Philipp VII.

Aus Sagradien
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Philipp VII. (*1472, †1502) aus der Herrscherdynastie der Sántori war König von Sagradien und Conte von Tulis (1491-1502). Als Sohn Philipps VI. war er der zweite Sántori auf dem sagradischen Thron. Sein kinderloser Unfalltod im Jahr 1502 stürzte das Land in einen mehrere Jahre andauernden Thronfolgestreit, aus dem schließlich sein Onkel Peter von Sagradien als Sieger hervorging.

Jugend und Thronbesteigung

Philipp Jakob Anton von Santori wurde 1472 in Tulis als Sohn von Philipp VI. und seiner Frau Margaret Stewart geboren. Er erhielt den Titel eines Herzogs von Sesín und eines Prinzen von Sarmay und wurde als Infant zum Thronfolger erzogen.

Während seiner Jugend befand sich Philipps Vater im Krieg mit Frankreich um Einfluss in der Bretagne, wo Herzog Franz II. im Jahr 1488 ohne männlichen Erben starb. Um sein Bündnis mit dem bretonischen Adel gegen den jungen französischen König Karl VIII. abzusichern und die Kontrolle über die Bretagne zu erhalten, verlobte Philipp VI. seinen Sohn mit der bretonischen Erbin Anne. Nachdem die Herzogin das 13. Lebensjahr vollendet hatte, kam es im Dezember 1490 zur Hochzeit mit dem 18-jährigem Prinzen von Sarmay. Nur wenige Wochen später starb Philipp VI. und der junge Prinz von Sarmay wurde zum neuen König erhoben. Bereits zuvor war er von seinem Vater auch als Nachfolger im Comitat Tulis designiert worden.

Kriege gegen Frankreich

Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung geriet Philipp VII. in eine politische Bedrohungslage: Da im Comitat Tulis traditionell ein wahlmonarchisches Regime herrschte und nicht sicher war, ob der tulinesische Adel die Nachfolge Philipps anerkennen würde, musste Philipp Präsenz im Südwesten zeigen, um sich als neuer Conte bestätigen zu lassen. Das feindliche Frankreich wiederum nutzte die Gelegenheit, um eine neue Offensive in der Bretagne zu starten. Nacheinander eroberte Karl VIII. Nantes, belagerte Rennes und vertrieb die sagradischen Truppen aus dem Osten der Bretagne. Im November gelang es Karl VIII., Rennes einzunehmen. Anne de Bretagne musste ihre Ehe mit Philipp von Sagradien widerrufen und zur Hochzeit mit Karl VIII. einwilligen. Im Dezember 1491 kam es zur Trauung. Im Februar 1492 gelang es Frankreich, gegen die Zahlung hoher Summen an den Heiligen Stuhl die Annullierung der ersten Ehe Annes durch Papst Innozenz VIII. zu erreichen. Die folgenden Versuche Philipps, die Bretagne zurückzuerobern, schlugen fehl.

1495 schloss Philipp mit Kastilien, Aragón, England, Venedig, Mailand, dem Papst und dem Haus Habsburg die Allianz der Heiligen Liga gegen Frankreich. Dadurch erhofften sich Philipp VII. und sein leitender Minister, der Marqués de Cavalla, die Eroberung von Teilen der Bretagne. Teil des neuen Bündnisses war die Hochzeit Philipps VII. mit der Habsburgerprinzessin Katharina, einer Schwester Kaiser Maximilians I.

Zwar konnte Philipp Teile der Bretagne sichern, die Herrschaft der französischen Krone über das Herzogtum konnte aber nicht gebrochen werden. Auch nach dem Tod Karls VIII. 1498, gelang es Philipp nicht, die Hochzeit Anne de Bretagnes mit Karls Nachfolger Ludwig XII. zu verhindern.

Nachfolge

Die Ehe Philipps mit seiner zweiten Frau Katharina von Habsburg gestaltete sich schwierig, schien der junge Prinz doch wenig von seiner deutlich älteren Frau angetan zu sein. So blieb die Ehe auch kinderlos.

Anders als sein Vater zeigte Philipp VII. wenig Interesse für die Künste und Wissenschaften und sah sich viel eher in der Tradition mittelalterlicher Könige. Er war ein begeisterter Reiter und veranstaltete des öfteren Ritterturniere, an denen er auch selbst teilnahm. Eines dieser Turniere sollte ihm schließlich zum Verhängnis werden. Als Philipp 1502 bei einem Turnier von Pferd fiel, war er so schwer verwundet, dass er den Leiden nach wenigen Tagen erlag und im Alter von 30 Jahren starb.

Da er ohne legitime Nachkommen geblieben war, stürzte sein Tod das Imperium der Sántori in eine ernsthafte Krise. Es kam nun zu einem blutigen Machtkampf zwischen den verfeindeten Linien des Hauses. Als ältere Schwester Philipps meldete Catarina de Sántori Ansprüche auf die Krone an. Da sie jedoch mit Filipe de las Marcas, einem unehelichen Nachkommen David de Sántoris und Führer der Bastard-Linie Sántori de las Marcas, verheiratet war, wurden ihre Ansprüche von Teilen des Adels zurückgewiesen. Stattdessen schwang sich nun Philipps Onkel Piero, Herzog von Corar und Herzog von Salua zum Widersacher Katharinas auf und sicherte sich mithilfe des Adels die Krone.