David Chabrol
David Ernesto Chabrol Ferrandiz (*1978 in Guillard) ist ein sagradischer Publizist und Politiker der sozialistischen Partei ASUL. Von 2004 bis 2009 amtierte er als Nationaler Sekretär der Sozialistischen Jugend (JuSo) und danach von 2010 bis 2012 als Parteisprecher der ASUL. Von 2013 bis 2015 war er Delegierter Minister für Internationale Zusammenarbeit und von Februar 2015 bis Februar 2018 Minister für Beschäftigung und Rente in der Regierung Serrat Cabarell.
Seit Juli 2020 ist Chabrol Leiter der sozialistischen Akademie der Fundación Santiago Laval. Daneben gehört er zum Herausgebergremium der sozialistischen Zeitschrift DemoS. Er wird dem linken Flügel seiner Partei zugerechnet und fungiert als wirtschaftspolitischer Sekretär der ASUL.
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Politischer Aufstieg
Der im eskadischen Guillard geborene Chabrol begann seine politische Karriere während seines Studiums der Sozial- und Politikwissenschaften beim sozialistischen Jugendverband Juventú Socialista. 2001 zum Vizesekretär des nationalen Verbands gewählt, setzte er sich drei Jahre später bei der Wahl des neuen Nationalen Sekretärs durch und rückte an die Spitze der sozialistischen Nachwuchsorganisation. Als deren Sekretär machte er sich als energischer Vertreter eines radikalen antikapitalistischen Linkskurses und als scharfer Kritiker des ASUL-Generalsekretärs Santiago Diaz de Velozo (2005-2009) einen Namen. Dieser verhinderte schließlich auch eine Kandidatur Chabrols für die sagradische Abgeordnetenkammer.
Bei den Semestiner Kommunalwahlen 2008 kandidierte Chabrol für die Sozialisten im Stadtteil Leclós, einem alternativen Studentenviertel und wurde in die Versammlung des Stadtteils gewählt. Ebenfalls 2007 gehörte er mit mehreren Politikern der Linksparteien ASUL, Verdes, PCS und DSS zu den Gründern des parteiübergreifenden Mitte-Links-Thinktanks Istituto Progreso Solidário (IPS). Außerdem schrieb er regelmäßig Artikel für die linkssozialistische Zeitschrift DemoS.
Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009 engagierte sich Chabrol bei den parteiinternen Primaries der neuen Parteispitze für die Kandidatin des gemäßigt-linken Flügels Mercé Serrat und wurde von dieser schließlich in leitender Stellung ins Kampagnenteam berufen. Nach der erfolgreichen Wahl Serrats machte sie den 32-jährigen Chabrol zum neuen Parteisprecher der sozialdemokratischen ASUL. Damit gehörte Chabrol neben Parteikoordinator Joaquín Loubregat zu den wichtigsten Vertrauten Serrats im Parteiapparat.
Minister
Im Sommer 2012 leitete Chabrol im Auftrag der Parteiführung den Wahlkampf der Sozialisten in der Haupstadt Semest. Im Anschluss an die Wahl übernahm er für die neue Bürgermeisterin Ana Orlén-Zapato den Posten eines Generalsekretärs im Semestiner Rathaus. Nachfolgerin als Parteisprecher wurde die marokkanisch-stämmige Mona Assouli. Bei der Parlamentswahl 2013 trat Chabrol als Kandidat auf der Liste der Sozialisten an und erhielt erstmals ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Anschließend wurde er als Delegierter Minister für Internationale Zusammenarbeit ins Regierungskabinett der neuen Ministerpräsidentin Mercé Serrat Cabarell berufen. Nach dem Rücktritt von Gil-Santián Rovira vom Ministeramt im Februar 2015 wurde Chabrol zum neuen sagradischen Minister für Beschäftigung und Rente berufen.
Als Arbeitsminister setzte sich Chabrol für die stärkere staatliche Förderung der Sozialwirtschaft in Sagradien ein. Dazu gehört auch das Projekt eines staatlich bezuschussten gemeinwohlorientierten Arbeitsmarktes, der Arbeitslosen ermöglichen soll, gegen Bezahlung unterhalb des Mindestlohns in gemeinnützigen Dienstleistungen aktiv zu werden. Zudem setzte sich Chabrol, der als Anhänger eines bedingungslosen Grundeinkommens gilt, dafür ein, die staatlichen Bedingungen für den Erhalt sozialer Fürsorgeleistungen zu erleichtern und eine bedarfsgerechte Grundsicherung für alle zu sichern, die diese benötigen.
Politikpause und Comeback
Nach der Niederlage der Linksparteien bei der Parlamentswahl 2017 und dem Regierungswechsel in Semest schied Chabrol im Februar 2018 aus dem Ministeramt aus. Er galt als potenzieller Kandidat bei den sozialistischen Primaries 2018 für das Amt des Generalsekretärs, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur. Stattdessen zog er sich vorübergehend aus der Politik zurück. Auch bei der vorgezogenen Parlamentswahl 2019 kandidierte er nicht erneut.
Nach einer zweijährigen Pause kehrte Chabrol Anfang 2020 mit einer regelmäßigen Kolumne für die linke Zeitung Le Republicán in die Öffentlichkeit zurück. Bei der Urwahl zur neuen Generalsekretärin der Partei im März 2020 unterstützte er die linke Kandidatin Eva Monet, die schließlich als Überraschungssiegerin aus der Urwahl hervorging. In der neuen Parteiexekutive unter Monet übernahm er das wirtschaftspolitische Sekretariat. Im darauffolgenden Juli wurde er zudem zum Leiter der sozialistischen Akademie der Fundación Santiago Laval berufen.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 2012-2013: Generalsekretär bei der Bürgermeisterin von Semest
- 2013-2015: Delegierter Minister für Internationale Zusammenarbeit im Kabinett Serrat Cabarell
- 2015-2018: Minister für Beschäftigung und Rente im Kabinett Serrat Cabarell
Mandate
- 2008-2013: Mitglied der Stadtteilversammlung von Semesta-Leclós
- 2013-2018: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
Parteiämter
- 2001-2004: Nationaler Vizesekretär der Juventú Socialista (JUSO)
- 2004-2009: Nationaler Sekretär der Juventú Socialista
- 2010-2012: Parteisprecher der ASUL
- seit 2020: Leiter der Akademie der Fundación Santiago Laval (FSL)