Dián Berel III.

Aus Sagradien
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Dián Berel III. (*um 1021; †1070, Dianus Berelius) war ein sagradischer Adliger aus dem Haus Berel. Er war Herzog von Niederalkonien (seit 1045) und Graf von Oller (seit 1048) und wurde im Jahr 1069 als Kandidat der Dianniden erfolglos zum sagradischen Gegenkönig gegen Martin III. erhoben. Ihm folgte sein Neffe Hugo Dianus von Clièce nach.

Leben

Dián Berel wurde um 1021 als Sohn des Alkonenherzogs Anton Berel und dessen Frau Aureca, einer Tochter König Albreths V. geboren. Er stammte damit väterlicherseits aus dem Geschlecht der Dianniden und mütterlicherseits aus der sagradischen Königsdynastie der Helgariden. Bereits im Alter von 24 Jahren wurde Dián Berel Herzog von Niederalkonien und stieg damit zu einem der wichtigsten Lehnsmänner König Roduichs III. auf. Als solcher konnte sich Dián Berel eine wichtige Position im Süden des Reichs erarbeiten und die Macht der Dianniden ausbauen.

In Alter von 22 Jahren heiratete Dián Berel seine Cousine Ysabel von Oller, Tochter des Grafen Joso von Oller und Oredas von Sagradien, einer Schwester seiner Mutter Aureca. Da Ysabel die Erbtochter ihres Vaters war, folgte Dián diesem 1048 als Graf von Oller nach. Er konnte dadurch seinen Ländereien umfangreiche Besitztümer im Süden Alkoniens hinzufügen und seine Machtstellung weiter ausbauen.

Die Ehe mit Ysabel blieb aber ohne Kinder, sodass Dián Berel seine Frau verstieß und in zweiter Ehe Johanna von Malesc heiratete. Doch auch diese Verbindung produzierte keine Nachkommen. Aufgrund dieser Tatsache adoptierte Dián Berel seinen Neffen Hugo Dianus, Sohn seiner Schwester Thiana Berel und des westfränkischen Grafen Hugobald von Clièce, und nominierte ihn als Nachfolger.

Die letzten beiden Lebensjahre Dián Berels waren von Machtkämpfen geprägt. Nachdem König Roduich III. von seinem unehelichen Onkel Johann von Tesqué erschlagen worden war, kam es in Sagradien zum Thronstreit. Johann erhob seinen Sohn Martin III. auf den Thron, was die Gegner der Tesqué-Partei aber anfochten und stattdessen Dián Berel als wichtigsten Lehnsmann des verstorbenen Königs und Nachkomme Albreths V. zum Gegenkönig erhoben. Schon kurze Zeit später erkrankte Dián Berel und konnte seine Ansprüche nicht durchsetzen. Als er 1070 starb, musste sein Neffe Hugo Dianus das Königtum Martins III. anerkennen, um die umfangreichen Besitztümer seines Onkels im Süden Sagradiens zu erben. Nachdem mit Dián Berel die ältere Diannidendynastie ausgestorben war, begründete Hugo Dianus die jüngere Dynastie der Dianniden und erreichte 1078, was seinem Onkel nicht gelungen war: als König von Sagradien anerkannt zu werden.