Partíu Popular de Convergência

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen

Die sagradische Volkspartei (sagradisch Partido Popular de Convergência, Abk. PPC, dt. Volkspartei der Zusammenkunft) ist eine bürgerlich-katholische Mitte-Rechts-Partei in Sagradien und neben der sozialdemokratischen ASUL eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit Roberto Vidéas Braga und Miguel Ánibal Luisanto den sowohl den Staatspräsidenten als auch den Regierungschef des Landes. Ministerpräsident Luisanto regiert seit 2006 in einer Koalition mit der liberalen UDS. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem Paulo Luciaro, Santo Moya und Josep Carles Otero.

Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne sagradische Volkspartei mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien.

Parteigeschichte

Ins Leben gerufen wurde die Partei im Januar 1945 mit dem Anspruch, eine überkonfessionelle bürgerliche Sammlungspartei darzustellen. Der wesentliche Kern der Partei bestand jedoch aus katholischen Politikern wie Ariel Fernando De la Roya, Paulo Manuel Luciaro, Nino Cabal oder Benito Mello, die in der Zweiten Republik teilweise der katholisch-progressiven PDP oder aber der katholisch-konservativen Volksunion (UP) angehört hatten. De la Roya und Cabal gehörte dem christlichen Widerstand gegen die sagrofaschistische Diktatur der Comunión Nacional an, Benito Mello und andere standen dagegen innerhalb der UP und der CN in kritischer Loyalität zum Regime oder setzten sich erst spät von diesem ab.

Die PPC sollte eine bürgerlich-konservative und soziale Integrationspartei mit christlich-abendländischem Gedankengut sein, die ehemals konfessionelle Bindung durch die Öffnung für liberale Ideen ersetzt werden. Die PPC verstand sich als Sammlungsbewegung und versuchte, die progressiven Ansätze im katholischen Lager der Vorkriegszeit weiterzuführen und die in der Vergangenheit mehrheitlich demokratiekritischen bis -feindlichen praktizierenden Katholiken der Volksunion ins demokratische Lager zu integrieren. Gleichzeitig sollte die Spaltung in eine klerikale und eine säkulare Rechte überwunden werden, was freilich erst mit dem Zerfall der rechtsliberalen MPD in den frühen Fünfziger Jahren erreicht werden sollte.

Im Vergleich zu anderen Parteien der bürgerlichen Rechten war die PPC durch eine aktivere Parteibasis und eine stärkere lokale Parteistruktur geprägt. Dies stellte sich schnell als Vorteil heraus, da es der PCC deutlich besser als den anderen entstehenden Parteien der bürgerlichen Mitte und Rechten gelang, Wahlkämpfe zu führen und Wähler zu mobilisieren. Bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945 wurde die Partei mit 24 Prozent der Stimmen zweite Kraft hinter den Sozialisten und bildete danach die so genannte Demokratische Koalition mit dem Partido Radical, der Sozialistischen Partei und den sagradischen Kommunisten, welche die erste Provisorische Regierung unter Sergio Rafael Dini stützte. Parteigründer Ariel De la Roya wurde zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt, Paulo Luciaro und Mário Elabal vertraten die Partei in der provisorischen Regierung. Die 1946 verabschiedete Verfassung der Dritten Republik wurde maßgeblich von Politikern der Volkspartei geprägt. Nachdem Paulo Luciaro 1946 selbst die Führung der provisorischen Regierung übernommen hatte, gewannen die Christdemokraten bei der ersten Parlamentswahl 1946 die relative Mehrheit der Mandate im Senat und stellten mit einem Stimmenanteil von 25 Prozent die nur knapp zweitgrößte Fraktion in der Abgeordnetenkammer.

In wirtschaftspolitischer Hinsicht vertrat die PPC gemäß der katholischen Soziallehre zunächst eine kapitalismuskritische Haltung und verfügte sogar über einen christlich-sozialistischen Flügel um Nino Cabal und Luciano Minorel. Angesichts der Spannungen des ausbrechenden Kalten Kriegs und nach dem endgültigen Ausschluss der Kommunisten aus der Demokratischen Koalition 1947 setzte sich auch in der PPC ein dezidiert antikommunistischer Kurs durch, der vor allem dem rechten Parteiflügel zugute kam. Unter dem Einfluss von Paulo Luciaro, der nach der Wahl De la Royas zum Senatspräsidenten 1946 zunehmend als Führer der Partei auftrat und ihre Politik maßgeblich steuerte, versuchte sich die Partei zunehmend auch dem liberalen und nationalkonservativen Bürgertum zu öffnen. Der linke sozialistische Flügel geriet in die Minderheit und fand mit seinen Ideen kaum noch Gehör. 1949 traten Nino Cabal und Luciano Minorel als bekannteste Vertreter des linkskatholischen Flügels aus der Partei aus und gründeten wenig später das Movimiento Socialista Cristiano, das sich der Linken anschloss. Stattdessen wurde die PPC zum Gravitationszentrum einer neuen antikommunistischen Mitte-Rechts-Allianz aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten, die sich der Demokratischen Volksfront aus Sozialisten und Kommunisten entgegenstellte.

1949 wurde Paulo Luciaro Ministerpräsident und integrierte mit der rechtskonservativen UNP auch erstmals Vertreter der gemäßigten nationalen Rechten in der Regierung. Als Ergebnis des neuen Bündnisses errangen die Christdemokraten mit der Unterstützung anderer Rechtsparteien bei den Senatswahlen 1949 einen deutlichen Sieg. Die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950 bestritt die PCC als Kopf einer vereinten Mitte-Rechts-Allianz mit der nationalkonservativen UNP, die sich mit einem Stimmenanteil von über 36 Prozent klar als stärkste Kraft durchsetzen konnte.