem Isabel zwischenzeitig durch mikolinische Truppen aus Macedi vertrieben worden war, konnten sagradische Truppen die Herrschaft Isabels wiederherstellen, verloren bis 1496 aber die Oberhand. Die Einnahme Macedis 1496 beendete das Regime Isabels und brachte die Stadt unter unmittelbare mikolinische Verwaltung. Erst 1497 konnte ein sagradisches Heer unter Führung Don Pieros die Stadt zurückerobern. Piero setzte eigenmächtig Isabels minderjährige Tochter [[Antonia von Salua]] als neue Herzogin ein, jedoch musste Isabel zustimmen, die Regentschaft an Piero abzutreten und ihm die Hand der noch minderjährigen Tochter zu geben. Die Hochzeit zwischen dem 42-jährigen Piero und der erst sechzehnjährigen Antonia fand 1498 statt. Als es im Folgejahr zu einem neuen Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien um das mikolinisch besetzte Golen kam, nahm Piero keine Rücksicht mehr auf Mikolinien und übernahm auch offiziell von Antonia die Herrschaft und den Herzogstitel. Die Saloanischen Lande gehörten seither zum Imperium der Sántori.
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Das Verhältnis zwischen Peter und seinem Bruder blieb bis zu dessen Tod 1491 angespannt. Als Philipp VI. starb, wurde dessen neunzehnjähriger Sohn [[Philipp VII.]] [[König von Sagradien]]. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Philipp ein gutes Verhältnis zu seinem Onkel Piero, der bald zu einem wichtigen Berater des noch jungen Königs wurde. Piero war es auch, der Philipp schon rasch nach dessen Thronbesteigung dazu riet, die Kriege seines Vaters gegen Mikolinien wieder aufzunehmen. Nach dem Tod [[Philipp von Saséia|Herzog Philipps II. von Salua]] 1490 hatte Mikolinien einen neuerlichen Krieg gegen Macedi begonnen und die Herrschaft [[Isabel de Sántori]]s, der Schwester Peters I. und Witwe Philipps in Frage gestellt, die für ihren minderjährigen Sohn [[Baltasar von Salua]] regierte.
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Nachdem Isabel zwischenzeitig durch mikolinische Truppen aus Macedi vertrieben worden war, konnten sagradische Truppen die Herrschaft Isabels wiederherstellen, verloren bis 1496 aber die Oberhand. Die Einnahme Macedis 1496 beendete das Regime Isabels und brachte die Stadt unter unmittelbare mikolinische Verwaltung. Erst 1497 konnte ein sagradisches Heer unter Führung Don Pieros die Stadt zurückerobern. Piero erklärte seine minderjährige Tochter [[Antonia von Salua]] aus der Ehe mit Margarete zur rechtmäßigen Herzogin und übernahm selbst die Regentschaft. Als es im Folgejahr zu einem neuen Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien um das mikolinisch besetzte Golen kam, nahm Piero keine Rücksicht mehr auf Mikolinien und übernahm auch offiziell von seiner Tochter die Herrschaft und den Herzogstitel. Die Saloanischen Lande gehörten seither zum Imperium der Sántori.
  
 
=== Thronbesteigung in Sagradien ===
 
=== Thronbesteigung in Sagradien ===
Im Jahr 1502 starb Peters Neffe König [[Philipp VII.]] im Alter von 30 Jahren nach einem Reitunfall und hinterließ keine Kinder, die ihm hätten nachfolgen können. Seine Schwester [[Catarina de Sántori]] beanspruchte die Nachfolge. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina, die mit [[Manuel I. von Portugal]] verheiratet war, und schloss ein Bündnis mit Piero, der schließlich ein Heer rüstete und noch im Jahr 1502 nach Sagradien zog und gewaltsam den Thron an sich riss. In der [[Schlacht bei Munir]] konnte er sich 1503 schließlich gegen die portugiesischen Truppen durchsetzen und wurde danach in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. gegen den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] zu kämpfen, der sich als Anführer der Rebellion etablierte.
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Im Jahr 1502 starb Peters Neffe König [[Philipp VII.]] im Alter von 30 Jahren nach einem Reitunfall und hinterließ keine Kinder, die ihm hätten nachfolgen können. Philipps Schwester [[Catarina de Sántori]] beanspruchte die Nachfolge. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und schloss ein Bündnis mit Piero, der schließlich ein Heer rüstete und noch im Jahr 1502 nach Sagradien zog und gewaltsam den Thron an sich riss. In der [[Schlacht bei Munir]] konnte er sich 1503 schließlich gegen die Anhänger Katharinas durchsetzen und wurde danach in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. gegen den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] zu kämpfen, der sich als Anführer der Rebellion etablierte.
  
 
=== Dritter Saloanischer Krieg ===
 
=== Dritter Saloanischer Krieg ===
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Dies führte die Wende herbei. Nach erneuten Kämpfen schloss Peter mit [[Aquim II. von Mikolinien]] schließlich den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Salua]], der die seit 1477 andauernden [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Saloanischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die mikolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.
 
Dies führte die Wende herbei. Nach erneuten Kämpfen schloss Peter mit [[Aquim II. von Mikolinien]] schließlich den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Salua]], der die seit 1477 andauernden [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Saloanischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die mikolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.
  
=== Abdankung und Rückzug nach Macedi ===
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=== Tod und Erbe ===
Nach dem Tod Antonia von Saluas heiratete Peter, der selbst noch immer ohne ehelich geborene Kinder war, 1507 in dritter Ehe Marie de Lorraine, die Tochter Herzog Renés II. von Lothringen aus dem Haus Vaudémont, die aber nur wenige Monate nach der Hochzeit bereits starb, sodass Peter ohne Erben blieb.
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Peter von Sagradien starb im Jahr 1509 und überließ seine Herrschaft in Sagradien und den Saloanischen Landen seinem ältesten Sohn [[David I.]] Dieser erbte nach dem Tod Manuels I. im Jahr 1521 auch die portugiesische Krone und verwirklichte ein sagradisches Weltreich.
 
 
Auch als Resultat dieser Situation und aufgrund neuerlicher Aufstände in Mikolinien entschloss sich Peter im Jahr 1508/09 schließlich zu einem Frieden mit der portugiesischen Linie des Hauses Santori. Im [[Vertrag von Vérisa]] erkannte er Katharinas 17-jährigen Sohn [[David I.|David]] als Thronfolger an. Wenig später wurde er schließlich durch eine neuerliche Rebellion zur Abdankung zugunsten Davids gezwungen. Peter selbst kehrte nie wieder nach Sagradien zurück, sondern residierte fortan in [[Macedi]] und war als [[Herzog von Salua]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von saloanischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1514 erkrankte er schwer und zog sich nach dem Tod seiner langjährigen Geliebten [[Maria von Arvelate]] wenige Monate später ganz aus der Regierung zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seinen Eltern kam es 1514 zur endgültigen Versöhnung zwischen David und Peter. Beide schlossen schließlich 1515 den [[Vetrag von Alvat]], in dem die Aussöhnung auch offiziell wurde und Peter seine Nachfolgerechte in Macedi an die Nachkommen seines Großneffen David und seiner Tochter Luísa übertrug. 1515 schließlich wurde David und Luísas Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter gemäß dem Vertrag von Alvat sein neues Enkelkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Saloanischen Landen. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder [[Philipp von Veracrucia]] und [[Antonia von Macedi]]. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Macedi. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmikolinischen Atlantikküste zurück, wo er wenige Wochen später bereits im Alter von 59 Jahren starb.
 
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]
 
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]
 
[[Kategorie: Santori]]
 
[[Kategorie: Santori]]

Version vom 16:16, 26. Okt 2019

Ercole dEste.jpg

Peter von Sagradien (*1452; †1509) aus dem Haus Sántori war Herzog von Corar seit 1459, Herr der Saloanischen Lande seit 1498 sowie als Nachfolger seines Neffen Philipp VII. König von Sagradien seit 1502.

Durch seine Hochzeitspolitik und durch seine Feldzüge in Sagradien, Mikolinien und Portugal trug Peter von Sagradien wesentlich zum Aufstieg des Hauses Sántori zur europäischen Großdynastie auf. Nach seiner Heirat mit Antonia von Salua wurde Peter von Sagradien 1497 in Namen seiner Tochter Margarete von Salua Regent und seit 1498 im eigenen Namen Herzog von Salua und damit Begründer Santori-Dynastie im Süden Mikoliniens. Durch seine dritte Ehe mit Beatrix von Porgual legte er zudem den Grundstein für den späteren Aufstieg seiner Söhne David, Johann und Heinrich zu Königen von Portugal.

Nach dem kinderlosen Tod seines Neffen Philipp VII. riss er 1502 anstelle seiner Nichte Katharina den sagradischen Thron an sich und war bis zu seinem Tod im Jahr 1509 König von Sagradien. Nachfolger wurde sein Sohn David I.

Herkunft

Don Piero Andrés Alexandro de Sántori wurde 1452 als zweiter gemeinsamer Sohn des tulinesischen Regenten David de Sántori und der sagradischen Prinzessin Isabel de Vesaey in La Cordí geboren. Er war damit ein Enkel sowohl António de Sántoris, als auch des sagradischen Königs Philipps V. aus dem Haus Vesaey. Peters älterer Bruder war Filipe, der nach dem Tod Philipps V. 1457 als Philipp VI. zum sagradischen König proklamiert wurde und nach dem Tod des Vaters 1568 die Regentschaft antrat. Nach dem Tod seiner Mutter übernahm die Erziehung des Knaben seine Tante Joana. Piero wurde nach seiner Geburt zum Herzog von Corar bestimmt und wuchs am Hof seines Bruders auf. Im Jahr 1477 heiratete Prinz Peter Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen Ludwig von Golen. Die Ehe blieb aber kinderlos und Johann starb schon ein Jahr nach der Hochzeit.

Konflikte mit seinem Bruder

In den Saloanischen Kriegen Philipps VII. übernahm Peter mehrere Kommandos und wurde dafür 1480 belohnt, indem er Margarete von Saséia, die älteste Tochter von Philipp II. von Salua, zur Frau bekam. Aber auch diese Ehe blieb nur von kurzer Dauer. Zwar kam 1482 die Tochter Antonia von Salua zur Welt, Margarete starb aber im Kindbett. Peter heiratete schließlich im Jahr 1489 in dritter Ehe die portugiesische Prinzessin Beatrix, Tochter Ferdinands von Viseu und Schwester des späteren Königs Manuel I. von Portugal.

In Friedenszeiten stellte sich Peter immer wieder gegen seinen Bruder. Als sich Peter im Jahr 1485 einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder, der Schwurbruderschaft der Barone anschloss, die sich gegen die Machtpolitik des Königs richtete, kam es zum offenen Bruch, Piero wurde zeitweise als Gefangener seines Bruders festgesetzt und erst 1489 kam es zur Versöhnung.

Zweiter Saloanischer Krieg

Das Verhältnis zwischen Peter und seinem Bruder blieb bis zu dessen Tod 1491 angespannt. Als Philipp VI. starb, wurde dessen neunzehnjähriger Sohn Philipp VII. König von Sagradien. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Philipp ein gutes Verhältnis zu seinem Onkel Piero, der bald zu einem wichtigen Berater des noch jungen Königs wurde. Piero war es auch, der Philipp schon rasch nach dessen Thronbesteigung dazu riet, die Kriege seines Vaters gegen Mikolinien wieder aufzunehmen. Nach dem Tod Herzog Philipps II. von Salua 1490 hatte Mikolinien einen neuerlichen Krieg gegen Macedi begonnen und die Herrschaft Isabel de Sántoris, der Schwester Peters I. und Witwe Philipps in Frage gestellt, die für ihren minderjährigen Sohn Baltasar von Salua regierte.

Nachdem Isabel zwischenzeitig durch mikolinische Truppen aus Macedi vertrieben worden war, konnten sagradische Truppen die Herrschaft Isabels wiederherstellen, verloren bis 1496 aber die Oberhand. Die Einnahme Macedis 1496 beendete das Regime Isabels und brachte die Stadt unter unmittelbare mikolinische Verwaltung. Erst 1497 konnte ein sagradisches Heer unter Führung Don Pieros die Stadt zurückerobern. Piero erklärte seine minderjährige Tochter Antonia von Salua aus der Ehe mit Margarete zur rechtmäßigen Herzogin und übernahm selbst die Regentschaft. Als es im Folgejahr zu einem neuen Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien um das mikolinisch besetzte Golen kam, nahm Piero keine Rücksicht mehr auf Mikolinien und übernahm auch offiziell von seiner Tochter die Herrschaft und den Herzogstitel. Die Saloanischen Lande gehörten seither zum Imperium der Sántori.

Thronbesteigung in Sagradien

Im Jahr 1502 starb Peters Neffe König Philipp VII. im Alter von 30 Jahren nach einem Reitunfall und hinterließ keine Kinder, die ihm hätten nachfolgen können. Philipps Schwester Catarina de Sántori beanspruchte die Nachfolge. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und schloss ein Bündnis mit Piero, der schließlich ein Heer rüstete und noch im Jahr 1502 nach Sagradien zog und gewaltsam den Thron an sich riss. In der Schlacht bei Munir konnte er sich 1503 schließlich gegen die Anhänger Katharinas durchsetzen und wurde danach in Noyar als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. gegen den Grafen von Biniar zu kämpfen, der sich als Anführer der Rebellion etablierte.

Dritter Saloanischer Krieg

Nach Peters Krönung zum sagradischen König übernahm Peters Cousine Fürstin Johanna von Santori die Regentschaft in Macedi, während Piero in Kriege in Sagradien verwickelt war. Die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Pieros, auch Saloanœs genannt, und den Getreuen Katharinas in Sagradien, die später als Lilienkriege bekannt wurden, versuchte Mikolinien zu nutzen, das 1503 erneut Krieg um die Saloanischen Lande führte.

Dies führte die Wende herbei. Nach erneuten Kämpfen schloss Peter mit Aquim II. von Mikolinien schließlich den Friedensvertrag von Salua, der die seit 1477 andauernden Saloanischen Kriege um die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Saloanischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in Lukien und Südpiranien aber an die mikolinische Krone zurückgeben. Auch Féiroa wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.

Tod und Erbe

Peter von Sagradien starb im Jahr 1509 und überließ seine Herrschaft in Sagradien und den Saloanischen Landen seinem ältesten Sohn David I. Dieser erbte nach dem Tod Manuels I. im Jahr 1521 auch die portugiesische Krone und verwirklichte ein sagradisches Weltreich.