CI Avante

Aus Sagradien
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Corporación Industrial Avante SA
Rechtsform Societá Anónima
Gründung 1964
Vorgänger Mestral-Elecsa
SAESA
Sitz
Besitzer
Auflösung 1998
Nachfolger Avante Group
Telefónica Sagradia
Avancel (Bombardier)
Mestral-Elecsa
Branche Mischkonzern

Die Corporación Industrial Avante, kurz CI Avante, war ein sagradischer Industrie- und Technologiekonzern, der von 1964 bis 1998 bestand. Während dieser Zeit war CI Avante eines der größten und wichtigsten Unternehmenskonglomerate Sagradiens und positionierte sich als "integrierter Zukunftskonzern" mit Tätigkeiten im Maschinenbau, in der Energieerzeugung, in der Luft- und Raumfahrt sowie in Rundfunk, Fernsehen und Mobilfunk. Nachdem das Unternehmen in den neunziger Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, kam es 1994 zur Aufteilung des Konzerns in mehrere Teilunternehmen und 1998 schließlich zur Rück-Umbenennung des Kernunternehmens in Mestral-Elecsa SA. Zu den weiteren Nachfolgeunternehmen gehören die Telefónica Sagradia (mit der Marke O2) sowie der Medienkonzern Avante Group, der den ursprünglichen Konzernnamen heute fortführt.

Gründung und Entwicklung[bearbeiten]

Die CI Avante enstand 1964 aus der Fusion der Mestral-Elecsa SA, einem der bedeutendsten Technologieunternehmen des Landes, mit der staatlichen Societá Aerospacial de Sagradia (SAESA). Die Mestral-Elecsa war erst im Jahr 1953 aus dem Zusammenschluss des traditionsreichen Maschinenbauunternehmens António Mestral & C SA mit dem Energietechnikkonzern Elecsa (Electrónica Sagradêsa) entstanden, war aber in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Nachdem Mestral-Elecsa 1963 um Staatshilfen nachgesucht hatte, sahen die Manager der SAECA die Möglichkeit, die immer wieder geäußerte Idee eines integrierten Industriekonzerns für "Zukunftstechnologien" zu verwirklichen. Zum 1. Oktober 1964 wurde schließlich die Corporación Industrial Avante gegründet.

Diversifizierung[bearbeiten]

Mit dem neuen Technologiekonzern gelang es zunächst, die eingebrachten Unternehmungen zu stabilisieren, und schließlich auch, den Gesamtkonzern weiter zu diversifizieren. Wesentlicher Antreiber dieser Entwicklung war Alejandro Guifré, der 1973 die Konzernführung übernommen hatte. Unter Guifré, der enge Kontakte zur Politik hielt, investierte CI Avante hohe Summen in die Übernahme neuer Tochterfirmen und in die Erschließung neuer Unternehmensbereiche. Der Konzern wuchs auf diese Weise in den 1970er und 1980er Jahren zu einem der dominanten Konglomerate des Landes mit erheblichem ökonomischen und politischen Einfluss.

Mediensparte[bearbeiten]

In den achtziger Jahren betrat CI Avante den Medienmarkt und beteiligte sich am Aufbau eines privaten Rundfunks in Sagradien. 1980 gehörte CI Avante zu den Gründern des kommerziellen Radiosenders Onda 99.1, der kurz darauf komplett übernommen und in Onda Avante umbenannt wurde. 1985 erwarb der Konzern zudem von der Comtàid Media eine Beteiligung am Fernsehsender Canal 9. Die Mediensparte des Konzerns fusionierte schließlich im Jahr 1992 mit der Canal 9-Betreibergesellschaft zur Avante Nueve Media SA, an der CI Avante anfänglich einen 40-prozentigen Anteil besaß.

Mobilfunk[bearbeiten]

Im Jahr 1991 erwarb CI Avante die Lizenz zum Aufbau und Betrieb des ersten privaten Mobilfunknetzes in Sagradien und gründete die Avante Télecom als Joint Venture mit der staatlichen Coesa. Die 1992 gegründete Marke Sagra1 entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem der drei großen Mobilfunkanbieter des Landes (neben Télecom Sagradia/viatel und Telavel/tmi).

Krise und Zerschlagung[bearbeiten]

Die schnell anwachsende Größe des Konzerns und die Verlagerung der Aktivitäten in die Bereiche Medien und Kommunikation machten es zunehmend schwierig, das Konglomerat zusammenzuhalten und gemeinsam zu führen. Dazu kam Anfang der neunziger Jahre der gescheiterte Versuch, den angeschlagenen Ferrocel-Konzern zu übernehmen und dessen Rüstungssparte einzugliedern. Um sich gegen eine drohende feindliche Übernahme zu wehren, verbündete sich Ferrocel mit mehreren sagradischen Banken, erwarb mit deren Hilfe 1993/94 seinerseits Anteile an CI Avante und setzte dessen Aufspaltung in mehrere Teilunternehmen durch. Der Übernahmekampf und der kurz darauf bekannt gewordene Suizid von Alejandro Guiffré leiteten schließlich das Ende des Unternehmensimperiums ein.

Um die verlustreiche Übernahmeschlacht zu beenden, einigten sich CI Avante und Ferrocel im Jahr 1994 darauf, die jeweiligen Luft- und Raumfahrtsparten in ein neues Joint Venture einzubringen, das zum 1. Januar 1995 als Avancel SA begründet wurde. Die Avancel SA wurde 2002 schließlich an Bombardier veräußert.

Die Avante Nueve Media SA wiederum wurde zwischen 1996 und 1998 vollständig von Carles Saccín übernommen und schied aus dem Konzernverbund aus. Im Gegenzug erhielt CI Avante Saccíns Anteile am Stammkonzern zurück, die dieser in den vorangegangenen Jahren erworben hatte. Die Avante Nueve Mediasat SA benannte sich im Jahr 2004 schließlich in Avante Group um und erinnert damit bis heute an den Ursprungskonzern.

Der Rest-Konzern mit den Geschäftsbereichen Industrietechnik und Energietechnologie wurde schließlich zum 1. Januar 1998 wieder in Mestral-Elecsa umbenannt und nahm damit den alten Firmennamen aus dem Jahr 1953 an. Die profitable Telekommunikationssparte Sagra 1 Télecom wurde im Jahr 2000 durch die britische BT Group übernommen, die den Mobilfunkanbieter im Jahr 2002 in O2 Sagradia umbenannte und später an die spanische Telefónica veräußerte.