Partit de Derest

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Partit de Derest
Rechtspartei
Gründung 1884
Auflösung 1948
Nachfolge CDM
Bündnis Cartel National (1926-1948)
Ausrichtung Konservatismus
Polit. Katholizismus
Mikol. Nationalismus
Monarchismus
Position Rechts

Die mikolinische Rechtspartei (mikol. Partit de Derest, kurz PD) war eine politische Partei in Mikolinien. Die Partei ging in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus der parlamentarischen Rechten der mikolinischen Abgeordnetenkammer hervor und bildete das konservative Pendant zur liberalen Staatspartei. Als fest organisierter Parlamentsklub entstand die Partei 1884 nach Einführung des parlamentarischen Regierungssystem, aber erst nach Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906 etablierte sie außerparlamentarische Strukturen. Von 1926 bis 1948 bildete die Rechtspartei den katholisch-konservativen Flügel des Cartel National und wurde danach durch das Mikolinische Demokratische Zentrum (CDM) abgelöst.

Profil und Geschichte[bearbeiten]

Die Rechtspartei vertrat monarchistische und konservative Positionen und verteidigte die Stellung der katholischen Kirche und des Königshauses gegenüber der säkular-liberalen Linken. Sie war unionistisch gesinnt und bekämpfte regionale und separatistische Elemente in Golen und Peruzien. Daneben war sie dezidiert antimarxistisch eingestellt und lehnte den Klassenkampf ab. Neben dem traditional-konservativen Flügel entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine sozialreformerische Strömung sowie ein national-autoritärer Flügel, der dem parlamentarischen Regierungssystem kritisch gegenüberstand und eine auroritäre Staatsreform anstrebte.

Nachdem sich die Rechtspartei traditionell als konservativ-katholisches Gegengewicht zu den liberalen Parteien verstanden hatte, öffnete sie sich seit den 1910er Jahren mit dem Aufstieg der Sozialistischen Partei und regionaler Kräfte vor allem in Golen einer bürgerlichen Zusammenarbeit mit den Liberalen. Nach mehreren politischen Krisen bildete sie von 1926 bis 1948 eine national-konservative Allianz mit der rechtsliberalen Staatspartei, das sogenannte Cartel National unter der Führung von Pier Ulisse (Staatsminister 1929-1942) und Noribert Ferrer (1942-1948). In der Weltwirtschaftskrise der 1930er und im golischen Bürgerkrieg ging die National-Regierung mit harter Hand gegen Streikende und Separatisten vor. Zudem erließ die Regierung Ulisse mehrere Gesetze zum Schutz von Staat und Monarchie, die sich vor allem gegen Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten richteten und zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen politischer Gegner führten.

Nachdem Mikolinien im Zweiten Weltkrieg neutral geblieben war, verlor die Nationalkoalition bei der Parlamentswahl in Mikolinien 1945 ihre parlamentarische Mehrheit. In der Folge erstarkte eine innerparteiliche Reformströmung, die eine Umwandlung der Partei in eine moderne christdemokratische Partei anstrebte. Unter der Führung von Noribert Ferrer leitete die Rechtspartei schließlich Gespräche mit den oppositionellen Sozialisten ein und setzte einige Staatsreformen in Gang, die Mikolinien schrittweise in einen parlamentarisch-monarchischen Bundesstaat verwandelten. Im Zuge der Maikrise 1948 und der Protestbewegung der "Narzissen" bildete sich 1948 schließlich das Cèntre Democrat Micoline als neue christdemokratische Partei der Mitte. Die PD löste sich daraufhin auf und trat dem neuen Zentrum bei, das de facto die politische Nachfolge der Rechten antrat.