Partíu Democrático Popular

Aus Sagradien
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Partíu Democrático Popular
Demokratische Volkspartei
Logo-PDP.jpg
Parteiführer Don Martín de León
David Guerrero
Fernando de la Roya
Gründung 1925
Auflösung 1945
Fusion von
Nachfolge PPC, MSC
Jugendorganisation Liga del Pôblu Jovén
Zeitung la Vertá
Ausrichtung Christdemokratie
Position Mitte

Der Partíu Democrático Popular (kurz PDP, deutsch Demokratische Volkspartei) war eine christdemokratische Partei im Sagradien der späten Zweiten Republik. 1925 gegründet, vereinigte die Partei liberale Katholiken, christliche Gewerkschaftsmitglieder und christliche Sozialisten. Sie spielte auf nationaler Ebene nur eine untergeordnete Rolle. Mit Fernando de la Roya stellte sie aber von 1938 bis 1946 den Bürgermeister von Semest. Der PDP spaltete sich 1945 und die Mehrheit vereinigte sich mit der konservativen Volksunion zum christdemokratischen Partíu Popular de Convergência. Eine linke Minderheit ging über den Movimiento Socialista Cristiano in der sozialdemokratischen ASUL auf.

Geschichte[bearbeiten]

Gegründet wurde die PDP 1925 durch den katholischen Priester Don Martín de León. Sie vereinte progressive und soziale Katholiken der konservativen Volksaktion mit konfessionell geprägten sozialreformerischen Bewegungen in einer christlich-sozialen und demokratischen Partei der Mitte. Keimzellen der Demokratischen Volkspartei waren untr anderem das sozialreformerische Cientro Social Humanista Fernando De la Royas, der Kreis um dessen Zeitung la Vertá sowie die Liga del Pôblu Jovén, der vor allem jüngere Mitglieder der Acción Popular angehörten und die sich Anfang der Zwanziger Jahre von der Partei getrennt hatte. Als progressive konfessionelle Partei stand die PDP gleichermaßen in Konkurrenz zu den laizistischen Parteien der Mitte und linken Mitte sowie zur katholisch-konservativen Volksunion, die sich in Nachfolge der Volksaktion gegründet hatte und einen strikt antisozialistischen Rechtskurs steuerte. Dagegen integrierte die PDP auch linke Katholiken und verstand sich als zentristische Kraft, weswegen die PDP von rechten Antisozialisten eines "klerikalen Sozialismus" bezichtigt wurde. Jedoch lehnte die PDP den klassenkämpferischen Habitus, den Materialismus und den radikalen Antiklerikalismus der sagradischen Linken ab und berief sich auf die christliche Soziallehre. Die PDP war eine weithin demokratische und antifaschistische Partei und verweigerte sich in der Krise der Dreißiger Jahre größtenteils den autoritär-nationalistischen Tendenzen der katholischen Rechten. Dennoch unterstützten Mitglieder der PDP die rechtsnationale Regierung Sants-Igualde während des Zweiten Weltkriegs.

Die Partei trat erstmals bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925 an und erhielt 26 Mandate im Parlament. Dies blieb jedoch ihr bestes Ergebnis. Dem Schwinden der bürgerlichen Mittelparteien und der Radikalisierungstendenz der sagradischen Katholiken konnte auch die progressive PDP nicht entgehen, blieb insgesamt aber relativ stabil. Parteimitglied Fernando de la Roya wurde 1931 von einer Mitte-Rechts-Koalition zum Bürgermeister von Semest gewählt. Obwohl sie als Regierungspartei in mehreren Kabinetten seit 1928 einigen Einfluss auf die sagradische Regierungspolitik gewinnen konnte, spielte sie machtstrategisch bei den so genannten Blockwahlen von 1932 und 1935 kaum eine Rolle. 1932 gehörte sie neben gemäßigten Liberalen und Liberalkonservativen zum blockfreien Zentrum. 1936 positionierte sich die Partei erneut zwischen der linken Volksfront und der rechten Nationalen Front, erreichte aber nur zehn Sitze in der Kammer. In der gemäßigter Opposition zu den Volksfrontregierungen konnte sich die Partei als Zentrumspartei etablieren und bildete 1937 eine Mitte-Links-Regierung unter dem Radikalen Angel Colón.

Der 1938 berufene Ministerpräsident Manuel Sants ernannte mit Carles Bruto ein Mitglied der PDP zum Minister in seinem Kabinett. Im Zweiten Weltkrieg schloss sich der PDP schließlich dem Zentralausschuss für die Nationale Kommunion an. Später spielten einige Mitglieder eine zentrale Rolle in der Resistença Cristiana gegen die deutschen Besatzer im Nordosten Sagradiens. Mit der Convergência del Pôblu Cristiano versuchten Mitglieder der PDP um Roya und Luciaro schließlich, das gesamte katholische Lager hinter einem demokratisch-parlamentarischen Programm zu vereinigen. Aus diesem Vorhaben ging im Januar 1945 der Partíu Popular de Convergência als bürgerliche Sammlungspartei auf christlich-sozialer Basis hervor.

Persönlichkeiten[bearbeiten]

Parteisekretäre[bearbeiten]