Kabinett Méndez-León: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | Das '''Kabinett Méndez''' war eine Dreiparteienregierung, die von Januar 1970 bis zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Kammerwahlen im Herbst 1970]] im Amt war. Die Koalitionsregierung aus konservativer [[PP-CSD|Volkspartei]], liberalen [[UDS|Unionsdemokraten]] und linksliberalen [[Radikaldemokraten]] war die einzige sagradische Regierung, die von der liberalen UDS angeführt wurde, deren Vorsitzender [[Carles Méndez]] in Personalunion als Ministerpräsident und Außenminister amtierte. | + | Das '''Kabinett Méndez''' war eine Dreiparteienregierung, die von Januar 1970 bis zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Kammerwahlen im Herbst 1970]] im Amt war. Die Koalitionsregierung aus konservativer [[PP-CSD|Volkspartei]], liberalen [[UDS|Unionsdemokraten]] und linksliberalen [[PRD|Radikaldemokraten]] war die einzige sagradische Regierung, die von der liberalen UDS angeführt wurde, deren Vorsitzender [[Carles Méndez]] in Personalunion als Ministerpräsident und Außenminister amtierte. |
Die Regierung folgte der seit 1967 amtierenden [[Kabinett Favale II|Minderheitsregierung]] unter Volkspartei-Chef [[Carles Angel Favale]], die im Dezember 1969 ihre parlamentarische Mehrheit verloren hatte und daraufhin gestürzt worden war. Präsident [[Carles María Ortega]] hatte danach eine sofortige Auflösung der Abgeordnetenkammer verweigert, die auch von den Konservativen aufgrund der schlechten Wahlaussichten mehrheitlich abgelehnt wurde. Stattdessen betraute er nach Gesprächen mit den Parlamentsparteien den amtierenden Außenminister Méndez mit der Aufnahme von Verhandlungen mit den oppositionellen Radikaldemokraten. Dieser konnte schließlich PRD-Chef [[Carles Mexito]] zum Eintritt einer Mitte-Rechts-Regierung bewegen, die aber innerhalb der PRD umstritten blieb. | Die Regierung folgte der seit 1967 amtierenden [[Kabinett Favale II|Minderheitsregierung]] unter Volkspartei-Chef [[Carles Angel Favale]], die im Dezember 1969 ihre parlamentarische Mehrheit verloren hatte und daraufhin gestürzt worden war. Präsident [[Carles María Ortega]] hatte danach eine sofortige Auflösung der Abgeordnetenkammer verweigert, die auch von den Konservativen aufgrund der schlechten Wahlaussichten mehrheitlich abgelehnt wurde. Stattdessen betraute er nach Gesprächen mit den Parlamentsparteien den amtierenden Außenminister Méndez mit der Aufnahme von Verhandlungen mit den oppositionellen Radikaldemokraten. Dieser konnte schließlich PRD-Chef [[Carles Mexito]] zum Eintritt einer Mitte-Rechts-Regierung bewegen, die aber innerhalb der PRD umstritten blieb. | ||
Version vom 18:41, 31. Jan 2011
Das Kabinett Méndez war eine Dreiparteienregierung, die von Januar 1970 bis zu den vorgezogenen Kammerwahlen im Herbst 1970 im Amt war. Die Koalitionsregierung aus konservativer Volkspartei, liberalen Unionsdemokraten und linksliberalen Radikaldemokraten war die einzige sagradische Regierung, die von der liberalen UDS angeführt wurde, deren Vorsitzender Carles Méndez in Personalunion als Ministerpräsident und Außenminister amtierte.
Die Regierung folgte der seit 1967 amtierenden Minderheitsregierung unter Volkspartei-Chef Carles Angel Favale, die im Dezember 1969 ihre parlamentarische Mehrheit verloren hatte und daraufhin gestürzt worden war. Präsident Carles María Ortega hatte danach eine sofortige Auflösung der Abgeordnetenkammer verweigert, die auch von den Konservativen aufgrund der schlechten Wahlaussichten mehrheitlich abgelehnt wurde. Stattdessen betraute er nach Gesprächen mit den Parlamentsparteien den amtierenden Außenminister Méndez mit der Aufnahme von Verhandlungen mit den oppositionellen Radikaldemokraten. Dieser konnte schließlich PRD-Chef Carles Mexito zum Eintritt einer Mitte-Rechts-Regierung bewegen, die aber innerhalb der PRD umstritten blieb.
Die Regierung hatte dann auch nicht lange Bestand. Ein parteiinterner Putsch gegen PRD-Chef Mexito im Sommer 1970 führte zum Ende der Koalition, die von den Radikaldemokraten im August aufgekündigt wurde. Aus den vorgezogenen Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im September 1970 gingen die Parteien der Méndez-Koalition als Verlierer hervor und mussten einer neuen Linksregierung der Sozialisten unter Joán Caval Platz machen.
Zusammensetzung
Kabinett Favale III (PP-CSD, PR, UDS, bis August 1970 PRD), Januar 1970 - November 1970
- Ministerpräsident: Carles Méndez, UDS
- Vizeministerpräsident: Carles Angel Favale, PP-CSD
- Auswärtiges: Carles Méndez, UDS
- Inneres: Santo Miguel Ramírez, PP-CSD
- Justiz: Oscar Verosán, PR
- Finanzen, Wirtschaft und Industrie: Daniel Amintore, parteilos
- Außenhandel und Regionen: Fernando Begueller, parteilos
- Arbeit und Soziales: Carles Toquero, PP-CSD
- Verteidigung: Luciano González, PP-CSD
- Verkehr und öffentliche Arbeiten: Marcelo Flores, PP-CSD
- Bauwesen, Post und Fernmeldewesen: David Bornárez, PP-CSD
- Landwirtschaft und Ernährung: António Simónez, PP-CSD
- Bildung Forschung und Gesundheit: António Morales, UDS
- Familie, Moral und Kultur: Francisco Ferrera, parteilos
- Ohne Geschäftsbereich (zuständig für Institutionelle Reformen): Pierantónio Marcauro, PRD (bis August 1970)
- Ohne Geschäftsbereich: Carles Angel Favale, PP-CSD
- Ohne Geschäftsbereich: Lorenzo Estrubal, UDS
- Präsidentschaft: Carles Domínguez, UDS