Paulo Sabatier

Aus Sagradien
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Paulo Fernando Mello Varigell (*1963 in Artir) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler und heutiger Trainer, der als Mittelfeldspieler und Libero für den FC l’Artir, Olympique Marseille, Real Madrid, Juventus Turin und den sagradischen Rekordmeister Juvantêsa Sport aus Tulis spielte. Mit 130 A-Länderspielen ist er bis heute Rekordnationalspieler der sagradischen Auswahl, deren regulärer Spielführer er von 1994 und 2000 war. Der von seinen Mitspielern "Chefe" genannte Varigell gehört mit insgesamt sechs nationalen Meisterschaften und drei Europapokalsiegen zu den erfolgreichsten sagradischen Klub-Fußballern.

Karriere als Spieler

Der gebürtige Artirer Varigell begann seine Fußballerkarriere in der Jugend seines Heimatvereins FCA und bestritt für den Klub in der Saison 1983/1984 sein erstes Profi-Spiel in der ersten Liga. In dieser Zeit spielte er noch im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr. Bereits in der Folgesaison 1984/85 hatte er sich als Stammspieler in der Mannschaft durchgesetzt und glänzte durch starke Leistungen, sodass er im Herbst 1985 erstmals für die sagradische Nationalmannschaft berufen wurde. Hier konnte er sich zunächst aber nicht im Stamm durchsetzen und wurde nur unregelmäßig nominiert. Aufgrund der großen Konkurrenz im Mittelfeld verzichtete Nationaltrainer Luca Martínez bei der Weltmeisterschaft 1986 auf den 23-jährigen Varigell. Stattdessen nahm dieser für die sagradische U-21-Auswahl an der Europameisterschaft 1986 teil. Im Laufe des Turniers rückte Varigell in die Rolle des Liberos und führte das Team zum Europameistertitel. Auch im Verein übernahm er in der Folge die Position des Liberos und konnte sich über diesen Umweg auch ins A-Nationalteam zurückspielen. In der Spielzeit 1987/1988 erreichte Varigell mit dem FC l’Artir unter Trainer Sebastián Elano das Halbfinale des UEFA-Pokals und wurde für seine starken Leistungen mit einer Nominierung für die Europameisterschaft 1988 in West-Deutschland belohnt. Hier konnte er sich aber nicht gegen Stamm-Libero Javier Polino durchsetzen und wurde nur im zweiten Gruppenspiel gegen die Bundesrepublik eingewechselt, das Sagradien aber 0:2 verlor. Im Halbfinale war für Sagradien gegen die Sowjetunion Schluss.

Erst danach eroberte Varigell auch im Nationalteam den Stammplatz als Libero und avancierte zum Leistungsträger. Nach einer weiteren starken Saison wechselte Varigell im Sommer 1989 nach Frankreich, wo er mit Olympique Marseille seine ersten Titel im Vereinsfußball gewinnen wollte. Mit den Franzosen holt er 1990 und 1991 zweimal in Folge die nationale Meisterschaft. Bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien wurde Varigell in allen drei Gruppenspielen eingesetzt, konnte das enttäuschende Abschneidern der vemeintlichen Startruppe aber nicht verhindern. Nach zwei Niederlagen gegen Italien und die Tschechoslowakei reichte auch ein Sieg gegen die Vereinigten Staaten im letzten Gruppenspiel nicht mehr zum Weiterkommen. Das gleiche Schicksal ereilte Varigell als Libero der sagradischen Auswahl bei der Europameisterschaft 1992 in Schweden, wo nach Niederlagen gegen die Niederlande und Deutschland trotz eines Sieges gegen die GUS nach der Vorrunde Schluss war.

Im Sommer 1991 war Varigell bereits zu Real Madrid gewechselt, wo er aber eine enttäuschende Saison erlebte. Zwar konnte er sich nach einer Verletzungsserie zum Saisonende hin wieder als Stammkraft durchsetzen, verlor die Meisterschaft aber gegen den FC Barcelona. Nach der EURO 1992 wechselte Varigell nach Italien zu Juventus Turin, wo er unter Trainer Giovanni Trapattoni spielte. Hier errang Varigell in der Saison 1992/1993 im Alter von 30 Jahren seinen ersten großen Titel mit dem Gewinn des UEFA-Pokals. An der Seite von Spielern wie Roberto Baggio, Gianluca Vialli und Jürgen Kohler setzte sich Varigell im Finale gegen den deutschen Teilnehmer Borussia Dortmund durch . Varigell nahm mit der sagradischen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1994 in den Vereinigten Staaten teil. Unter Trainer Carles Notero verlief das Turnier mit Varigell als Stammlibero und Leistungsträger deutlich besser als die vorangeganenen. Nach einem 3:1-Sieg über Kolumbien und einer peinlichen 1:4-Niederlage gegen die Schweiz, bei der auch Varigell nicht gut aussah, siegte die Mannschaft im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen die Gastgeber USA mit 1:0 und qualifizierte sich für das Achtelfinalspiel gegen den amtierenden Vizeweltmeister Argentinien. Weil er im letzten Gruppenspiel die zweite gelbe Karte gesehen hatte, war Varigell im Topspiel gegen die Südamerikaner gesperrt und konnte von der Tribüne einen 3:2-Sieg seiner Mannschaft bejubeln. Im Viertelfinal-Spiel wieder an Bord, musste Varigell sich dem späteren Dritten Schweden mit 6:7 im Elfmeter-Schießen geschlagen geben. Obwohl er ein gutes Spiel gemacht hatte, gehörte Varigell zu den tragischen Helden des Spiels, nachdem der schwedische Torhüter seinen Elfmeter gehalten hatte. Trotz dieser schmerzlichen Niederlage wurde Varigell nach dem Turnier zum neuen Kapitän der Nationalmannschaft ernannt, nachdem Vorgänger Roger Paranda aus dem Team zurückgetreten war.

Nachdem Juventus in der Saison 1993/1994 die Meisterschaft in der Serie A als Tabellenzweiter hinter Milan verpasst hatte, kehrte Varigell nach Sagradien zurück. Mit einer gezahlten Ablösesumme von umgerechnet 6,5 Millionen Euro, welche sein neuer Arbeitgeber Juvantêsa Sport an Juventus zahlte, war der Verteidiger der bis dato teuerste Einkauf in der Vereingeschichte, ehe aber wenige Wochen später der Transfer von Daniel Pessué von Inter Mailand zur Juvantêsa für 8,5 Millionen Euro bekannt gegeben wurde. Noch bis 1999 blieb Varigell der teuerste Verteidiger in der Geschichte des Vereins. In Tulis erlebte Varigell seine erfolgreichsten Jahre als Spieler. Unter Trainer Ticiano De la Costa spielte der Libero Seite an Seite mit internationalen Stars wie Daniel Pessué, Diego Juván oder Ludovic Conseille und gewann bereits in seiner ersten Saison die sagradische Meisterschaft. Nach einer enttäuschenden Saison 1995/1996 nahm Varigell mit der sagradischen Auswahl an der Europameisterschaft 1996 in England teil. Im Mutterland des Fußballs gehörte Varigell als Spielführer zu den großen Stützen seines Teams. Nach zwei Siegen gegen die Türkei und gegen Dänemark wurde Varigell bei der 0:3-Niederlage gegen Portugal im letzten Gruppenspiel geschont. In der folgenden Viertelfinal-Partie verlor das Team mit Varigell gegen den späteren Turniersieger Deutschland knapp mit 1:2 und schied aus.

Mit Juvantêsa SC wurde Varigell in der Folgespielzeit 1996/1997 Vizemeister und gewann zum zweiten Mal den UEFA-Pokal. Im Finale setzte sich das Team gegen Inter Mailand durch. In der Saison 1997/1998 führte Varigell die Mannschaft mit starken Leistungen erneut zur Meisterschaft. Unter dem neuen Cheftrainer Joán Restávio wurde Varigell wiederum als Nachfolger des zurückgetretenen Roger Paranda zum Kapitän der Mannschaft berufen. Als unumstrittener Leistungsträger fuhr Varigell, mittlerweile bereits 35 Jahre alt, auch zur Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Zuvor hatte er mit seinem 94. Länderspiel zuerst den bis dahin amtierenden Rekordnationalspieler Roger Paranda als alleinigen Rekordträger abgelöst und danach als erster sagradischer Fußballer sein 100. A-Länderspiel gefeiert. In Frankreich führte Kapitän Varigell das Team zum bis dahin zweitgrößten Erfolg nach der Finalteilnahme 1958. Nach Vorrunden-Siegen gegen Kolumbien und England und einem Untschieden gegen Tunesien, bei dem Varigell geschont wurde, setzte sich die „Azûr“ in Achtel- und Viertelfinale gegen Kroatien und Deutschland durch. Erst im Halbfinale musste sich die sagradische Mannschaft dem Gastgeber und späteren Weltmeister Frankreich geschlagen geben. Im Spiel und Platz 3 siegte Sagradien schließlich gegen die Niederlande mit 2:1. Mit 13 WM-Einsätzen war Varigell zu diesem Zeitpunkt auch Rekordspieler Sagradien bei Weltmeisterschaft.

Dem erfolgreichen WM-Turnier folgte eine noch erfolgreichere Saison mit dem Verein. Unter Joán Restávio gewann die Juvantêsa mit Varigell als Abwehrchef als erste Mannschaft überhaupt das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Championsleague-Triumph. Im Europapokalfinale setzte sich das Team in einem legendären Spiel gegen Bayern München durch. Auch in der Folgesaison konnte die Juvantêsa den Meistertitel verteidigen und damit den dritten Ligatriumph in Folge feiern. Es war Varigells letzte Spielzeit als aktiver Fußballer. Im letzten Heimspiel der Saison, bei dem auch die Meisterschaft gefeiert werden konnte, wurde Varigell in der 80. Minute unter stürmischem Beifall der Juvantistas ausgewechselt und übergab die Kapitänsbinde an seinen Nachfolger Daniel Pessué. Nach dem Ligaerfolg nahm Varigell noch einmal als Kapitän bei einer Europameisterschaft teil. Unter Trainer Selle Ebrulla kam die „Azûr“ zum zweitenmal nach 1976 ins EM-Finale, unterlag dort aber in einem spannenden Spiel Weltmeister Frankreich durch ein Golden Goal von David Trézéguet mit 1:2. Es war Varigells 130. und letztes Spiel für die FSF-Auswahl. Nach seinem Karriereende folgte noch ein Abschiedsspiel zwischen einer Allstar-Auswahl und dem Team der Juvantêsa, an dem zahlreiche internationale Stars und Wegbegleiter Varigells teilnahmen.

Stationen als Spieler:

  • Bis 1989: FC l'Artir
  • 1989-1991: Olympique Marseille (FRA)
  • 1991-1992: Real Madrid (ESP)
  • 1992-1994: Juventus Turin (ITA)
  • 1994-2000: Juvantêsa Sport

Erfolge als Spieler: im Verein:

mit dem Nationalteam:

  • 130 A-Länderspiele für Sagradien (1985-2000)
  • WM-Teilnahme 1990, 1994, 1998
  • EM-Teilnahme 1988, 1992, 1996, 2000
  • Vize-Europameister 2000
  • WM-Dritter 1998
  • U-21-Europameister 1986

Karriere als Trainer

Im Anschluss an seine aktive Spielerkarriere absolvierte Varigell eine Trainerausbildung und übernahm im Sommer 2001 die Leitung der 3. Mannschaft von Juvantêsa SC. Ein Jahr später wechselte er auf den Trainerstuhl der Juvantêsa B, die zu diesem Zeitpunkt in der Zweiten Liga spielte. Nachdem er die Mannschaft in den Spielzeiten 2002/2003 und 2003/2004 in der Liga hatte halten können, musste er 2005 den Weg in die Dritte Liga antreten, wo er in der Saison 2005/2006 nur knapp den direkten Wiederaufstieg verfehlte. Nach dem Rücktritt des Juvantêsa-Cheftrainers Luis Etxeberría im Januar 2007 übernahm Varigell interimistisch die Leitung der Mannschaft und saß in einem Ligaspiel und einem Pokalspiel auf der Trainerbank der Profimannschaft. In diesen Spielen konnte er einen Sieg und ein Unentschieden erreichen. Trotz seiner Erfolge und Forderungen der Fans nach einem dauerhaften Engagement des langjährigen Juvantêsa-Kapitäns als neuer Cheftrainer verpflichtete die damalige Klubführung um Präsident Alberto Joán Martínez den Franzosen Bernard Coutier als neuen Übungsleiter. Varigell zeigte sich enttäuscht über vorangegangene Versprechungen und verließ in der Folge nach über zwölf Jahren bei der Juvantêsa den Verein.

Nur wenige Wochen später wurde Varigell als neuer Cheftrainer des Erstligisten Ligre North Sportivo vorgestellt, wo er als Nachfolger von Stefano Detânia einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Nachdem er den in Abstiegsgefahr schwebenden Klub am Saisonende noch auf einen sicheren Mittelfeldplatz geführt hatte, verlief die Saison 2007/2008 unglücklich. Am Ende landete Varigell mit den ”Lilien” auf Platz 13 und beendete die Zusammenarbeit mit dem Verein in beiderseitigem Einvernehmen. Im Anschluss an sein Engagement am Ligre unterschrieb Varigell im August 2008 einen Trainervertrag beim sagradischen Fußballverband FSF und wurde Cheftrainer der sagradischen U-20-Nationalmannschaft, wo er den zuvor sehr erfolgreichen Joán Barxet ablöste.

Im Juli 2009 verkündete Varigell überraschend seinen Rücktritt vom Traineramt und kehrte als Co-Trainer zu Real Madrid zurück, wo er zum Trainerstab des neuen Cheftrainers Joán Restávio gehörte. Nach der verpassten Meisterschaft 2010 trotz Punkterekords und der Entlassung Restávios endete auch Varigells Engagement in der spanischen Hauptstadt.

Überraschend wurde wenige Wochen später die Verpflichtung Paulo Varigells als neuer Cheftrainer des Erstligaaufsteigers Cuernta Fútbol AS bekannt gegeben. Varigell übernahm dort die sportliche Leitung der 1. Mannschaft von Teammanager Ticiano De la Costa, der sich auf den Posten des Generalmanagers zurückzog und damit als Klubboss fungiert. Als Assistent wird Varigell in Cuernta Tristán l’Areâu zur Seite stehen, der zudem die Leitung der 2. Mannschaft der Niederpiner übernimmt.

Stationen als Trainer: