Karl XI. von Mikolinien
Karl XI. (* 1752; † 1824) war König von Mikolinien und Peruzien sowie Großherzog von Macedi von 1794 bis zu seinem Tod sowie seit 1814 zugleich König von Golen. Von 1807 bis 1815 trug Karl zugleich den Titel eines Herr von Cuentez, Nerva und Lerça. In seiner Herrschaftszeit fügte er dem Königreich Mikolinien die Provinzen Golen, Westligrien sowie Nerva und Lerça hinzu und führte die mikolinischen Restitutionskriege zu einem Abschluss.
Leben[bearbeiten]
Charl Mari Claudis von Albero wurde 1752 als Sohn von Prinz Heinrich von Mikolinien, Herzog von Montanien und seiner Frau Anna von Kont geboren. Als er acht Jahre alt war, bestieg sein Vater nach dem Tod seines Onkels Karl X. als Heinrich II. den mikolinischen Thron und Charl Mari wurde als Thronfolger zum Fürsten von Peruzien ernannt. Er heiratete 1778 Prinzessin Anna Amalia von Parma, eine Tochter von Herzog Philipp von Bourbon-Parma. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, Prinzessin Johanna, eine spätere Königin von Sagradien, Prinz Heinrich Ludwig von Mikolinien, Fürst von Peruzien, sowie Prinz Franz Aloisius, der spätere König Franz II.
Nach dem Tod seines Vaters wurde Karl 1794 König. Die ersten zwanzig Jahre seiner Herrschaft waren von Auseinandersetzungen mit dem revolutionären Frankreich sowie mit den Kriegen Napoléons I. geprägt. Die Schwäche Sagradiens in den Wirren der napoleonischen Kriege nutzte Karl XI., um die von seinen Vorgängern initiierte Restitutionspolitik fortzusetzen, die auf eine Vertreibung Sagradiens von der mikolinischen Halbinsel abzielte. Im Konsettenkrieg der britisch-mikolinischen Allianz gegen Sagradien und Frankreich besetzte Mikolinien Westligrien sowie die Inseln Cuentez, Nerva und Lerça, die zuvor unter sagradischer Herrschaft gestanden hatten. Im Winterfeldzug 1812/1813 drang die mikolinische Armee unter Joann Osvalt Cresq in das napoleonische Herzogtum Alagua ein und vertrieb die Franzosen aus Golen. Karl nannte sich fortan König von Mikolinien, Peruzien und Golen sowie Herr von Cuentez, Nerva und Lerça.
Aus dem Wiener Kongress ging Karl XI. gestärkt hervor: Er erhielt Westligrien und wurde als König von Golen anerkannt. Als solcher herrschte er fortan über den größeren Westteil des früheren golischen Herzogtums. Zwar musste er Cuentez an Sagradien zurückgeben, er konnte aber die Zwillingsinseln Nerva und Lerça behalten. Damit stellte er die Grenze zwischen Sagradien und Mikolinien her, die im Wesentlichen bis heute gilt.
Trotz seiner Erfolge führte Karl in der Folge seine Expansionspolitik fort. Die sagradische Novemberrevolution 1817 nutzte er als Vorwand, um mit einem Heer nach Ostgolen vorzudringen. Die folgenden Golenkriege endeten aber, indem der Status Quo Ante wiederhergestellt wurde.