Flávio Osório Gimenès

Aus Sagradien
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Flávio Osório Jimenez (*1927 in Semess) ist ein sagradischer Politiker der ASUL und ehemaliger langjähriger Bürgermeister von Semess (1970-1987) sowie Präsident der Semestiner Regionalregierung (1989-2001). Von 1985 bis 1987 amtierte er als Nachfolger von Joán Caval im Amt des Generalsekretärs seiner Partei. Bei der Präsidentschaftswahl 1994 unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem konservativen Amtsinhaber Santiago Montoya.

Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970 und der Ernennung Paulo Centavos zum Minister im Kabinett Caval I wurde Osório Jimenez vom Semestiner Stadtrat zum neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt gewählt. In diesem Amt blieb er insgesamt 17 Jahre und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den Kommunalwahlen 1972, 1976, 1980 und 1984 holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den Grünen über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die 1985 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt wurden.

Seine anhaltenden Erfolge in Semess machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1977 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, stieg Jimenez nach dem zunächst vorübergehenden Rückzug von Parteichef Joán Caval 1984 in den engeren Kern der ASUL-Führung, des so genannten Quadrumvirats auf. Er galt als Vertreter des traditionalistischen Flügels der Partei. Der im Januar 1985 angekündigte Rückzug Joán Cavals vom Parteivorsitz führte auf dem Parteikongress der Sozialisten in Noyar im Mai 1985 zu einer Kampfkandidatur zwischen Donado Ricardes und Andrés Colón um die Frage, wer die Partei in die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 führen solle. Nach dem knappen Sieg Ricardes' verzichtete Colón zugunsten Osórios auf das Amt des Generalsekretärs, der schließlich ohne Gegenkandidaten die Nachfolge Cavals antrat. Der in der Partei deutlich weniger verankerte Donado Ricardes hatte ebenfalls Osório unterstützt, der als Generalsekretär das traditionelle Milieu ansprechen und in der Partei als Integrator fungieren sollte. Nach dem Sieg der Sozialisten bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 verzichtete Osório auf eine Funktion im Kabinett Ricardes und blieb Bürgermeister und Generalsekretär.

Eine Koalitionskrise im Spätsommer 1987 führte schließlich zum Austritt der Grünen aus der Semestiner Koaliton. Eine von Osório gestellte Vertrauensfrage endete in einem Debakel für diesen, da ihm nicht nur die Opposition und die Grünen, sondern gleich drei Abgeordnete der eigenen Fraktion die Gefolgschaft verweigerten. Flávio Osório Jimenez wertete das Ergebnis als Misstrauensvotum für den eigenen Kurs und trat daraufhin von allen Ämtern zurück. Er zog sich aus der aktiven Politik zurück und gab auch das Amt des Generalsekretärs der Partei an Donado Ricardes ab. Die Sozialisten verloren daraufhin die vorgezogene Kommunalwahl im Januar 1988 an die Konservativen unter Gustavo Galler.

Osório Jimenez feierte zwei Jahre später sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989 feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber António Vallerón und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen 1993 und 1997, jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den Regionalwahlen 2001 trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an David Acebes, der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL.

Bei der sagradischen Präsidentschaftswahl 1994 trat Flávio Osório Jimenez gegen den Amtsinhaber Santiago Montoya von der konservativen Volkspartei an und erreichte im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39 Prozent. Damit unterlag er jedoch Montoya, der bereits im ersten Wahlgang eine knappe absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und im Amt bestätigt wurde.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

  • 1989-2001: Mitglied des Regionalrats von Semestina

Parteiämter

  • 1985-1987: Generalsekretär der ASUL
  • 2001-2005: Präsident des Nationalkonvents der ASUL