Ligrien
Als Ligrien (sagradisch Ligria) wird eine Landschaft und ein Kulturraum im Norden der sagro-mikolinischen Halbinsel bezeichnet, der sich vom Unterlauf des Flusses Ligre in Nordsagradien bis zur westlichen Küste des Ligrischen Meeres im Norden Mikoliniens ("Westligrien") erstreckt. Die Bezeichnung findet sich heute im Namen der sagradischen Region Ligre-Scantia sowie der mikolinischen Provinz Nort Perucia-Ligre Ovest wieder.
Der Name Ligrien geht auf den keltischen Stamm der Ligri zurück, der in vorrömischer Zeit am Ligre ("Fluvius Liger") und an beiden Ufern des Ligrischen Meeres ("Mare Novum") siedelte. In römischer Zeit gehörte Ligrien zu den beiden Provinzen Sagradia Geroniensis und Micolina Superior. Es kam zur Romanisierung der Bevölkerung, die sich aber noch länger eine keltisch beeinflusste Kultur bewahrte.
Mit dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft in Sagradien und Mikolinien Ende des 4. Jahrhunderts erlangten die ligrischen Stämme weitgehende Autonomie und konnten sich zunächst erfolgreich gegen die Germanenstämme der Herkanden und später der Skanten verteidigen. Um 500 n. Chr. wurden die Ligrer durch die Skanten unterworfen, die ihre Herrschaft auf den gesamten Raum um das ligrische Meer ausweiteten. Die skantischen Herrscher bezeichneten sich fortan auch als Könige der Ligrer, doch konnten sich die Ligrer auch weiterhin eine gewisse Eigenständigkeit bewahren. Der ligrisch-armorische Dux Armahon errichtete um 700 ein Reich, das von Disiés bis nach Douarnenez reichte, aber nur von kurzer Dauer war. Wenig später gehörte Ligrien zum Reich Roduichs.