Liberale Staatspartei

Aus Sagradien
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Partit d'Estat Libral
Liberale Staatspartei
Gründung
Auflösung 1948
Nachfolge Partit Democrat Libral
Ausrichtung Liberalismus
Kons. Liberalismus
Konst. Monarchie
Farbe blau

Die Liberale Staatspartei (mikolinisch Partit d'Estat Libral, kurz PdEL) war eine politische Partei in Mikolinien, die bis 1948 bestand. In der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellte die PdEL neben der katholisch-konservativen Rechtspartei eine der zwei großen bürgerlichen Parteien im Königreich Mikolinien dar. Ursprünglich als liberales Gegengewicht zur Rechten entstanden, vertrat die Staatspartei lange Zeit die Interessen des liberalen städtischen Bürgertums und trat für Freihandel, niedrige Steuern, Bürgerrechte sowie für eine Parlamentarisierung des Regierungssystems ein. Entsprechend war die Staatspartei auch die treibende Kraft hinter der Verfassungsreform von 1879. Mit Luvis Renard (1890-1897), Fernand Esquill (1902-1907), Marc Visconte (1911-1918) und Osvalt Camur (1918-1923 und 1926-1929) stellten die Liberalen vier bedeutende Staatsminister.

Nach der Abspaltung des linksliberalen Partit Radical-Democrat sowie der sozialistischen und kommunistischen Parteien rückte die Staatspartei immer weiter nach rechts und näherte sich der konservativen Partei an. Zugleich verlor sie kontinuierlich an Zustimmung in der Bevölkerung. Unter der Führung von Osvalt Camur bildete die Staatspartei schließlich seit 1926 das antisozialistische und antiseparatistische Cartel National mit der katholischen Rechtspartei. Dessen Erosion nach der Parlamentswahl 1945 führte auch zum Ende des PdEL. Der Großteil der Partei vereinigte sich 1948 mit den Radikal-Demokraten zum Partit Democrat Libral, eine kleine Minderheit schloss sich der agrarisch geprägten Partit National Libral an. Die Liberale Staatspartei gilt damit als Vorläuferin der heutigen Parteien Democratia Libral, Unió Progresiste-Democrat und Partit National Libral.