Regionen Sagradiens

Aus Sagradien
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Die Sagradische Republik besteht aus 17 Regionen. Sie bilden innerhalb der Verwaltungsgliederung Sagradiens die höchste Ebene der territorialen Selbstverwaltung über den Provinzen und unterhalb der nationalen Ebene.

Geschichte[bearbeiten]

Nach der Montevilitischen Verwaltungsreform des Jahres 1859 und der Einführung von 52 Provinzen ähnlicher Größe gab es in Sagradien zunächst keine politischen Regionen oberhalb der Provinzen mehr. Lediglich für statistische und andere informelle Zwecke wurden verschiedene regionale Einteilungen benutzt, die sich vor allem an den historischen Landschaften (Provinças Históricas) des Königreichs orientierten.

Auch nach dem Übergang zur Republik Ende des 19. Jahrhunderts blieben die Provinzen die höchsten Gebietskörperschaften innerhalb Sagradiens. Es traten im Zuge der Demokratisierung lediglich ein direkt gewählter Provinzrat und eine von diesem delegierte Provinzdeputation hinzu.

Erste Autonomieregelungen[bearbeiten]

Jedoch kam es zu Diskussionen um die Einführung bestimmter Selbstverwaltungsrechte für Provinzen an der Peripherie und für sprachliche und kulturelle Minderheiten. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt auch in Armorien eine nationalistische Bewegung Auftrieb, die sich für mehr Freiheiten für die keltische Kultur in der Region einsetzte.

Ähnliche Entwicklungen gab es auch in den golischsprachigen Gebieten der Republik. Akut wurde dies im Zuge der Golenkrise 1936/1937, in deren Folge die bisherige Provinz Escada Gólica aufgeteilt wurde. Um ein Überschwappen des in Mikolinien gewaltsam auftretenden golischen Separatismus auf Sagradien zu verhindern, wurden der golischsprachigen Bevölkerung der neu begründeten Provinz Ambristal und Celiso begrenzte kulturelle Sonderrechte zugestanden. Das umfangreiche Gesetzespaket der Volksfrontregierung wurde als Golenpaket bekannt und bedeutete den Beginn eines langsamen Dezentralisierungsprozesses in Sagradien, der den zentralistischen Einheitsstaat allmählich verwandelte.

Nach lang anhaltenden Diskussionen und Verhandlungen erhielt Ambristal und Celiso 1947 ein eigenes Autonomiestatut, in dem der Provinz weitreichende Selbstverwaltungsrechte zuerkannt wurden. Das Autonomiestatut für die Provinz Cuentez trat kurze Zeit später, im Januar 1948, in Kraft. Beide Provinzen durften sich fortan als Autonome Regionen bezeichnen, über einen Großteil der eigenen Steuern befinden, eigene Akte mit Gesetzeskraft erlassen und eigene regionale Institutionen wie eine Versammlung und eine Regierung bestellen.

Verfassungsrevision 1949[bearbeiten]

Mit der Verfassungsrevision des Jahres 1949 wurden in Sagradien schließlich wieder flächendeckend Regionen als politische Gebietskörperschaften eingeführt. An der Spitze einer Region sollte ein Regionalrat stehen. Dessen Zusammensetzung und die genauen Kompetenzen wurden jedoch nicht in der Verfassung festgelegt, ebensowenig wie der Zuschnitt der einzelnen Regionen, der dem Gesetzgeber vorbehalten blieb. In jeder Region sollte aber ein Regierungskommissar als Vertreter des Zentralstaats eingesetzt werden.

Einrichtung der Regionen[bearbeiten]

In einem Ausführungsgesetz aus dem Jahr 1950 wurden auf dem sagradischen Festland insgesamt 16 Regionen errichtet, die sich an den historischen Regionen orientierten, aber zugleich die Grenzen der bestehenden Provinzen beachteten: Ambristal und Celiso, Cuentez, Tescano und Valonie, Oberskanten, Niederskanten (seit 1968 Ligre-Scantia), Armôria, Ceundâlia, Lojandía, Altsarmay und Sagonte (seit 1950 Sarmay), Bordez, Niederalkonien (seit 1953 Alkonien), Oller, Sur-Pinial, Sesin, Comtàid und Perín und Eskada. Die Inseln von Aziz verblieben zunächst im Status einer Provinz.

Im Jahr 1953 fanden erstmals Regionalwahlen in den meisten Regionen statt, die jedoch noch nicht direkt erfolgten. Stattdessen wurden die Regionalräte aus den zuvor gewählten Provinzräten sowie aus den Gemeindevertretungen gewählt. Es handelte sich bei den Regionalräten also noch um abgeleitete Organe. Nichtsdestotrotz erhielten sie gewisse Selbstverwaltungsrechte und konnten einen eigenen Beigeordneten Rat (Cosellu Ajunto) als regionale Exekutive wählen, an dessen Spitze ein Präsident (Presidente-Coseller) stand.

Verwaltungsreform 1967[bearbeiten]

Eine erste größere Verwaltungsreform wurde 1967 durchgeführt. Wichtigster Bestandteil war eine Demokratisierung der regionalen Institutionen: Angefangen mit den Regionalwahlen 1969 wurden die Regionalräte nicht mehr delegiert, sondern direkt von allen männlichen und weiblichen Einwohnern über 18 Jahren gewählt. Die Wahl erfolgte nach Vorbild der Kammerwahlen nach dem Verhältniswahlrecht mit einer Sperrklausel von drei Prozent. Außerdem wurden die regionalen Beigeordneten Räte fortan als Regierungsräte bezeichnet.

Um auf zunehmende separatistische Bestrebungen auf den Inseln von Aziz zu reagieren, die als integraler Bestandteil der sagradischen Republik betrachtet wurden, erhielten die Inseln nach einem erfolgreichen Referendum den Status einer Autonomen Region mit einem eigenen Autonomiestatut, einer Regionalversammlung und einem regionalen Exekutivrat.

Verwaltungsreform 1999[bearbeiten]

Mit der Verwaltungsreform des Jahres 1999 wurden die Selbstverwaltungsrechte der Regionen vor allem in finanzieller Hinsicht gestärkt und an den Status der Autonomiegebiete angenähert. Die Kompetenzen der Provinzen wurden demgegenüber beschnitten. Das Amt des regionalen Regierungskommissars wurde abgeschafft und seine Aufgaben stattdessen den Regionalpräsidenten übertragen.


Regionen nach Einwohnerzahl[bearbeiten]

Platz Region Hauptstadt Provinzen Einwohnerzahl Senatoren Abgeordnete
1 Sarmay Noyar Alto-Pin, Alto-Sagonte, Alto-Sarmay, Noyarense, Sagonte-Mêdio-Pin, Semestina-Capital 9,5 Millionen
2 Bordez Biniar Alto-Bordez, Cofluentes, Croel-Farfalla 4,5 Millionen
3 Comtàid-Perín Tulis Perin, Cordêsa-Tulinês 4,0 Millionen
4 Oller Artir Artiral, Serra d'Oller 3,7 Millionen
5 Ligre-Scantia (Niederskanten) Ligre North Baixo-Ligre, Laval, Northense, Sascaya 3,6 Millionen
6 Alconía (Niederalkonien) Duerez Cupazas, Guarrí, Nalcazal, Viaza 3,5 Millionen
7 Ceundâlia Ostino Aguerre, Alta-Veza, Baixa-Veza, Bocas de la Veza, Gichot 3,2 Millionen
8 Sur-Pinial Sollar Baixo-Pin, Bolivas, Corar, Liez 2,6 Millionen
Armôria (Armorien) Santa Luís Airar, Alto-Ligre, Cripón, Keréc, Viçano-Serra d'Armôria 2,6 Millionen
10 Lojandía (Lohanden) Laquines Cabeza, Mêdio-Liêno, Roser-Caraçal, Soler i Veza 2,5 Millionen
11 Alta-Scantia (Oberskanten) Gerón Cosêtes, Mêdia-Scantia, Mesa-Pescano, Valescano 2,1 Millionen
12 Escada (Eskada) Bosa Escada Maritima, Morrœs Verdes, País Bosanês 1,8 Millionen
13 Sesín Vesaey País Lourán, Pin-Saydel, Vesaeyal 1,5 Millionen
14 Cuentez Diegue Cuentezal frühere Autonome Provinz Cuentez 1,0 Millionen
15 Illas d'Aziz (Autonome Region Aziz) Santiago d'Aziz in zwei Inselgruppen geteilt 800.000
16 Tescano-Valoní (Teskano-Valonie) Tesqué frühere Provinz Tescano-Valoní 750.000
17 Valles d'Ambrís i de Celiso (Autonome Region Ambristal und Celiso) Pexace frühere Autonome Provinz Ambristal und Celiso 180.000

Politik[bearbeiten]

Zusammensetzung der Regierungsräte am Ende des Wahljahres 2017

Jede Region Sagradiens verfügt über ein Regionalstatut, das die Kompetenzen der regionalen Institutionen und die Beziehungen dieser untereinander und zur Zentralregierung in Semest definieren.

Jede der 17 Regionen Sagradiens besitzt eine eigene Volksvertretung auf regionaler Ebene, im Normalfall als Regionalrat (Cosellu Regional) bezeichnet, die alle vier Jahre durch die wahlberechtigten Einwohner der jeweiligen Region direkt nach dem Verhältniswahlrecht (bei einer Sperrhürde von 3%) gewählt wird. Der Regionalrat ist vor allem für die Ausarbeitung und Verabschiedung regionaler Erlasse verantwortlich und bildet demnach das Legislativorgan der Region. Den Vorsitz hat der Presidente del Pleno inne.

Als Exekutive wählt der Regionalrat aus seinen Reihen einen Regierungsrat (Cosellu de Governo), dem mehrere Beigeordnete Räte (Coselleres Ajuntœs) mit verschiedenen Zuständigkeiten angehören. Höchster Repräsentant der Region und der Regierung ist der Ratspräsident (Presidente-Coseller).

Der Regionalrat der Inseln von Aziz wird als Regionalversammlung (Asamblea Regional) bezeichnet, die Regierung Exekutivrat (Cosellu Executivo), der Regierungschef Erster Rat (Premer-Coseller).

Als regionale Versammlung der Autonomen Region Ambristal und Celiso fungiert die Generalversammlung (Esemblëe Xeneral de lus Valjs). Der regionalen Regierung (Gobern de lus Valjs) steht ein Regierungspräsident (President de Gobern) vor.

Als Parlament der autonomen Insel Cuentez fungiert der Rat von Cuentez (Cosèllu de Cüentiz). Der Rat wählt eine Xunta Gobernante, der ein Presidente-Gobernador vorsteht.

Die Organe der Region Armoria (Regionalrat, Regierungsrat und Ratspräsident) tragen im Armorischen die leicht abweichenden Namen Consel-an-Arvor ("Rat von Armorien"), Gwernamant-an-Arvor ("Regierung von Armorien") und Lawadh-an-Armor ("Präsident von Armorien").

Regionalregierungen (Stand: Oktober 2025)[bearbeiten]

Region Presidente-Coseller im Amt seit | | | | | Regionalregierung letzte Wahl
Alconía (AL) Cristina Areja (ASUL) seit 2015 ASUL, V, RAD, ALC 2025
Alta-Scantia (AS) Daniel Ambrôsio (PPC) seit 2000 PPC, UPAS 2025
Armôria (AM) Ywán Guerwennéc (UNV) seit 2021 UNV ASUL, V, SDU, POS 2025
Bordez (BO) Martín Josebal (PPC) seit 2017 PPC, ASUL, NC 2025
Ceundâlia (CE) Joán Casadó (PSP) seit 2024 PSP, PPC, NC 2024
Comtàid-Perín (CP) Joaquín Loubregat (ASUL) seit 2025 ASUL, RAD, POS, V 2025
Cuentez (CU) Xoán Pirou (NÒU) seit 2023 NÒU, UPC-PPC, LIB 2023
Escada (ES) Marta Coljer (ASUL) seit 2023 ASUL, AE-POS, RAD, V 2023
Illas d'Aziz (AZ) Joanina Montserrat (FXA) seit 2012 FXA, PSA, E/V 2022
Ligre-Scantia (LS) Samuel Pisarró (ASUL) seit 2025 ASUL, PPC, RAD 2025
Lojandía (LO) Piero Celades (PPC) seit 2017 PPC, IxL-PSP, NC 2025
Oller (OL) Loren Marón (NOL-PSP) seit 2021 NOL-PSP, PPC, NC 2021
Sarmay (SY) Ysabel Isalde (ASUL) seit 2025 ASUL, RAD, V, POS 2025
Sesín (SN) Francisca Durro Martínez (PPC) seit 2024 PPC, NC, RAD, LIB 2024
Sur-Pinial (SP) Sellesi Minieta (PPC) seit 2017 PPC, RAD, SUR, NC 2025
Tescano-Valoní (TV) Dián Albirretxe (PPC) seit 2016 PPC, Pel Tescano, LIB 2024
Valles d'Ambrís i de Celiso (VA) Filip Moljard (CE) seit 2022 C&U, Voç, VO 2024