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Version vom 22:59, 9. Mär 2017
| Golen Gŏole (Golisch) Gólica (Mikolinisch) Flagge Wappen | |||||||
| Amtssprache | Golisch, Mikolinisch | ||||||
| Hauptstadt | Alagua | ||||||
| Staatsform | Parlamentarische Monarchie | ||||||
| Regierungssystem | Parlamentarische Demokratie | ||||||
| Staatsoberhaupt | König Karl XIV. Johann Staatssekretär für Golen Filip Delgat | ||||||
| Regierungschef | Präsident Xàin Borrard (PG) | ||||||
| Gliederung | 6 Gastalteien
| ||||||
| Fläche | |||||||
| Einwohnerzahl | 2.394.234 (Stand: Dezember 2015) | ||||||
| Währung | Euro (EUR) | ||||||
| Nationalhymne | |||||||
| Nationalfeiertag | |||||||
| Zeitzone | UTC±0 WEZ UTC+1 WESZ | ||||||
| Internet-TLD | .gol | ||||||
| Lage | |||||||
Golen (golisch Gŏole, mikolinisch Gólica) ist eine Provinz im Osten Mikoliniens und zugleich ein Landesteil (Entitat Constituent) des Königreichs. Als Provinz verfügt Golen über eine eigene Verfassung und eigene staatliche Institutionen.
Die Provinz liegt an der Nordküste des Blauen Meers am Südrand des Konsettengebirges. Hauptstadt und Sitz von Parlament und Regierung ist Alágua (golisch Elaque). Amtssprache ist Golisch.
Die heutige Provinz Golen geht auf das historische Herzogtum Golen zurück und deckt den Teil jenes historisches Gebiets ab, das bis 1815 Teil des Königreichs Sagradien war. Dieses umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch das souveräne Fürstentum Sancristo, Teile der Eskada, die heutige sagradische Autonome Region Ambristal und Celiso sowie kleinere Grenzgebiete der mikolinischen Provinzen Alto Conte und Lítica-Paes Montane gezählt werden.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Die Provinz Golen liegt an der nördlichen Küste des Blauen Meeres und erstreckt sich vom Golf von Cerinió im Westen bis zur Staatsgrenze zu Sancristo. Im Norden wird die Provinz durch den südlichen Konsettenbogen von den Nachbarprovinzen sowie von Sagradien abgetrennt: Im Westen und Nordwesten durch die Murischen Konsetten und die Hochkonsetten vom Oberkont und von Litien, im Nordwesten und Westen durch die Golischen Konsetten von den sagradischen Regionen Ambristal und Celiso, Oberskanten und Eskada. Höchster Berg Golens ist der 3009 Meter hohe Mont-Asère.
Wichtigster Fluss Golens ist die Aresta, die in den Murischen Konsetten entspringt, von dort aus zunächst nach Osten verläuft, Alagua und nach dem Zusammentreffen mit der Casqa nach Süden abknickt, wo der Fluss schließlich nördlich von Villagua ins Blaue Meer mündet.
Geschichte
Politisches System
Parlament und Regierung
Die Provinz Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie Micolinien über eine eigene Selbstverwaltung (golisch Administratjò Gŏols), die im Golenstatut von 1949 festgeschrieben ist.
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke Versammlung (amtlich golisch Esemblëe Gŏols), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (President de le Esemblëe), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.
An der Spitze der provnzialen Verwaltung steht der President Gŏols (mikolinisch President de Gólica), der von der Versammlung gewählt wird und die Provinzregierung (Gobern Gŏols) ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Provinzialverwaltung (Cap de Administratjò) und fungiert im Normalfall zugleich als Cap de Gobern und ist der Versammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann.
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Provinzialverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als Cap de Gobern kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (Comisjoner de Gobern) ernannt wird. Die Versammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der nominell der König, de facto also die Zentralregierung in Servette im Falle eines Rücktritts des Präsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen Comisjoner als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der CDM-Minister Joann Mari Franç, 1994 der parteilose Beamte Chrestièn Guichart ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.
Liste der golischen Präsidenten seit 1936
| Von | Bis | . | Amtsinhaber | Partei | Kabinette | Koalition | besonderes | |
| Presidents de lu Gobern National Gŏols | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1936 | 1941 | Valentin Cŏrpas | PPG | Gobern National | PPG | ermordet | ||
| 1941 | 1943 | Eduard Cornell | PPG | Gobern National | PPG | |||
| 1943 | 1945 | Charl Davidel | PG | Gobern National | PG | |||
| Presidents Gŏols | ||||||||
| 1945 | 1953 | Charl Davidel | PG | Davidel I, II | PG | |||
| 1953 | 1955 | Fernand Quelaq | PSG | Quelaq | PCG, PSG, PG-Abweichler | |||
| 1955 | 1956 | Joann Mari Franç, geschäftsführend | CDM | |||||
| 1956 | 1960 | Charl Davidel | PG | Davidel III, IV | PG | bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben | ||
| 1960 | Daniel Marrel, geschäftsführend | PSL | ||||||
| 1960 | 1975 | David Letard | PG | Letard I, II, III, IV | PG, PLG (1967-1975) | 1970 geschäftsführend | ||
| 1975 | 1978 | Osqar Meri Erranza | PG | Erranza | PG, PSG | |||
| 1978 | 1987 | Noribert Crèsq | PG | Crèsq I, II, III, IV | PG, PSG (1978-1980), PG, CDM (1980-1982), GN (1984-1986) | 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend | ||
| 1987 | 1992 | Fernand Brês | PG | Brês | PG, CDM, PLG | |||
| 1992 | 1994 | Franç Elaq | GN | Elaq | GN, PSG, PCG/VG | |||
| 1994 | Chrèstien Guichart, geschäftsführend | parteilos | ||||||
| 1994 | 2008 | Pètre Doreşal | PG | Doreşal I, II, III | PG, PLG (1994-2006), PSG (2001-2006), CDM (2001-2006), GN (2006-2008), CG (2006-2007) | 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend | ||
| 2008 | 2013 | Pâul Senterrsi | GN | Senterrsi | GN, PSG, EUG-V | |||
| 2013 | Xàin Borrard | PG | Borrard | PG, PSG | ||||
Parteien
Das Parteiensystem Golens wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen Volkspartei (Pùble Gŏols, PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Golenversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1962 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Provinz. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere Liberale Partei Golens (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische CDM, die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die Kommunistische Partei Golens (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere Sozialistische Partei stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten . Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den golischen Grünen (Eccord Comunist-Verd) nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten.
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene Golische Nationalpartei (Gŏols Natiò, GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der Golischen Freiheitspartei (Libretait per Gŏole, LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den Wahlen 2006 (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere Freiheitsallianz (Eljanç Gŏols de Libretait, EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.
Verwaltungsgliederung
Die Provinz Golen umfasst die golischen Gastaltjes Alágua (gol. Elaque), Roquense (gol. Roquens), Villágua (Vellaque), Vérisa (Birèse), Cerinió (Cerenjò) und Mont-Blanc (Mont-Blènq). Die historischen golischen Gebiete Ambristal und Celiso, Guillard, Colágua und Cania gehören dagegen nicht zur heutigen Region.