Philipp von Mikolinien
Philipp von Gerón (*1288, †1313) war als Philipp II. König von Peruzien (1305-1313) und als Ehemann der mikolinischen Königin Carolina I. und nach ihrem Tod kurzzeitig selbst als Philipp I. König von Mikolinien (1308-1313). Er war der erste mikolinische Herrscher aus dem peruzinisch-sagradischen Königshaus Redanior.
Aufstieg zum König von Peruzien
Philipp von Gerón wurde 1288 als ältester Sohn des Prinzen Johann von Sagradien und Peruzien und dessen Ehefrau Margarete von Mikolinien geboren. Er war väterlicherseits ein Enkel des peruzinischen Königs Philipp der Schweigsame und ein Neffe der sagradischen Könige Martin IV. Felix, Robert I. und Julen I. sowie Vetter der Könige Philipp VI. und Martin V. von Sagradien und Perucía. Seine Mutter war eine Schwester der mikolinischen Könige Karl IV. und Rodique I., er selbst damit Enkel König Karls III. von Mikolinien.
Die Rebellion seines Vaters Johann von Gerón gegen die sagradischen Könige Johann III. und Julen I. führte 1301 zu seiner eigenen Thronbesteigung als König von Perucía, wodurch Philipp zum Thronfolger wurde. Philipp folgte ihm schließlich 1305 als König nach.
Ehe und Königtum in Mikolinien
Philipps Mutter Margarete von Mikolinien war eine sehr ehrgeizige Frau mit großem Einfluss auf ihren Bruder Roduich I., der selbst ohne Sohn war, der ihm hätte als König nachfolgen können. Als Erbin galt daher, spätestens seit der Konvention von Santéi, Roduichs älteste Tochter Carolina (*1385). Margarete setzte schließlich die Verlobung Philipps mit Carolina durch. Im Jahr 1303 kam es zur Eheschließung. Als König Roduich I. 1308 starb, folgte ihm seine Tochter Carolina erwartungsgemäß als Herrscherin nach. Philipp wurde an ihrer Seite Mitregent, ohne aber ein eigenes Thronfolgerecht zu erhalten.
In den folgenden drei Jahren regierte das junge Ehepaar im Wesentlichen unter der Obhut Margaretes von Mikolinien, die weiterhin die starke Frau im Königreich blieb. Seit 1312 kam es jedoch unter dem Einfluss von Philipps Geliebter Francise de Montblanc und ihrem Vater Graf Otho von Montblanc zu heftigen Differenzen zwischen Philipp, seiner Frau und seiner Mutter. Als Königin Carolina im Jahr 1312 starb, kamen daher Gerüchte auf, Philipp habe sie vergiften lassen. Da er selbst jedoch über keine eigene Herrschaftsrechte verfügte, ist dies unwahrscheinlich. Dennoch versuchte Philipp nun, aus eigenem Recht heraus zu regieren. Er trat auch weiterhin als König auf, was zunächst auch von den mikolinischen Ständen geduldet wurde.
Sturz und Tod
Erst als Philipp wenig später seine Geliebte Francise von Montblanc heiratete und seine Mutter Margarete entmachtete und vom Hof entfernen ließ, kam es zum Aufstand, der von Heinrich von Kont, einem illegitimen Sohn Karls III. angeführt wurde.
Philipp musste sich nun im Kampf gegen Heinrich von Kont stellen. In der Schlacht von Marquesta wurde Philipp schließlich besiegt und getötet. Sein Konkurrent Heinrich der Bastard wurde jedoch von den Ständen ebenso wenig anerkannt, wofür Philipps Mutter Margarete sorgte, die schließlich 1315 ihren zweiten Sohn Martin als König durchsetzen konnte.