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Version vom 20:26, 22. Mai 2011
Gabriel VII. (von Sagradien) (*1637; †1698) war König von Sagradien (1651-1698).
Inhaltsverzeichnis
Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König Gabriel VI. von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau Katharina von Micolinien in Novil geboren. Als Prinz von Sarmay zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. Der Versuch Luis’ von Esqués, des Herzogs von Viça, 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung Kardinal Bernabêus zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab.
Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des Zweiten Asumarischen Kriegs gegen das Nachbarland führte, in dem sich Bernabêu die Unterstützung der cuentesisch-tulinesischen Krone sichern konnte. Der Krieg um den Besitz Golens und die Vorherrschaft im Blaumeerraum dauerte 12 Jahre und endete erst 1669 mit dem Friede von Villágua, in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte und mit Tulis den strategisch wichtigen Hafen Villágua gegen den Besitz Períns tauschte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des Herzogtums Servette und der mit ihm verbundenen Territorien im Süden Micoliniens anerkennen.
Im Innern gelang es dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus).
1655 übergab Bernabêu die Regierung dem nun achtzehnjährigen Gabriel selbst, der aber seinen alten Lehrmeister im Amt beließ und ihm weitgehend die Politik überließ. Stattdessen widmete sich der König in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten Gabriel Agosto den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum Prinzen von Sarmay ernannt wurde.
Das persönliche Regiment Gabriels VII.
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah.
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich. Nachdem Bernabêu einen Beistandspakt mit Frankreich geschlossen hatte, griff Sagradien nach Ausbruch des Holländischen Kriegs 1672 auf französischer Seite ins Kampfgeschehen ein und führte 1673-1675 den Sagradisch-Spanischen Krieg, der hauptsächlich auf See ausgefochten wurde und Sagradiens Stellung in Übersee schwächte. Nach dem Friedensschluss mit Spanien und Ende des Holländischen Kriegs wechselte Gabriel die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss.
Tod und Erbe
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1690 verstorbenen Sohn Don Gabriel Agosto überlebte er damit um acht Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als Danadier II. auf den Thron folgte.